WFW Ravage #365 - ToH Day 8

Das Forum für die Weekly der WFW

Moderator: IDK Ryu Bateson

konstant pos. Feedback
konstant pos. Feedback
Benutzeravatar
Registriert: Mi 30. Mai 2018, 14:12
Beiträge: 747

WFW Ravage #365 - ToH Day 8

#1

Beitragvon IDK Ryu Bateson » Sa 29. Jun 2024, 02:00

Nach dem Abstieg des 1.FC Köln war die Stimmung in der rheinischen Domstadt eher durchwachsen, aber nun war endlich wieder Partystimmung angesagt und das ganz ohne Karneval, denn WFW war zu Gast und präsentierte eine ganze Menge Loser, was einigen Fans ein ironisches Lächeln abringen konnte. Es waren jedoch nicht nur Damen am Start, die allmählich besorgt sein mussten Teil des Loser Finale zu werden, das Trios Turnier war heute mit der 2:0 Bracket am Start und das bedeutete quasi das Viertelfinale und ein sicheres Trios Titelmatch. Wer würde dies bekommen? Das blieb abzuwarten, denn wie gehabt entschied das Los über die Begegnungen. Grund genug sich die Lostrommel des heutigen Tages im Detail anzusehen:

Lostrommel der 1:2 Bilanzierten im Temptation Tourney
Angela R. Avallonis
Atalanta Pégasos
„Goldarling“ Caitlin Carat
Chelsea Green
„Astarte“ Cleo Clearfail
Diana Rolando
Dominique Rouge
Ekaterina Akenova
Fuuka Sagara
Jillian Hall
Kasumi Kanesada
Kiriha Kagemitsu
Kitana Ashera Azalea
„Black Kitten“ Konoka Yuumura
„Raikou-hime“ Kyouka Minamoto
Lacey Evans
Miu Mitsurugi
Queen Violet
„Super Sexy Spanish Sorceress“ Regina Reyes
Ruri Hiiragi
Sharon Airfield
„Maestrale“ Tae Mami Miyamae
Taylor Wilde
Volumina Siren

Lostrommel der 0:3 Bilanzierten im Temptation Tourney

Hestia Heliotrope
Kana Asuka
Lady Shani
Mia Yim
Mizuho Satake
Stheno Gorgon
Tessa Blanchard
Xia Li

Lostrommel der 0:2 Bilanzierten im Tag Team Tourney
Bella Twins (Brie Bella & Nikki Bella)
Black Wyrms (La Vouivre Brigitte Reflet & Shizuku Shikishima)
Chaos Eclipse („Amaterasu“ Sena Kuraki & „Tsukuyomi“ Kizuna Kuraki)
Fellowship of Joy („Hōō“ Sana Aihara & „Taihou“ Kaede Kagurazaka)
G Dynasty (Carrie Milla Guerrero & Julia Guerrero)
Tainted Paradise (Clarissa Canaan & Eva Eden)
The Peerless (Tsukiko Honda & Yoshino Tokugawa)
Tiger Generals (Kang Xiao* & Ma Shaorin*)

Lostrommel der 2:0 Bilanzierten im Trios Tourney
Blossom Gale (Beryl Dandelion (C) & Grace Geranium & Liliana Janus)
Camus Company (Alice Hellstrøm & Íris Lilja Óðinsdóttir & Priscilla Camus (C))
Descendants of Țepeș (Amelia Niculescu (C) & Esmeralda Geamăn & Noel Geamăn)
Frost Moon (Alissa D. S. Albion (C) & Kaguya Katsuragi & Kirika Azuma) {WFW Trios Champions}
Harbingers of Agony (Chikage Kurosaki & Shiro Homura & Wáng Sānniáng* (C))
Northern Successors (Shieldmaiden" Lyndi Rundström (C) & "Maple Mauler" Riley Frazer & "The Highland Fury" Viola O'Neill)
Shogunate of Doomination (Busty Bunny (C) & Shion Ishikiri & Yayoi Kurusu)
Sorority of Light (Charlotte van Luminis (C) & Rena Khawana & Rin Owari)
*dieser chinesische Name steht in landesüblicher Reihenfolge, der Familienname steht vor dem Eigennamen


Los ging es mit dem Teil des Turniers, welcher die meisten Matches des heutigen Abends stellte, der 1:2 Bracket des Temptation Turniers. Wer heute gewann konnte die Bilanz auf 2:2 stellen und somit nicht nur versöhnlicher gestalten, sondern auch die Chance waren am Ende gar eine positive Bilanz zu haben. Es gab ja durchaus einige große Namen in der Lostrommel, zunächst wurde aber keiner davon gezogen, sondern lediglich Tae Mami Miyamae. Die Frau von dem Kuriositätenkabinett rund um die Undead Bride Su Yung trat zu Boogie of Nine Tails auf, obwohl sie evidenterweise keine neunschwänzige Füchsin war und mit Tamamo no Mae auch nicht viel gemein hatte.
Auf die beseelte Homunculi folgte die frühere Marine Lacey Evans, die zu Bet On Me auftrat. Man konnte nicht sagen, dass diese Ansetzung die Fans in Ekstase versetzte, aber zumindest war es ein Match auf sportlicher Augenhöhe.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (1/12)
Tae Mami Miyamae vs. Lacey Evans


Nach ihrem Erfolg gegen Tessa Blanchard in der letzten Turnierrunde war Lacey Evans Selbstvertrauen wiederhergestellt, um nicht zu sagen, dass sie gegen Tae überheblich wirkte und ganz offensichtlich dachte, dass sie Miyamae vorführen und sich selbst so profilieren konnte. Doch statt einem überlegenen Sieg von Lacey gab es einen deftigen Konter der Women’s Right seitens Tae per Foxfire Saito Suplex, gefolgt von ihrem Maestrale, dem Imploding 450 Splash und dann war das Match plötzlich zu Taes Gunsten gelaufen. Ob Lacey nun endlich verstanden hatte, dass sie mit halber Kraft auch gegen vermeintliche No Name Gegnerinnen in einem WFW Ring niemals erfolgreich sein würde, weil nicht nur die Quantität der Damenwelt, sondern auch ihre Qualität höchst beachtlich war? Vielleicht, vielleicht auch nicht, ehrlich gesagt kümmerte es auch ca. niemanden. Viel interessanter war die Frage wer nun gegeneinander antreten würde.


Danger wurde laut und zum Ring kam eine Miko, die ein paar ordentliche Leistungen gezeigt, im Großen und Ganzen aber noch immer ein No Name war. Kiriha Kagemitsu war der Name, den nicht viele kannten, aber von Joshis konnte man ja durchaus immer erwarten, dass sie im Ring was leisten konnten und so war es nun an der Gegnerin Name Value beizutragen.
Dieser kam dann auch in Form von Atalanta Pégasos. Die geflügelte Stute von der Gorgon Family hatte beim National Fantasy Wrestling Day im letzten Jahr an der Seite ihres Gatten Siegfried ein Match bestritten und gewonnen und somit über dem WFW Tellerrand hinaus für Aufsehen gesorgt. Sie galoppierte zu Meridian Dance zum Ring und war voller Zuversicht das ersehnte 2:2 herzustellen, was nach einem Katastrophenstart ins Turnier mit 2 Niederlagen am Stück für den Moment sehr zufriedenstellend wäre. Konjunktiv.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (2/12)
Kiriha Kagemitsu vs. Atalanta Pégasos


Kiriha begann offensiv, schnörkellos und technisch, darauf bedacht die hochfliegende Stute am Boden zu halten. Dies sorgte aber nur unweigerlich dafür, dass die meisten Fans erst recht davon absahen sich für Kiriha zu interessieren und nur darauf warteten, dass Pégasos mit ihren spektakuläreren Aktionen durchkam. Einige wenige Zuschauer unterstützten zwar Kirihas Bemühungen unspektakuläres Ringen zu praktizieren, die größeren Reaktionen gab es dann aber für Atalanta Pégasos, als sie etwa Kiriha per Calf Kick über die Seile nach draußen schicken und per Triangle Moonsault hinterher fliegen konnte. Wenig später konterte Kiriha jedoch einen Superkick per Dragon Screw und vermochte es Pégasos per Muta Lock in Bedrängnis zu bringen. Atalanta Pégasos rettete sich jedoch in die Seile, bekam aber mehr und mehr Aktionen gegen die Beinpartie verpasst, auf dass die Fliegerei aufhörte und der nächste Muta Lock die Entscheidung zu Gunsten von Kiriha bringen mochte. Dazu kam es aber nicht, da Pégasos Kiriha beim Versuch eines Cutters wegstoßen und in der Folge dann doch einen Superkick durchziehen konnte. Leicht humpelnd setzte Atalanta per Pegasus Wings nach, ihrem brutalen Double Underhook Spike Piledriver, der zum erfolgreichen Pinfall führte. Pégasos Bilanz war damit dank dem zweiten Sieg in Folge in der Tat ausgeglichen, während Kiriha nach ihrem Sieg gegen Tessa Blanchard in Runde 1 nun die dritte Niederlage in Folge hinnehmen musste.


