Hour of Glory

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Hour of Glory

#1

Beitragvon IDK Ryu Bateson » So 10. Sep 2023, 19:28

Preshow

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Man kam nicht umher zu denken, dass die Ränge nicht so dicht gefüllt waren, wie es bei vollem Haus möglich gewesen wäre; aber diejenigen, die den Weg in die nicht näher definierte Berliner Arena gefunden hatten, um Hour of Glory live vor Ort beizuwohnen, die hatten richtig gute Laune und das lag zur Abwechslung nicht an der freundlichen Begrüßung von Ringsprecherin Lilian Garcia, obgleich es diese freilich auch gab. Dennoch, der Hauptgrund der positiven Stimmung war neben der Vorfreude auf den Event an sich die Anwesenheit einer anderen Dame, deren Beliebtheit jene von Lilian noch einmal deutlich übertraf:
Die Weiße Füchsin Chiya Kuzunoha war nämlich im Ring verortet und animierte die Fans wenig überraschend dazu ihren Namen zu rufen und dabei rhytmisch zu klatschen.

Chii~ya~! *clapclapclap* Chii~ya~!

So simpel wie ihr Outfit, ein knappes, schlichtes Kleidchen mit abgetrennten Armschonern, jeweils gut umwickelt, auf dass der etwas ausladende Stoff schön eng am Körper saß. Dass ihr ausladendes Haupthaar zum mehrfachen Zopf hochgesteckt war, deutete an, dass sie aber vermutlich nicht nur als Animateurin hier war, sondern im Ring durchaus auch sportlich aktiv zu werden gedachte.
So weit die Vermutung.
Zum Glück war Chiyas „Übersetzerin“, die Schutzpatronin der schönen Träume, „Baku-hime“ Sakuya Miruno nicht weit und war ihrerseits nicht nur da, um ihre eigenen weiblichen Reize der Darbietung hinzuzufügen, sondern um uns genau darzulegen, was Sache war.

„Baku-hime“ Sakuya Miruno:
Her Chiyaness heißt euch alle herzlich willkommen zur Preshow von Hour of Glory! Viel ist geschrieben worden in den letzten Wochen und Monaten über abwesende Mitglieder des Rosters, Privatprobleme und ob WFW noch eine Zukunft hat, dabei ist die Gegenwart genau hier und jetzt und diese Gegenwart heißt Chiya Kuzunoha im Ring, gemeinsam mit ihrer nicht minder wundervollen Teampartnerin, meiner alles anderen als Wenigkeit, Sakuya Miruno, der Baku Prinzessin. Was nichts mit der Stadt zu tun hat, wie ich hoffentlich nicht erwähnen muss.

Tatsächlich hatte ihr Name sehr viel mehr mit japanischer Mythologie zu tun. Nicht, dass dies hier und jetzt wirklich wichtig war. Wichtiger waren die weisen Worte der Weißen Füchsin.

Chiya Kuzunoha:
Chii~ya~!

Tiefgründig wie immer und ihre schwarzmähnige Übersetzerin vergeudete keine Zeit diese Aussage für die nicht in Chiya geschulten Ohren verständlich zu machen.

„Baku-hime“ Sakuya Miruno:
Chiya erklärt, dass sie hofft es auch nicht erwähnen zu müssen, aber ein PPV ohne Chiya auf der Card hat einen Mangel und obgleich dies auch auf gewisse andere Damen und Herren zutrifft, kann Chiya diese schlecht zu ihrem Glück zwingen. Was sie aber kann und hiermit macht, das ist eine offene Herausforderung an ein williges Tag Team auszusprechen und zwar für genau jetzt, diese Preshow will schließlich gefüllt werden und zwar nicht nur mit Blabla und uns adretten Damen als Eye Candy, sondern auch mit uns adretten Damen als sportlicher Genuss zum Visuellen!
Also! Chiya ist hier, ich bin hier, irgendeine Referee wird schon auch noch kommen, die Frage ist: wer will sich mit uns messen? Uns, die wir die fantastischen Sakaki Schwestern beim letzten Rav besiegen konnten – die Älteren unter uns werden sich daran erinnern.


Noch mal beißender Sarkasmus zum Abschluss, vermutlich nicht zum letzten Mal im Rahmen dieser Show. Die Fans jedenfalls warteten nun gebannt darauf wer nun kommen würde und lange mussten sie auf den Auftritt der Gegnerinnen nicht warten.


Hot as Magma


Zwei andere Damen mit jeder Menge Haupthaar und ohne jegliche Bein- oder Fußbekleidung erschienen, zwei Frauen, die ihrerseits beim letzten Ravage erfolgreich waren und die als frühere Tag Team Champions und Turniersiegerinnen für das anstehende große Tournament of Honor der Damen zu den Mitfavoritinnen gelten durften: die große, weiß bezopfte Feuernymphe Lailah Sapphire, sowie ihre kleine, schwarzmähnige Partnerin, die technisch versierte Armverdreherin der obersten Güteklasse, Nue Maou Suou.

Best Fortune (Chiya Kuzunoha & „Baku-hime“ Sakuya Miruno)
vs.
Abyssal Flames (Lailah Sapphire & Nue Maou Suou)


Lailah begann gegen Chiya und zeigte sich etwas trübsinnig darüber, dass die Stimmung so eindeutig auf Seiten der Weißen Füchsin war. Die Feuernymphe war ergo im Ego angeheizt und darauf bedacht Chiya auf höchst elegante Weise einiges an Härte zukommen zu lassen. Lailah und Nue waren zweifellos Grazien in ihren Bewegungsabläufen, aber die Resultate ihrer Bewegungsabläufe waren alles andere als Streicheleinheiten.
Grund genug für Chiya mit ihrer Agilität den meisten Aktionen auszuweichen und selber einige Nadelstiche zu setzen, bzw. durch Crucifix Pins oder Sunset Flips direkt mal Cover zu versuchen und sei es nur, um Lailah dazu zu zwingen Energie für Kick Outs zu verpulvern. So ging es dann ein Weilchen weiter, Sakuya erweckte keinerlei Anschein Interesse daran zu haben eingewechselt zu werden. Da müsste sie sich dann ja anstrengen und das vermied sie, wenn sie es konnte.
Nue blieb aber auch erst mal außen vor, auf dass Lailah sich austoben und gleichzeitig Chiyas ersten Schwung etwas ausbremsen konnte. Als Nue dann doch reinkam, war dann ein kompletter Tempostop angesagt, denn Nue verlagerte das Geschehen gekonnt auf die Matte und Chiya hatte arge Probleme damit der pragmatischen Technikerin zu entkommen, zumal die Abyssal Flames nun munter wechselten, um den Druck zu erhöhen.
Chiya entkam aber und dann wendete sich das Blatt kurzfristig, musste doch Nue sich nun etwas Double Teaming gegen sich gefallen lassen. Ein zu lasches Cover von der Baku-hime später war Nue aber wieder am Drücker und konzentrierte sich natürlich nach und nach auf Sakuyas Arme, sei es für ihren Aufgabefinisher, die Kuro NeMeSis, oder aber um Sakuya wehrlos für Lailahs Parademanöver zu machen, insbesondere natürlich ihren gemeinsamen Tag Team Finisher, die Abyssal Indignation, bei der Lailah die Hauptausführende war und Nue die Zuarbeiterin.
Sakuya hielt aber gut dagegen – sie ließ ja durchaus mal ein paar Aktionen über sich ergehen, wenn sie sicher war, dass sie diese aushalten konnte, aber über längere Zeit von Nue verbogen zu werden, das musste sie dann doch nicht haben. Dann lieber etwas Mühe mit Kontern und Gegengriffen geben und irgendwie wieder zu Chiya gelangen.
Mit einem Hip Toss Konter für Nues Versuch per Hammerlock eine andere Aktion anzusetzen war dann auch der passende Zeitpunkt da – oder er wäre es gewesen, hätte Lailah nicht rechtzeitig Chiya vom Apron gezogen. Was massive Buhrufe zur Folge hatte, die Lailah etwas die Stimmung verhagelten. Nun wurde Chiya nicht nur weit mehr bejubelt, sondern sie sogar ausgebuht. Sie bemühte sich darüber nicht die Konzentration zu verlieren, doch sie verlor diese trotzdem. Zumindest genug, dass Sakuya den Hot Tag hinbekam, wonach Chiya wie ein Wirbelsturm erst Nue per Calf Kick vom Apron knockte und dann Lailah per Tilt a Whirl Headscissor aus dem Konzept brachte.
Der Versuch per Foxy Buster nachzusetzen ging aber daneben und dann hatte Lailah Chiya auf den Schultern und wollte daraus den Salamander Driver machen. Chiya konterte jedoch per Crucifix in den Pin und dieses Mal reichte es zum erfolgreichen 3 Count, auch weil Sakuya Nue außerhalb des Rings am Knöchel festhielt, was es dieser unmöglich machte rechtzeitig das Cover zu unterbrechen.
Nach ihrem Sieg gegen die Sakaki Schwestern beim letzten Rav nun also bereits der zweite Sieg für das neu formierte Duo der Camus Company gegen ein etabliertes Top Team. Der Fingerzeig war klar: man musste sie für das Tag Team Turnier zum Kreis der Favoritinnen dazu zählen! Gleichzeitig waren die etablierten Teams spätestens jetzt gewarnt niemanden zu unterschätzen und diese beiden schon mal gar nicht...



Kaum schalteten die Kameras gen Backstage, da grinste auch schon der bebrillte Interviewer vom Dienst, Todd Grisham, in die Linse. Wie gewöhnlich war er bester Laune und umringt von Personen, die er nun interviewen würde, drei Damen um genau zu sein. Die primär blonde Schildmaid „Aigis“ Loretta Themis, die primär lilamähnige Kampfkünstlerin in rot, Altina Reisen Arnoul und ihre Anführerin, die ehemals rothaarige und nun auffällig brünette „Kriegsgöttin“ Cassandra Valeria, besser bekannt als Curvy Casey. Die Stimmung bei den Dreien war weniger positiv als bei Todd, was diesen nicht davon abhielt sie fröhlich anzusprechen, als ob sie seinen Enthusiasmus teilen würden.

Todd Grisham:
Hallo Leute! Hier ist euer Todd und bei mir ist das mehr oder minder neu formierte Trio der „Warrior Lady Union“! Beim letzten Rav hatten sie ihr erstes gemeinsames Match gegen CM Hero und die Müller Zwillinge und mussten sich der gemeinsamen Routine der Müllers geschlagen geben.
Ich bin mir sicher, ihr habt das Match ausgiebig analysiert und viel daraus gelernt?


Die Frage war gestellt, die Antwort folgte zügig, auf Englisch und ohne angebotene deutsche Untertitel, weil Casey eine derer war, die auf den O-Ton bestand.

Curvy Casey:
We did learn from our loss, yes. It would be unreasonable if not outright irresponsible not to. More importantly though, we have trained a lot together since, learning about each other and how we can maximize our synergy with one another. After all our biggest problem was our lack of experience as a team and there’s just one way to build up that experience: training, training and even more training.

Todd nickte verständnisvoll, was nicht wirklich ein Indikator dafür war, dass er tatsächlich alles verstanden hätte. Er nickte ja ca. immer, alleine schon, um nicht irgendwelche Aggressionen zu schüren. In diesem Fall hatte er aber verstanden und führte den Gedanken sogar fort.

Todd Grisham:
Hättet ihr heute ein Match, könntet ihr noch mehr Teamerfahrung sammeln, habt ihr aber ja leider nicht.

Das lässt sich ja einfach genug ändern.

Das Interview hatte gerade erst begonnen, da wurde es auch schon unterbrochen und zwar von einer richtig großen Frau, die selbst auf die überdurchschnittlich große Cassandra problemlos herabblicken konnte. Über zwei Meter Höhe machten es möglich: Ingrid Anna Klang, die Next Level Wrestling Titelträgerin war zugegen und deutete auf die drei Frauen hinter sich, die ihr Gefolge bildeten.

Ingrid Anna Klang:
Meine Mädels hätten durchaus auch Bedarf an einem Trainingskampf.
Wird auch Zeit, dass sie sich auf einer großen Bühne zeigen dürfen.
Wie es auch längst Zeit sein sollte MICH auf der großen Bühne standardmäßig zu booken.
Aber das bin ich nicht, obwohl ich die größte Attraktion bin.
Kein Wunder, dass die Einschaltquoten ausbleiben.


Inanna baute sich vor Cassandra auf, aber die wich keinen Millimeter zurück.

Curvy Casey:
If we could stop talking about your megalomania for a second and focus on the part where your ladies were up for a match to fill this nice little preshow, that would be highly appreciated.

Inanna öffnete den Mund, um auf die Spitze etwas zu erwidern, aber die Frau mit dem weißgrauen Haar und der großen Oberweite, die auf den Namen Magdalena Heinrich hörte, trat an ihrer Anführerin vorbei und ergriff selber das Wort.

Magdalena Heinrich:
Darüber ist doch bereits alles gesagt worden, Herzchen.
Je früher wir also aufhören zu reden, desto früher kann ich eure Träume vom gemeinsamen Erfolg torpedieren und eure hoffnungsvollen Gesichter in Mienen der Trauer umgestalten...


Eine Aussage, die auf der Gegenseite Altina dazu animierte sich in die Konversation einzuklinken.

Altina Reisen Arnoul:
Not sure how mighty you actually are, but the horse you’re sitting on is a mighty one indeed. If your bite matches your bark, you might be an interesting opponent, yet I wonder if you will be truly able to back up your words or not.

Magdalena Heinrich:
Meine eiserne Klaue ist hart und unnachgiebig, das wirst du rasch merken. Können wir also zum Ring gehen und anfangen?

Curvy Casey:
Sure.
After you.


Cassandras Fokus war offensichtlich, sie hatte seit dem Auftauchen der power Armada kaum geblinzelt, geschweige denn ihre Deckung vernachlässigt. Und sie war lange genug Teil des oft und gerne unsauber agierenden Shogunate of Doomination gewesen, um hier eine Attacke von hinten seitens der auch nicht gerade für Sportlichkeit bekannten Power Armada zu vermuten. Was bei der rotmähnigen Riesin für ein spöttisches Lächeln sorgte.

Ingrid Anna Klang:
Wir zuerst, was?
Angst vor einer Attacke von hinten?
Wie unnötig.
Wir sind die Starken, wir greifen nicht von hinten an, sondern von vorn.
Aber egal, dann eben wir zuerst.


Sagte es und ging voran, natürlich wollte sie Cassandra anrempeln, doch stattdessen traf ihr Rempler die Aigis, welche dies vorausahnte und sich schützend vor Casey stellte. Und von Inanna nicht ins Wanken geriet. Die Riesin hielt kurz inne und sah Loretta an, machte dann aber nichts weiter und ging also voran gen Ring. Vermutlich war dies eine Art Respektsbekundung von Inanna für Lorettas Standfestigkeit, obgleich Ingrid dies wohl nie zugeben würde, dass es das war...



Power Armada (Magdalena Heinrich & Tamaki Namikawa & Cherie Michelle Téméraire)
vs.
Warrior Lady Union („Curvy“ Casey Valeria & Altina Reisen Arnoul & „Aigis“ Loretta Themis)



Iron Judgment kündigte die Frauen von der Power Armada an. Die Eiserne Magdalena Heinrich stand im Mittelpunkt, Tamaki und Cherie flankierten sie, während hinter ihnen Inanna türmte. Ein absolut adretter Anblick, das konnte man ihnen nicht ansprechen und das wollte auch niemand. Warum auch? Ob ihrer mitunter fiesen Gangart und ihren Attacken gegen andere waren sie zwar nur bedingt beliebt, aber auch nicht unbeliebt. So oder so: man interessierte sich für sie.

Das konnte man über ihre Gegnerinnen nur bedingt sagen, die zu To Become the Foundation of the World auftraten. Curvy Caseys Team mit Kokoro und Serenity gegen die Sorority of Light hatte für Aufsehen gesorgt, aber ihr neues Trio hatte bei weitem nicht dasselbe Faninteresse hinter sich. Bei Next Level Wrestling waren andere höher im Kurs als Altina und Loretta, man musste sich also das Ansehen bei den Fans ebenso erarbeiten wie Teamerfahrung.

Dazu war ja nun die Gelegenheit da und beide Teams gingen munter aufeinander los, wechselten rasch durch und zeigten einige Ansätze von Doubleteaming. Alles nicht sehr flüssig, aber dafür war das Ganze ja ein Trainingskampf, auf dass es dann beim Trios Turnier funktionieren mochte. Die Power Armada war dabei tendenziell zu Beginn etwas eingespielter, aber sie konnten keinen Fall erzielen. Nach und nach fand die Warrior Lady Union dann immer besser zusammen und folgerichtig gab es dann den ersten Fall zu ihren Gunsten, nachdem Casey den Ultra Busty aka Muscle Buster gegen Tamaki durchbringen konnte.
Doch wenig später gab es dann den Sieg für die Power Armada nach Tamakis Destroyer gegen Team Captain Cassandra. Vorausgegangen war dem Ganzen ein Eingriff von Inanna Klang im Rücken von Schiedsrichterin Noel Geamăn. Inanna zog Casey aus dem Ring, powerbombte sie auf den Apron und warf sie dann rasch in den Ring zurück, womit sie für Tamaki auf dem Silbertablett präsentiert war. Der Rest war Formsache. Nicht fair, aber effektiv und ultimativ erfolgreich.