Auch das dritte Match des Abends beinhaltete die 1:2 Bracket und eine Frau, die an der Seite von Goldust schon mehrfach das Turnier im Mixed Intergender Tag Team Bereich gewinnen konnte und Temptation Titelträgerin gewesen war: „Goldarling“ Caitlin Carat, die stilecht zu Golden auftrat und rein von ihrer Vita her ganz sicher nicht in die untere Hälfte des Turniers gehörte. Und doch war es nicht komplett überraschend, dass die Frau mit dem güldenen Bodypaint auf der schwarzen Haut eine negative Bilanz hatte – das WFW Karriereende ihrer Mentoren hatte sie nicht ganz verkraftet.
Aber auch Caitlins zu Stone Tower auftretende Gegnerin war ein bisschen verloren, in ihrem Fall seitdem sich das sable Glorious Bliss aufgelöst hatte: Ruri Hiiragi war eine kleine Person mit blauen, ins lilane übergehenden Twintails, einer kühlen Disposition und brutaler Technik, doch ohne klare Vorgaben einer Anführerin fehlte ihr etwas zum Erfolg. Zwei Frauen in der Krise trafen sich also, was für beide eine große Chance war sich aus dieser nun herauszuarbeiten.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (3/12)
„Goldarling“ Caitlin Carat vs. Ruri Hiiragi


Caitlin war bemüht ihre deutlichen physikalischen Vorteile in Matchdominanz umzumünzen, aber Ruris Agilität und blitzsaubere Technik ließen die frühere Temptation Titelträgerin nicht nur mehrfach ins Leere laufen, sondern sorgten auch für einige harte Konter. Und so war es dann Ruri, welche die klaren Vorteile hatte und über weite Strecken am Drücker war. Doch als Ruri das Match mit dem Future Shock DDT beenden wollte, bekam sie nicht genug Schwung, um Caitlin mit sich in die Tiefe zu reißen.
Anders gesagt blieb Caitlin einfach stehen und hatte Ruri an sich hängen. Für einen Moment war die Chance für Ruri gegeben rasch zu einem Choke umzugreifen, aber ehe sie realisierte, dass es keinen DDT geben würde, da hatte Caitlin sich auch schon in den Vorwärtsgang begeben, hämmerte Ruri in die nächstbeste Ringecke, setzt mit harten Shoulder Tackles nach und ehe Ruri wusste, wie ihr geschah, war sie nach oben gesetzt worden. Augenblicke später pflückte Caitlin Ruri per Ultra Busty aka Muscle Buster von der Ringecke auch schon wieder herunter und nach dieser zerstörerischen Aktion war der 3 Count die logische Formsache.


Für das erste Tag Team Match des Abends wurde nun Brie Mode laut und gemischte Zuschauerreaktionen noch lauter – die Bellas hatten klar ihre Fans, aber viele mochten sie nicht wirklich leiden, da man sie als arrogant empfand oder sie aus anderen persönlichen Gründen ablehnte. Positiv gedacht waren viele sich einig, wer hier und jetzt verlieren sollte, noch bevor das Los für die Gegnerinnen gezogen wurde.
Das Ziehen eines Loses geschah dann jedoch natürlich und zu Amaranth trat die Fellowship of Joy auf, die stark bejubelt wurde – und das nicht nur, weil sie nicht die Bellas waren, sondern auch weil man die Damen rund um die Poetic Primrose Sasami Kannaoe einfach mochte. Wie auch insbesondere Sana Aihara ihre Partnerin Kaede Kagurazaka sehr mochte. Soll heißen liebte. Dumm nur, dass Sana eine Tsundere war und dies nie offen zugeben würde und Kaede ca. die einzige Person im Roster war, die keine Ahnung davon hatte, dass Sana fühlte, wie sie fühlte. Weswegen die beiden statt Turteltauben halt zwei mythologische Vögel waren.


Tournament of Honor – Tag Team Tourney 0:2 Bracket (1/4)
Bella Twins (Brie Bella & Nikki Bella) vs. Fellowship of Joy („Hōō“ Sana Aihara & „Taihou“ Kaede Kagurazaka)


In Sachen Athletik, Agilität und Technik waren die beiden Wundervögel den Zwillingen glasklar überlegen, ergo setzten die Bellas auf ihre Erfahrung, ihr geringes aber doch existentes Plus an Kraft und Körperlichkeit und vor allem jede Menge Wechsel und Teamwork. Weil das alles aber immer noch nicht reichte, setzten sie auch auf viele kleine Unsauberkeiten und weil diese ebenfalls noch immer nicht genug waren, kam sogar noch ein Stuhl zum Einsatz kam, auf den Brie den Bella Buster zeigte.
Was aber AUCH nicht ausreichte, da Kaede wie der Phönix aus der Asche den Arm trotzdem hoch bekam, nicht zuletzt weil das Cover viel zu arrogant war und die Bellas schon siegessicher waren bevor der 3 Count tatsächlich durchging. Erst gewinnen, dann Siegespose, eigentlich ein simples Prinzip, welches die Bellas jedoch mit Nichtachtung gestraft hatten. Hatte was von Lernresistenz, ihre 0:2 Bilanz war ja kein Zufall oder Lospech gewesen.
Brie wollte jedoch nachsetzen, zumindest das war der richtige Gedanke. Das Mittel ihrer Wahl war Sana auf die nächstbeste Ringecke zu setzen, um den Avalanche Bella Buster zu zeigen. Auch das war durchaus nachvollziehbar. Da Brie es jedoch verpasst hatte Sana mit ein paar zusätzlichen Attacken auf der Ringecke ruhigzustellen wehrte diese sich und knockte Brie in die Tiefe. Brie unten, Sana oben, das war plötzlich die Chance für Hōō zu fliegen und sie flog auch: Infrared! Cover, Eins und Zwei und Drei, Nikki wollte helfen, wurde aber von Kaede per Shuri Knee daran gehindert und das war dann das.


Die Bella Twins waren nun also das erste Team mit der katastrophalen 0:3 Bilanz, mit ebendieser Bilanz ging es nun auch weiter, das erste Match der bisherigen Dreifach-Loser des Temptation Tourney stand an. Heat of Battle erklang dafür und Stheno Gorgon kam zum Ring – obgleich weniger giftig aussehend als sonst üblich. Ihre Katastrophenbilanz war ihr sichtlich aufs Gemüt geschlagen, der Traum von einer erfolgreichen Solo Karriere war zumindest für dieses Turnier ausgeträumt, wenn nicht sogar generell. Nun hieß es die Teilnahme am Loser Halbfinale zu vermeiden.
Zu Sthenos sichtlicher Erleichterung ertönte ihrem Theme Song nachfolgend Fighting Spirit, der Theme Song von Xia Li. Hart formuliert war Xia Li ob ihrer bisherigen Leistungen seit ihrem Debüt fast schon ein Freilos, wenn Stheno gegen Xia nicht gewann, musste sie sich vielleicht sogar fragen, ob sie ihre Karriere nicht besser direkt beenden sollte.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 0:3 Bracket (1/4)
Stheno Gorgon vs. Xia Li


Beide zeigten keine gute Leistung und demonstrierten so, dass sie ihre 0:3 völlig zurecht auf dem Konto hatten. Allerdings gelang Stheno der RKO und dieser brachte sie auf die Siegesstraße. Xia war von diesem zwar nicht KO, aber angeknockt genug, dass Stheno mit ihrer Viper’s Fang, dem Huracanrana Driver, nachsetzen konnte und nach diesen beiden Aktionen am Stück wäre wohl ca. jede liegengeblieben und Xia Li erst recht. Ergo also tatsächlich mal ein Sieg in einem Einzelmatch für Stheno, die danach zwar nicht glücklich, aber doch erleichtert aussah. Die Teilnahme am Halbfinale der 0:4 Serienverliererinnen hatte die Vile Viper erfolgreich abgewandt, anders als Xia Li, die sich diese Bilanz aber auch durch ihre konstant immer schwächer werdenden Leistungen redlich verdient hatte.


Nach all den Verliererinnen war es nun erstmals Zeit für Gewinnerinnen und somit für das Trios Turnier. Into the Greenwood wurde laut und kündigte das einzige Developmental Trio mit bisher makelloser Bilanz an, das blumige Duo rund um Beryl Dandelion, die vom Gemüt her eher giftiges Unkraut waren, aber das war Löwenzahn ja in mancherlei Augen ohnehin. Auch wenn es bei Speisen, Medizin und Bienen gleichermaßen beliebt war. Es war jedoch durchaus auch ebendieser giftigen Einstellung zu verdanken, dass Beryl, Grace Geranium und Lily Janus ihre 2:0 Bilanz hinbekommen hatten – von angeblichem Segen der angeblichen Göttin Hestia Heliotrope mal abgesehen, die Beryl zu Blossom Gale eingeladen hatte. Wenn auch schon sonst niemand daran glaubte, dass die schwarz bezopfte Frau im Second Hand Göttinnenkleid eine echte Göttin war, Beryl glaubte und durch dieses Glauben gestärkt führte sie ihr Trio in der letzten Runde zum Sensationssieg über die Crimson Shark Pirates.
Heute benötigte Blossom Gale eine weitere Sensation, wenn es das 3:0 geben sollte, denn aus der Lostrommel wurde der Teamname „Harbingers of Agony“ gezogen. Das Licht gedimmt, grünliches Scheinwerferlicht angestellt, Canta Per Me tönte aus den Boxen und die drei Damen von Celestial Camus traten hervor. Ihre Mission zu Turnierbeginn war simpel gewesen: den Trios Title in die Sportabteilung zurückholen. Genau das hatten aber in der Zwischenzeit bereits ihre Kolleginnen von Frost Moon vollbracht. Dumm gelaufen. Nun hieß es also diese Pflichtaufgabe meistern und als Plan B in der Hinterhand bleiben, falls Frost Moon das Gold wieder verlieren sollten – oder es in einer Folgerunde diesen abnehmen. Das war aber Zukunftsmusik, die Pflichtaufgabe wollte erst auch tatsächlich gelöst werden.