Im sogenannten Büro von WFW Inhaberin Serafina Addario war wie üblich einiges an Speis und Trank vorrätig, um die doppelt rosa bezopfte Italienerin und ihre Freundinnen bei Kräften zu halten. Wovon reichlich zugegen waren, auch wie üblich. Weniger üblich waren die gut gesicherten Ventilatoren, die helfen sollten die Sommertemperaturen zu bekämpfen, we auch mancher Handfächer zum Wedeln genutzt wurde im großen Rund, das abgesehen von Serafina und der General Mistress von WFW, Sofiya Țepeș, im Großen und Ganzen aus den üblichen Verdächtigen bestand:
den Sakaki Schwestern, Daisy Bell, Miu Mitsurugi und der seit einiger Zeit zur Bureáu Clique hinzu gestoßenenen Estrie namens Elda Sion. Ebenso zugegen: die Frau, die mit Daisy und Elda zusammen für das Trios Turnier gemeldet war, die Kunoichi Murasaki Yagyuu.
Während die meisten damit beschäftigt waren die Temperatur zu erdulden, ging der General Mistress noch etwas ganz anderes durch den Kopf, hatte sie doch eigentlich für diese Show ein Match booken wollen, zwischen zwei Langzeitrivalen. Doch ein Text auf ihrem Smartphone besiegelte die Unmöglichkeit desselben.

Sofiya Țepeș:
Es scheint Haru Kanemura gegen Terrific Ted kann in der Tat nicht stattfinden, weil beide nicht hier sind und mit privaten Problemen zu kämpfen haben...

Daisy Bell:
Wenn das, was man über Ted so hört, stimmt, dann ist der Begriff Privatproblem wohl der falsche Begriff. Ich bin ja selber eine diebische Natur, aber von Bedürftigen zu stehlen geht gar nicht...

Serafina Addario:
Keine Vorverurteilungen bitte. Und auch keine Sorge, so gern wir alle dieses Match bei dieser Show gehabt hätten, auf der Main Card wohlgemerkt... ich, Serafina Addario, habe Ersatz organisiert, der diesem Match in nichts nachsteht!

Serafinas Aussage sorgte für einen Moment der kollektiven Schockstarre. Mehrere Anwesende waren sich sicher, dass die Hitze sie Dinge hatte hören lassen, die nicht real sein konnten. Selbst die oft so unbeteiligt dasitzende Schwertmeisterin Miu Mitsurugi hatte ihre grünen Augen ungläubig aufgerissen und hinterfragte gerade ihre kognitiven Fähigkeiten.

Miu Mitsurugi:
Du hast was?

Momoko Sakaki:
Wer bist du und was hast du mit Serafina Addario gemacht?

Selbst die Friedlichkeit in Person, Momoko Sakaki, hatte Probleme mit diesem Moment umzugehen.

Serafina Addario:
Hm? Namensänderungen sind zwar voll im Trend, aber ich hab gar keine gemacht und bin noch immer ich?

Sie hielt inne und überlegte noch mal kurz über das gerade Gesagte nach. Dann blitzte in ihren Augen etwas auf, das den anderen noch mehr Sorge bereitete: eine Idee.

Serafina Addario:
Dann wiederum... Trends sollte man nie blind hinterherlaufen, aber man sollte etwas auch nicht einfach lassen, nur weil es ein Trend ist.
Soll heißen: ich bin die neue und verbesserte Serafina: Serafina Pessagno!


Sie nickte höchst zufrieden vor sich hin, als ob sie gerade den größten Geniestreich des Jahrzehnts gehabt hätte. Alle anderen zuckten kaum mit den Schultern, atmeten dafür aber auf, dass die Idee nichts war, das Probleme bereitete.

Yūki Sakaki:
Das meine Schwester nicht gemeinnt hatte mit ihrer Frage...
Sogar Miu ganz erschüttert ist, dass du gemacht hast deinen Job.
Ich aber das sehe positiv.
Vielleicht muss WFW ja doch nicht schließen?


Serafina AddarioPessagno:
Unverschämtheit!
Ich mache meistens meinen Job!
Also zumindest manchmal.


Diese Worte sorgten nun vollends für kollektives Aufatmen.

Momoko Sakaki:
Jetzt erkenne ich dich wieder.
Neuer Name, alter Hut.
...und was ist nun das Ersatzmatch?


Yūki Sakaki:
Gute Frage.
Du nicht Teil dieses Matches bist, Schwesterherz, das ich wüsste.
Ersatz also schon mal nicht die Beste vom Besten ist.
Vielleicht aber immerhin Monica Shade oder Honami Hanazono?


Serafina Pessagno:
Nein, nein.
Christian hatte mich angesprochen, wie üblich nur, weil er etwas von mir wollte.
Und zwar wollte er ein Match, um seine Niederlage gegen PAC vom letzten Rav vergessen zu machen und weil Will auch ein Match wollte, hab ich die beiden gegeneinander gebookt! Bin ich nicht genial?


Die Frage war dazu gedacht rhetorischer Natur zu sein und von den anderen nun bitte bestätigt zu werden. Diese verarbeiteten hingegen gerade kognitiv das gerade Gesagte und in ihnen dämmerte es, dass ihr ursprünglicher Schock auf einem Missverständnis beruhte.

Daisy Bell:
Also hast du technisch gesehen nichts organisiert, sondern hattest einfach Glück, dass zwei Männer von höchstem Kaliber ein Match wollten?

Serafina Pessagno:
Jetzt hört schon auf herum zu nölen, auf jeden Fall gibt es dieses feine Match und das weil ich es gebookt habe. Was schwere Arbeit war, nun wo es wieder so heiß ist. Schwitzen ist so fies.

Daisy Bell:
Solltest du als gebürtige Italienerin nicht Hitze gewohnt sein?

Serafina Pessagno:
Warum sollte ich hitzeresistent sein, nur weil ich Italienerin bin?
Ich mag keine Hitze, ich mag Schnee.
Hach, wäre doch schon wieder Schneefest…

...das ist die Idee!


Nun blitzte es nicht nur in Serafinas Augen, sie hatte auch noch das Wort aller Wörter ausgesprochen: Idee.

Sofiya Țepeș:
Warum schrillen bei mir die Alarmglocken, wenn ich aus eurem Munde das Wort „Idee“ vernehme?

Serafina Pessagno:
Das weiß ich doch nicht, warum du deinen Alarm gesetzt hast?
Vermutlich um etwas im Fernsehen nicht zu verpassen?
Ist ja auch nicht wichtig, wichtig ist nur, dass ich Sara kontaktiere, dass sie ihr Schneefest organisiert und zwar für die nahe Zukunft!


Sofiya Țepeș:
Und was ist mit dem Tournament of Honor?

Serafina Pessagno:
Was soll damit sein? Das gibt es danach.
Ganz einfach.


Serafina lächelte strahlend. In ihrem Kopf war das alles einfach. Sofiya hingegen schüttelte nur den Kopf und sah aus, als ob sie gleich ohnmächtig werden würde, anders als die Herrin von WFW das absehbare Terminchaos vor Augen...



Christian Cage vs. Will Ospreay

Star of Darkness wurde laut und es erschien das WFW Urgestein Christian Cage, der einstige Meister aller Klassen, der ganz sicher nicht zum alten Eisen zählen wollte, sondern vielmehr absolut den Willen hatte an die Spitze zurückzukehren.
Gegen PAC beim letzten Ravage verloren zu haben war dafür natürlich pures Gift, weswegen er nun also gegen einen anderen Engländer sich zu rehabilitieren gedachte. Besagter anderer Engländer trat zu Elevated auf, hörte auf den Namen Will Ospreay und hatte PAC beim Grandslam besiegt, wonach er bereits Ansprüche auf einen Titelkampf
erhob. Nun ein Sieg gegen Christian würde ihn zweifellos ganz weit nach vorn befördern in der Liste der potentiellen Herausforderer, so viel war klar.

Ein Match also ohne offizielle Wichtigkeit für Titelehren, aber mit glasklaren Implikaturen. Beide gingen es daher vorsichtig an, wollten dem jeweils anderen nicht ins offene Messer laufen. Will wurde aber rasch klar, dass das geringe Matchtempo seinem kanadischen Gegner in die Karten spielte, der natürlich darauf bedacht war mit vielen kleinen dreckigen Aktionen gepaart mit seiner Cleverness und Routine das Match zu kontrollieren und das Tempo zu bestimmen.
Doch war es gar nicht so leicht das Tempo auf sinnvolle Weise zu erhöhen, eben weil Christian nun bereits die Oberhand hatte und alles daransetzte, diese auch zu behalten, was lange gut ging, zumindest bis Will per Hechtsprung einem Spear entging, dann selber Fahrt aufnehmen und Cage per Corkscrew Enzugiri erwischen konnte.
Das Momentum war gedreht und Ospreay ließ einige gute Manöver folgen, doch ein Versuch eines Poison Rana wurde per Electric Chair Drop gekontert und dann ging es wieder in die andere Richtung. Doch als Christian zum Impaler ansetzte, auch bekannt als Unprettier oder Killswitch, da kam Ospreay frei, kickte Cage rasch in die Kniekehle, ließ die Hidden Blade folgen und erzielte den 3 Count. Christians Schulter ging zwar hoch, aber zu spät, Wills Hidden Blade hatte ihre Wirkung nicht verfehlt und ihm diesen nächsten großen Sieg ermöglicht. Ein Titelkampf war nun ganz nah, so viel war klar.



Backstagezeit, Todd Grisham Zeit. Der bebrillte Interviewer vergeudete auch keine Zeit das Wort zu ergreifen, die Preshow war ja nun auch fast zuende.

Todd Grisham:
Hallo Leute! Hier ist noch mal euer Todd, kurz vor Ende der Preshow und bei mir sind vier Frauen, die anders als regelmäßig in der Vergangenheit nicht beim PPV auf der Card stehen, nichtsdestotrotz diesen und sich bewerben wollen:
Die Sorority of Light!


Ein Zoom Out bestätigte seine Aussage. Die ehemaligen Langzeit-Trios Champions waren bei ihm, die blond gelockte Charlotte van Luminis, die dunkelmähnige Rin Tenkyouin und die rotmähnige Elfe mit rosa in der Rötung, Rena Sangua, begleitet von ihrer Frau für den Einzelwettbewerb und einstige Tag Team Wrestlerin und Hilfe beim Regelbruch, Mirai Saitou. Da ihre frühere Teampartnerin aber nicht mehr Teil der Gruppe war und dem Cheating abgeschworen wurde, konnte die Frau mit dem mehrfarbigen Haar sich nun aber auf ihre Solokarriere konzentrieren. Bei Standing Alone war das im Ansatz ganz gut gewesen, mehr aber auch nicht. Dennoch war das Quartett nicht allzu missmutig, auch wenn sie bei weitem nicht den Enthusiasmus des Interviewers hatten.

Charlotte van Luminis:
Wir sind ja nun regelmäßige Interviewgäste bei dir Todd, zuletzt beim letzten Ravage und obgleich Sakuya Miruno nicht Unrecht hat, dass seit ebendieser Show einige Zeit vergangen ist, hat sich doch für uns seitdem nicht viel geändert, es gibt also nicht wirklich etwas Neues zu sagen, mal abgesehen davon, dass Rin ihren Zungenbrecher-Nachnamen gegen etwas eingetauscht hat, das man gut aussprechen kann, aber Namensänderungen gibt es ja gerade jede Menge, von daher...

Wenn ihr die Interviewzeit nicht substanziell füllen könnt, dann könntet ihr sie auch einfach uns geben.

Und erneut wurde ein Interview durch eine Stimme unterbrochen, die aus dem Off kam. Ein Déjà-vu für Todd, der wie die Sorority auch in die Richtung blickte, aus der die Stimme gekommen war. Die Kamera folgte und zeigte uns so zwei Frauen, die ihrerseits kürzlich ihre langjährige Gruppierung verlassen hatten: Suguha Hinotomoe und Yui Meiou, die nunmehr ehemaligen Mitglieder der Asian Shirt Squad.

Suguha Hinotomoe:
Hallo zusammen, tut mir Leid wenn das jetzt unhöflich war, aber dieser Tonfall missfällt jemandem wie mir natürlich, weil es der Tonfall einer Person ist, die nicht zu schätzen weiß, wie gut sie es eigentlich hat.

Sugu baute sich vor Charlotte auf, ihr ohne Probleme tief in die Augen blicken könnend, waren beide doch quasi gleichgroß. Oder gleichklein, je nachdem wie man das nun sehen wollte. Charlotte begegnete ihren intensivem Blicken jedoch mit einem freundlichen Lächeln.

Charlotte van Luminis:
Oh konträr, ich weiß sehr wohl wie gut ich es habe meine lieben Gefährtinnen an meiner Seite zu wissen und für so lange Zeit die Trios Division geformt zu haben. Ich weiß es auch zu schätzen so oft zum Interview gebeten zu werden. Du liegst also völlig falsch mit deiner in der Tat etwas arg unverschämten Unterstellung.

Suguha Hinotomoe:
Dann hör auf zu lamentieren und nutze deine Interviewzeit!

Charlotte van Luminis:
Das hatte und habe ich vor.
Das Thema sollte aber rasch der PPV werden, weswegen ich uns, die Sorority of Light, zügig als Thema beiseite schieben wollte, eben weil es zu uns bis auf Rins neuen Nachnamen - Owari - nichts Neues zu sagen gibt, zum PPV hingegen hingegen einiges. Wie, dass man ihn ordern sollte, ob all der aller Voraussicht nach fantastischen Matches, die uns erwarten.


Suguha Hinotomoe:
Oh. Ähm. Ups! Sorry.

Suguha suchte ein Loch im Boden, um darin zu versinken, aber sie fand keins. Grund genug für die selbsternannte gute Fee Yui ihre Partnerin am Arm zu nehmen und sachte vom Ort des Geschehens wegzuziehen.

Yui Meiou:
Ich entschuldige mich vielmals für die Störung.
Wir verschwinden jetzt rasch zum Catering...


Suguhas Kopf war rot angelaufen, sie konnte kaum rasch genug verschwinden, wenn es nach ihr ginge.

Charlotte van Luminis:
Nicht so schnell!
Wo ihr schon einmal hier seid…


Suguha und Yui hielten inne. Etwas unwillig wandte sich Sugu wieder um, anders als noch vor wenigen Augenblicken fand sie es nun sehr schwer Charlotte in die Augen zu blicken.

Suguha Hinotomoe:
Ja? Was ist?

Charlotte van Luminis:
Nun, ihr seid seit eurem Ausstieg bei der Asian Shirt Squad nur noch zu Zweit, wir sind seit dem Ausstieg von Serenity und Kokoro nur noch zu Viert, also… vielleicht war dieses Zusammentreffen ja schicksalhafter Natur?

Suguha und Yui guckten verdutzt, damit hatten sie jetzt nicht gerechnet und wechselten ein, zwei Blicke. Mehr mussten die Intimfreundinnen nicht machen, um zu verstehen, was die jeweils andere dachte.

Suguha Hinotomoe:
Wir sind bei der Asian Shirt Squad aber nicht ausgestiegen, nur um uns sofort der nächstbesten Gruppierung anzuschließen.

Yui Meiou:
Gleichzeitig ist dieses Angebot aber auch keins, das wir abrupt ablehnen sollten.
Können wir vielleicht ein bisschen darüber nachdenken?
In der vagen Hoffnung, dass es eine nächste Show gibt, bei der wir antworten können und zukünftige Shows, für welche diese Antwort dann relevant ist?


Charlotte van Luminis:
Natürlich! Nehmt euch alle Zeit, die ihr benötigt.
Mein Angebot steht jedenfalls.
Und blickt guter Hoffnung in die Zukunft!
Solange unsere Herzen für WFW schlagen, wird diese Promotion fortbestehen!


Mit diesen Worten endete die Übertragung, denn der Countdown bis zum Start des PPVs tickte herunter...

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#2

Beitragvon IDK Ryu Bateson » Sa 30. Sep 2023, 19:50

PPV

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Survivor Match
Devil Daughter’s Demon Army (Hilith & Chieri „Ethniu“ Etou & Levia McGardenia & „The Gremory“ Maria Belle Valentine)
vs.
Ministry of Darkness (Angelina & Ryobi Makino) & Cloud Nine (Angela R. Avallonis & Marta Crowe)


A Soul as Red as a Ground Cherry ertönte zuerst und die Dämonentruppe erschien zeitig auf der Einzugsrampe, um gemächlichen und bedachten Schrittes gen Ring zu gehen. Die Stimmung war getrübt und man musste nicht fragen warum, denn da, wo bisher „The Fiend“ Bray Wyatt gestanden hatte, stand er nun nicht mehr, aus bekannten, traurigen Gründen.

Im Ring angekommen, verklang die Musik auch schon rasch, um dem verstorbenen Windham Rotunda mit einer ausgiebigen Schweigeminute zu gedenken.

~White Wishes~ folgte und auch die Opposition kam sichtlich bedrückt zum Ring. Dieses Match war eigentlich unter hitzigen Voraussetzungen entstanden, doch irgendwie war das wie weggeblasen. Es ging hier nicht mehr darum gegen die Gegnerinnen Aggressionen abzubauen oder eine Fehde beizulegen, sondern darum mit einem möglichst guten Match Tribut zu zollen.