Tournament of Honor – Trios Tourney 2:0 Bracket (1/4)
Blossom Gale (Beryl Dandelion (C) & Grace Geranium & Liliana Janus)
vs.
Harbingers of Agony (Chikage Kurosaki & Shiro Homura & Wáng Sānniáng* (C))


Blossom Gale hielten gegen die Harbingers viel besser mit als sie es von der Papierform her gedurft hätten - der große Qualitätsunterschied, der eigentlich hätte da sein sollen, existierte nicht. Beryl insbesondere stellte die Favoritinnen immer wieder vor Probleme und brachte gegen diese ihre Paradeaktionen durch: Shiro bekam den Darkness Buster zu spüren, Chikage die Dark Matter und Sānniáng konnte sich nur mit Mühe aus dem Dandeliontamer heraus in die Seile retten. Dies geschah allerdings mitnichten in kurzen Abständen, sondern verteilt über den gesamten Matchverlauf. Und doch sollte es am Ende zu keinem Fall reichen und das Match am Ende 2:0 zu Gunsten der Harbingers of Agony ausgehen – als Grace ihren Coup de Grâce danebensetzte war Shiro Homura mit ihrem Bridging Backslide, dem No Bridge No Win, zur Stelle und sorgte mit dem 1:0 für die halbe Miete. Nach dem Double Team Sleeper Slam der Harbingers, Charon’s Calling, gegen Lily einige Minuten später war der Sieg perfekt. Aber das war ein hartes Stück Arbeit und auch eine Portion Glück war dabei, hatte Beryl sich doch gerade einen Stuhl organisiert und wollte diesen mit Hilfe einer Ablenkung seitens Hestia zum Einsatz bringen. Aber der Referee ignorierte Hestias Hopser auf den Apron, um das Cover durchzuzählen, sehr zu Beryls Empörung...


Zurück in der 1:2 Bracket des Temptation Tourney war nun Zeit für den Auftritt einer anderen Frau, die eigentlich viel zu gut war, um hier zu sein und es doch war: Miu Mitsurugi, die Gewinnerin des zweiten Tournament of Honor der Damen im Jahr 2012. Nun konnte manch einer vielleicht denken, dass die zu Killing auftretende Schwertkämpferin mittlerweile vielleicht körperlich abgebaut haben könnte und Verletzungen oder der Zahn der Zeit an ihr nagen würden, aber beides war nicht der Fall. Vielmehr war ihre Bilanz eine Konsequenz dessen, dass WFW nicht nur quantitativ mit jeder Menge Damen gesegnet war, sondern dass diese auch qualitativ einiges zu bieten hatten. Anders gesagt war die Konkurrenz groß, auch für Frauen von Mius Kaliber.
Augenblicke später ertönte eine vertraute Musik: If It’s For You. Bereits am dritten Turniertag bei Rav #361 am Anfang des Jahres war das kämpferisch hoch veranlagte Developmental Talent Diana Rolando die Gegnerin von Miu Mitsurugi gewesen, damals trafen sie im Rahmen der 0:1 Bracket aufeinander, mit dem besseren Ende für Miu Mitsurugi. Klar, dass Diana nun voller Eifer war es besser zu machen und sie hatte es bereits beim letzten Mal ziemlich gut gemacht.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (4/12)
Miu Mitsurugi vs. Diana Rolando


Ihr erstes Match gegeneinander war von fairer Härte geprägt gewesen und auch dieses Mal gingen sie sofort ohne Umschweife voll in die Offensive und landeten viele harte Treffer, obgleich die meisten Aktionen im gegnerischen Block hängen blieben oder daneben gingen, weil es einen Ausweichschritt gab. Diana landete sogar mehr Aktionen ins Ziel, weil Miu wie üblich nur zur Seite, aber nie nach hinten auswich, der Rückwärtsgang existierte für Miu nicht. Der Beiname „Crimson Rock“ war sehr verdient, sie war standhaft wie ein Fels in der Brandung. Nachdem beide jeweils einen gegnerischen Piledriver überstanden war Miu nach dem Snap Dragon Suplex am Drücker und versuchte per doppeltem Boston die Aufgabe herbeizuführen. Dia rettete sich jedoch in die Seile und musste nicht abklopfen, sehr wohl aber den Bloodshed Sweep über sich ergehen lassen. Dank der immer noch nahen Seile konnte Diana allerdings einen ihrer kleinen, klobigen Stiefelchen aufs unterste Seil verfrachten und so die Niederlage abermals verhindern.
Kein Problem für Miu, die bereits beim letzten Mal Diana mit ihrem Parademanöver bezwingen musste: dem Crimson Rock Crusher aka Orange Crush. Aber anders als beim letzten Mal gelang Diana der Konter per Huracanrana in den Pin, der jedoch nicht zum Pinfall führte, kurz vor drei kickte Miu aus, wurde aber sogleich per Crescent Kick auf die Matte gedonnert. Zeit für Diana auf die nächstbeste Ringecke zu steigen, um den Double Boot Stomp zu springen – oder auch nicht. Vor dem Absprung war Miu nämlich zur Stelle und packte zu. Avalanche Exploder, soll heißen: Deary Destruction und dieser gereichte Miu erneut zum Sieg gegen Diana. Die junge Kämpferin von den Kanaren musste sich aber nicht grämen, sie war eindeutig näher am Sieg gewesen als beim letzten Mal und eine noch härtere Aufgabe für Miu gewesen. Das Resultat mochte identisch sein, eine Entwicklung war aber klar zu erkennen.


Wem das letzte Match noch nicht Indiz genug war, dass es in der 1:2 Bracket großartige Wrestlerinnen gab, bekam prompt das nächste Beispiel vor Augen geführt, denn auch die vampirische Gewinnerin des Einzelturniers aus dem Jahr 2020 hatte diese negative Bilanz nach drei Matches: Ekaterina Akenova war sicherlich mit anderen Ansprüchen ins Turnier gestartet, aber noch war ja Zeit nach dem 0:2 Fehlstart die Endbilanz positiv zu gestalten, genau das war ja einer der großen Reize des Schweizer Turnierprinzips auf dem das Tournament of Honor mehr oder minder basierte. Die Stimmung der zu Blood Red Rainbow auftretenden Blutsaugerin war dennoch nicht sonderlich gut und sie wurde nicht besser als Sliced Bread laut wurde und ausgerechnet Jillian Hall als Ekaterinas Gegnerin ankündigte – die erste Temptation Titelträgerin der WFW Geschichte auf ihrer gefühlten Abschiedstournee war das vierte Hammerlos in Folge für Ekaterina, aber einfache Siege gab es im Tournament of Honor natürlich generell nur wenige. Im Umkehrschluss freute sich Jillian ein gutes bisschen mehr: auch wenn der Turniersieg oder ein erneuter Titelgewinn schon lange nicht mehr möglich waren, war sie doch mit vielen tollen Gegnerinnen auf ihrer Abschiedstour gesegnet. Erst die ehemalige Next Level Wrestling Titelträgerin Luka Aquazura, dann gab es das große Duell in England gegen Mina Louise Stuart und in Runde 3 gegen das aufstrebende Top-Talent Sieglinde Grimm. Nun also Ekaterina Akenova in Runde 4, dieses Aufgebot konnte sich wahrlich sehen lassen.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (5/12)
Ekaterina Akenova vs. Jillian Hall


Das Match startete vorsichtig, Jillian hatte keinen Bedarf ihrer Gegnerin in die offenen Fangzähne zu laufen und Ekaterina hatte generell keinen Grund zur Eile, war sie als Vampirin doch physikalisch so weit überlegen, besonders in konditioneller Hinsicht, dass es ruhig ein Marathonmatch geben durfte. Je länger das Match andauerte, desto besser für Ekaterina. Für Jillian hieß das all ihre Cleverness und Erfahrung auszuspielen und immer wieder auf den schnellen Pin hinzuarbeiten. Ein Schoolgirl hier, ein Small Package da – Ekaterina musste immer wieder aus diversen Aktionen auskicken und musste feststellen, dass Jillian ihr wenig Angriffsfläche bot und stark auf Konter setzte, die bei gutem Gelingen direkt für den Erfolg sorgen würden. Und so entwickelte sich ein höchst taktisch und technisch geprägtes Match, in dem Ekaterina letztendlich eine längere Abfolge von Griffen und Gegengriffen in ihren Copper Clutch münden lassen konnte, aus welchem es für Jillian kein Entrinnen gab. Der Blondine blieb nur abzuklopfen.


Nach diesen zwei grandiosen Matches konnte man fast vergessen, dass die 1:2 Bracket nur die 1:2 Bracket war. Der Auftritt von Chelsea Green zu den Klängen von Hot Mess erinnerte dann aber daran, dass es eben doch nicht die gefühlte 3:0 Bracket war und es durchaus einige Frauen mit einer 1:2 Bilanz gab, die man im Vorfeld nach drei Matches auch so hatte einschätzen können – auch wenn Chelsea selbst sich vielleicht besser eingeschätzt hätte.
Die zu The Great Sorceress folgende Dominique Rouge war auch keine Überraschungsteilnehmerin an der 1:2 Bracket, der Chaostrupp von Su Yung war bei allem magischen Drumherum im Ring über Monate vieles schuldig geblieben, da war „Domirou“ keine Ausnahme. Der einzige Sieg im Turnier bislang war gegen Chelsea Green erfolgt – direkt in der ersten Turnierrunde. Anders gesagt hatte die Auslosung zum zweiten Mal an diesem Abend für ein Rematch gesorgt.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (6/12)
Chelsea Green vs. Dominique Rouge


Chelsea begann offensiv und anders als bei ihrer ersten Begegnung wusste Chelsea es dieses Mal besser als Domirou zu unterschätzen. Dominique Rouge bemerkte das naturgemäß und sah sich gezwungen dieses Mal mehr aktive Gegenwehr zu leisten als beim letzten Mal, wo die Zauberwirkerin Chelsea einfach machen ließ und so in Sicherheit wähnte, ehe es einen gnadenlosen Gegenschlag gab, der Chelsea Green völlig überrumpelte. So einfach würde es dieses Mal nicht werden, zumal Chelsea nun wusste, dass sie auf den Exploder, die Shining Witch und vor allem die Calamity Bomb aufpassen musste. Chelsea wusste allerdings nicht, dass sie auch den Backstabber aufpassen musste und ebendiesen kassierte Chelsea als Domirou dem Curb Stomp entkam. Es folgte die Ascension und dann war das Match erneut zu Gunsten der cleveren Magierin gelaufen.