Gewinnen wollte man aber natürlich auch, weswegen es zunächst auf beiden Seiten viele Wechsel gab, auf dass man es den Gegnerinnen nicht zu leicht machte eine Überzahlsituation zu generieren. De Frau, deren geänderter Nachname in dieser Situation fast unterging, „Shinigami“ Ryobi Makino, war dann die Erste, die einen echten Near Fall herbeiführen konnte, ihr Tombstone Piledriver gegen Maria Valentine sorgte aber nur für einen Two Count. Bei dieser Aktion spielte schließlich und letztlich die Größe und Masse der ausführenden Person eine Rolle für die Effektivität und Ryobi war nun definitiv kein Undertaker.
Vielleicht wirkte die Aktion aber auch einfach gegen Dämonen nicht so richtig.
Auf jeden Fall aber wollte Ryobi danach mit ihrem Pump Handle DDT weitermachen, der anders als der Tombstone ein echter Finisher war, aber Maria kam frei, wechselte und hinein kam Levia McGardenia, die mit ihrer Größe und Physis Ryobi zusetzte und von ihrem Team isolierte. Einige Wechsel und harte Aktionen später musste Ryobi dann per Eingriff vor dem 3 Count bewahrt werden, doch eine große Prügelei später war der Ring weitgehend leergefegt und übrig blieben Chieri Etou und eben Ryobi. Chieri setzte per Package Piledriver nach, was auch nur ein 2 Count wurde, aber ihr rasch nachfolgender Crucifix Pin sorgte dann doch für den ersten 3 Count.
Darüber freute sie sich aber etwas zu ausgiebig, was es Angela ermöglichte, sie per Spear flachzulegen und ihren Shooting Star Elbow folgen zu lassen, der das Geschehen prompt wieder ausglich. Doch nach einigen weiteren Minuten Action war es dann Angela, die als nächstes aus dem Match ausschied. Levia zeigte ihren Leviathan Spinebuster kombiniert in einen Backstabber von Maria und das war das Ende für Angela in diesem Match. Mit Drei gegen Zwei standen Angelina und Marta nun mächtig unter Druck, aber die beiden waren ja nicht durch reines Glück zusammen Tag Team Champions gewesen.
Sie arbeiteten gut zusammen und es gelang ihnen per Spike Tombstone Piledriver Maria flachzulegen und zu pinnen, womit wieder alles offen war. Zumindest bis Levia wieder ihre überlegene Physis einbringen konnte. Doch als sie Angelina zum Leviathan Spinebuster hochnahm, wechselte sich Marta in ihrem Rücken ein, packte sie dann von hinten, vollzog einen krachenden Dragon Suplex und knockte Levia dann per Leg Lariat gar über die Seile nach draußen! Ein Tope folgte, diesen fing Levia jedoch ab, in ihren Leviathan Spinebuster konternd!
Danach lagen beide erst mal flach.
Levia erhob sich als Erste wieder, doch beim Versuch in den Ring zurückzukehren, klammerte sich Marta an ihr Fest und störte die Dämonin so genug, dass sie beide ausgezählt wurden. Damit waren folglich nur noch Hilith und Angelina übrig. Passenderweise, mochte man sagen, war es doch Hilith Groll gegen den Undertaker und somit Angelina als dessen Nachfolgerin, welcher ursächlich für dieses Match war. Zwischen beiden ging es intensiv hin und her, bis Hilith aus dem Ansatz zum Ticket to Hades herauskam und per Sister Abigail konterte. Diese Aktion gereichte zum Sieg, nach welchem es zwischen der Teufelstochter und der Engelstochter einen fairen Handshake mit Umarmung gab.
Die übrigen Dämonen entzündeten Ringside noch einige Öllampen, die sie demonstrativ emporhielten...



Backstage musste nun auch einmal durchgeatmet werden, dann jedoch gab es wieder das positive Todd Grisham Lächeln vom bebrillten Interviewer von WFW, der den Leitstern von WFW, Stella Nova, an seiner Seite zum Interview hatte.

Todd Grisham:
Hallo Leute! Vorhin bin ich kaum zum Interviewen gekommen, aber das musste ich auch nicht, es wurde auch so viel Interessantes gesagt! Was nun vermutlich ähnlich laufen wird, denn wie ihr seht steht neben mir der Leitstern von WFW, Stella Nova, die nie um Worte verlegen ist!

Er grinste breit, aber da Stella nicht grinste, fügte der bebrillte Interviewer seiner Aussage rasch noch etwas hinzu.

Todd Grisham:
Das war wohlgemerkt ein Lob!
Wortgewandtheit und immer etwas Feines zu sagen und so!


Stella Nova:
Lob nehme ich gern entgegen, doch habe ich in jüngerer Vergangenheit nicht viel Lobenswertes getan, außer dass ich etwas früher als andere erkannt habe, dass es in Sachen Fortbestand von WFW einen Ernst der Lage gibt, welchen es zu bekämpfen gilt, indem ich erneut Temptation Champion werde. Ich mag nicht die Einzige sein, die in der Lage ist, WFW zurück an die Spitze der Wrestlingwelt zu führen, aber ich bin von den realistischen, aktuellen Optionen die sicherste Variante.
WFW zu revitalisieren ist ein Thema, das sicherlich so oder so ähnlich heute mehrfach im Programm aufgetaucht ist und auftauchen wird, beschäftigt uns dieses Thema doch alle. Einige mehr, andere weniger, aber mich ganz sicher, weswegen...


Oh shut up already, nyah!

Und schon wieder eine Interviewunterbrechung. Todd war schon nicht mehr überrascht. Dieses Mal die Unterbrecherin: die Weiße Tigerin der Camus Company, die einzige dreifache Temptation Titelträgerin der WFW Geschichte, Aurora MacMeow, in Begleitung von Sabrina Falkenstein und dem Urgestein der WFW Damendivision, Jillian Hall.

Aurora MacMeow:
The one who needs to be on top again for WFW to be relevant again isn’t you but meow. You were never anything else but a supernova who came, shone bright briefly and burnt out quickly. Aura on the other hand is an evergreen, and quite clearly Aura’s heights and WFW’s heights didn’t happen simultaneously due to chance. It was a direct correlation!

Stella Nova:
Seit wann kannst du Doofkatze dich eines solch hochtrabenden Vokabulars bedienen? Ich schätze Rina da drüben hatte viel Zeit doch zu schulen, nachdem ihr eigentliches Forschungsprojekt vor ihr die Flucht ergriffen hat....

Die angesprochene Psychologin der C Comp lächelte schwach ob dieser wenig subtilen Anspielung und fuhr sich mit der linken Hand durch einige ihrer schwarzen Haarsträhnen, wie um auf die grünen Strähnen und Spitzen derselben hinzuweisen.

Rina Falkenstein:
Du sprichst von Ian Lincoln nehme ich an.
Er war letztlich einfach nicht so interessant wie erhofft.
Kein großer Verlust.
Sicherlich, würde er zurückkommen, ich würde weiter mit ihm arbeiten wollen, aber es gibt ganz andere interessante Personalien für mich zum studieren in dieser Promotion. Dich zum Beispiel, Stella. Insbesondere deine Psyche nachdem Aurora dich im Turnier besiegt haben wird, dürfte sehr interessant werden...


Bisher hatte sich die amerikanische, blonde Veteranin mit der großen Oberweite im Hintergrund gehalten, doch nun trat sie vor, um selbst einige Takte beizusteuern.

Jillian Hall:
Vorausgesetzt natürlich es kommt überhaupt dazu und es wird nicht jemand anderes dafür Sorge tragen die Titelträume und Turnierhoffnungen platzen zu lassen. Wie ich zum Beispiel. Für mich wird es unabhängig vom Fortbestand von WFW wohl mein letzter großer Run und ich habe definitiv vor bei diesem nochmal mein ganzes Können zu zeigen!

Stella ließ den Blick schweifen und das nicht nur, weil alle drei vor ihr aufgetauchten Frauen außerordentliche Rundungen aufwiesen, alle größer als die Ihre, dabei war Stella auch nicht gerade flach.

Stella Nova:
Ihr solltet wissen, dass wir alle schon in Runde 1 eine Titelchance haben können… oder gar nicht, je nach Losglück und je nachdem ob der Titel überhaupt im Turnier verteidigt wird. Wofür Hikari Oda heute ihr Gold an Miku Sendou verlieren muss, für den Fall, dass ihr das irgendwie nicht im Blick haben solltet.

Aurora MacMeow:
Aura is a tiger, nyah!
My eyes are as sharp as my claws and fangs!
I know what tonight is all about, but the solution is simple:
Aura just needs to make sure Miku wins.
Easy as that, nyah!


Stella Nova:
Hikari Oda wartet vermutlich nur darauf, dass eine Doofkatze wie du ihr einen Schlag verpasst und sie ihr Match durch Disqualifikation gewinnt...

Aurora MacMeow:
Just have to punch her when the referee isn’t looking!
Easy, nyah!


Jillian Hall:
Auf jeden Fall sollten wir gut darauf achten, dass Hikari nicht durch eine krumme Tour ihren Titel verteidigt. Das wird sie nämlich bestimmt auch versuchen...

Ja, davon ist auszugehen.

Die nächste Stimme aus dem Off. Eine weitere blonde Veteranin und ehemalige Titelträgerin, dieses Mal aus Kanada statt den USA.

Taylor Wilde:
Tag zusammen. Nur so zur Erinnerung:
Ich bin wieder zurück und dieses Turnier wird nur über mich gewonnen.
Aber das ist Zukunftsmusik, was zählt ist das hier und jetzt und da sollten wir alle zusammenhalten, haben wir doch heute einen gemeinsamen Feind und zwar Hikari Oda. Sobald Miku Champion ist, können wir immer noch Smacktalk betreiben wer von uns wen besiegen wird und uns Sorgen über die Zukunft machen.


Stella Nova:
Dem kann ich zustimmen. Und Teil dieses Zusammenhalts sollte es sein unseren Kuscheltiger zu bändigen, auf dass sie das Ganze nicht vermasselt und Hikari in die Karten spielt…

Besagte Tigerin wurde nun zunehmend aggressiv und begann bedrhlich zu fauchen.

Aurora MacMeow:
If you insist on calling Aura dumb, I can practise my punching on you face, nyah!

Jetzt hört schon auf mit diesem unnötigen Gezicke.

Gerade als man dachte, es könne nicht mehr voller werden, wurde es eben doch noch voller und zwar durch die Frau, die im letzten Jahr das Schneefest und das Tournament of Hoor gewonnen hatte, nur um durch den Koffereinsatz zu Gunsten Hikaris dann doch am Ende ohne Gold dazustehen: die Hirtin einen Plüschschweins mit dem rosaroten Zopf der Extraklasse, Monica Shade.

Monica Shade:
Wenn wir diese Nacht nicht versauen wollen, heißt es Hikari am betrügen zu hindern, nicht mehr und nicht weniger. So sehr auch ich den Titel im Turnier sehen will, sehe ich nicht, dass Miku das Gold durch illegitime Mittel gewinnen sollte, wie Aura das hier andeutet und wie ihr alle offenbar auch denkt.
Miku sollte sich das Gold schon verdienen und...


Weiter kam Monica nicht mit ihrem Satz, da ihr Stella das Wort abschnitt.

Stella Nova:
Erspare uns eine Moralpredigt.
Hikari hat dieses miserable Szenario willentlich herbeigeführt, also kann sie sich nicht beklagen, wenn wir ihre krumme Tour begradigen, indem wir mit gleichen Mitteln agieren. Ich bin sicher, das ist auch genau das, was sie will. So tickt sie halt.


Monica Shade:
Dennoch kann ich es nicht gutheißen auf so ein Niveau herabzusinken.

Taylor Wilde:
Ich habe auch nicht vor auf dieses Niveau herabzusinken, aber ich werde bestimmt auch niemanden aufhalten, die nachhelfen will, dass wir unseren Willen kriegen...

Aurora MacMeow:
That’s the smart decision, nyah.
Get in meow’s way and you will get scratched just as badly as Hikari!


Reichlich intensive Blicke wurden ausgetauscht, doch keine weiteren Worte. Auch weil nun Zeit für das nächste Match war.



German Championship Title Submission Match
Zack Sabre jr (C) vs. Chris Jericho


Beim Einzug des legendären Chris Jericho war bei Judas natürlich mal wieder Mitsingen seitens der anwesenden Fans angesagt, ein hervorragendes Mittel, um die Stimmung nach dem unter trübem Hintergrund leidenden Opener anzuheben und für den Rest der Nacht mit Energie zu füllen.

Nach der Gesangseinlage für den Herausforderer, war es dann Zeit für den Titelträger und also Real Bone Master. Dem amtierenden Champion war natürlich daran gelegen, dass es nicht auch nach dem Match Ovationen für Chris Jericho geben würde oder zumindest nicht für einen Erfolg. Nicht zuletzt deshalb gab es ja von seiner Seite die Herausforderung zum Submission Match. Ringsprecherin Lilian Garcia erklärte noch einmal ausdrücklich, dass der Titel nur durch Submission wechseln würde oder wenn Zack in einem Haltegriff das Bewusstsein verlieren sollte. Erst ausknocken und dann in einen Griff nehmen zähle hierfür nicht, das würde zwar das Match zu Gunsten von Chris Jericho entscheiden, nicht aber den Titel wechseln lassen.

Entsprechend technisch ging es zu Werke und entsprechend oft bot Zack bereitwillig Jericho das Kinn an, um den Judas Effect zu zeigen, wohl wissentlich, dass dieser darauf nicht eingehen konnte ohne seine Titelchance zu gefährden. Jerichos zunehmend schlechte Laune spiegelte sich aber in einigen harschen Stretches wieder. Als alter Veteran aus dem Hart Dungeon konnte er diesen Stil natürlich mitgehen.
Natürlich war aber auch klar, dass je länger das Match dauern würde der jüngere und in Sachen Ausdauer stärkere Zack die Oberhand gewinnen würde, nicht zuletzt da Zack wohl selbst Dean Malenko übertroffen hatte in Sachen Anzahl der Griffe, die er verwenden konnte, um seine Gegner zu verbiegen. Und bekanntlich war es Zack egal mit welchem Griff er am Ende gewann, jeder Griff konnte der entscheidende sein. Das war natürlich auch Chris Jericho klar, der sich irgendwann dachte, dass er besser dran war das Match zu gewinnen, auch wenn der Titel außen vor bleiben würde, der Sieg würde ihm schon ein weiteres Titelmatch gestatten und das dann vielleicht zu günstigeren Konditionen.
Ergo holte er dann doch zum Judas Effect aus – doch genau darauf hatte Zack Sabre jr. nur die ganze Zeit gewartet. Er konterte per Dragon Suplex und ehe Jericho die Benommenheit vom Aufprall ganz verwunden hatte, musste er feststellen nun in der Mitte des Rings zu sein und beide Arme verdreht zu haben – die Beine folgten und irgendwie hatte Zack immer noch ein Bein frei, um Chris gegen den Kopf zu treten.
Es war vorbei. Chris blieb nichts übrig als aufzugeben, Zack hatte seinen Championvorteil perfekt kalkuliert und ausgespielt, daran gab es nichts zu rütteln. Nach dem Draw beim Grandslam gab es nun also einen klaren Sieger, auch wenn der Sieger wie dargestellt im Vorteil gewesen war. Aber das ist ja bei Champions durchaus so üblich, die Floskel vom Vorteil des Champions war ja kein reiner Spruch, diesen Vorteil gab es generell und besonders heute. Nichtsdestotrotz – ihn derart mit Bravour genutzt zu haben war auch ein Zeichen von Qualität, keine Frage. Ein weiterer großer Erfolg in der länger werdenden Erfolgsliste des technisch brillanten Briten, der sich nun ernsthafte Hoffnungen machen konnte zum Rekord German Champion zu werden.



Bisher hatte er in dieser Nacht nicht viel Glück mit seinen Interviews, aber Todd Grisham wäre nicht Todd Grisham, wenn er sich davon entmutigen lassen würde. Woran es WFW nicht mangelte waren schließlich hochattraktive Frauen, mit jeder Menge Haupthaar und in luftiger Kleidung, die wrestlen konnten und Anfragen zu Interviews annahmen.
In diesem Fall waren es nun zwei Frauen sehr unterschiedlicher Größe aber ähnlicher Statur, die bei Todd waren und die beide ihre jeweiligen Haarprachten zu Twintails hochfrisiert hatten: die kleine Richterin Kokoro Fujiwara und die große Kristallritterin Serenity Smith.

Todd Grisham:
Hallo Leute, hier ist wieder euer Todd, mit dem nächsten Interviewversuch!
Kokoro, Serenity, schön, dass ihr da seid!
...ihr heißt doch noch, wie ihr heißt? Oder habt auch ihr eure Namen mittlerweile geändert?


Kokoro und Serenity glucksten leicht ob dieser Frage, die sie für eine Scherzfrage hielten. Dann fiel ihnen der Ernst des bebrillten Interviewers auf.

Kokoro Fujiwara:
Mir ist nicht ganz klar, wie ich es beurteilen soll, dass solch eine Frage dieser Tage mit Ernsthaftigkeit gestellt werden muss. Und doch, nun wo du die Frage gestellt hast, muss man festhalten, dass in der Tat gar viele Frauen diese letzten Monate nutzten, um ihre Identitäten zu ändern, man könnte fast denken, dass dieser Zeitraum des geringen Faninteresses von vielen für eine Art Reboot genutzt wird.
Ich und Serenity sind aber noch immer, wer wir sind. Das einzig Neue bei uns ist die Gruppierung...