Für das zweite Match der 0:2 Bracket des Tag Team Turniers kamen nun die Tiger Generals zu Chinese Sword zum Ring. Ma Shaorin* nahm sich guter Dinge Zeit für das Abklatschen mit einigen Fans, während Kang Xiao* voran ging und die Fans kaum eines Blickes würdigte. Xiao schien zudem etwas genervt davon auf Shao warten zu müssen, die Einstellung beider zu diesem Match und ihrer Bilanz konnte kaum unterschiedlicher sein.
Es folgte das Duo Tainted Paradise zu Bad Apple – Clarissa Canaan und Eva Eden waren genau wie die Tiger Generals als Developmental Talents bei Next Level Wrestling unter Vertrag, hatten aber weit weniger Ringerfahrung und waren zudem primär als Referees im Einsatz, was die Frage aufwarf, ob ihnen das genügte und ob sie überhaupt eine Karriere als Vollzeitwrestlerinnen anstrebten. Ohne Frage hingegen war, dass die beiden Paradiesischen nicht nur zum Ring schritten, um sich zu zeigen, sondern auch um zu gewinnen – zumindest war dies bei Clarissa der Fall. Eva wiederum sah trübsinnig aus wie immer und es war schwer zu sagen was sie genau wollte und ob sie überhaupt etwas wollte.


Tournament of Honor – Tag Team Tourney 0:2 Bracket (2/4)
Tiger Generals (Kang Xiao* & Ma Shaorin*) vs. Tainted Paradise (Clarissa Canaan & Eva Eden)


Den besseren Start erwischten die Tiger Generals, aber nachdem einige Doubleteam Aktionen nicht so flüssig funktionierten, wie Xiao es gern gehabt hätte, kam Unruhe ins Teamwork. Naturgemäß sorgte dies nur für noch mehr Abstimmungsprobleme und diese nutzen die Paradiesischen clever für sich aus. Plötzlich war Shao per doppeltem Dropkick über die Seile nach draußen geschickt worden und Clarissa setzte bei Xiao die Downward Spiral an. Eva nahm Anlauf, sprang er Flying Apple in Xiaos Rücken, worauf die Downward Spiral durchgezogen wurde: Fall from Paradise! Das erfolgreiche Cover folgte, weil Shao zu spät zurück im Ring war. Große Freude gab es aber nicht bei Tainted Paradise, lediglich Clarissa lächelte ein bisschen, Eva hingegen sah bestenfalls etwas weniger melancholisch aus. Obgleich nicht viel. Nichtsdestotrotz ein wichtiger sportlicher Erfolg für sie und ein gravierender Misserfolg für die Tiger Generals, die somit den Bella Twins ins Halbfinale der Verliererinnen folgten.


Bei den Tiger Generals war die Stimmung angespannt, ganz anders als es bei der Stimmung von Mizuho Satake der Fall war. Bei der brünetten Frau im bauchfreien Matrosentop, die zu The Pit auftrat wäre angespannte Stimmung ein Fortschritt, eine Verbesserung – denn bei ihr war seit geraumer Zeit Trübsal angesagt und das nicht wegen ihrer 0:3 Misserfolgsbilanz, die sie ins Viertelfinale der Negativhälfte des Temptation Tourneys katapultiert hatte, sondern aus persönlichen Gründen. Ihre Bilanz war Resultat ihrer psychologischen Misere, nicht ihr Ursprung. Dies zu beheben, da war sogar die meisterhafte Strategin von The Ambitious, Melissa Pholyria, etwas überfordert mit. Truppen motiviert zu halten war zwar Teil einer guten Strategie, aber Mizuho verkam immer mehr zum Härtefall.
Die zu Lady Shani auftretende Luchadora gleichen Namens war besser aufgelegt, aber auch ihre Stimmung war ob der katastrophalen Ergebnisse im bisherigen Turnierverlauf nicht die Beste. Lady Shani war mit großen Vorschusslorbeeren gestartet, konnte aber bis auf einige spektakuläre Momente sportlich nicht das abliefern, was man sich von ihr hatte erhoffen dürfen. Gegen Mizuho musste jetzt die Wende her, wenn nicht gegen sie gegen wen dann?


Tournament of Honor - Temptation Tourney 0:3 Bracket (2/4)
Mizuho Satake vs. Lady Shani


Mizuho begann pomadig und Lady Shani mit viel Elan, doch als die Luchadora einen Dive nach draußen danebensetzte wendete sich das Blatt, Mizuho verpasste ihr auf Anraten von Melissa das Skull Crushing Finale auf die Einzugsrampe und dies sorgte letztlich für den Sieg für Mizuho durch Count Out. Kein Sieg, den man einen grandiosen Triumph hätte nennen können, aber immerhin war es endlich mal wieder ein Sieg und auf dem konnte man aufbauen. Vielleicht. So oder so: das Halbfnale der Verliererinnen hatte Mizuho abgewandt, Lady Shani hingegen war mit dabei und war darüber verständlicherweise ziemlich entsetzt.


Death ertönte nun aus den Boxen und zu diesen imposanten Tönen kamen drei Damen mit blasser Haut und roten Augen aus den Tiefen des Backstagebereichs hervor. Drei Damen, die trotz ihres düsteren Auftretens für Recht und Ordnung standen und zumeist den für Vampire typischsten aller Berufe ausübten: Ringrichterin. Wer keinen klaren Kausalzusammenhang zwischen diesen Prinzipien sieht muss nicht zum Optiker, es gibt nämlich keinen. Und doch war es so, weil die Mutter der drei Vampire die General Mistress von WFW war und das friedliche Zusammenleben von Vampiren und ihren Energy Drinks namens Menschen propagierte. Ab und an wollten die Vampirdamen aber doch auch selber ihr Können im Ring erproben und an die Erfolge anderer Familienmitglieder anknüpfen. Genau das misslang Amelia Niculescu und den Geamăn Zwillingen Noel und Esmeralda jedoch in schönster Regelmäßigkeit – bis sie sich zum Trio zusammenschlossen. Nach zwei Siegen in zwei Matches hatten sie plötzlich Erfolg und warteten gebannt darauf wen sie nun gegen sich begrüßen durften – naturgemäß auf die Champions hoffend.
Die kamen aber nicht. Stattdessen ertönte Pet Predator und das Trio des die Regeln gerne brechenden Shogunate of Doomination kam zum Ring, angeführt von Busty Bunny, die einstmals Pionier der Trios Division war und doch das Gold nie offiziell hielt, sondern nur inoffiziell. Dies zu ändern war ihr großes Ziel, das heute nicht in Erfüllung gehen würde. Vielmehr galt es nun für beide Trios die Enttäuschung zu verkraften nicht das Titelmatch zu haben. Gleichzeitig sahen beide diesen Losentscheid als Chance – beide Trios galten sicher nicht als Turnierfavoriten und doch stand man nun praktisch im Viertelfinale gegeneinander und konnte sich mit einem Sieg hier und jetzt ins Halbfinale vorarbeiten, wo die Chance gegen die Champions antreten zu können denkbar günstig war.


Tournament of Honor – Trios Tourney 2:0 Bracket (2/4)
Descendants of Țepeș (Amelia Niculescu (C) & Esmeralda Geamăn & Noel Geamăn)
vs.
Shogunate of Doomination (Busty Bunny (C) & Shion Ishikiri & Yayoi Kurusu)


Die Anfangsphase gehörte den Blutsaugerinnen und insbesondere Amelia, die mit ihrer höchst ansehnlichen Bein- und Fußpartie Tritt verteilte, die gleichermaßen adrett wie wuchtig aussahen und zwar weil sie genau das auch waren. Es wurde einige Male ein „Yes!“ laut. Und doch war es das Shogunate of Doomination, welches den ersten Fall für sich klarmachen konnte – natürlich nicht ganz sauber, aber das war ja auch nicht anders zu erwarten gewesen.
Konkret wurden der Referee, Noel und Amelia allesamt clever zu den Seilen geködert, da sowohl Shion als auch Yayoi Ringside nach Stühlen griffen. Bunny nutze dies, um die beiden Vampire nach draußen zu bugsieren und während der Referee noch Ermahnungen laut werden ließ, holte Bunny einen Schlagring aus ihrem Stiefel hervor, zog ihn Esmeralda über und der BB Hop (Diving Rocker Dropper) folgte, welcher dann zum 3 Count führte.
Klar, dass die Vampirinnen von dieser Tour nun ziemlich erzürnt waren und in Sachen Härte etwas zulegten, sich dabei immer wieder gegenseitig ermahnend, es nicht zu sehr zu übertreiben und fair zu bleiben. Klar, dass die Damen des Shogunats provokativ auftraten – sie hatten gegen das 2:0 durch eine Disqualifikation nichts einzuwenden, Hauptsache gewonnen. Die Vampirinnen ließen sich jedoch nicht aus der Konzentration bringen und nach dem Twintomb Driver (aka Indytaker) der Vampirzwillinge gegen Shion war der Ausgleich perfekt.
Nun wogte es hin und her ohne dass der finale Fall gelingen wollte, bis das Shogunat erneut einen Stuhltrick versuchte – Ablenkung von der einen Seite und von der anderen Seite wurde ein Stuhl in den Ring geschmuggelt, auf den Bunny ihren Bunny Hop gegen Amelia vollführen wollte. Die ließ sich aber nicht behoppeln und konterte den Bunny Hop in den Ansatz zur Draculina Bomb – in diese hinein sprang Noel ihren Missile Dropkick: Missile Blast! Das Cover folgte und konnte nicht mehr verhindert werden, womit die Vampirschwestern tatsächlich das Halbfinale buchen konnten!


Während das Shogunate of Doomination durch diese eine Niederlage ihre Ambitionen zerstört sahen, kam für das nächste Match der 1:2 Temptation Bracket Kitana Ashera Azalea bester Dinge zum Ring. Die Bilanz störte die Frau mit dem mehrfach hochgesteckten mächtigen Zopf von dunkelblauer Farbe nicht sonderlich, ihr war es nur wichtig einen Fortschritt in Sachen Leistung zu sehen und ihrem Theme Song Rise Above entsprechend über sich hinauszuwachsen und ihre mögliche Bestleistung immer weiter zu verbessern. Die junge Dame mit der eigenen Dienstmagd war immerhin auch noch immer ein Developmental Talent und sah keine Eile dies zu ändern, kleine Schritte reichten ihr, solange es diese gab.
Ganz anders war die Situation bei der zu Fate nachfolgenden Konoka Yuumura. Das Black Kitten agierte seit geraumer Zeit als Mentorin für diverse Developmental Talents und war selber schon lange kein Talent mehr und doch auch keine gestandene Wrestlerin. Die schwarzmähnige Japanerin mit dem gradlinigen Pony war ohnehin eine Quereinsteigerin und niemand, die mit dem Business aufwuchs und so allmählich musste man sich bei ihr fragen, ob bei ihr jemals noch ein Entwicklungsschritt kommen oder sie von den Developmental Talents eingeholt und dann überholt werden würde. Gegen die Nereide Luka Aquazura hatte Konoka in Runde 2 bereits verloren, von daher galt es für sie nun nicht eine zweite Turnierniederlage gegen ein Talent zu kassieren, wenn sie sich sportlich von diesen absetzen wollte.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (7/12)
Kitana Ashera Azalea vs. „Black Kitten“ Konoka Yuumura


Konoka wurde ihrer Rolle als Mentorin in diesem Match absolut gerecht und erteilte dem blau bezopften Developmental Talent aus New Jersey eine ziemliche Lehrstunde. Kitana versuchte viel, aber Konoka hatte auf das meiste eine Antwort und sei es auch nur das Momentum zu brechen, indem kurz der Ring verlassen wurde. Doch als Konoka mit ihrem Diving Bulldog, dem Black Aim, das Match beenden wollte, konterte Kitana die Aktion in eine fulminante Blue Thunder Bomb und dieser eine Konter gereichte ihr zum Upset! Ein Sieg, über den sie sich nicht einmal richtig freuen konnte, da Konoka komplett demoralisiert liegenblieb und die welt nicht mehr verstand. Grund genug für Kitana sich um Konoka kümmern und diese aufmuntern zu wollen anstatt zu feiern, was ihr zwar nicht gänzlich gelang, aber zumindest doch ein bisschen.


Für das nächste Match der 1:2 Temptation Bracket kam nun Kasumi Kanesada zu den Klängen von Dungeon durch den Vorhang geschritten. Die doppelt schwarz bezopfte Dame war in vielerlei Hinsicht unverändert ein kaum beschriebenes Blatt im WFW TV, nicht zuletzt weil sie bisher nichts getan hatte außer Teil des Schneefests zu sein und einen offenen Platz im Turnier zu beanspruchen. Keine Vignette, keine Interviews, so war es natürlich auch schwierig etwas über sie in Erfahrung zu bringen. Was man aber wusste war, dass sie höchst gefährlich war und eine sadistische Ader hatte.
Die zu Esperanza nachfolgende Regina Reyes wusste also zumindest grob, woran sie bei ihrer Gegnerin war. Die blonde Kameradin der männlichen WFW Tag Team Champions war im jüngst online gestellten Ranking mit Rang 162 bedacht worden, das waren immerhin 30 Ränge oberhalb der Vertragslosen. Nichtsdestotrotz sah sich Regina nicht als Favoritin in diesem Match, wie ihre erhöhte Anspannung klar ersichtlich werden ließ – besonders im direkten Kontrast zu Kasumi, die sehr selbstsicher aussah.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (8/12)
Kasumi Kanesada vs. Regina Reyes


Kasumi ging konzentriert auf Reginas Gliedmaßen los, besonders ihre Arme. Die blonde Spanierin wiederum versuchte primär technisch gegen Kasumis Härte zu agieren, aber mit agilen Bewegungen vermochte die schwarz bezopfte Japanerin es immer wieder den potentiell gefährlichen Aktionen von Regina zu entkommen – wie etwa den Ansätzen zum Dragon Suplex oder Regalplex. Als Kasumi dann La Mistica durchziehen konnte war das relativ einseitige Match beendet. Regina blieb nichts anderes übrig außer abzuklopfen.


Auch für das nächste Match der 1:2 Temptation Bracket kam nun eine Frau zum Ring, die entweder noch ohne Vertrag war oder wenn dann mit einem frisch unterschriebenen Developmental Vertrag – Sharon Airfield, eine schlanke Person mit überproportional großer Oberweite und einer gigantischen, weißblonden Haarpracht, sowie rötlichen Augen und einem stets leicht psychotischen Gesichtsausdruck. Ihr Theme Song war Hornet Blast und damit hörte das Wissen über sie auch schon auf, sie war ein ähnlicher Fall wie Kasumi im Match zuvor.
Ganz anders die zu Sparks nachfolgende Kyouka Minamoto. Die „Raikou-hime“ war eine der durch okkulte Magie beseelten Homunculi und der Spitzname war Programm – ihre Seele war angeblich die von Blitz und Donner höchstpersönlich. Für den Moment aber war Kyouka noch ruhig und in sich gekehrt, den direkten Blickkontakt mit Sharon suchend. Die Fans waren sich nicht ganz sicher, was sie von diesem Match nun erwarten durften, die beiden Kontrahentinnen hingegen schienen sich genug analysiert zu haben und gaben sich kurz gegenseitig ein knappes Nicken, wie um der jeweils anderen zu signalisieren, dass sie genau wussten auf wen oder was sie sich hier einließen und dass sie nicht nur bereit dazu waren, sondern auch vom eigenen Sieg überzeugt waren.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (9/12)
Sharon Airfield vs. „Raikou-hime“ Kyouka Minamoto


Beide Frauen schlugen und traten hart zu ohne sich von den Gegentreffern beeindrucken geschweige denn einschüchtern zu lassen. Offensivstärke und Zähigkeit waren definitiv bei beiden in erhöhtem Ausmaß vorhanden, wie sich auch daran zeigte, dass beide harte Aktionen überstanden, die durchaus das Ende hätten sein können. Kyouka verkraftete den Rough Ryder und den Missile Dropkick, während Sharon ihrerseits steckte sowohl den Crash Thunder Buster als auch den Thunderslash ein und kickte trotzdem aus. Kyouka ließ sich jedoch nicht beirren und stürmte von hinten mit beiden Knien voran in Sharon hinein – Thunderbite! Dieser Treffer war dann auch für Sharon zu viel und es folgte der erfolgreiche 3 Count für die Inkarnation von Blitz und Donner.


Für das nächste Match des 0:2 Tag Team Tourney ertönte nun Tumult und ein Team mit etwas irreführendem Namen kam zum Ring – The Peerless. Bei einem solchen Teamnamen würde man eine bessere Bilanz erwarten, aber zumindest optisch waren sowohl die junge Dame vom berühmten Tokugawa Clan als auch ihre groß gewachsene Partnerin Tsukiko Honda zweifellos ihres Teamnamens würdig. Was freilich kein Alleinstellungsmerkmal im WFW Roster war, ganz im Gegenteil. Technisch gesehen gehörten sie diesem allerdings nicht einmal an und waren vielmehr als Lückenfüllerinnen ins Turnier gerutscht. Um dies nicht bleiben und zumindest echten Developmental Status erreichen, war nun zumindest eine Leistung angesagt, die dem Teamnamen gerecht wurde, noch besser natürlich eine Leistung, die in einen Sieg mündete.
Das gegnerische Team hatte Developmental Status und zudem eigentlich als Team in ebendiesem Developmental Bereich eine ganz ordentliche Bilanz, weswegen manch einer durchaus überrascht war, dass die nun zu Dragon Rider folgenden Black Wyrms mit direkt zwei Pleiten ins Turnier gestartet waren. Zugegeben, die Niederlage in Runde 1 gegen die haushoch favorisierten Abyssal Flames war einfach nur Lospech gewesen, die zweite Niederlage gegen die von der Papierform her schwächer eingestuften Gothic Geniuses hingegen war sehr frustrierend gewesen. Nun gegen The Peerless auch noch zu verlieren würde diesen Frust nur stärken, ergo hatten die Kurvige Blondine Shizuku Shikishima und ihre zart wirkende und doch unnatürlich gewaltige Partnerin Brigitte Reflet nun eine Menge Druck auf ihren Schultern.


Tournament of Honor – Tag Team Tourney 0:2 Bracket (3/4)
The Peerless (Tsukiko Honda & Yoshino Tokugawa) vs. Black Wyrms („La Vouivre“ Brigitte Reflet & Shizuku Shikishima)


Die Black Wyrms hatten insgesamt mehr Matchanteile, ein wirklicher qualitativer Unterschied war zwischen beiden Teams jedoch nicht festzustellen. Dank regelmäßiger Wechsel auf beiden Seiten blieb das Tempo relativ hoch, obgleich insgesamt sehr viel mehr gerungen und zugeschlagen wurde als dass es Hochgeschwindigkeitswrestling gegeben hätte. Erst Shizukus Tormado DDT gegen Yoshino war von höherer Geschwindigkeit, doch als Brigitte Reflet per moonsault nachsetzen wollte, war Tsukiko Honda zur Stelle und pflückte sie Nakatsukasa von der Ringecke, wonach die französische Wyverndame naturgemäß erst einmal flachlag. Shizuku reagierte aber gut und attackierte Tsukiko Honda prompt, um diese aus dem Ring zu befördern und selber gegen Yoshino nachzusetzen. Aber nur weil die Reaktion gut und richtig war, bedeutete dies nicht, dass es auch funktioniert hätte – Tsukiko wich dem Clothesline aus, hob Shizuku zum stalling German Suplex in die Luft und Yoshino erhob sich rechtzeitig, um per Springboard Lariat in die Aktion hineinzuspringen: Soaring Doom! Das Cover folgte und war nur noch Formsache, womit Tsukiko und Yoshino ihren ersten gemeinsamen Erfolg im WFW TV einfuhren.