Serenity Smith:
Eigentlich ist das mit dem namentlichen Reboot gar keine schlechte Idee.

Kokoro hielt inne. Ihr Blick gen Serenity verriet, wie sie diese Aussage nun beurteilte – oder man mochte sagen: verurteilte.

Serenity Smith:
Jetzt guck nicht so.

Sie guckte aber so und sie guckte auch weiterhin so, ein Augenrollen hinzufügend.

Kokoro Fujiwara:
Ich schlage vor, dass du dich zumindest zügig für einen neuen Namen entscheidest, die Turnierliste für das Tournament of Honor will schließlich voll werden und nicht noch geändert werden...

Serenity nickte, schon ganz in Gedanken vertieft, wie sie sich denn nun ab demnächst nennen wollte.

Todd Grisham:
Nun, vielleicht habt ihr damit ja noch insofern Zeit als dass Lady Serafina Addario, soll heißen Lady Serafina Pessagno, dazu aufrief nun doch erst das Schneefest abzuhalten.

Kokoro Fujiwara:
Ein spontaner Gedanke, der rasch wieder umgeworfen werden kann.
Warten wir es ab.
Wir sind vorbereitet, sowohl auf das Eine, wie das Andere.


Todd Grisham:
Darf ich also davon ausgehen, dass auch die Vorbereitungen für eure neue Gruppierung abgeschlossen sind und ihr nun hier beim lieben Todd verkünden könnt, wie diese sich gestaltet?

Todds hoffnungsvoller Dackelblick sorgte kurz für ein Lächeln bei Kokoro, das rasch schwand, als sie Serenity hinter sich Nachnamen vor sich hin flüstern hörte.

Kokoro Fujiwara:
Genau aus diesem Grund waren wir eigentlich hier zum Interview erschienen, auch wenn Serenity ihre Prioritäten offenbar nun in ihrer Namensfindung sieht. Ihrem Genuschel ist zu entnehmen, dass sie zumindest ihren Vornamen beizubehalten gedankt, immerhin etwas.
Wie auch jene ihre Namen beibehalten, mit denen wir nun ein Sextett bilden.
Ein Sextett namens… „The Fair Maidens“.


Das war offensichtlich das Stichwort, kamen doch nun vier weitere Frauen aus ihrem Versteck. Zunächst die Drei, die bei Next Level Wrestling als „The Fair Maidens“ bereits ein bisschen bekannt waren und deren Name nun offensichtlich für die ganze Gruppierung stehen werden würde. Die vierte Frau im Bunde war eine ähnlich wenig ritterlich gekleidete Ritterin wie Serenity, eine Frau, die sich auch schon für Tugend und Fairness aussprach: Sieglinde Grimm.

Todd Grisham:
Hui, jetzt wo die Katze aus dem Sack ist, muss ich sagen, dass es echt viel Sinn macht, dass ihr zusammengefunden habt!

Kokoro Fujiwara:
Ja, hätte man spekulieren wollen, es wäre wohl nicht schwer gewesen diese Vier als Kandidatinnen für einen Zusammenschluss zu identifizieren. Ein Zusammenschluss, der nun offiziell ist und wie ich zu hoffen wage nicht nur von Dauer, sondern von erfolgreicher Dauer. Ob dies so sein wird, es ist jetzt schwer zu beurteilen. Darauf spekulieren kann man allerdings.

Damit gab es noch eine sechsfache Gruppenpose zum Abschied, die Serenity ganz automatisch mitmachte ohne einen aktiven Gedanken daran zu vergeuden. Ihre Gedanken waren woanders, das Resultat derselben würden wir in naher Zukunft erfahren...




Trios Championship Title Match
Fellowship of Joy (Sasami Kanae Naoe & Guān Yuèqiáo* & Tomo Koyomi Aoi) (C) vs. The Ambitious (Ren Tsuchi & Hildrun & Neea)



Vesper Umbra kündigte die Herausforderinnen samt Anhang an und war nur in den Anfangsaugenblicken gut zu hören, da lautstarke Buhrufe rasch begannen die Akustik zu dominieren. Auch wenn der am meisten verhasste Anführer der Gruppe, Haru Kanemura, seit dem Grandslam und seinem Titelverlust nicht mehr gesichtet wurde, wie auch der Rest der männlichen Belegschaft, so waren die Damen der Gruppe doch noch immer zusammen und vor allem zusammen unfair. Hildrun und Neea insbesondere waren als linke Bazillen einzustufen, die zwecks Beitritt bei The Ambitious gegen Awesome Kong turnten – und die war ob ihrer Taten schon nicht beliebt gewesen am Ende ihrer Karriere im WFW TV. Noch übler als Kong zu sein hieß also schon was.


Where Angels fear To Treat

Beetle on the Ground

On a moderately travelled forest path
A beetle lies on the ground, silent and flat
Far beyond hunger, fear or wrath
Those who care to notice see: it is dead

Oh little beetle, why did you die?
For what purpose did you meet your demise?
Did anycare care, does anyone cry?
Or did you die unnoticed even by the flies?

I for one would care to know
But never will I learn
Neither the why nor the how
No matter how much I yearn

But maybe it is for the better that your end is unknown
Knowledge is power or so the saying goes
But not everything needs or should be shown
Ultimately, this is just how time flows

If your death had any meaning at all
It was a reminder of how precious life is
Anger and sorrow aren’t the right call
Joy and love are – happiness is true bliss


Ganz anders der Auftritt der Titelträgerinnen. Sasami Kannaoe war auch einst ein fragwürdiger Charakter gewesen, doch das war längst Vergangenheit. Nun war die Poetic Primrose gleichermaßen beliebt bei Zuschauern, wie Kolleginnen, sämtliche Kriegsbeile waren begraben. Ihre Anhängerinnen waren ihr ja ohnehin schon seit geraumer Zeit zugetan, obgleich auch hier ein männliches Gruppenmitglied fehlte. Simon Sinclair war nicht dabei, dafür aber „Taihou“ Kaede Kagurazaka, die sich beim letzten Ravage quasi der Gruppe angeschlossen hatte, um mit Sana Aihara ein Tag Team zu bilden. Ergo war hier ganz gut was los, sechs Frauen plus Referee im Ring und dann noch mal einige Ringside. Da war Chaos ja eigentlich vorprogrammiert und dieses würden The Ambitious dann zu ihren Gunsten ausnutzen wollen, so viel war klar.

Bianca Blair, Hibari Inaba, Jasmine Drake und Lara Marín grinsten schon, doch dann verging ihnen das Grinsen rasch, wurden sie doch prompt von Sana, Kaede und der dritten Dame Ringside für die Fellowship – Mikoto Yuumura – attackiert und einige Augenblicke später war das Anlass genug für Ringrichterin Noel Geamăn einfach mal alle Damen Ringside gen Backstage zu verweisen. Hibari meckerte, dass sie sich nur gewehrt hätten, aber Noel war unerbittlich. Kein Zufall, war sie doch bei Rav # 357 von ihrer Zwillingsschwester Esmeralda zu Hilfe gerufen worden, als diese das Match der Ambitionierten gegen den Stuart Royal Investigation Service leitete, wo es auch drunter und drüber ging, damals ausgelöst von The Ambitious.
Ergo war das nun eine Art Retourkutsche und die ließ Karen, Neea und Hildrun etwas dumm dastehen. All ihre Cheating-Pläne waren nun bereits durchkreuzt, kaum dass das Match angefangen hatte. Ren versuchte noch ihre Partnerinnen zu beschwören jetzt ruhig zu bleiben und es halt aus eigener Kraft zu versuchen, aber die beiden Femme Fatales blieben nicht ruhig, sondern gingen wütend in die Offensive.
Womit sie natürlich der Fellowship of Joy in die Karten spielten, die genau das gewollt hatten und die wüsten Attacken der Powerfrauen erst immer wieder ins Leere laufen ließen, ehe sie begannen zu kontern: Tomoyo beförderte Neea per krachendem Saito Suplex auf die Matte, während Yuèqiáo ihren Roaring Elbow gegen Hildrun zeigte, Sasamis Buster Kick folgte und dann kam auch noch Tomo mit der Hip of the Summit, auf den Sasami den Prettysault folgen ließ und nach dieser Kombination war das 1:0 zu Gunsten der Titelträgerinnen bereits eingefahren.
Damit standen die Herausforderinnen mächtig unter Druck und der war bekanntermaßen dazu da, um Diamanten zu schleifen. Ren zeigte nun, ein solcher sein zu können und nahm es nun mit allen drei Gegnerinnen auf. Das Cover hatte sie nicht verhindern können, weil Guān Yuèqiáo* ihr im Weg gewesen war, doch nun legte sie gut los und zeigte einige Aktionen.
Für ca. eine Minute wohlgemerkt, mehr war es dann auch nicht, bis sie von der Übermacht überwältigt wurde und von Sasami per Tsunami flachgelegt wurde. Aber immerhin war es eine Minute gewesen, die Hildrun und Neea nutzten, um wieder zu Sinnen zu kommen. Ihre Vorgehensweise war nun etwas durchdachter und damit weniger leicht auszukontern, doch als Hildrun einen Running Clothesline danebensetzte und ausgerechnet Ren damit erwischte, sich und ihre Teamcaptain aus dem Ring knockend, da war klar: das war es jetzt.
Neea versuchte zwar noch aus dem Ring zu kommen, aber Yuèqiáo schnitt ihr den Weg ab, nahm sie hoch zum Guandao, hinein in einen Codebreaker von Sasami, Pure Joy Couplet, das Cover war nur noch Formsache. Hildrun und Ren versuchten zwar noch das Unausweichliche zu verhindern, aber in den Ring zurück gekrochen waren Tomo und Yuèqiáo zur Stelle, um sie abzufangen, während Sasami den siegreichen Pinfall einfuhr.
Letztendlich also eine klare Angelegenheit, der Titel war hier zu keiner Sekunde wirklich in Gefahr. Grund genug für die Fans die Verliererinnen mit hämischen Schmähgesängen zu verabschieden und den Titelträgerinnen für ihre Machtdemonstration Respekt zu zollen.



Über viele Monate hinweg hatte die Undead Bride Su Yung sieben unbeseelte Homunculi durch ihre Gehilfen mit mehr oder minder mächtigen Seelen mehr oder minder mächtiger Wesen ausstatten lassen.
Sechs dieser sieben Versuche waren angeblich geglückt – zwei Göttinnen, ein Drache, ein Phönix und eine Hexe. Das klang doch nicht schlecht. Mit Betonung auf „es klang nicht schlecht“, denn in der Praxis war bei diesem chaotischen Haufen noch nicht viel bei herumgekommen. Auch weil die Homunculi sich erst an ihre neuen Körper gewöhnen mussten.
Zuletzt zeigte die Tendenz jedoch nach oben, weswegen die Geheimagentin, die für die Beobachtung der potentiell gefährlichen übernatürlichen und paranormalen Wesen zuständig war, Unterstützung angefordert. Ob diese nun hier in der dunklen Gruft von einer WG irgendwo war, wir wussten es nicht zu sagen, denn von einer Beobachterin war nichts zu sehen, geschweige denn von zwei. Was nichts heißen musste, versteht sich.
Auch von Su Yung war nichts zu sehen, dafür aber von ihrem Gehilfen Ryzin, der vorsichtig zur Tür hineinkam, in dem die sieben Damen ihren Hobbies nachgingen. Na ja oder halt zumindest chillten, weil sie gerade nichts Besseres zu tun hatten. Bis jetzt. Jetzt war Ryzin ja da und er hatte Futter von der Frittenbude dabei, womit er schon einmal für den Moment bei den Sieben gut gelitten war. Obendrein hatte er auch noch Neuigkeiten zu verkünden.

Ryzin:
Hört her, die Damen!
Euer treuer Diener Ryzin ist hier mit Speis, Trank und Neuigkeiten!
Auf Geheiß der Undead Bride habe ich euch für das Tournament of Honor registrieren lassen!


Nicht alle hörten ihm wirklich zu. Tatsächlich war das Interesse am Essen viel größer als an Ryzins Ankündigung.

Nagi Nagaraya:
Was für ein Turnier soll das sein?
Ist das sowas wie dieses endgeile Schneefest?


Die grünäugige Drachendame mit den silbernen Haaren blickte Ryzin nicht mal an, bei der Frage, sie hatte nur Augen für eine Currywurst und Pommes. Ryzin, der sich nicht sicher war, ob seine eigene Wurst vom Anblick Nagis und der Currywurst in Bewegung geriet, erklärte es rasch.

Ryzin:
Mitnichten!
Zum Großteil werden zwar dieselben Akteure an diesem Turnier mitwirken, doch anstatt einem fröhlichen Fest ist das Turnier ein großer, sportlicher Wettkampf der-


Nagi Nagaraya:
Pft.
Sportlicher Wettkampf.
Wenn es nicht darum geht mit holden Maiden intimste Momente zu verleben ist das doch nicht völlig, aber doch ziemlich uninteressant...


Die Drachenfrau blies betont enttäuscht die Wangen auf, sehr zum Amüsement der blonden Phönixdame, mit der Nagi immer mal wieder im Zickenkrieg war.

Milly Vermillion:
Unsere notgeile Eidechse bläst Trübsal, eine Runde Mitleid. Und damit meine ich: zeigt alle mit dem Finger auf sie und lacht!

Ihr Finger war rasch ausgestreckt, doch niemand sonst machte mit. Selbst wenn die Nahrungsaufnahme gerade nicht oberste Priorität hätte, wäre dieser Aufruf kaum mit Erfolg bedacht gewesen, ähnlich wie der Einladungspost zum Tournament of Honor, der bislang ziemlich genau Null Gäste für das Turnier angelockt hatte.

„Raikou-hime“ Kyouka Minamoto:
Mich interessiert sportlicher Wettstreit.
Wie genau sieht diese Registrierung aus?
Was genau bedeutet das für uns?


Die Inkarnation von Blitz und Donner schien fürwahr interessiert. Sie hatte sich sogar kurz die Zeit genommen von ihrem Teller aufzusehen, auf dem Currywurst, halbes Hähnchen, Pommes und Salat alle miteinander versammelt waren und auf den Verzehr warteten. Ryzin war glücklich, dass zumindest Eine sich für ihn interessierte. Zumindest, bis er feststellte, dass Kyouka gar nicht zu ihm sah, sondern Ketchup und Mayonnaise suchte.

Ryzin:
Das Tournament of Honor ist eigentlich nicht ein Turnier, sondern derer drei, die separat unter diesem gemeinsamen Namen laufen. Ein Turnier für Einzelkämpferinnen, eines für Tag Teams und eins für Trios!
Für das Trios Turnier wurde ein Team angemeldet, die Undead Bride höchstselbst hat sich registrieren lassen, zusammen mit Milly Vermillion und Nagi Nagaraya!


Milly und Nagi wurden hellhörig, als ihre Namen fielen und als sie realisierten, was gerade gesagt wurde, erstarrten sie kurz, dass ihnen die durchgebissenen Pommesstücke vom Mund hinabfielen. Auf den Teller, kein Essen wurde beim Shooting dieser Szene verschwendet.

Milly Vermillion:
Das ist doch wohl...

Nagi Nagaraya:
Wenn wir eh nicht rummachen dürfen ist es eigentlich egal. Aber ich stimme dir zu, eitler Gockel: das ist nicht die Teamzusammensetzung, die ich gewählt hätte.

Zumindest in der Hinsicht waren sich die beiden also einig.

Ryzin:
Für das Tag Team Turnier wurde auch ein Team gemeldet, bestehend aus unseren Göttinnen der Gestirne, Sonne und Mond, Amaterasu und Tsukuyomi!

Die Sonnengöttin bekam so einen Schreck, dass ihr ein Stück Currywurst fast in die Luftröhre gerutscht wäre und begann alsbald vor sich hin zu reden was das Schicksal ihr da aufgebürdet hatte, während die Mondgöttin breit grinsend ihre Schwester von hinten umarmte.

"Tsukuyomi" Kizuna Kuraki:
Schwesterherz!
Auf beste Zusammenarbeit!


Amaterasu zwickte sich selber immer wieder, aber sie wachte nicht auf, weil sie nicht schlief und dies kein Alptraum war.

Ryzin:
Der Rest von euch wird folglich im Einzelturnier antreten!
...das ist alles.


Kyouka nickte zufrieden, dafür war die Hexe der Gruppe ganz und gar nicht begeistert.

Dominique Rouge:
Was soll das denn jetzt, ist das euer Ernst?! Ich bin eine Zauberin, Magierin, Hexe! Ich zaubere und fluche und bin auch gewandt und kann physikalisch ein bisschen was machen, aber ich bin doch nicht für körperlich ausladende Einzelkämpfe gemacht?! Ich brauche einen Blitzableiter für all die Prügel, die ich nicht einstecken will!

Nagi murmelte etwas mit vollem Mund, was kaum verständlich war, aber übersetzt werden konnte mit „ich hätte gern mit dir geteamt, besonders im Bett“. Viel mehr Aufruhr gab es dann aber nicht, auch weil nun alle mit Essen beschäftigt waren...