In der 0:3 Bracket des Temptation Tourneys galt es nun zum dritten Mal an diesem Abend für zwei Frauen die Blamage eines 0:4 und die damit verbundene Teilnahme am Halbfinale der Verliererinnen zu vermeiden. Dieses Mal waren es die zu This Time I Want It All auftretende Tessa Blanchard und die zu Number One folgende Mia Yim, die aufeinandertrafen, wozu man viel schreiben könnte, wenn man denn wollte, aber warum viele Worte für zwei Frauen aufwenden, denen man beiden ansehen konnte, dass sie eigentlich gar keine Lust hatten hier zu sein und nur aus vertraglicher Obligation hier waren?


Tournament of Honor - Temptation Tourney 0:3 Bracket (3/4)
Tessa Blanchard vs. Mia Yim


Es war ein Match. Es war nicht sehr inspiriert. Bis beide je einen Near Fall erzielen konnten und vor ihrem geistigen Auge die 0:4 Bilanz aufleuchten sahen. Darauf hatten sie noch weniger Bock als hier nun gegeneinander wrestlen zu müssen und sie strengten sich etwas mehr an, mit dem besseren Ende für Tessa Blanchard.


Nach dem schwächsten Match des Abends war nun Zeit für Kontrastprogramm, das dritte 2:0 Match des Trios Tourney an diesem Abend stand bevor und es gab eine 50% Wahrscheinlichkeit, dass es um den Trios Titel gehen würde. Zunächst aber ertönte mit Light Tower Musik eines Trios, welches zwar eine sehr lange Trios Regentschaft hatte, jedoch nicht jetzt im Moment im Besitz der drei Gürtel war: die blondgelockte Lichtprinzessin Charlotte van Luminis, die Hochelfe Rena Khawana und Dämonenengel Rin Owari waren bereits vor ihrer WFW Zeit eng befreundet und ergänzten sich stilistisch hervorragend, auch wenn ihnen gemein war, dass sie alle unter 1,60 groß bzw. klein waren, was gegen manche Gegnerinnen dann doch ein gravierender Nachteil war.
Nach vollendetem Einzug der Sorority of Light stieg die Spannung. Wer würden ihre Gegnerinnen werden? Die Champions? Die aus dem hohen Norden stammenden Gäste von IPW? Oder… oder. N~fantasia ertönte und schickte die Camus Company ins Rennen, um genau zu sein das Trio bestehend aus der Füestin der C Comp höchstselbst, Priscilla Camus, sowie ihren beiden Leibwächterinnen, Drunken Thunder. Ein lautes Raunen ging durch die Fans – nicht nur waren nun zwei Topteams nun ins direkte Duell gelost worden, diese Ansetzung bedeutete auch, dass es im Main Event des Abends Frost Moon vs. Northern Successors um den Trios Title geben würde. Würde es nach dieser Nacht tatsächlich Champions von außerhalb geben? Diese Möglichkeit bestand plötzlich. Aber es würde noch dauern, bis diesbezüglich Klarheit herrschen würde, denn vor dem Titelkampf wollten noch einige Matches mehr ausgekämpft werden, allen voran dieses hier.


Tournament of Honor – Trios Tourney 2:0 Bracket (3/4)
Sorority of Light (Charlotte van Luminis (C) & Rena Khawana & Rin Owari)
vs.
Camus Company (Alice Hellstrøm & Íris Lilja Óðinsdóttir & Priscilla Camus (C))


Beide Teams wechselten zügig durch und hielten das Tempo hoch – verglichen mit den beiden vergangenen Trios Matches des Abends war diese Auseinandersetzung auf einem ganz anderen, wesentlich höheren Niveau. Nicht überraschend, waren doch beide Teams nicht nur individuell gut bestückt waren, sondern auch geübt darin nach den für Trios Matches charakteristischen Relevos Australianos Regeln zu kämpfen. Gezieltes Verlassen des Rings nach einigen Aktionen für fliegende Wechsel, besonders aggressives Vorgehen gegen die gegnerische Team Captain und viele, viele Teamaktionen. Eine dieser Teamaktionen führte zum 1:0 für die Sorority of Light, namentlich das Miracle, eine Kombination aus Charlottes Powerbomb und einem Springboard Dropkick einer Teampartnerin, hier und heute war dies Rin. Einstecken musste diese Aktion Íris, die danach gepinnt wurde ohne dass Priscilla oder Alice das Cover hätten abbrechen können.
In den Folgeminuten war die Sorority drauf und dran das Match zu gewinnen, doch der zweite Fall wurde mehrfach verhindert. Rins Owari Death Clutch gegen Alice wurde von Íris gerade noch rechtzeitig aufgebrochen, Charlottes Pin an Priscilla nach der Illumination wurde von Alice vereitelt und beim Versuch den Holy Tiger zu vollführen wurde Rin bei ihren Angelic Knees gestört, sodass es statt dem Holy Tiger nur den regulären Tiger Suplex in die Brücke von Charlotte gegen Alice und aus dem konnte die Drunken Mistress sich gerade noch rechtzeitig herauswinden.
Diesen druck aufrecht zu erhalten kostete aber natürlich auch die Sorority viel Kraft und als das Match durch einsetzende Erschöpfung langsamer wurde, kam die Camus Company langsam aber sicher ins Match zurück und gestaltete es wieder ausgeglichener. Nachdem Priscilla schließlich den durch Superkicks ihrer Kolleginnen verstärkten Camus Crusher gegen Rena Khawana zeigen konnte, war der Ausgleich hergestellt und die C Comp hatte naturgemäß das Momentum jetzt auf ihrer Seite.
Und die C Comp wusste ihr Momentum zu nutzen: nach der Kombination aus Lightning Spiral seitens Íris und dem Drunken Lariat von Alice - dem Thunderdrunk – gegen Rin Owari folgte der zweite Pinfall und damit der siegreiche Pinfall zu Gunsten der Camus Company.


Die Stimmung im Publikum beruhigte sich ein bisschen, war doch nun wieder das Loserprogramm dran und noch nicht einmal das Superloserprogramm, sondern die 1:2 Bracket des Temptation Tourneys. Ergo bei weitem nicht so spannend wie das gerade Gesehene und das galt insbesondere für die zu Crimson Cross zum Ring kommende Fuuka Sagara, die zwar hier und da ein, zwei kleine Momente hatte, in denen sie einen Hauch ihres resoluten Charakters andeuten konnte, die jedoch im Großen und Ganzen zu den Frauen gehörte, die Stand jetzt im gewaltigen Damenroster so ein gutes bisschen untergingen.
Dasselbe konnte man nicht über ihre Gegnerin sagen, die sich zu den Klängen von Ruins von tanzen Mumien in einer Sarkophag zum Ring tragen ließ: „Astarte“ Cleo Clearfail war zweifellos eine der bekannteren und auch erfolgreicheren Damen im Developmental Programm von WFW und hielt bereits ein Mal den Next Level Wrestling Championship Title. Seit dem Verlust desselben war der selbsternannten ägyptischen Göttin jedoch nicht mehr so viel Erfolg vergönnt gewesen, ergo galt es nun das vermeintlich leichte Los abzufertigen und die Bilanz auf 2:2 zu verbessern. Alles andere wäre eine Blamage, ohne wenn und aber.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (10/12)
Fuuka Sagara vs. „Astarte“ Cleo Clearfail


Es dauerte nur wenige Augenblicke, da hatte Fuuka einige Punches mitten in Astartes Gesicht gelandet und jegliche Diskussion um Papierform und Favoritenstatus konnte sogleich beendet werden. Fuuka mochte keine große Technikerin sein und keinen großen Namen haben, aber den brauchte sie auch nicht, um hart zuzuschlagen. Zumindest aber war dies ein Weckruf für Cleo Clearfail – ein souveränes Match für die Gallerie konnte sogleich vergessen werden, es ging nur darum zu gewinnen und dabei möglichst wenig verprügelt zu werden.
Ergo konzentrierte sich die ägyptische Göttin rasch darauf das Match auf die Matte zu verlagern und Fuukas Gliedmaßen zu bearbeiten, um deren Schlagkraft zu reduzieren. Jedoch erwies sich Fuuka als sehr willensstark und zäh, soll heißen: die Taktik funktionierte eher schlecht als recht und so ließ sich Astarte auf einen offenen Schlagabtausch ein, sie war selber ja auch nicht zimperlich und baute nun darauf nach dieser Vorarbeit die Prügelei offen zu gestalten und dann mit Technik und Erfahrung des Sieg einzufahren. Genauso kam es dann auch. In einem günstigen Moment vollzog Astarte die Mummification und diese überrumpelte Fuuka genug, dass das Cover bis drei durchgezählt werden konnte.