Zurück aus der Gruft in der Halle wanderten die Blicke in die Nähe der Einzugsrampe, wo die Ringcrew eine Sitzbank aufgestellt hatte und einen kleinen Mini-Park drum herum errichtet hatte. Teils Deko, teils echte Pflanzen, gesponsert von Gardner’s Garden. Anders gesagt war die Bühe bereitet für Suzu’s Smalltalk und die Gastgeberin desselben war schon zugegen und begrüßte die Fans, die wiederum sie sehr positiv empfingen.

Suzu Tendou:
Hallo ihr alle!
Vielen Dank für die nette Begrüßung, super nett von euch!


Sie drehte eine Pirouette mit hochgeschnucktem Knie, ein paar Lüftküsse in alle Richtungen verteilend und einen Hopser später saß sie dann auch schon auf der Parkbank, die Beine fein artig zusammen und das Haar über die Lehne gen Boden haarend.

Suzu Tendou:
Nun bitte ich um eine ebenso nette Begrüßung für meinen heutigen Talkgast, die Wegbereiterin für so viele der heute hier aktiven Damen, die Queen Cobra Medusa Gorgon!

Erst wurde Venus laut und dann war in der Tat auch der Jubel für Medusa dann recht laut, durchaus zur Verwunderung der kurvigen Blondine in der knappen Sporthose und dem knappen Underboob-Top. Historisch betrachtet hatte sie zwar durchaus loyale Fans, aber mit ihren Haarpredigten und ihrer oft eindimensionalen Haltung hatte sie auch oft angeeckt oder Leute genervt. Diese Art von Fan war aber offenbar hier nicht anwesend, vielleicht war der positive Empfang aber auch Suzus Bitte geschuldet und dass Medusa schon länger nicht mehr relevant in Erscheinung getreten war und daher den Applaus einer langjährigen WFW Instanz erhielt, die quasi zum Inventar zählte.
Auf jeden Fall zauberte diese _Reaktion ein erhabenes Lächeln ins Gesicht der Queen Cobra, die sich sagte „diesen Empfang verdiene ich auch“. Vergnügt ging sie zur Parkbank, dabei mehr als eine fotogene Pose zum Besten gebend und dann neben Suzu Platz nehmen, dabei liebevoll über Suzus Haar streichelnd. Und küssend. Und dann einige Strähnen zwischen die prächtigen Beine im Schenkelüberschlag einklemmend. Suzu verstand den Wink mit dem Zaunpfahl und ließ ihrerseits Medusa und insbesondere deren noch reichhaltigeren Blondierung etwas Liebe zukommen, dann konnte der Smalltalk beginnen.

Suzu Tendou:
Schön, dass du da bist!
Oder sollte ich wunderschön sagen?
Wunderschön wie eh und je, sollte ich hinzufügen, du bist noch immer dieselbe Traumfrau, die ich vor Jahren am Bildschirm sah und die mich und sicher nicht nur mich dazu inspirierte auch Wrestlerin werden zu wollen, WFW Wrestlerin um genau zu sein und gerne das Ganze auch Teil der Camus Company!
Dabei warst du ursprünglich gar nicht bei der C Comp, sondern mit Christian Cage und deinen Schwestern in einem Vampirschloss heimisch. Erzähl doch mal ein bisschen, wie das alles zustande kam!


Medusa Gorgon:
Nun, nachdem mich ein gewisser sogenannter griechischer Held zur Hölle geschickt hatte, wurde ich dort über viele Jahre festgehalten, bis mich meine Schwestern mit Hilfe von Christian wiedererweckten. So oder so ähnlich. Und dann war ich halt bei ihnen. Hat sich halt so ergeben.

Gäbe es noch Zuschauer, die seit längerem WFW verfolgen, sie würden sich daran erinnern, das war alles so ungefähr Anfang bis Mitte 2010 rum.

Medusa Gorgon:
Nach einiger Zeit trat dann Sara Albatros mit einem großzügigen Rekrutierungsangebot an mich und meine Schwestern heran und ich nahm an und sie nicht. Weil sie wohl irgendeinen Pakt mit Christian geschlossen hatten, der sie an ihn band oder so. Was ich damals nicht wusste, Stheno mir aber bis heute als Verrat auslegt, die dämliche Giftspritze.

Suzu klimperte irritiert mit den Augen, als sie diese Aussage kognitiv erfolgreich verarbeitet hatte.

Suzu Tendou:
Moment!
DAS ist der Grund, warum Stheno bis heute sauer auf dich ist?!


Medusa Gorgon:
Was sonst? Mehr gab es ja nicht. Wie du wissen wirst, wenn du das WFW Programm verfolgt hast.

Suzu Tendou:
Ja, schon… ich dachte nur immer ich hätte vielleicht was nicht mitgekriegt...

Medusa Gorgon:
Nun, sich verraten zu fühlen kann schon zu Hass führen.
Weswegen ich auch jegliche Art der Fiktion hasse, und insbesondere die Macher und Unterstützer derselben, welche Figuren mit außergewöhnlichem Haar nicht das Maximum ihrer Haarigkeit als finales Stadium haben lassen oder wunderschöne Damen generell nur kreieren, um sie zu verstümmeln oder abzuschlachten… oder beides – denn das ist ein Verrat an all jenen von uns, die wir selber außergewöhnliches Haar haben und lieben und uns folglich mit diesen Figuren identifizieren. Grausig, grausam und unverzeihlich.


Suzu Tendou:
Dann musst du ja mit einer Menge Hass im Herzen leben, so weit verbreitet, wie diese Inhalte leider sind… da will ich gar nicht drüber nachdenken. Grausig ist das richtige Stichwort...

Medusa Gorgon:
Ja, das ist leider so. Negative Emotionen sind mein stetiger Begleiter, deswegen gucke ich oft so böse, bin oft so gereizt und spucke Gift und Galle, wann immer es um dieses Thema geht.

Die Queen Cobra tätschelte Suzu sachte über nahe liegende Haarsträhnen.

Medusa Gorgon:
Aber mein Sein besteht zum Glück nicht nur aus dieser Negativität – Menschen wie du sind ein Hauch von Glück, Balsam für meine geschundene Seele. Zu wissen dich inspiriert zu haben und also auf den herrlichen Weg der grandiosen Haupthaarigkeit geführt zu haben ist… nun ja, wie schon gesagt: Balsam für die Seele. Und auch Hoffnung. Und wenn wir hier gerade aktuell etwas brauchen, in dieser Promotion im Kleinen und in der Welt im Großen, dann genau das: Hoffnung!

Suzu Tendou:
Das hast du schön gesagt!
Soll heißen: wunderschön!


Medusa Gorgon:
Den Worten sollen auch Taten folgen!
Um wirklich als gutes Beispiel voranzugehen, muss ich wohl oder übel WFW selbst wieder auf Kurs bringen. Als ich noch regelmäßig Predigten für das herrliche Haupthaar hielt und im Titelgeschehen relevant war, da war WFW sehr beliebt. Und je beliebter WFW ist, desto mehr hören meine Botschaft!


Suzu Tendou:
Tolle Einstellung!
Ich jedenfalls würde mich freuen, dich wieder als Temptation Champion zu sehen!


Medusa Gorgon:
Nein, falscher Wettbewerb. Ich habe vor, mit meiner Tochter und meiner zur Vernunft gekommenen anderen Schwester diese Trios Division aufzumischen. Zusammen haarig zu sein macht einfach noch mehr Spaß, weißt du?

Suzu Tendou:
Ja, ich verstehe das absolut!
Obgleich ich für den Moment zumindest denke im Einzelwettbewerb gut aufgehoben zu sein, aber irgendwann ein Tag Team oder Trio zu bilden wäre sicherlich etwas, woran ich Interesse hätte… so oder so: danke für den Smalltalk, oder besser gesagt: danke, dass du einmal mehr Inspiration warst! Bitte bleib wie du bist!


Medusa Gorgon:
Ohohoho! Das muss ich ablehnen! Ich will nicht so bleiben… sondern noch haupthaariger werden! Jedes bisschen Verbesserung zählt! Auf eine schönere Zukunft!

Die beiden knuddelten sich noch mal innig, dann schalteten die Kameras woanders hin...



Um genau zu sein schalteten die Kameras in den Locker Room von Glorious Bliss, die heute nicht auf der Card waren, aber zusammen waren und den PPV aufmerksam am Bildschirm verfolgten, man musste ja gewappnet sein, falls es irgendeine spontane Herausforderung geben sollte.
Claudio stand mürrisch gemeinsam mit John Morrison im Hintergrund, Taya Augen rollend nah am Bildschirm, vor dem im Zentrum Adam Cole stand, der anerkennend Beifall klatschte.

Adam Cole:
Hätte nicht gedacht, dass ich Medusas Haargeschwafel mal tatsächlich inspirierend finden würde, aber… Hut ab. Irgendwie den Bogen zu Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu schlagen war nicht übel. Davon könnten wir ja auch ein bisschen was brauchen.

Er wandte sich zu seinen Gefährtinnen und Gefährten um. Zu denen natürlich auch die beiden zählten, die der Gruppe ihren Namen gaben: „Mr. Glorious“ Bobby Roode sowie Alexa Bliss. Komplettiert wurde das Ganze durch die stille Ruri Hiiragi und die vier Frauen vom Doctor’s Office: Brtt Baker DMD, Jamie Hayter, Sayo Umezawa und Rebel.

Claudio Castagnoli:
Das stimmt. Unsere Gruppierung hat schon so oft durch abgewanderte oder verschwundene Gruppenmitglieder oder gar Anführerinnen gelitten. Das was nun bei WFW an allen Ecken und Enden passiert… für uns ist das schon lange Dauerzustand.

Alexa Bliss:
Nun, dann hoffen wir alle gemeinsam, dass ich die Ausnahme der Regel bin und dass ich die Anführerin bin, die Glorious Bliss endlich dem Namen gerecht werden lässt.

Bobby Roode:
Schön wärs ja, aber hast du nicht gerade auch schon wieder andere Prioritäten?

Alexa Bliss:
Wenn du von meiner Schwangerschaft sprichst… wie du siehst bin ich schwanger und doch hier. Und da Lady Serafina ja praktisch das Tournament of Honor gerade schon wieder verschoben hat… mal abwarten. Ansonsten müssen wir Ruri halt eine Ersatzpartnerin organisieren.

Little Miss Bliss trat an die gar noch einen Zentimeter kürzer gebaute, aber länger haupthaarig in die iefe gewachsene Japanerin heran.

Alexa Bliss:
Kannst dich beim Schneefest ja schon mal umsehen, ob dir dort jemand zusagt.

Ruri nickte pflichtbewusst.

Ruri Hiiragi:
Eine einfache Mission.
Beim Schneefest sagen mir alle zu.


Alexa Bliss:
Dann formuliere ich es anders:
Nutze das Schneefest, um zu checken, ob du mit irgendjemandem eine Menge natürlicher Teamchemie hast. Solltest du nicht fündig werden, ist das aber auch okay. Zumindest langfristig will ja ICH deine Teampartnerin sein. Und ich sage „langfristig“ in der Hoffnung, dass es ein „langfristig“ gibt.


Womit die Kameras hier fertig waren, es stand das nächste Match bevor.




Men's Tag Team Championship Title Match
Lucha Brothers (Penta el 0M & Rey Fenix) (C) vs. Golden Tigers (Goldust & Tiger Mask)


Kaum ertönte Gold-Lust, da wurde gejubelt und die beiden Veteranen wurden mit den obligatorischen „you still got it“ Chants empfangen, die sicher gut gemeint waren, den beiden Veteranen aber eher weniger gefallen durften. Denn dass es diese Chants überhaupt geben musste, das sagte ja irgendwo bereits aus, dass es überhaupt in Frage stand, dass sie es noch immer drauf hatten, als ob sie sich ihres Alters nicht schmerzlich bewusst wären. Genau deshalb hatte ihr Protegé Caitlin Carat die beiden auch für dieses Titelmatch mehr oder minder eigenmächtig nominiert – insofern minder als mehr, dass dabei eine der Titelchancen von Goldust eingelöst wurden, die ihm ob der Erfolge im Mixed Tag Team Bereich zustanden. Zumindest also hatte er keine Einwände dagegen geäußert.

Thrill Switch kündigte dann die Champions an, die mit der Asian Shirt Squad und PAC zusammen erschienen, zumindest für die ersten paar Schritte. Auch sie wurden positiv empfangen, in diesem Match gab es kein gut gegen böse, nur zwei Veteranen und zwei gestandene Champions, jung aber auch schon erfahren und in Topform. Jung oder alt, wer würde sich durchsetzen? Diese Frage galt es nun zu beantworten.

In der Anfangsphase war Abtasten angesagt. Goldust und Tiger Mask war ohnehin bewusst, dass sie zwar ihre Gegner nicht komplett ausbremsen konnten, das Matchtempo aber dennoch so gut wie möglich drosseln mussten. Penta ging darauf gerne ein und machte sich einen Spaß daraus seine üblichen furchtlosen Bewegungsmuster durchzuziehen, darauf spekulierend, dass er sich diese Zeit nehmen konnte.
Aber ganz so passiv waren die Golden Tigers dann auch wieder nicht und schon gar nicht Tiger Mask, der prompt seinen Cartwheel Crossbody zeigte und den zu verspielten Penta so überrumpelte. Der bedankte sich mit einigen harten Shin Kicks und seinem nicht patentierten aber markanten extra lauten Chop, bei dem er Tiger Masks Arme in den Seilen verhedderte.
Dann kam Fenix herein und erhöhte das Tempo, bis Tiger Mask dessen Rolling Cutter per Tiger Suplex konterte und einen Near Fal errang, den einige schon bejubeln wollten, aber das war nicht der Titelwechsel. Dafür gab es den Wechsel mit Goldust, was der Auftakt zu vielen Wechseln auf beiden Seiten war, bei dem mal die einen, mal die anderen knapp vor dem Sieg zu stehen schienen, etwa nach Pentas Pentagon Driver aka Made in Japan gegen Goldust oder nach einem Scoop Powerslam seitens des Goldenen gegen Fenix oder dem Destroy Suplex von Tiger Mask gegen Penta… kurzum: es wurden Paradeaktionen ausgetauscht, die nicht zum Sieg führten und mit zunehmender Dauer wurde die Kondition ein Thema. Unnötig zu erwähnen, dass konditionell die jüngeren Champs bevorteilt waren, Goldust und Tiger Mask wussten, dass sie nun rasch das Ende herbeiführen mussten, Zeitspiel war nicht länger zu ihren Gunsten. Doch das erhöhte Tempo spielte den Champs in die Karten – und dann kam es, wie es nicht musste, aber allmählich zu erwarten war: Goldusts Final Cut wurde von Fenix per Brainbuster gekontert und das war der Anfang vom Ende. Penta ließ den Fear Factor folgen, während Fenix sich auf Tiger Mask warf per fulminantem Dive und das war es dann. Das Cover wurde gezählt, die alte Garde war besiegt und das Gold verblieb bei den Lucha Brothers.



Die Deko von Suzu’s Smalltalk war verstaut, die lebendigen Pflanzen wiederum wurden nun nahe der lokalen Örtlichkeit eingepflanzt, natürlich von den beiden Gärtnerinnen, Chloe und CC Gardner. Die beiden englischen Schwestern waren schließlich in erster Linie Botanikerinnen und nur in zweiter Linie Wrestlerinnen, was für ihre sportlichen Karrieren nicht immer zielführend war. Und auch heute waren sie nur der Background für ihre Freundin mit der rosigblonden Haarpracht aus dem Land der aufgehenden Sonne. Die Frau, die nunmehr zwei Mal in Folge im Finale des Einzelturniers des Tournament of Honor stand und beide verlor – ohne diejenige gewesen zu sein, die gepinnt wurde. Weil das Turnier zumeist in einem 3 Way Match endete. Anders als dieses Jahr vermutlich. Aber noch etwas anderes war anders als sonst und zwar, dass der Temptation Title in diesem Turnier vielleicht nicht verteidigt werden würde. Worauf Honami nun auch sogleich zu sprechen kam.

Honami Hanazono:
In a few minutes, the fate of the Temptation Tourney will be decided when the Demon Queen faces her challenger, the Alpha Girl.
Will the tourney be about the gold or will it just be about honour?


Sie schickte sich an den Gardner Schwestern zur Hand zu gehen, doch die bedeuteten ihr, dass sie sich schon um ihre Pflänzchen kümmern würden, Honami solle sich auf ihre Ansprache konzentrieren. Diese nickte und wandte ihren Blick nun direkt gen Kamera.

Honami Hanazono:
Just let that sink in for a minute.
“Will the Tournament of Honor just be about honor”?


Sie schauderte.

Honami Hanazono:
Saying this sentence out loud rings ill in my ears. The Tournament of Honor being about honour should be good enough, the tourney should be prestigious enough, that the title – as important as it is – should be an added bonus at most, not the main focus.
And yet left right and centre the ladies of this company are losing their minds over the title belt – probably because they think about having a shot at winning the gold, but aren’t convinced in their ability to win the tourney. Shameful. Utterly shameful.


Ein leicht trauriges Lächeln huschte über ihr Gesicht, dann atmete sie tief durch, zog dann energisch ein Knie hoch zur Pose und zeigte per Zeigefinger eine “1” gen Kamera.

Honami Hanazono:
First of all, if your goal isn’t to win the tourney, why are you competing? Sure, if you are still a rookie or developmental talent and whatnot, it may be about getting experience. But if your only goal is to get experience, that’s all you’ll be getting. If you don’t believe in your chance to win the tourney, it will be a self-fulfilling prophecy. Belief is crucial. You don’t have lost until you have lost, and as long as that’s the case, there’s always the chance to win.

Der Mittelfinger ging auch hoch, zu “2” zählend.

Honami Hanazono:
To make a second point, this tourney can only live up to it’s full potential if everyone is giving their best and that’s why I’m trying to oppose all this doom and gloom. The future is scary, sure, there’s a lot we cannot influence at all. What we can influence however is what we do. And all we need to do is to do as well as we possibly can. Then the tourney will be great and then winning the tourney will mean something, title being present or not.

Nun wurde noch der Daumen ausgestreckt. 3.

Honami Hanazono:
Third and last point:
Humble pie be damned, the singles tourney, the Temptation Tourney is my tourney to lose. On paper I may not be the favourite to win and sure, I’m in no position to claim to be better than most, let alone everyone. Because I’m not. Not by a longshot. Not even top 10. But I believe I can win and all those who want to try to burst my dreamy bubble should be prepared to take what I just said to heart, because if you aren’t bringing your best… you will not stand a chance against me bringing my best.
Because I’m best class and if you aren’t… you will get schooled.


Der Daumen wanderte abwärts. So entschlossen kannte man Honami sonst eigentlich nicht. Am Selbstvertrauen hatte sie ja schon im Vorfeld des letzten Turnierfinals erfolgreich gearbeitet, doch nun schien dieses ein ganz neues Niveau erreicht zu haben...



Temptation Championship Title Match
„Demon Queen“ Hikari Oda (C) vs. „Alpha Girl“ Miku Sendou


Viel wurde über die Bedeutung dieses Matches gesprochen, nun war es also endlich soweit. Miku Sendou trat nicht nur zu Opportunity auf, dieser Begriff war auch eine Überschrift für die gesamte Temptation Division. Dies war die eine Chance Hikari Oda zu besiegen und den Titel ins Temptation Turnier zu holen. Entweder die opportunistische Miku gewann und der Titel würde im Turnier sein oder man durfte Hikari im Tag Team Turnier dabei zusehen das Gold spazieren zu tragen ohne es verteidigen zu müssen. Grund genug für Anspannung, aber die ließ sich das Alpha Girl nicht anmerken. Sie hatte viele Frauen erfolgreich dazu animiert sie heute zu unterstützen gegen das Shogunat, zumindest in der Hinsicht war sie so gut abgesichert, wie es ging. Ob es reichen würde, das würde man nun sehen.

Rein von der Papierform her war die Demon Queen natürlich haushoch favorisiert. Zweifache Temptation Titelträgerin, zweifache Tag Team Titelträgerin, erste Frau, die zwei Main Roster Titel gleichzeitig hielt – wenn auch nur für kurze Zeit – sehr viel mehr Erfahrung und eine ausgewiesene herausragende Strategin und Taktikerin. Man wollte sagen, dass in einem normalen, fairen Match Hikari ohnehin favorisiert gewesen wäre und sie sich keinen Gefallen damit getan hatte frühzeitig ein Szenario zu schaffen, wo ein faires, reguläres Match praktisch unmöglich war. Dann wiederum war Hikari vielleicht auch ein simples Match zu langweilig, wer konnte das schon so genau wissen? Dann wiederum hatte sie eine Sache ganz sicher nicht in ihrem Masterplan gehabt: den Verlust des Tag Team Titels. Durch diesen und die frühe Festlegung ihrer Tag Team Turnierteilnahme war das aktuelle Szenario für sie komplizierter geworden, da der Fokus nicht auf zwei Titeln war, sondern nur auf dem einen, den sie stolz um die Hüften trug, ein breites Lächeln im Gesicht. Sie verspürte zwar auch Anspannung, aber diese gefiel ihr sichtlich, sie war ganz in ihrem Element.

Es konnte also losgehen, die Mitglieder des Shogunats waren fast alle irgendwo in Ringnähe und im Gegenzug hatten sich auch viele Damen mit Titelambitionen eingefunden, um Miku zu unterstützen – oder um Hikari zu stürzen. Es wirkte unweigerlich so ein bisschen wie ein Lumberjill Match, nur dass die Lumberjills nicht offiziell eingreifen durften. Mit Betonung auf „nicht offiziell“. Head Referee Amelia Niculescu hatte Arbeit vor sich, so viel war klar.
Mit Ertönen des Ringgongs ging es nun ganz offiziell los und für einige Momente gab es die Illusion eines normalen Matches, mit Lock Up, Griff und Gegengriff, bis hin zum ersten Armdrag, nach welchem sich Hikari aus dem Ring rollte und sogleich ein paar der emotionaleren Titelanwärterinnen konfrontierte, ihnen ihre Wange hinhaltend und auf eine DQ bauend. Und weil das so einfach nicht ging, spuckte sie der einen oder anderen noch ins Gesicht, um sie zum Schlag oder Tritt zu animieren, aber darauf reagierte niemand. Die eine oder andere schluckte die Spucke sogar demonstrativ runter.
Keine komplette Überraschung, solche Szenen gab es beim Schneefest gefühlt alle paar Minuten und die meisten anwesenden Damen wirken an diesem gerne mit. Grund genug es bei denen zu versuchen, wo das nicht der Fall war und die vielleicht weniger konform damit waren konzentrierten Speichel abzukriegen, wie Jillian Hall oder Taylor Wilde. Problem dabei war, dass Miku auch noch da war und allmählich etwas dagegen tun musste und wollte, dass Hikari bei ihren Provokationen außerhalb des Rings ausgezählt wurde. Eine Regel gegen absichtliche Count Outs und DQs von Champions war eigentlich überfällig, aber das war Thema für ein anderes Mal.
Nun ging es jedenfalls erst mal wieder etwas intensiver zwischen Hikari und Miku zur Sache, mal innerhalb des Rings, mal außerhalb und der ein oder andere Spot auf dem Apron durfte freilich nicht fehlen. Was fehlte waren die wirklich zwingenden Aktionen. Hikaris STO und Mikus αplex – ein Pump Handle Suplex – waren sicherlich harte Aktionen, aber keine Finisher und die wirklich gefährlichen Aktionen wie der Night Raid oder die Demon Queen Bomb auf Seiten von Hikari oder der λimit Break und μic Check auf Seiten von Miku blieben im Ansatz stecken.
Zu gut waren beide vorbereitet auf die jeweiligen Paradeaktionen der Gegnerin. Ergo war beiden klar, dass sie anfangen mussten das Wartespiel zu spielen und ihre jeweiligen Submission Finisher vorzubereiten. Hikaris Amatsu Gatame, ihr Modified Boston Crab oder Mikus Standing LeBell Lock, die Bell ζ. Das war nun der Fokus obgleich auch klar war, dass mit zunehmendem Erfolg von Mikus Aktionen mehr und mehr Eingriffe seitens des Shogunats erfolgen würden, obgleich auch Miku durchaus Eingriffe für sich verbuchen durfte. Viel war da zwar bisher nicht passiert, auch weil Amelia gut aufpasste, aber im Laufe des Matches hatte es zwischendurch nun schon mal zarte Versuche gegeben die eine oder andere Dame zu bevorteilen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Frauen auf den Apron springen und so Amelias Aufmerksamkeit von unlauteren Aktionen ablenken würden.
Es waren mittlerweile auch noch einige Frauen mehr erschienen – die Power Armada war mittlerweile ebenso zugegen wie Kana Asuka oder The Ambitious. Auch einige Developmental Talents waren da, wie Sumire Akiyama oder die ehemaligen Next Level Wrestling Titelträgerinnen Cleo Clearfail und Luka Aquazura. Glorious Bliss kam jetzt auch noch hinzu,man durfte also festhalten, dass das Shogunate of Doomination mittlerweile klar in der Unterzahl war.
Grund genug für das Shogunat allmählich aktiv zu werden und sich schon mal vorsorglich den einen oder anderen Stuhl zu schnappen oder Schlagringe überzustreifen. Naturgemäß erhöhte das die Alarmbereitschaft auf der Gegenseite und als dann Shion seitens des Shogunats auf den Apron sprang war dies das Startsignal – Hikari bekam sogar als Erste was ab, Aurora MacMeow hatte nur auf so eine Gelegenheit gewartet. Miku spürte aber Augenblicke später ihrerseits einen der Stühle im Rücken – geschwungen von Busty Bunny – und rollte sich rasch aus dem Ring, um irgendwo Zuflucht zu suchen, da es nun vollends drunter und drüber ging.
Amelia musste wohl oder übel Verstärkung anfordern und man kam nicht umher zu denken, dass dieses Match vielleicht in einem Stahlkäfig hätte stattfinden können, um diese absolut vorhersehbare Entwicklung zu vermeiden. Nun war es dafür zu spät und Amelia war plötzlich mittendrin statt nur dabei, weil Nene Morisaki sich mit Aurora MacMeow und Magdalena Heinrich in Amelias unmittelbarer Nähe bekämpfte und diese so in der nahen Ringecke einkesselten.
Zeit für andere gegen Hikari oder Miku aktiv zu werden, je nachdem.
In der Theorie zumindest.
In der Praxis beschützten nämlich Monica Shade und Honami Hanazono Miku, anstatt sich auf anderes zu konzentrieren. Das eröffnete Ingrid Anna Klang ihre Power zu demonstrieren, in Form eines krachenden Chokeslam auf den Apron, gefolgt vom Fire Thunder Driver auf den Hallenboden. Klar, dass Hikari davon flachlag und in den Ring zurückgerollt liegenblieb, das war jetzt das Cover auf dem Silbertablett, für das sich Miku sarkastisch bei Inanna bedankte – als bei jener Frau, aus deren Stable Miku halb ausgetreten und halb rausgeworfen worden war. Davon fühlte sich Inanna genug verarscht, dass sie jetzt auch noch Miku attackierte. Erst die Sun Arc, dann eine Powerbomb auf den Apron.
Viele, die das mutbekamen schlugen die Hände über dem Kopf zusammen, dass Inanna gerade diesen Nonsens gemacht hatte, aber in den Ring zurückgerollt blieb Mikus Arm auf Hikari liegen, also alles gut, Amelia musste nun nur endlich zählen und das konnte sie dann auch. Ein, Zwei, NEIN! Kick Out, das hatte alles viel zu lange gedauert!
Und jetzt war Miku mehr angeschlagen als Miku, da sie härtere Aktionen von Inanna kassiert hatte und zeitlich gesehen weniger lang zurückliegend! Das erkannte Hikari und schickte sich an ihren Night Raifd zu zeigen, aber Inanna zog rasch Amelia aus dem Ring, was es Taylor Wilde und Britt Baker eröffnete Miku von Hikaris Schultern zu ziehen.
Augenblicke später waren aber Yayoi Kurusu und Stheno Gorgon zugegen, um die Frauen vom amerikanischen Kontinent aus dem Ring zu werfen. Amelia war ihrerseits zurück im Ring, die Verstärkung war auch nun da und begann für Ordnung zu sorgen, Grund genug für Hikari es dann nun beenden zu wollen und zwar per Lariat – aber Miku konterte per μic Check und zeigte sofort das Cover! Eins, Zwei, Drei! Es war geschafft! Das Match war gewonnen und Miku war die neue Titelträgerin! Der Temptation Title würde also im Temptation Turnier verteidigt werden. Aber das war Zukunftsmusik. Für den Moment ertönte die Musik der neuen Einzeltitelträgerin von WFW - sie war nun das Alpha Girl, das sie immer sein wollte, das Beta Beauty, das Gamma of Graces, The Delta Deadpan, The Supreme Sigma, The Outstanding Omega. Sie hatte den nächsten Entwicklungsschritt vollzogen. Glücklich und zufrieden nahm sie das Gold entgegen und reckte es in Siegespose empor. Sie war Champion.



Ob des gerade offiziell gewordenen Resultats gab es nun Backstage rund um Interviewer Todd Grisham einen Hauch von Erleichterung in den Gesichtern seiner Interviewgäste zu sehen – aber auch nur einen Hauch. Anspannung war noch immer zu sehen und das aus gutem Grund, waren doch seine Gäste zum Großteil Führungspersönlichkeiten der Camus Company und bei dieser lief es sportlich zuletzt nicht so toll und zudem machte ein ganz bestimmter Angestellter Negativschlagzeilen ob möglicher Veruntreuung.
Grund genug also für Priscilla Camus höchstselbst neben Todd zu stehen, zur Abwechslung mal wieder in halbhohen Stiefeln und mit ein bisschen Weiß und Rot im sonst so tiefgrünen Haar. Graue Haare waren das aber nicht, sondern absichtliche Färbung, obgleich manch Schelm das sicher anders auslegen mochte.

Todd Grisham:
Okay, die Kamera läuft! Hi Fans, hier ist einmal mehr euer Todd und bei mir sind die hohen Herrinnen der Camus Company, um ein paar Statements abzugeben! Ich werde also still hier stehen und das Mikro halten, um besagte Statements nicht zu stören!

Priscilla Camus:
Zunächst das Offensichtliche:
Terrific Ted wurde beurlaubt, um sich um seine privaten Angelegenheiten zu kümmern.
Wie und ob es dann mit ihm weitergeht, entscheidet sich ohne Unser Zutun.


Und damit war sie auch schon fertig. Kaum mehr als eine knappe Pressemitteilung. Sie trat in den Hintergrund, die Bühne der Frau überlassend, die gar keinen Sinn für Stiefel und noch sehr viel weißere Haare hatte: Sara Albatros, der Organisatorin des Schneefestes.

Sara Albatros:
Was Serafinas Bitte angeht… was uns betrifft ist alles vorbereitet, die Polarstation steht uns zur Verfügung, ich kann rasch alles Nötige organisieren, kein großes Ding! Das Schneefest kann also zügig starten nach Hour of Glory!

Daumen nach oben von ihr und ihrer Partnerin Katia und schon waren auch sie fertig. Gab ja auch keinen Grund stundenlang über etwas zu sprechen, wenn ein paar Sekunden völlig ausreichten, um dasselbe zu sagen. Womit nun die kleine Schwester Priscillas dran war etwas zu sagen, zusammen mit ihrer Tag Team Partnerin, der indischen Tänzerin Leona Flanka, den Celestial Lions.

Celestine Camus:
Auf das gemeinsame Schneetreiben können wir uns freuen, auf das Tournament of Honor können wir uns freuen und darüber, dass dort nach Hikaris Niederlage alle Titel verteidigt werden – doch das ist die Zukunft. Die Gegenwart braucht auch noch etwas Erfreuliches und zwar ein spontanes Match, hier und jetzt, bei diesem PPV!

Leona Flanka:
Yuki wird nicht müde ihre Schwester Momoko als die Beste vom Besten anzupreisen… und niemand will ihr widersprechen, inklusive mir. Ich will es nicht, weil natürlich auch ich Momoko nicht nur respektiere, sondern liebe, nicht so sehr wie Yuki, wenn man denn Liebe quantifizieren kann, aber ich benutze dennoch diesen Begriff, weil er für mich passt.

Katia "Klabautermann" Fuchs:
Ich denke, das gilt für uns alle hier. Ich würde gar sagen, dass man Momoko einfach lieben muss, aber nun ja… diese Predigt können wir Yuki und Medusa überlassen.

Leona Flanka:
Richtig. Die Liebe ist da, aber setzen wir die rosarote Brille ab, dann ist Momoko noch immer absolut liebenswert und großartig im Ring… aber unangefochtene Spitze, das ist sie nicht mehr. Sie ist Spitzenklasse und wird, da bin ich mir sicher, stets zur absoluten Spitze zählen, aber diese Spitze, sie wird breiter und das nicht nur durch grandiose Neuzugänge wie Chiya oder Mayu, sondern auch durch einige schon länger aktive Damen, die in Sachen Länge zumindest halbwegs mithalten können und im Ring… mehr als nur halb. Und ja, ich spreche von mir, wenn ich das darf ohne dadurch als arrogant zu gelten.

Celestine Camus:
Das hat nichts mit Arroganz zu tun, es ist die reine Wahrheit!
Denkt man an die Aushängeschilder von WFW, dann denkt man ganz sicher auch an dich!
Du hast ganz unten angefangen und dich hochgearbeitet und viele große Erfolge errungen!
Inklusive dem Gewinn des Tournament of Honor – im Einzelbereich.
Momoko hingegen war zwar schon in Finalkämpfen, hat aber nie gewonnen.


Leona Flanka:
Worauf ich also hinaus will:
Das ist etwas dünn für unser geliebtes, sogenanntes Nonplusultra.
Wie es auch dünn ist, nicht auf der PPV Card zu sein.
Was ja durchaus regelmäßig so ist, weil Momoko einfach viel zu bescheiden ist.
Wir preisen sie alle an und sie schämt sich fast dafür.
Daher mache ich jetzt eine schamlose Herausforderung:
Momoko gegen Leona, jetzt sofort!
Natürlich mit unseren jeweiligen Tag Team Partnerinnen.


Celestine nickte erst ohne groß nachzudenken, dann jedoch hatte ihr Gehirn de Worte Leonas verarbeitet und verstanden.

Celestine Camus:
Moment, was?
Tag Team?
Ich dachte...


Leona Flanka:
Ja, Tag Team.
Jetzt fang du nicht auch noch an unnötig bescheiden zu sein.


Celestine Camus:
Nun ja, auf meinem Niveau gibt es viele, die es ebenso sehr verdient hätten ein PPV Match zu haben, so ehrlich muss ich da schon sein, ich will nämlich auch nicht als arrogant gelten.

Leona Flanka:
Man könnte sicher sagen, dass alle es verdient hätten ein PPV Match zu haben, aber so ist das halt bei einem Roster das inklusive Developmental Talent 200 Frauen umfasst, Tendenz steigend. Es können nicht alle ein Match haben und selbst ich oder Momoko können nicht immer ein Match haben. Aber wir können es heute. Und warum sollten wir ein Einzelmatch haben, wenn wir doch beide je eine Hälfte eines Tag Teams sind? Das wäre egoistisch. Und obgleich man im Wrestling auch schon mal egoistisch sein muss, so definitiv nicht immer und überall und schon gar nicht hier und jetzt.
Ich biete dir diesen Tanz an, Celestine, weil ich gern mit dir tanze und du mir absolut gut genug bist als feste Tanzpartnerin. Also? Nimmst du an? Oder möchtest du mich nicht haben?


Celestine Camus:
Welch Frage! Dich nehme ich jederzeit mit Kusshand zur Partnerin!

Leona Flanka:
Du darfst meine Hand jederzeit küssen – und auch den Rest von mir.

Celestine Camus:
Gleichfalls!

Beide zwinkerten sich zu, doch ehe es einen Kuss irgendwohin gab, schalteten die Kameras auch schon zum Ring. Die Küsse wurden aber sicher gefilmt und würden ihren Weg zu WFWuncut finden, keine Frage.



The Untouchables (Momoko Sakaki & Yuki Sakaki)
vs.
Celestial Lions (Celestine Camus & Leona Flanka)


Nun also doch: Broken Moon wurde eingespielt und kündigte die Sakaki Schwestern an, Miss Schwesternkomplex Yuki und die allseits geschätzte Königin des Konterns, Momoko, die auch über Jahre hinweg dafür bekannt war die umfangreichste Haarpracht im WFW TV zu haben – was mittlerweile nicht mehr unbedingt so war, gab es doch mittlerweile einige, deren Haupthaar sich auf einem ähnlichen Niveau befand und es gab einige Spekulationen, dass einige sogar mehr davon haben könnten. Genaue Zahlen gab es aber nicht, wie Zahlen im Wrestling ja mitunter immer mit Vorsicht zu genießen waren, egal ob Größe, Gewicht oder Zuschauerzahl. Faktisch festzuhalten war der Applaus für die Sakakis, der im Zweifelsfall mehr mit ihren wrestlerischen Leistungen über viele Jahre hinweg zu tun hatte als mit ihrem Haar, obgleich beides Applaus verdient hatte, klar.

Dasselbe konnte man aber natürlich auch über die Gegenseite sagen, die zu Endless Dancing Stage auftrat. Leona Flanka hatte auch viel zu bieten, sowohl in sportlicher als auch optischer Hinsicht und machte dies wie gewohnt in einem der luftigsten Outfits des Rosters, obgleich die meisten WFW Damen ja ohnehin so dünnen Stoff eng am Körper trugen, dass ihre Körperformen gar nicht enthüllt sein mussten, um recht detailliert sichtbar zu sein.

Referees inklusive, in dem Fall Lala Sakurai, die ihrerseits schon einige Erfolge als Wrestlerin einfahren konnte und sich sicher war hier nun ein sehr faires Match leiten zu dürfen und so war es dann auch. Mit Leona gegen Momoko ging es los und das bedeutete wenig überraschend eine sehr aktive Leona und eine sehr reaktionäre Momoko, die ja gerne ihren Gegnerinnen komplett die Initiative überließ, um diese dann souverän auszukontern. Was bei einer Frau von Leonas Agilität und Technik aber selbst für Momo nicht einfach war und so ging es zur Sache ohne wirklich zur Sache zu gehen, zumindest bis Momoko dann doch Leona per Hip Toss auf die Matte bekam, sie in einen Figure 4 Necklock nehmen und so auf der Matte halten konnte, während sie mit Yuki wechselte, die prompt per Springboard 450 auf Leona fliegen wollte.
Die war aber nicht so fix auf der Matte, wie es schien, wich per Handtand aus und pushte sich dann aus Momokos Bein- und Fußpartie frei, um einen Hechtsprung mit Rolle vorwärts später ihrerseits mit Celestine zu wechseln, die sich anschickte, die von ihrer Bruchlandung noch etwas desorientierte Yuki mit technischen und ringerischen Aktionen zu bedenken. In dieser einen Disziplin war Celestine der weitaus kampfkräftigeren und erfahreneren Yuki gegenüber im Vorteil. Allerdings verschwand Momoko nicht sofort aus dem Ring, nur weil sie gewechselt hatte und konnte Yuki so aus dem Octopus Stretch von Celestine befreien, ehe dieser allzu viel Schaden anrichten konnte.
Dann musste Momoko aber raus und die Celestial Lions waren am Drücker, wechselten gut durch und isolierten Yuki ganz gut, zumindest bis diese beim Versuch Leonas den TKO zu zeigen diese per Crucifix ins Cover auskonterte, einen Near Fall erzielte, um dann im Anschluss per Lariat zuzulangen, wonach beide Frauen flachlagen.
Lala zählte an, aber beide schafften es zu ihren jeweiligen Partnerinnen.
Celestine half Leona auf, die vom Lariat zwar angeknockt war, aber nur kurzfristig, dann gingen sie zusammen auf Momoko los, aber die wehrte beide ab und warf sie mit Armdrags und dem ein oder anderen Suplex durch die Gegend, die Kontermaschine lief langsam warm. Besonders als Leona dann draußen war und Celestine sich ihrer übermächtig erscheinenden Gegnerin allein stellen musste.
Zunächst sah ihre technische Gegenwehr auch ganz gut aus, sie kam selbst aus dem Ansatz zum Emerald Flowsion und den Angel’s Wings heraus, wurde dann aber zum Serene Driver eingeschnürt, dem neuen Namen der Serenity, umbenannt, um Verwirrung vorzubeugen so die Sakakis im Tag Team Bereich auf Kokoro und Serenity trafen. Ansatz zur Serenity gegen Serenity – wäre lustig, aber auch konfus.
Die auch als Psycho Driver bekannte Aktion gelang jedenfalls, Cover Formsache.
Oder wäre es gewesen, Leona rettete jedoch, Yuki kam zu spät, warf Leona dann aber raus und sprang per Sasuke Special spektakulär hinterher. Damit war nun alles bereitet, um Schluss zu machen. Momoko wartete, dass Celestine sich aufsetzte, um ihre Bazooka zu zeigen, was ein Shotgun Dropkick gegen eine am Boden kauernde, ungeschützte Gegnerin war – so wie Celestine gerade eine war.
Aber als Momo ihre Bazooka abfeuern wollte ging das daneben.
Celestine rollte sich beherzt zur Seite und aus dem Ring, dort wartete Yuki aber schon, um die Yuki Axe zu vollführen… aber auch dieser wich Celestine aus und rammte stattdessen ihrerseits Yuki das Knie in den Magen, danach rasch zum Kraken ansetzend. Doch Yuki befreite sich mit Elbows, hämmerte dann Celestines Kopf auf den Apron und rollte sie wieder in den Ring, wo Momoko sie empfing. Dieses Mal saß die Bazooka, Cover, Eins, Zwei, Nein! Leona war wieder zur Stelle und rettete. Yuki kam abermals in den Ring, aber dieses Mal konnte Leona sie rasch per Dropkick abwehren und in ihre Ringecke zurückkehren, auf dass sie da war, so Celestine wechseln wollte.
Und klar wollte sie.
Momoko war aber schon wieder zur Stelle, um sie abzufangen… aber Celestine streckte geistesgegenwärtig in Momokos Umklammerung ein Bein aus, Leona kam an ihren Fuß heran, klatschte drauf und das war gut genug als Wechsel – den Momoko noch gar nicht mitbekommen hatte. Und so konnte Leona rasch per Zigzag zuschlagen, bzw. greifen! Das Cover ging aber wieder nur bis zwei, was Leona aber nicht entmutigte. Im Gegenteil, sie schickte sich an per Screwdriver nachzusetzen, aber Momoko konterte per Small Package. Eins, Zwei, Celestine zur Rettung, die nun erst Momoko noch einen Skyllaplex versetzen konnte, ehe sie sich mit Yuki auseinandersetzte. Leona sprang per Lionsault auf Momoko, wieder zwei, wieder nachfolgender Ansatz zum Screwdriver, dieses Mal gelang er, Leona coverte, Lala zählte und Celestine blockte Yuki lange genug weg! Das war der Three Count! Leona hatte Worten Taten folgen lassen und das langjährige Nonplusultra von WFW erfolgreich gepinnt! Fair! Das war in der WFW Geschichte nicht allzu oft passiert, heute aber schon. Leona musste selbst erst realisieren, dass das Cover erfolgreich war, dann jedoch setzte der Jubel ein und es gab einen Siegestanz mit Celestine, gefolgt von einem fairen Handshake mit Knuddeleinlage mit den Verliererinnen. Yuki war abermals am Boden zerstört, wie schon bei Rav als die Untouchables gegen Chiya Kuzunoha und Sakuya Miruno unterlagen. Da war aber Yuki gepinnt worden, nicht Momoko, ergo war dieses Resultat hier und heute noch dramatischer für Yuki.
Nicht aber für Momoko, die sich zu freuen schien, dass die Celestial Lions hatten leisten können, was sie gerade geleistet hatten. Erst als sie Yuki sah, änderte sich ihr Gesichtsausdruck und dann scheuerte sie Yuki eins! Was eine Watschen. Momo schüttelte über Yukis Verhalten noch enttäuscht den Kopf, ehe sie gen Backstage davonging. Yuki verstand erst gar nichts, dann hingegen verstand sie alles und zollte den Siegerinnen auch noch einmal ausgiebig Tribut, ehe sie Momoko nachfolgte, die nun wieder ihr Lächeln im Gesicht hatte. Yuki schien endlich verstanden zu haben, worauf Momoko hinauswollte – dass die Welt besser dran war, wenn Momoko eben kein Nonplusultra war, sondern erreichbar und zu übertreffen.
...dann wiederum hatte Yuki vielleicht doch nur begriffen, dass Momoko sie für eine schlechte Verliererin hielt und dass Yuki dafür getadelt wurde. Bei Licht betrachtet war das sehr viel wahrscheinlicher. So oder so: die Siegerinnen waren die Siegerinnen und durften nun mit einer Menge Momentum und Selbstvertrauen ins Tag Team Turnier gehen – das vielleicht am stärksten besetzte Turnier des Tournament of Honor.



Backstage stand nun nicht Todd Grisham mit weiblichen Interviewgästen. Kontrastprogramm: die in rot gekleidete Interviewerin von Next Level Wrestling mit den bodenlangen, blonden Locken, Roselia Rosenberg, war zugegen, um ein Interview zu führen und ihre Gäste waren keine Frauen, sondern Männer. Zwei Amerikaner, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Ein blond gelockter, muskulöser Cowboy aus Virginia und eine stämmige Kante aus New York.

Roselia Rosenberg:
Gleich ist es soweit, im Co Main Event stehen sich der Undisputed Champion „Hangman“ Adam Page und sein Herausforderer „Mad King“ Eddie Kingston gegenüber. Streng genommen stehen sie sich aber bereits jetzt gegenüber, zu einem letzten Interview vor dem Match.
Hangman, zunächst eine Frage an dich:
Wie sehr spürst du den Druck in dieser schwierigen Phase von WFW der Champion zu sein?


Der Titelträger überlegte kurz, ehe er mit bedächtiger Stimme seine Antwort gab.

„Hangman“ Adam Page:
It’s not so much pressure I feel, but rather sadness, really.
This should be a great time of my life, instead I’m the Champion of what seems like a dying promotion.
When I beat Haru, I surely didn’t see that one coming.
I really don’t want to be the last champion of WFW history.


Eine Aussage, die sein Gegenüber zu einem spöttischen Lachen animierte.

Eddie Kingston:
Well, I will help you with that.
Good riddance or something?


Der Anxious Millennial Cowboy lächelte schwach.

„Hangman“ Adam Page:
Yeah, no, thanks.
Just because I don’t want to be the last in the list of WFW champions doesn’t mean I have any intent to lose to you of all people, a career Midcard guy, if there ever was one. No offense, but let’s be real here.
What I want is...
If anything I want to be the Champion who leads WFW through it’s darkest times into a new fantastic era. That’s what I want and while I am all too well aware that some things we want are not realistic, this is called World Fantasy Wrestling for a reason, because here fantasies become reality. Not all kinds of fantasies, obviously, but this one… it just may. And for that I have to win tonight, it’s just that simple.


Roselia Rosenberg:
Damit auch eine Frage an dich, Eddie:
Wirst du versuchen heute rein aus eigener Kraft Champion zu werden oder baust du auf die Hilfe der Power Armada?


Eddie Kingston:
Look, nothing against you, really, you are fine and all, but I really don’t feel like talking. This night may very well be the night. The night when the “Career Midcarder” finally breaks through that often quoted glass ceiling.
I don’t think I have to give a ten minute monologue about what this would mean to me, even if WFW isn’t at it’s peak right now. I don’t want to talk, I want to fight already.
So could you do the Mark Henry, so that we can finally get started?


Roselia nickte, war ja auch sehr nachvollziehbar, was der Mann aus Yonkers gerade gesagt hatte. Obgleich man auch unterstellen konnte, dass er der Frage ausgewichen war.

Roselia Rosenberg:
Das war auf jeden Fall kein Bekenntnis zur Fairness, aber das war dann wohl genug der Worte! Es ist… noch nicht Zeit für den Main Event, aber für das Undisputed Title Match!

Womit die Kameras zurück in die Halle schalteten.



Undisputed Championship Title Match
„Hangman“ Adam Page (C) vs. Eddie Kingston


Cold World wurde laut und er erschien, zu einigem Zuspruch der Fans. Sein Weg zu diesem Match war nicht ganz sauber gewesen und schon gar nicht glorreich, aber er war ja auch kein Saubermann, sondern ein Mann von harten, kalten Realitäten, das Herz auf der Zunge. Daher mochten ihn die meisten, auch wenn er nicht der typische faire Sportsmann war. Fair genug allerdings, dass Moose und Jaskar nicht zum Ring mitkamen. Bei Licht betrachtet waren sie aber auch schon den ganzen Abend noch nicht zu sehen gewesen und heute vielleicht gar nicht hier, wie so viele andere auch. Die vier weiblichen Teile der Power Armada waren aber hier, allen voran natürlich die über 2 Meter große, rot bezopfte Riesin Ingrid Anna Klang.

Auf der Gegenseite trat der Hangman allein zu seinem Theme Song Ghost Town Triumph auf. Ohne jeden Freund. Oder Freundin. Freunde und Freundinnen des ehemaligen Lehrers waren aber im Publikum vorhanden, ihre Zurufe von wegen „Cowboy Shit“ hieß nicht, dass sie ihn Scheiße fanden, ganz im Gegenteil.

Esmeralda Geamăn oblag es das Match zu leiten, ihr Blick war kritisch gen Power Armada gerichtet, aber für den Moment konnten sie bleiben und sahen zu, wie Eddie und Adam sich gegenseitig auf die Hucke gaben, unterlegt von einigen „Eddie, Eddie“ Rufen für den einen und einige langgezogene „Adaaaam“ Rufen auf der Gegenseite, freundlicher Gruß an Roderick Strong an dieser Stelle, der ja auch schon mal im WFW TV zu sehen gewesen war, lange ist es her mittlerweile, es war 2010.
Zeit über die Vergangenheit zu schwatzen gab es aber nicht lange, spätestens als Eddie einem Roaring Elbow auswich und per Saito Suplex konterte, da war die Auftaktklopperei beendet, nun kamen nach und nach die Aktionen, die das Potential hatten das Match zu beenden. Eddie blieb dabei zunächst am Drücker, zumindest bis er sich ein Reversal seitens Adam Page einfing, auf welches der Hangman eine Pop Up Ligerbomb folgen ließ, jene Aktion, mit der er bei Ravage #357 sein Gold gegen Adam Cole zu verteidigen wusste.
Nicht so hier gegen Eddie, der kickte irgendwie aus, woraufhin der Hangman sich auf den Apron begab. Der Buckshot Lariat sollte folgen, aber nun war er auch etwas näher an der Power Armada. Adam guckte vorsichtig, Esmeralda guckte und weil das so war, konnten sie nichts machen außer zusehen.
Der Buckshot folgte und… ging daneben!
Uraken von Eddie als Gegenschlag!
Aber Page duckte sich und packte zu: Deadeye!
Eins, Zwei und Drei. Ein Ergebnis, das nun im Endeffekt deutlicher aussah, als es das gewesen war, hätte Eddies Gegenschlag mit dem Uraken funktioniert, er wäre nun Champion, aber die Realität ist halt kein Konjunktiv. Eddies Streben nach einem World Title blieb auch am heutigen Abend unerfüllt, Hangman Page blieb Champion.



Im Cateringbereich war die Stimmung gut, zumindest bei einem Damen-Sechserpack, der hier zusammensaß und ganz gut aufgetischt hatte und der im Kollektiv den Stuart Royal Investigation Service bildete. Sechs Frauen mit exorbitantem Haupthaar, rund um die Detektivin für übernatürliche Fälle aller Art, Mina Louise Stuart.
Über Jahre war die Gruppe ein Quartett gewesen, doch kürzlich wurden die geisterhafte Ryouko Orihara und die scharfsinnige Aria Futaba Sakuraba angeworben, um mit der langjährigen Gehilfin Minas – Giselle Marie – ein Tag Team zu bilden, auf dass sich die beiden Colada Schwestern auf den Tag Team Bereich konzentrieren konnten. Doch das war nicht der Grund für die gute Laune der luftig gekleideten Sechs, von denen Giselle die Einzige mit Socken und Schuhwerk an den ansonsten unverhüllten Bein- und Fußpartien war.

Mina Louise Stuart:
It’s not a daily occurrence there’s reason for celebratory tea when you aren’t having a big payday due to being absent from the PPV card and yet here we are.

Sagte es und nippte zufrieden am warmen Getränk, mit einem seligen Gesichtsausdruck.

Giselle Marie:
Indeed. Due to Miku’s victory, the Temptation Title is up for you to grab it in the Temptation Tourney, Miss Mia. The good old days of receiving champion pay are close to return.

In Giselles Augen spiegelten sich förmlich schon die Pfundzeichen.

Mina Louise Stuart:
Oh yeah, guess there’s that, too. I was actually referring to our invitations to yet another Snow Festival. I really didn’t expect there to be another one, considering the two of the past did already feature us all about as explicitly and intimately as it gets. As such asides from different pairings being featured a bit more and possibly one or two new faces, I don’t think there will be anything new for the viewers.
Not that I’m complaining, mind you, quite the opposite. Free food, free drinks, free shampoo and toothpaste and a ton of fun. Basically a free holiday if you will. Hence reason for celebration!


Womit nun ein guter Schluck Tee in ihrem Inneren verschwand, während Giselle etwas entrüstet die Wangen aufblies.

Giselle Marie:
Miss Mia, please… you could at least try to promote the Snow Festival as worth watching and worth maying for. After all, we do get royalties for WFWuncut, due to sharing the money generated from our WFWuncut exclusive content, which may or may not have been a good deal for us, but… point is...

Mina Louise Stuart:
Point is you are getting your points confused, my dear Giselle. WFWuncut is worth every penny considering the ton of content on there. What I’m saying is you can already see us all in all our glory doing glorious things with each other on there as is and a new Snow Festival will just be more of the same. But then again, the Snow Festival is not just about us getting all intimate with each other, there’s also sports involved I guess as well as the live factor until it’s turned into VOD.
That aside, while it is true that all of us getting more or less equal royalties from our content is probably a bad deal for the most popular of us, but the camaraderie that comes along with it is worth the loss in money I would say. Bickering and bloody attacks here and there aside, it really feels like one big family, doesn’t it?


Giselle Marie:
Yeah, I guess...

Tee wurde nachgeschüttet, Gebäck verspeist, dann tätschelte Mina ihrer Gehilfin liebevoll über deren nächstgelegenen, wohlgeformten, prallen Oberschenkel.

Mina Louise Stuart:
On a different note, with so many ladies updating their names, don’t you think it’s about time for you to reveal your last name to the world?

Giselle Marie:
I don’t think there’s a single person caring about knowing my last name is Nelson, but sure, I don’t mind revealing that. It’s not like it was a secret in the first place, it simply was “nobody gives a damn” territory...

Sie brach ab, weil etwas oder besser gesagt jemand ihre Aufmerksamkeit erregte. Eine gemächlichen, aber steten Schrittes auf sie zukommende Japanerin, mit tiefschwarzem Haar, Pony vorn, der Rest ein seidiger Haarmantel bis zu den Köcheln. Konoka Yuumura, das Black Kitten, hinter der sich in etwas Distanz auch die Mindset Maidens aufhielten, deren Hilfstutorin sie war. Oder Vollzeit-Tutorin seit der eigentlich angedachte Coach fürs Mindset verschwunden war.

Konoka Yuumura:
Hallo zusammen, ich hoffe wir stören nicht zu sehr, aber wenn wir schon beim Thema Familie sind… ein paar Teile unserer Wrestlingfamilie sind uns bekanntlich abhanden gekommen und--

Mina Louise Stuart:
And you want me, the best private detective on planet earth to find them. Well, denied. There’s nothing supernatural or paranormal about their cases of disappearance and as such they are of no interest to me.

Schneller, direkter und endgültiger hätte die Abfuhr kaum erfolgen können, kein Wunder, dass die Mundwinkel bei Konoka schlagartig nach unten gingen.

Mina Louise Stuart:
Don’t look so sad, dear. I know you are all missing Aaron and Louis and Joe and probably some other people. But let’s face it: they are absent due to very normal circumstances and it’s up to them to get their things sorted and return – or not. You can’t live your lives being dependent on them anyway. If anything, see this as a chance to stand on your own two feet, so they can be proud of you regardless of their return or not.

Die Japanerin seufzte schwach, die Mundwinkel gingen aber wieder ein gutes Stück nach oben.

Konoka Yuumura:
Das… war jetzt nicht die Hilfe, die ich erhofft oder gar erwartet hatte, aber es war definitiv Hilfe. Besten dank dafür. Obgleich es für unsere Rookies hier etwas zu früh ist auf sich gestellt zu sein und ich fürchte ich bin selber nicht gerade eine Wrestling Enzyklopädie, um die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Aber es gibt hier ja noch ein paar Anlaufstellen, an die ich mich diesbezüglich wenden kann...

Wie sie das sagte trat aus der Gruppe der Mindset Maidens die grünhaarige Umwelt- und Klimaaktivistin aus Schweden hervor, die auch hier und heute wieder ein Plakat vorbereitet hatte. „Wer nicht in Klimaschutz investiert, investiert in unser aller Unheil!“ Sie trat aber nicht nur vor, um dieses groß in die Kamera zu halten.

Fabulous FILO:
Wenn ich mich hier kurz einhaken dürfte...

Konoka Yuumura:
Ja, klar. Nur zu.

Fabulous FILO:
Wir könnten für etwas Zusatztraining auch einfach meine alte schwedische Wrestlingschule in Anspruch nehmen.

Konoka Yuumura:
Über welche Wrestlingschule reden wir jetzt?

Fabulous FILO:
Na, für die Wrestlingschule von Swedish Stampede Wrestling natürlich. Du weißt schon, die Schule, in der ein gewisser Viktor Ragnarök und sein Bruder Gustav Head Trainer waren?

Die Frage war als rhetorische Frage gedacht gewesen, aber ein verlegenes Kratzen an der Schläfe seitens Konoka deutete bereits vor ihrer verbalen Bestätigung an, dass diese Frage ganz und gar nicht rhetorisch war.

Konoka Yuumura:
Wie gesagt, ich bin Quereinsteigerin beim Wrestling und keine Enzyklopädie, die alles und jeden kennt. Hätten sie es in einen WFW Ring geschafft, sähe das Ganze anders aus, aber in dem sind sie ja bisher nicht aufgetaucht. Meine alte Profession, in der ich wirklich Expertin bin ist… etwas ganz anderes, worüber ich hier nicht sprechen sollte. Aber wenn du denkst, sie können helfen, dann vertraue ich dir da.

FILOs Blick sprach Bände. Und es kam noch schlimmer, in Form einer leisen Nachfrage einer etwas verwunderten Karla Funkel.

Karla die Große:
Haben die nicht erst kürzlich eine eigene Wrestlingschule gegründet? Die School of Northern Superiority? Da gab es doch einen Newspost? Sollten wir nicht besser dahin gehen?

Der stechende Blick von FILO und ein kleiner Ellbogenstupser seitens der nahe stehenden Jacqueline Blanc, welcher Karla diesen erst bemerken ließ, sorgten dafür, dass Karlas leise dahingesagten Worte nicht weiter von ihr ausgebaut wurden. War aber auch schon so genug der Worte, um die Schwedin noch weiter zu verstimmen.

Fabulous FILO:
Nur weil diese Verräter jetzt ihr eigenes Ding machen, heißt das nicht, dass SSW jetzt plötzlich ruiniert wäre. Unfassbar eigentlich, dass hier niemand Swedish Stampede Wrestling kennt… aber gut, dann auch wieder nicht, schätze ich. Selbst wenn die Promotion nicht letztlich rein regional wäre, ist Promotion Tunnelblick ja durchaus ein verbreitetes Phänomen...

Mina Louise Stuart:
Indeed. Wrestling is one huge family of course, but a promotion can also very well be one huge bubble, hence why a good number of people end their careers upon their main promotion's ending. I’m sure many of us ladies here at WFW would not stay in the business without WFW either – especially since I don’t know of any other promotion which is a guaranteed safe haven for us of uncommon hair masses.
Of course for me WFW is ultimately just a secondary source of income as is, so it’s probably not my place to talk.


Konoka Yuumura:
Nah, ich denke fast alle hier sehen das ähnlich wie du. Ich auf jeden Fall. Obgleich ich ja auch jederzeit zu meinem alten Job zurückkehren könnte, wenn ich müsste. Will ich aber nicht, also gibt es WFW hoffentlich noch lange.

Mina Louise Stuart:
Agreed. Come, grab a table or two and some seats, let’s sit together. The more the merrier. Tea is on me, the rest is… on Serafina, so it’s not like we are paying here anyway. Free catering is so nice. Long live WFW for that reason alone.

Das musste sie nicht zwei Mal sagen. Tische wurden verschoben – ohne dass jemand hindurch geworfen wurde, sowas gibt es im Wrestling also auch! - die Runde erweitert… aber das war für die Kameras nun nicht mehr ganz so spannend. Zumal der Main Event nunmehr unmittelbar bevorstand.



Women’s Tag Team Championship Title Match
Elemental Nymphs („Sylph“ Sylvia Meloni & „Undine“ Umi Tsukimi) (C)
Vs.
Common Justice Antithe’sis (Luna & Rebecca Flamberge)


The Very End ertönte und kündigte nicht nur die Flamberges samt Anhang an – Queen Elise und die Crimson Shark Pirates – sondern auch das Ende der Show. Die Zeit für das letzte Match war gekommen und zu diesem schritten die beiden Lila Teufelinnen in gewohnt selbstherrlicher Manier zum Ring. Nicht zu Unrecht. Ihre Tag Team Bilanz war generell hervorragend und erst recht gegen die heutigen Gegnerinnen. Genau wegen dieser Bilanz hatten sie dieses Titelmatch ja auch erhalten. Weil Sylph und Undine sich nicht wirklich als unangefochtene Titelträgerinnen ansehen konnten ohne die Flamberges zu besiegen. Ein Szenario, das Luna und Rebecca nicht als realistisch erachteten, so viel war klar. Zumal es auch für sie eine Art Revanche war. Beim Grandslam XVII im Jahre 2011 wurden die Flamberges von Sylph und ihrer damaligen Tag Team Partnerin Julia Guerrero um das Gold betrogen und konnten es seitdem nicht wieder zurückgewinnen. Dies nun hier und heute zu tun wäre ein Zirkelschluss für sie.

Faith is for the Transient People wurde dann laut und die Champions erschienen mit nicht minder viel Selbstvertrauen als es die Flamberges verkörperten. Sie hatten viele Rückschläge erdulden müssen, doch nun waren sie die ersten dreifachen Tag Team Champions und die amtierenden Tournament of Honor Turniersiegerinnen. Die eine Sache, die ihnen noch fehlte, das war ein Sieg über die Flamberges und den wollten sie nun einfahren, um dann als amtierende Champions zum Schneefest zu fahren und ins Tournament of Honor zu gehen.

Die Begleitung der Flamberges zog sich zurück, Luna und Rebecca wollten und brauchten keine Hilfe, da waren sie sich sicher. Ergo konnten die Damen von der Camus Company darauf verzichten ihrerseits Kolleginnen und Kollegen hinzuzuziehen, Szenen wie beim Temptation Title Match würde es hier also nicht geben. Einfach nur ein sportliches Match zweier Top Teams. Beide Seiten herzten sich noch mal bevor Ekaterina Akenova das Match eröffnete, nicht nur wegen Cheap Pops, sondern um sich noch mal liebevoll Glück zu wünschen und den finalen Push zu geben.

Dann war es genug der Zärtlichkeiten und es ging auf die harte Tour herzhaft zur Sache. Undine und die Flamberges waren alle drei der raueren Gangart zugeneigt und da es mit Luna gegen Umi losging, gab es sofort einige Punches und Kicks, die jeweils bei erfolgreichem Treffer die andere zurück torkeln und dann umso härter zurückschlagen ließen. Das kulminierte dann in einem doppelten Clothesline, mit dem sie sich gegenseitig flach legten. Der kriechenden Weg gen Wechselecke war die logische Folge, wonach es dann zwischen Rebecca und Sylvia ein gutes bisschen technischer zuging, aber auch hier gab es manch hartes Knie oder einen deftigen Forearm oder Hüftstoß.
Und einen Eye Rake auch.
Seitens Rebecca, wonach sie per Side Headlock am Drücker war, der aber keine „of Doom“ Eigenschaften besaß, anders wie Side Headlocks aus der nunmehr fast vergessenen Vergangenheit. Diesen hielt Rebecca dennoch ein Weilchen, nicht zuletzt weil ein Konterversuch per Atomic Drop per Headlock Takedown abgewürgt wurde, bei dem der Headlock schön weiter gehalten wurde. Der Auftakt von einer längeren Phase, in der die Flamberges Sylph zu isolieren wussten, bis diese einen Lariat von Luna per Single Arm DDT konterte, der es ihr ermöglichte gen Undine zu kriechen und fast zu wechseln.
Fast.
Rebecca hatte aber Undine rechtzeitig vom Aprog gezogen, sodass es nicht dazu kam, wurde von dieser dafür aber auch mit dem Tsunami auf den Hallenboden bedacht, womit Rebecca erst einmal flachlag. Sylvia fand sich jedoch wenig später in Lunas doppeltem Boston wieder, der ihre Leidensfähigkeit prüfte. Da Sylvia selbst mit ihrem Sicilian Crab jedoch eine sehr ähnliche Aktion im Repertoire hatte, wusste sie sich zu befreien, kickte Luna wen und schaffte dann den Wechsel!
Undine drehte richtig gut auf, brachte einen Lariat durch und errang einen Near Fall nach ihrem Running Powerslam, der Aqua Rhapsody, auf welche Undine dann ihren Submission Finisher ansetzte, das Aquatic Grave, ein Full Nelson Camel Clutch. Luna wehrte sich jedoch und hatte Undine dann plötzlich auf den Schultern! Die Doom Spiral aka F-5 folgte, Rebecca hing sich dran zum zusätzlichen Tornado DDT, Ultima Diabolica! Das musste es sein, niemand kickte aus dieser Aktion aus, inklusive Undine.
Musste sie aber auch nicht, weil Sylph gerade noch rechtzeitig rettete.
Danach ging es etwas drunter und drüber, Sylvia und Rebecca knockten sich aus dem Ring, Umi und Luna knockten sich per Lariat über den Haufen und wurden daraufhin beide angezählt. Sollte es etwas erneut ein Draw geben zwischen beiden Teams?
Nein!
Undine kam auf die Beine… aber Luna auch!
Weiter ging es, Aktionen blieben im Ansatz stecken, sowohl Lunas Dragon Suplex als auch Undines Tsunami, dann jedoch brachte Undine ihre Crucial Vortex durch und konnte Sylph einwechseln. Ansatz zum Italian Legsweep, kombiniert mit dem Tsunami: Elemental Duet! Aber auch nur bis zwei, Rebecca rettete, wurde daraufhin aber per Sylph Feather flachgelegt und rollte sich aus dem Ring. Zeit und Raum für die nächste Double Team Aktion: Italian Legsweep von Sylph und Lariat von Undine… aber Luna zog Sylph zur Seite und Undine traf die eigene Partnerin!
Luna wiederum vollzog ihre nächste Doom Spiral und legte so Undine flach, dann konnte sie mit Rebecca wechseln und die setzte an zum Falcon Arrow… auf Lunas hingehaltene Knie! Bow and Arrow Lock hinterher, musste Sylvia jetzt aufgeben? Nein! Undine rettete, sich und Luna in Rebecca und Sylvia stoßend! Luna und Undine rollten vom Impact getrieben aus dem Ring, brawlten draußen weiterm während Rebecca nun Schluss machen wollte: Punch links, rechts, Running Tornado DDT hinterher: Gran Staccato… aber Sylvia stieß Rebecca von sich, die landete harsch auf allen Vieren und nun war es Sylvia, die zupacken konnte: Piledriver angesetzt, Gotch Style in den Cradle und Sprung: Eternal City Driller! Eins! Zwei! Drei! Das wars! Undine hinderte Luna an der Rettung und damit war das Match gelaufen! Die Elemental Nymphs hatten es tatsächlich geschafft! Sie hatten sich selbst als die unangefochtenen Champions bestätigt und das im Großen und Ganzen anerkannt stärkste Team besiegt, das es gab! Die Flamberges konnten es nicht glauben und waren zu frustriert für einen Wutangriff, gingen von dannen und erfuhren anerkennenden Beifall, den sie mit Nichtachtung straften.
Anders die Champions, die in Siegespose umschlungen ihre Gürtel nach oben streckten und den Applaus in vollen Zügen genossen. Und mit ebendiesen Szenen ging Hour of Glory…
*OFF AIR*


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