Die Fans spendeten Astarte und Fuuka noch ein bisschen höflichen, anerkennenden Applaus für ihr schlagkräftiges Duell und diese waren noch nicht ganz wieder Backstage, da ertönte auch schon Titanic Struggle und kündigte Volumina Siren samt ihrer Halbschwester Purpur an. Ein Umstand, der bei vielen Fans für erhöhte Anspannung sorgte und das nicht nur wegen den grandiosen Kurven der Sirene aus Ghana und dem grandiosen Haupthaar der beiden Schwestern, sondern auch weil von den deri verbliebenen Namen in der Lostrommel einer zur Familie gehörte.
Und in der Tat, es folgte The Four Seasons musikalisch und die dritte Schwester physikalisch, was für lautstarke Buhrufe sorgte, da Queen Violet in der Vergangenheit viel dafür getan hatte maximal unsympathisch zu wirken, trotz ihrer ebenfalls höchst ansprechenden Optik. Wie gewohnt wurde sie auf einer Sänfte von ihren Eunuchen zum Ring gebracht, doch ihr Blick in Richtung ihrer einstmals verhassten Halbschwester Volumina Siren, der war bei weitem nicht mehr so herablassend und voll von negativen Emotionen. In der jüngeren Vergangenheit hatte es so ein bisschen eine Annäherung gegeben und obgleich sie weit davon entfernt waren einander nun zu mögen, so war es doch immerhin eine Verbesserung ihrer Beziehung zueinander, was Purpur sicherlich erfreut haben dürfte.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (11/12)
Volumina Siren vs. Queen Violet


Volumina Siren war es eigentlich gewohnt die Pläne ihrer faulen Halbschwester leicht vereiteln zu können, Gefahr ging höchstens dann von Queen Violet aus, wenn ihr gesamter Trupp an Eunuchen sich einmischte und auch dann musste viel zusammenkommen, damit der Begriff „Gefahr“ tatsächlich angebracht war. Doch die lethargische Königin bewegte sich ein gutes bisschen mehr als sonst, sehr zur allgemeinen Überraschung, was es ihr unweigerlich erlaubte ein paar Aktionen mehr anzubringen, als man das hätte erwarten dürfen. Von einer beherzten Leistung war das zwar weit entfernt, aber für Queen Violets Verhältnisse konnte man sagen, dass sie sich tatsächlich ein bisschen Mühe gab. Grund genug für Volumina Siren die selbsternannte Lilablütlerin ernstzunehmen. Das war auch nötig, beide Schwestern kannten einander mittlerweile zu gut, um die Paradeaktionen der jeweils anderen zuzulassen und so kam es am Ende zum doppelten Versuch eines Small Package, bei dem beide immer wieder durch Verlagerung das Paket im Rollen hielten bis es dann doch dazu kam, dass das Momentum schwand und das Paket geknotet liegenblieb und es zum erfolgreichen Pinfall kam – Volumina Siren war die Siegerin, es waren nämlich Queen Violets Schultern, die unten waren. War das jetzt Können oder pures Glück gewesen? Keine Ahnung, war aber auch egal, so oder so war das Match entschieden und Queen Violet war einmal mehr die Unterlegene.


Lila war auch im letzten Match der 1:2 Bracket in Sachen Haarfarbe prompt wieder am Start, obgleich in Kombination mit blond, Angela R. Avallonis zugehörig. Die auch gut gebaute Dame, die zu Little Sweet Cafe auftrat hätte vom Look und Auftreten her als entfernte Verwandte der gerade gesehenen Schwestern durchgehen können, hatte mit diesen aber an und für sich herzlich wenig zu tun. Soll heißen gar nichts.
Angelas Gegnerin war keine große Überraschung mehr, es war ja nur noch ein Name in der Lostrommel übrig und zwar ein großer Name: Taylor Wilde. Die blonde, kanadische Veteranin war als zweite Temptation Titelträgerin der WFW Geschichte eine lebende Legende und wurde sehr positiv empfangen. Ihrem Theme Song Live to Win entsprechend galt es für sie nun aber auch tatsächlich endlich wieder einen Sieg zu holen, gab es doch nach einem Erfolg zum Auftakt zwei Pleiten in Folge. Ein 1:3 nach 1:0 wie es ihrer früheren Rivalin Jillian Hall passiert war, das wollte Taylor ganz sicher nicht nachmachen.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 1:2 Bracket (12/12)
Angela R. Avallonis vs. Taylor Wilde


Es wäre verfehlt zu behaupten, dass dieses Match im Zeichen von Jugend gegen Erfahrung gestanden hätte, auch wenn es nicht ganz verkehrt war – allerdings präsentierte sich Angela nicht wie eine Rookie, sondern demonstrierte mit einer guten Leistung, warum sie direkt im Main Roster aufgetaucht war und den Developmental Bereich übersprungen hatte. Als Angela jedoch mit ihrem Springboard Spear, dem Brionac, in Taylor Wildes Codebreaker hineinsprang, schien das Match gelaufen, doch beim nachfolgenden Cover war Angelas Fuß am Seil und es war doch noch nicht vorbei. Als Taylor dann jedoch per Wilde Ride das Ende herbeiführen wollte, konterte Angela per Back Elbow und einem Standing Switch in einen Dragon Suplex, der zwar auch nicht das Ende bedeutete, aber Taylor genug anknockte, dass sie den Ansatz zur Annihalation nicht mehr verhindern konnte. Angelas technisch betrachtet als Kneeling Piledriver zu umschreibende Paradeaktion sorgte folglich für die Entscheidung, kaum war die Aktion geglückt verkam das Cover zur reinen Formalität.


Es lag in der Natur der Sache, dass kein Tag Team gerne in der 0:2 Bracket war und doch galt dies wohl für kein Team so sehr wie das zu Moonsong folgende Duo der beiden Göttinnen der Gestirne, Amaterasu und Tsukuyomi. Schließlich und letztlich wollte eine Hälfte des Teams ja nicht einmal Teil dieses Teams sein – die Sonnengöttin Amaterasu konnte ihre Schwester nämlich ca. gar nicht leiden und pflegte diese nicht einmal anzusehen, geschweige denn auch nur einen Gedanken an Teamwork zu verschwenden. Selbst Queen Violet und Volumina Siren würden ein besseres Team abgeben und wenn das die Messlatte war, dann lief etwas schief. Das 0:3 schien vorprogrammiert, nicht zuletzt weil ihre Gegnerinnen die zu Guerrero Valley folgende G Dynasty war. Carrie Milla Guerrero und Julia Guerrero waren immerhin die Siegerinnen des ersten Tag Team Tournament of Honor im Jahr 2015 gewesen – es war eigentlich unvorstellbar, dass sie gegen dieses nicht als Einheit agierende Schwesternduo verlieren konnten. Eigentlich. Genau dieser Umstand sorgte allerdings für massiven Extradruck, den man ihnen ansah. Sie waren eh schon in der Krise und diese konnte nun zur kompletten Katastrophe werden. Wäre dieses Match ein Erstrundenmatch gewesen, die G Dynasty hätte bestimmt locker und leicht gewonnen, aber es war eben kein Erstrundenmatch, sondern ein Drittrundenmatch und wer nun verlor hatte die Negativbilanz sicher wie auch die Teilnahme am Halbfinale der Loserinnen.


Tournament of Honor – Tag Team Tourney 0:2 Bracket (4/4)
Chaos Eclipse („Amaterasu“ Sena Kuraki & „Tsukuyomi“ Kizuna Kuraki) vs. G Dynasty (Carrie Milla Guerrero & Julia Guerrero)


Unter dem Gesichtspunkt, wie man sich für gewöhnlich ein gutes Tag Team Match vorstellte, war diese Auseinandersetzung lausig, das konnte man nicht anders sagen. Sena verweigerte wie üblich jegliches Teamwork, während Julia völlig neben sich stand, was das Teamwork bei der G Dynasty nicht viel besser machte. Carrie Milla hatte reichlich Mühe damit Julia mitzuschleppen, nicht zuletzt weil die beiden Göttinnen der Gestirne individuell sehr gefährlich waren. Man konnte erahnen, dass sie ein äußerst erfolgreiches Team sein könnten, wenn sie diese individuelle Klasse mit Teamarbeit kombinieren könnten. Dennoch schien es zu reichen, nicht zuletzt wegen Julias katastrophaler Form – zumindest bis sich Julia dazu entschied wie sie es oft machte einfach die Regeln zu umgehen. Doch der Versuch einen Stuhl in Amaterasus Rücken zu rammen lief dank eines plötzlichen Reversals schief und Julia erwischte stattdessen ihre eigene Partnerin. Sena Kuraki hatte nicht mitbekommen warum ihre Gegnerin plötzlich vor ihr auf die Knie ging aber es kümmerte die Sonnengöttin auch nicht. Sie vollzog die Shining Sun und weil Tsukuyomi Julia erfolgreich wegblockte, war dies der Sieg für die Göttinnen.


Die Katastrophe war für die G Dynasty eingetreten, ebendies war in der 0:3 Temptation Bracket für „Skull Reaper“ Kana Asuka eine gewichtige Warnung. Es konnte auch vermeintlichen Topstars passieren, dass wirklich alles schieflief. Die zu The Sun Rises auftretende Japanerin war bereits mit dieser miesen Bilanz kaum noch eine Empress of Tomorrow, ergo hieß es nun endlich den ersten Sieg zu erringen und zu verhindern die Failure of Today zu sein. Kana war bekannt für ihr großes Können im Ring und manch einer hatte sie sicherlich im Vorfeld als Geheimfavoritin für den Turniersieg angesehen, nun hingegen war plötzlich das Finale der Verliererinnen in greifbarer Nähe.
Die zu Believe nachfolgende Hestia Heliotrope hingegen war durchaus in diesen Gefilden erwartet worden und keine Überraschung in der 0:3 Bracket. Entsprechend locker und selbstbewusst war auch der Auftritt der angeblichen Göttin. Ihr Segen hatte Blossom Gale heute nicht zum Sieg gereicht, das Trio war dennoch hier mit am Start, der doppelt schwarz bezopften Frau mit blonden Haarspitzen Mut zusprechend.


Tournament of Honor - Temptation Tourney 0:3 Bracket (4/4)
„Skull Reaper“ Kana Asuka vs. Hestia Heliotrope


Kana war Hestia haushoch überlegen, aber Sicherheit schenkte dieser Umstand der Japanerin mitnichten, dafür sorgte der um den Ring verteilte Rest von Blossom Gale. Wann auch immer Kana sich den Seilen näherte, geschweige denn den Ring verließ, musste sie auf der Hut sein und konnte Hestia nicht ihre ganze Aufmerksamkeit schenken. Und so kam es, wie es kommen musste: nach einer Angriffsoffensive in einer Ringecke verfrachtete Kana die Göttin nach oben und kletterte hinterher, um nachzusetzen, mit einem Superplex oder vielleicht einem Armdrag hinein in den Cross Armbreaker, aber weil Beryl auf den Apron hopste war Kana nicht ganz bei der Sache, kassierte erst einige Forearms und dann, nach Absturz, den Goddess Foot Stomp und dann war der Upset plötzlich perfekt. Hestia jubelte ausgiebig posierend, sie hatte das Halbfinale der Loserinnen vermieden – Kana hingegen war tatsächlich dabei.


Schneeflocken begannen von der Hallendecke zu rieseln und Ice Queen ertönte zu fahlem, eiskaltem Scheinwerferlicht. Sie waren das Trio, das die Fellowship of Joy eiskalt erwischt und ihnen den Trios Title entrissen hatte: ihre königliche Frostigkeit höchstselbst, Alissa Diadora Shana Albion und ihre beiden Gefährtinnen, Kaguya Katsuragi und Kirika Azuma; zwei Frauen, deren kurvige Bodies außerhalb des Rings primär als Guard für die Sportchefin von Celestial Camus fungierten, innerhalb desselben aber nun Verstärkung für Alissa waren. Kein großer Interessenkonflikt, Alissa und Celestine Camus waren seit geraumer Zeit beste Freundinnen, man konnte Alissa gar als Celestines Vertraute bezeichnen. Weswegen sie auch in diesem Trio den Ton angab und voran schritt, dicht gefolgt von Kaguya und Kirika, welche längst mit geschulten Blicken die Umgebung auf potentielle Gefahren hin abgescannt und für sicher befunden hatten. Im Ring reckten die drei haupthaarreichen Damen in Pose ihre Gürtel empor, ein mal für jede Ringseite – dies war ihr erster Auftritt als Champions und dieser wollte ausgekostet werden, auch weil die offensichtliche Gefahr bestand das Gold nun direkt in der ersten Titelverteidigung zu verlieren. Das war schon anderen passiert und obgleich die drei Damen von der Celestial Hälfte der C Comp natürlich davon ausgingen siegreich zu sein, war ihnen klar, dass dieser alles andere als eine Selbstverständlichkeit war. Wer Triple M besiegen konnte, konnte auch Frost Moon besiegen.

Der Entrance wurde nun in Dunkelheit gehüllt und die Aufmerksamkeit wandte sich dem großen Screen zu, wo ein Video zu laufen begann.. Es wurde eine eisige Berglandschaft gezeigt, vor welcher ein Lagerfeuer angezündet wurde. Drei weibliche Stimmen ertönten über eine monotone Melodie.

“THE FROST HAS THAWED THE NORTH’S REIGN HAS DAWNED!”

Nach und nach erschienen die Namen Lyndi Rundström, Riley Frazer & Viola O’Neill über der Landschaft, jeweils passend zu ihrer Landesflagge. Gleichzeitig wurde ein eisblaues Spotlight am Entrance eingeschaltet und man sah jeweils die Wrestlerin, welche gerade auf der K-Vision genannt wurde.

Als die Musik dann richtig einsetzte erschien der Northern Successors Schriftzug und das eisblaue Spotlight breitete sich auf die ganze Arena aus und bekam noch ein feurig oranges glimmern.

Nacheinander traten sie hervor und schritten dann selbstbewusst zum Ring.

Im Gegensatz zu ihren vorherigen Auftritten bei WFW hatten sich die Drei heute für ein farblich passendes Gear entschieden. Riley trug einen eisblauen Ringeranzug mit schwarz umrandeten Canadian Maple Leaf Aufdruck, Lyndi ihr enges, langärmliges Crop Top und der Short Pants, ebenfalls in eisigem blau und Viola das enganliegende, blaue Tanktop zur blau-schwarzen Bermudashorts im Tartan Muster.

Am Ring angekommen kletterten sie auf den Apron, drehten sich mit dem Rücken zum Ring und hielten ihre Arme in die Luft, als würden sie triumphieren. Sie verharrten für einen kurzen Moment in dieser Pose, bevor sie gemeinsam in den Ring stiegen.

Dort angekommen nutzten Viola und Riley die Ringseile, um sich aufzuwärmen und zu stretchen, während Lyndi nach einem Mikrofon verlangte und dieses auch erhielt. Die Musik verstummte und langsam führte Lyndi das Mikrofon zum Mund.

Sie sprach die folgenden Worte: “Der Frost ist getaut und es wird Zeit den Mond auf seinen Platz zurückzuschicken! Frost Moon, ihr seid des Goldes nicht wert, welches ihr so stolz um eure Hüften tragt. nach dem Match erinnern nur noch Fotos und Tik Toks an eure goldene Zeit!”

Micdrop. Man machte sich bereit gegen die amtierenden Trios Champions zu kämpfen und der eigenen Auffassung nach auch zu gewinnen.


Tournament of Honor – Trios Tourney 2:0 Bracket (4/4) & Trios Championship Title Match
Frost Moon (Alissa D. S. Albion (C) & Kaguya Katsuragi & Kirika Azuma) (C)
vs.
Northern Successors (Shieldmaiden" Lyndi Rundström (C) & "Maple Mauler" Riley Frazer & "The Highland Fury" Viola O'Neill)


Lyndis große Worte ließen erahnen, dass den Rookies ihre vielen, frühen Erfolge etwas zu Kopf gestiegen waren und auch, dass sie von ihren Gegnerinnen herzlich wenig Ahnung hatten. Entweder das oder sie hofften darauf, dass Frost Moon durch diese Provokation aggressiv und daher ungenau werden würden.
Aggressiv ging Eiskönigin Alissa Diadora Shana auch in der Tat zur Sache, an Genauigkeit büßte sie dadurch aber nicht ein, was sie Lyndi direkt zum Auftakt mehrfach eiskalt erwischen und per Dragon Suplex hart auf die Matte krachen ließ. Auch mehrere Wechsel änderten die Richtung nicht, in die das Match ging, im Gegenteil: Kirika und Kaguya ließen die Northern Successors den Unterschied zwischen Rookies und erfahrenen Kämpferinnen spüren. Vor allem ihre Ausbildung als Assassinen – immer wieder wechselten sie geschickt per fliegendem Wechsel und fielen den Northern Successors in den Rücken.
Eine komplette Einbahnstraße war die Anfangsphase zwar nicht, ab und gelang auch den Nordlichtern etwas, doch gefühlt gab es für jede relevante Aktion zu Gunsten der IPW Ateure derer drei wenn nicht vier der Gegenseite. Diese drückende Überlegenheit der Champions resultierte schließlich im 1:0 nach der Dragon Fang, der Kombination aus Kirikas Roundhouse Kick und Alissa Diadora Shana Albions Dragon Suplex in die Brücke. Leidtragende dieser Aktion war Viola O’Neill.
Die halbe Miete war natürlich noch nicht die Ganze, aber so wie das Match bis hierher gelaufen war, gab es keinen Grund daran zu zweifeln, dass das 2:0 zeitnah folgen und das Match entscheiden würde.
Und doch vergingen die Minuten ohne dass es ein 2:0 gegeben hätte. Die Northern Successors stemmten sich gegen die Niederlage und verhinderten immer wieder den entscheidenden zweiten Fall. Und nicht nur das, ihnen gelangen nun auch vermehrt eigene Aktionen – obgleich sie immer noch wesentlich mehr Dresche kassierten, als sie austeilten. Nichtsdestotrotz waren die Northern Successors besser im Match und so kam es dann, dass Lyndi Rundström nach einem erfolgreichem Corner Splash versuchte Alissa Diadora Shana Albion zum Valkyrie’s Flight hochzunehmen; aber beim Herumwirbeln seitens der Schwedin bewies die norwegische Eiskönigin all ihre Körperbeherrschung und technische Klasse und hatte Lyndi plötzlich im Octopus Stretch!
Die Fans chanteten fröhlich „Tap! Tap! Tap!“ aber Riley Frazer kam aus Alissas totem Winkel mit der Moose Knuckle heran und erwischte Alissa damit voll! Doch Kirika war zur Stelle und knockte sich selbst und Riley sogleich per Lariat über die Seile… aber Moment! Das Cover wurde gezählt!
Als Alissa nach Rileys Moose Knuckle zu Boden ging war Lyndis Hand auf Alissas Brust gefallen, als diese mit zu Boden ging! Kaguya erkannte die Gefahr, konnte sie aber nicht bannen, weil Viola ihr im Weg war und erst per Axe Kick abgeräumt werden musste! Das Cover ging bis drei durch, erst nach dem Pinfall zuckte Alissa Arm und Schulter hoch, aber es war zu spät!
Die Fans waren geschockt, Alissa war geschockt und die Pinguards schlugen die Hände über dem Kopf zusammen. Ihre erste Titelverteidigung endete trotz starker Leistung ohne ebendiese Titelverteidigung. Das nördliche Trio von IPW hatte es tatsächlich geschafft, mit einer ordentlichen Portion Glück, aber auch einer ordentlichen Portion Können, welche die Rookies sicherlich nicht bescheidener werden lassen würde.
Die Northern Successors streckten die Arme triumphierend nach oben, sie hatten auch ihre drittes Match im Trios Turnier gewonnen, den Titel noch dazu und das Halbfinale in Seoul am zwölften Turniertag damit erfolgreich gebucht! Mit diesen maximal unterschiedlichen Emotionen ging der achte Turniertag...
*OFF AIR*

Zurück zu „WFW Ravage“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste