National Fantasy Wrestling Day IV

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National Fantasy Wrestling Day IV

#1

Beitragvon Golphin1701 » Sa 24. Dez 2022, 08:04

Ein neues Jahr, ein neues Glück. Wie schon in den Vorjahren ist es dem stillen Sponsoring von Adam Anderson zu verdanken, dass auch 2022 wieder ein Crossover-Event auf die Beine gestellt und abgehalten werden konnte. Vor allem, da die Welt nach zwei Jahren Corona-bedingter Stagnation wieder beginnt, zur Realität zurückzukehren. Oder beinahe. Und … der Show wehte eine gewisse Erwartungshaltung vorweg nach den Ereignissen der letztjährigen Ausgabe. Ein neuer Champion war gekürt worden … oder doch nicht – wie würde es also weitergehen?!


Diese Fragen wurden am vierten Advents-Wochenende (15. – 17.12.2022) beantwortet, an welchem der inzwischen vierte „National Wrestling Day“ aufgezeichnet wurde. Diesmal vor der winterlich kalten Kulisse der kanadischen Hauptstadt Ottawa, welche in ihrem „Canadian Tire Center“ zu einem weiteren Stelldichein der globalen Wrestling-Ligen lud. In der an allen drei Tagen mal wieder ausverkauften Halle sorgten ein nach Nordpol und Weihnachtswerkstatt ausstaffiertes Bühnenbild für heimelige Stimmung – und die Ringaction für die weitere Frenetik.
Und … wie schon in den Vorjahren blieb es auch bei den Rahmenbedingungen: die zweittägige Haupt-Show wurde vom Pre-Event „Counting Days“ eingeleitet, durch den Event führte das schon bekannte Quintett aus dem Interview-Duo Ariana Rodriguez und Michael Shephard, dem Kommentatoren-Doppel Kyle Smith & Tyler Rindson sowie Ringsprecher Peter Oake.


„Counting Days“
(Pre Show)


* Opener von Pre-Show und Event-Wochenende war ein Intergender Match, bei welchem das (auch im echten Leben verbandelte) Couple Theresa van Hoorn und Ryan Collins auf Mr. „Made in the GDR“ Ronny Saxonic traf, der mittlerweile in Asien fightet und sich von dort die quirlige Kiki Li als Unterstützung mitgebracht hatte. Das dynamische wie kurzweilige Match fand ein jähes Ende, als Ronny beim Versuch zum Vorwärts immer von Collins aufgeladen und rücklings gegen den Stiefelschaft der am Turnbuckle stehenden van Hoorn gedonnert wurde. Das anschließende Cover besiegelte den Triumph der Holländerin und des Südafrikaners mit den Cornrows.

* Und ein weiterer Gast aus dem Großraum Shenzhen: die „Chinese Suplex Machine“ Lee Won nahm es mit Gustav Skarsgård auf. Der kleine Bruder von Alexander Christianson hatte dem Former Pearl River Heavyweight Champion aber nur wenig entgegenzusetzen und musste sich nach dem Shang-Lee-La geschlagen geben.

* Im dritten Fight trafen zwei alte Bekannter der Crossover-Events aufeinander: Aiden Lindsey bekam es mit dem Australier Riley Buzo zu tun. Die „Redback Spider“ gab sich alle Mühe, brachte den Chicagoer aber „nur“ an den Rand einer Niederlage. Am Ende spielte Lindsey seine größere Erfahrung aus, entkam dem Buzo Buster und zog eiskalt den Sound of Madness zum Sieg durch.

* Eine Überraschung erlebten die Zuschauer dagegen in Match Nr. 4: denn der Fight zwischen den Veteranen Los Scois alias Fred & Carlos Sanchez sowie den Newcomern Future Blood a.k.a. Leo Larsen & R.J. Danninger lief sehr ausgeglichen ab. Und am Ende gelang es dem Österreicher gar, Sanchez zu überrumpeln und Danish Dynamite einzuwechseln, welcher mit der Leo-La Wave den Sack zumachen und den Sieg für die Youngster eintüten konnte.

* Der frühere GWFler David Oxreed zeigte im fünfte Kampf wahres Kämpferherz, war aber sowohl optisch als auch körperlich dem hünenhaften Giant Bao unterlegen. Den Wizard of Ox fing der Chinese einfach ab und beendete den Fight dann recht nüchtern per Jumping Frontslam.

* Etwas mehr Mühe hatte WFW-Fighter Siegfried im Kampf gegen den Thailänder Kamon Khun-Dae schon, doch das Quäntchen mehr Erfolg schlug letztlich zugunsten des Mannes „von früher“ aus. Und sei es auch nur, dass Siegfried den Headlock Khun-Daes auskonterte und diesen zum Sieg aufrollte.

* Der Co-Mainer des Abends wartete noch mit einem weiteren Tag Team - Feuerwerk auf. Die Time Travellers Patrick Reynolds und Markus Sydal trafen dabei auf das Dream Team (Justin Dreamer & CM Styles). Trotz offenen Schlagabtausches setzten sich dann aber Reynolds und Sydal per Quantum Leap (Sliced Bread / Meteora) gegen Styles durch.

* Im Hauptkampf wurde es noch einmal richtig laut, denn - begleitet von Teampartner Viktor Ragnarök - nahm es Lokalmatador Alexander Christianson mit dem Australier Paul Hunting auf. Und die eine Hälfte von Northern Superior machte es letztlich besser als der kleine Bruder zuvor: zwar hatte der gebürtige Ontarioer sichtlich Mühe, den Hünen aus Alice Springs niederzuringen, doch die Beharrlichkeit zahlte sich letztlich aus und mit dem Canadian Style Piledriver war der Sieg letztlich perfekt.

Die Siegesfeier mit Viktor und dem Publikum bildete den Abschluss des ersten Abends.


Day 1


Das Opening der Mainshow war ein kunterbunter Mix aus Schnipseln von Matches vergangener Jahre, welche bei den Anderson- oder NWD-Events einst stattfanden. Das Ganze in winterliche Eis- und Berglandschaften eingebettet sowie musikalisch von landestypischem Rock von Glass Tiger über Bryan Adams bis Nickelback musikalisch umrahmt.

Dann aber startete die Show … wenngleich nicht mit Action, denn ein recht ernst dreinblickender Adam Anderson stand von Rodriguez und Shephard flankiert auf der Stage. Der Promotor dankte den Fans und versprach eine denkwürdige Show wie eh und je - selbst, wenn man faktisch mit leeren Händen dastünde. Denn beim letztjährigen Event hätte es zwar einen neuen Champion gegeben, allerdings habe sich dieser alles andere als für das Unternehmen und die Fans geeignet benommen. Anderson wolle weder auf Einzelheiten eingehen noch das Thema tiefer beleuchten … oder gar den Namen den letztjährigen Topdraw in den Mund nehmen, obwohl zumindest Ariana Rodriguez Anstalten machte, etwas zu sagen. Vielmehr kürzte Anderson die Sache ab: der Titel werde entzogen, die Championship vakant erklärt und am heutigen Abend ein neuer Champion gekrönt …
… was natürlich niemand geringeres als David Collsen auf den Plan rief. Der Kanadier bekam in seiner Heimat auch hörbare Pops, als er ebenfalls nicht lange fackelte und die (zumindest in seinen Augen) ihm letztes Jahr zu Unrecht entrissene AAE - Championship zurückverlangte. Anderson gab Collsen Recht, verwies aber auch auf dessen Gebaren bei den letzten Events. Vor allem den Fans gegenüber. Entscheidung bleibe Entscheidung … und verloren sei verloren - und wenn er eine Chance auf die Championship haben wolle, dann müsse er heute Abend dafür kämpfen. Collsen zeigte sich wenig beeindruckt und kampfbereit – bis Anderson unterstrich, dass er heute erst einmal für den Platz im Titelmatch kämpfen werde. Gleiches gelte für seinen Gegner morgen, welcher sich heute auch erst einmal qualifizieren müsse. Das schien den Kanadier dann doch etwas nachdenklicher zu machen, doch er zeigte sich noch immer kämpferisch.

* Dann aber ging es los: Eric Callen eröffnete die Mainshow in Form eines Kampfes gegen den Südafrikaner Ryan Collins. Das Glück des Openers war dem Durbaner diesmal nicht hold, denn mit dem Last Breath pumpte Callen selbigen aus Collins und sicherte sich den Sieg in einem flotten Aufeinandertreffen.

* Deutliche behäbiger, aber umso kraftvoller demonstrierte sich IPW-Superstar Stem. Dies durfte sein Gegner Riley Buzo am eigenen Leib erfahren. Der Australier gab sich Mühe, musste sich letztlich aber der Road to Perdition Wilsons geschlagen geben.

* Im nächsten Match war Tag Team Action angesagt und diese sollte die Stimmung bei den Fans mächtig anheizen. Schon als das erste Team zum Ring kam hieß es von Seiten des Publikums „The roof… the roof … the roof is on fire!“ - zum Glück nur sprichwörtlich zur Begrüßung von dem primär aus der GWF bekannten Duo Rapid Fire und nicht buchstäblich.
Die Gegner der populären Highflyer Randy Edwards und Sam Rivers waren weniger namhaft und vielmehr erst noch dabei sich einen Namen zu machen: der große Muskelmann Hector Fernández und sein rauer Gefährte Carlos Sera bildeten zusammen mit ihrem weiblichen Drittel, der blonden Latina Regina Reyes, die Gruppe „The Hispanic Heroes“ und waren bei WFWs interner Developmental Subpromotion Next Level Wrestling unter Vertrag, wo sie seit geraumer Zeit den Tag Team Titel hielten, aber nur selten in den Genuss kamen sich an einem etablierten Duo versuchen zu dürfen.
Das durften die beiden Spanier hier und jetzt und erhielten in den Anfangsminuten eine Lehrstunde von Rapid Fire, die ihrem Namen alle Ehre machten und mit ihrer rapiden Geschwindigkeit eine spektakuläre Aktion auf die andere folgen und mit gekonnten Ausweichmanövern die Offensive der Heroes immer wieder ins Leere laufen ließen. Das ging gut, bis Sam mit einem feinen Springboard Crossbody an Hectors stämmigen Muckis abprallte, da dieser zur Abwechslung mal selbst einen Konter per Shoulderblock anbringen konnte. Nicht spektakulär, aber dafür sehr effektiv.
Danach konnten die beiden Spanier endlich auch zeigen, dass sie keine kompletten Anfänger waren und Sam mit ihrer Power und Schlagkraft ganz gut zusetzen. Doch angefeuert von den Fans wendete sich das Blatt postwendend wieder als Sam mit einem Dropkick Carlos in Hector hineintreten konnte und deren Köpfe aneinanderstießen.
Der Hot Tag mit Randy gelang und dann war es endgültig Einbahnstraße: Rapid Fire wirbelte die Hispanic Heroes absolut durcheinander und ließ ihnen keine Chance mehr. Letztendlich wurde Hector von Sam durch einen Spinning Wheel Kick aus dem Ring geknockt und dann gab es die als „Firewater Burn“ bekannte Kombi aus Electric Chair Facebuster in den Jumping Cutter gegen Carlos Sera. Das Cover war nur noch reine Formsache, was die Fans natürlich trotzdem nicht davon abhielt lautstark mitzuzählen und den im Endeffekt doch recht klaren Siegern zuzujubeln.

* Faktisch nahtlos blieb man der Tag Team Szene treu – denn mit Matt Stone war eine Hälfte der Partners in Crime Teil des Matches. Sein Gegner: der „Australian Goldberg“ Shane Notorious. Dies war dann auch der Matchtenor, denn es glich einem Style Clash, wie der technisch wie dynamisch aufdrehenden Machinegun dem Mann aus Down Under beizukommen versuchte. Letztlich behielt Notorious aber leicht die Überhand: Stones Superkick ging ins Leere, den Schwung nutzte der New Yorker aber für einen Spinning Heelkick … welchen Shane aber abfing und den Flavour of Fame durchzog, welcher letztlich für den Sieg sorgte. Trotzdem zollten sich beide letztlich mit Hug und Handshakes gegenseitig Respekt.

Backstage war bei Michael Shephard derweil die andere PiC-Hälfte, der „Tempest“ Trent Cardigan nebst Valet Windy, zu Gast. Er diesmal im blauen Eis-Outfit und zusätzlich wie seine Lady eine Weihnachtsmütze auf dem Kopf war das Pärchen schon festlich eingestimmt, was er Shephard und den Fans auch mitteilte. Er habe auch mit seinem Teampartner mitgefiebert, was zwar nichts genützt habe, aber trotzdem für einen tollen Fight gesorgt hat. Er wolle noch ein wenig auf Morgen zu sprechen kommen, wo die Partners für die Fans etwas Besonderes vorbereitet hätten …
… aber da trat jemand hinzu, den man lange nicht gesehen hatte: Pelzmantel, drahtige Figur, Vollbart, Pelzmantel und siegesgewisses Grinsen – Prince Thor Crane. Der schwedische Superstar schien sich seit EWE-Zeiten kaum geändert zu haben, lobte sich in großen Tönen und meinte gehört zu haben, das AAE Productions sowohl einen neuen Champion suche wie auch Aspiranten dafür – hier sei er! Während Shephard sich zusammenriss, ließ Cardigan seinen Unmut darüber aus, wie Crane sich ungefragt in den Vordergrund spiele, sarkastisch durchblicken, was in einem kleinen Verbalduell auslief. Und als noch Matt Stone abgekämpft von seinem Match erschien und der Ton folgend etwas flapsig-zynischer wurde, stieg auch das Aggressionslevel …
… zumindest, bis Ariana Rodriguez in Begleitung Adam Andersons erschien: letzterer war froh, solch einen illustren Namen hier zu haben – aber für den Schweden gelte dasselbe wir für Collsen: umsonst gebe es bei AAE Productions keine Shots. Schon gar nicht, wenn er bereits jemanden habe, der Collsen möglicherweise herausfordern könne. Doch – gleiches Recht für alle: wenn Collsen um den Shot fighten müsse, dann sein „Gegner“ auch … und Crane habe sich gerade als Kontrahent angeboten. Der Schwede grinst sich einen, bedankt sich leicht süffisant und verschwand mit einem verbalen Seitenhieb auf die Partners in Crime wieder.

* Zur „Abkühlung“ war nun Damen-Action angesetzt. Die joviale Kiki Li trat ein weiteres Mal an – diesmal gegen die etwas geheimnisvolle Serendipity. Die Gothic-Steampunkerin zeigte wie schon damals in der GWF, dass sie einer der Top-Draws der damaligen Ladies Szene war und ist. Li mühte sich redlich, steckte aber ein ums andere Mal ein. Und nachdem Serendipity ihren Dewskitch alias Springboard Half Nelson Bulldog ins Ziel brachte war ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen.

* Im fünften Kampf stand die erste große Entscheidung des Abends an: David Collsen marschierte siegessicher zum Ring und wartete dort auf seinen „Gegner zum Gold“. Der erschien auch kurz darauf – oder auch nicht, denn es blieb dunkel mit flirrenden Lichtern, doch die unverkennbaren Takte von Dredg machten klar, wer kam: Shadow! Der frühere PCWAler kehrte nach mehrmonatiger Abstinenz zurück – aber anders. Das Licht ging an und er befand sich im Ring, die Haare zurückgeworfen und kampfbereit. Schon sollte es losgehen – doch da enterte noch jemand die Stage: Jason Jones! Das Tennessee Wolverine erinnerte mikro-bewaffnet und wortgewandt daran, dass er sich beim letzten NWD einen Shot erfightet habe und hier ein wenig übergangen fühle. Adam Anderson schaltete sich via Leinwand zu, gab Jones letztlich Recht und ergänzte ihn zum Match, dass nun ein 3 Way Dance war.
Und obwohl der Highflyer den beiden anderen körperlich und größentechnisch etwas unterlegen schien, münzte er das in Enthusiasmus um. Collsen indes demonstrierte, warum er den Gürtel jahrelang getragen hatte und zeigte ebenfalls eine sehr dominante Leistung … während der Schatten sich auf seine Nehmerqualitäten verließ und etlichen Nearfalls entkam, bevor er selbst zum Angriff überging. Die Entscheidung fiel, nach dem Shadow dem GTN entglitt, gleichzeitig Jones per Kick nach draußen befördert hatte und Collsen in den Totale Eclipse nahm. JJ gab aber nicht auf und flog mit einer Springboard-Aktion heran … welche Shadow allerdings abfing, Collsen losließ und Jones per Chokeslam auf die Bretter knallte. Der Kanadier nutzte die Gunst der Stunde für einen La Magistral gegen den Schatten, mit welchem er ihn (und auch teils ungesehenem Griff am Hosenbund) bis drei unten hielt. Der Kanadier sicherte sich damit die Chance auf den Titel am morgigen Tag und feierte dies auch, während Shadow lange zu Jones blickte und dann schnell verschwand, nachdem das Licht ein weiteres Mal erloschen war.

* Eine weitere Überraschung im folgenden Kampf: nach Alex Christianson gab sich nun auch sein Partner Viktor Ragnarök die Ehre, der es an dieser Stelle mit einem Commonwealth-Prinzen aufnahm: Caleb Storm. Der, seines Zeichens ebenfalls Kanadier, zog ordentlich Pops, welche diesen zu beflügeln schienen. Jedenfalls konnte Storm recht überraschend den Schweden per Bicycle Knee niederstrecken, nachdem er dem Stockholm Syndrom wegtauchte. Cover, 1-2-3 und dem Hometown Hero war ein Achtungserfolg gelungen.

* Richtige Tag Team Action im Co – Mainevent. Die ebenfalls aus den Vorjahren bekannten Allied Eagles trafen auf ein Team aus Fernost: Lee Won und den K-Pop Warrior Johnny Tsai. Dass es ein faires Duell wurde merkte man bereits anfangs, als Tsai seine Sangeskünste zum Besten gab und die Eagles dies musikalisch wie beatboxend untermalten. Im Ring ging es dann aber zur Sache, besonders die Chinese Suplex Machine bereitete den Euro-Adlern ordentliche Probleme. Letztlich aber zahlten sich Klasse und Teamwork aus – und der Off the Heezy gegen Tsai besiegelte den Matchausgang zugunsten der Highflyer.

* Dann aber war Zeit für den Mainevent. Prince Thor Crane zelebrierte seinen Entrance genüsslich, ehe er im Ring auf seinen Gegner lauerte. Und als das Theme Trent Cardigans erklang brandete Jubel los. Crane konnte allerdings nur müde grinsen, schnappte sich ein Mikro und sagte dem Tempest nach dessen Einmarsch mit Windy, dass er enttäuscht sei und mehr erwartet hätte. Trent erwiderte, dass Crane das lieber mit Anderson klären solle…
… worauf dieser auf der Stage erschien: Crane solle sich beruhigen – Cardigan sei lediglich der ergänzte dritte Mann. Denn wenn Collsen schon zwei Gegner hatte, solle Crane diese ebenfalls bekommen. Dabei holte er den eigentlichen Kontrahenten hervor - „Re-Align“ von Godsmack erklang und die Fans rasteten aus. Auch der Schwede wirkt kurz konsterniert, als das schwarze Herz, Kevin Sharpe, hinaustrat. Der legendäre PCWA-Star, welcher vor einem Jahr sowohl seine Karriere beendet als auch zuletzt gefightet hatte, war der Gegner beider im Hauptkampf … schien aber optisch nichts von seiner Frische verloren zu haben.
Das Trio schenkte sich absolut nichts und zelebrierte einen harten Kampf … allerdings merkte man deutlich, das Sharpe und der Tempest mit fairen Mitteln gegeneinander fighteten und sich, wenn es gegen Crane ging, befristet verbündeten. Der selbsternannte Prinz bewies seinerseits, warum er einst zu den Aushängeschildern nicht nur der EWE gehörte. Sehenswert vor allem der Fireman’s Carry Cranes gegen Sharpe, bei dem beide von Cardigan noch zu einem Electric Chair Drop aufgeladen wurden. An Ende war es ein Wimpernschlagfinale: Crane bereitete den Execution DDT vor, den Sharpe konterte, dabei aber eine Clothesline Cardigans abbekam. Ansatz zur Twister Bomb, die Kev durch Überwurf kontert und Trent in Position Cranes für einen weiteren Finisher brachte … Superkick! Der Altstar teilte aus, bugsierte Crane rücklings auf den Turnbuckle und wollte ihn zu einem Toprope Suplex ausheben … aber auch Cardigan stieg aufs Seil und hob mit. Crane versuchte sich zu befreien - vergebens. Double Belly to Back Superplex!! Das Trio kam teils so unsanft auf, dass Sharpe und Cardigan Crane coverten und dieser gleichzeitig die beiden anderen. Der Referee zählte den Count, 1 ………….Crane schob Trents Hand weg …… 2 ……….Sharpe bekam das Bein aufs Seil … 3!!!
Damit stand mit Kevin Sharpe der zweite Finalist um den Titel fest und genoss sein Theme und die Pops der Fans, während Prince Thor Crane es augenscheinlich nicht fassen konnte.

Mit diesen Bildern endete der erste Tag.

Day 2

Der zweite Tag begann mit dem schon von gestern bekannten Intro, das noch einmal ein wenig aufgepimpt wurde: etwas andere Musik und die Szenen des Vortages wurden mit eingewoben. Einmal mehr stand Adam Anderson bei Ariana Rodriguez und Michael Shephard und rührte die Werbetrommel für den späteren Mainevent um die vakante Championship zwischen David Collsen und Kevin Sharpe.
Dann aber ging die Action los.

* Der zweite Show-Tag sah einmal mehr einen Auftritt der Time Travelling Tourists Patrick Reynolds, Markus Sydal und Gustav Skarsgård. Ihre Gegner: die „Chinese Suplex Machine“ Lee Won und das Dream Team. Und einmal mehr war es ein mehr als sehr dynamisches Aufeinandertreffen. Die jeweiligen Begegnungen von der Pre-Show waren natürlich ein Antrieb für die damaligen Verlierer, es nicht noch einmal so weit kommen zu lassen. Und so trat es auch ein: Skarsgård konnte sehenswert einen T-Bone-Suplex Wons kontern, fiel dabei aber mit ihm über die Seile raus. Die Entscheidung ergab sich daher zwischen den Teams - und dabei revanchierten sich Justin Dreamer und Styles, welche sich via Dreamland den Sieg holten.

* WFW-Fighter Siegfried versuchte nach seinem Gewinn unlängst dem eins draufzusetzen. Dies war aber mit seinem Gegner, dem Asiaten Johnny Tsai, denkbar schwierig. Der selbsternannte K Pop Warrior kam dem Anlas entsprechend etwas festlich gekleidet zum Ring und schmetterte statt Populärmusik seiner eigenen Heimat Michael Bublé-haft ein Weihnachtslied. Im Ring war dann Schluss mit lustig und die Ringaction ging los. Der WFW-ler ackerte schwer, hatte aber letztlich gegen Tsai nichts auszurichten und verlor nach der K Bomb und dem anschließenden Cover.

* Ladies Action im dritten Fight, diesmal wieder ein Fatal 4 Way Match. Die Vorjahressiegerin und Kanadierin Lisa Bennett nahm es einmal mehr mit Theresa van Hoorn auf, welche noch auf die Revanche hoffte sowie Gothic Kriegerin Serendipity. Vierte Dame im Bunde war ein Neuling aus der WFW. Begleitet von ihrer "Baku-hime" Sakuya Miruno enterte Chiya Kuzunoha aufgeputscht und mit überschwänglichem Enthusiasmus die Halle. Nichts deutete darauf hin, dass die lange Siegesserie der weißblonden Japanerin unlängst gerissen war - sie brannte darauf, sich vor dem kanadischen Publikum und ihren Kontrahentinnen zu beweisen.
Und dies setzte das Quartett dann auch entsprechend um: die Holländerin konzentrierte sich vorrangig auf den „White Wolf“, während es Serendipity mit Chiya zu tun bekam und beide auf die Momente warteten, in denen die beiden anderen Ladies unsichere Moment zum Zuschlagen hatten. Gegen Ende sollte es wieder nach einem Sieg Bennetts aussehen, als sie ihren Hornet Strike gegen van Hoorn ansetzte, diese Lisa aber kopfüber aushob und übers das Toprope warf … oder es zumindest vorhatte. Denn in dem Moment schickte Kuzunoha Seredipity mit einem Dropkick genau auf die beiden Damen, wodurch Bennett nach draußen flog und die Steampunkerin KO ging. Theresa, etwas groggy, taumelte Richtung Ringmitte und wurde von Chiya mit einem hohen Crucifix eingeschnürt, zu Boden gebracht und gepinnt. Die Japanerin feierte ausgelassen mit Miruno, während Thea einmal mehr geschlagen im Ring hockte.

Ein Segment war zu sehen, scheinbar in einer Art Crooked Angle heimlich aufgenommen: es zeigte Kevin Sharpe und Shadow. Beide standen backstage in einer wenig einsichtige Ecke zusammen mit einer dritten Person in einem Hoodie, welche die Kapuze so tief ins Gesicht gezogen hatte, dass man nicht ausmachen konnte, um wen es sich handelt.
Der Dritte beglückwünschte Sharpe zu seinem Erfolg und hätte diese gern auch dem Schatten gegönnt - aber er verwies darauf, dass beide mit ihren Auftritten zu viel Staub aufgewirbelt hätten. Man habe die Gefahr zwar ausmanövrieren können, aber sie sei nicht vollkommen gebannt. Shadow sagte, dass ihnen beiden das bewusst sei und sie wachsam wären dahingehend. Und Sharpe ergänzte, dass dies besonders für heute Abend gelte. Der Hoodieträger schien zunächst zufrieden mit der Aussage und das Trio ging auseinander.

* Match Nr. 4 war ein echtes Hünenmatch, trafen mit Stem und Giant Bao zwei Kampfkolosse aufeinander. Entsprechend brachial war das auch die Matchführung, in der beide ordentlich Powermoves zeigten. Für einen gewissen „Aha“ - Effekt sorgte der Fakt, dass sich ein Superplex beider andeutete und man schon befürchten musste, der Ring krache zusammen. Doch letztlich konnte Bao Wilson einen Headbutt verpassen und hinunterschicken. Bao versuchte sich dann an einem Toprope Sit Down Splash … aber Stem fingt den Asiaten in der Luft ab und donnerte ihn umgehend per Road to Perdition auf die Bretter. Cover und der Sieg ging an den Mann aus der IPW, während Giant Bao eine seiner wenigen Niederlagen hinnehmen musste.

* Im fünften Match sah man es Prince Thor Crane an, dass er angefressen Dampf ablassen wollte. Dies mussten seine Gegner in diesem neuerlichen 3 Way Dance, Aiden Lindsey und Eric Callen, dann schmerzhaft erfahren. Der Schwede prügelte sich scheinbar den ganzen Frust über die verpasste Titelchance von der Seele, denn Lindsey und Callen sahen erst wenig Land und konnten sich anschließend erst herankämpfen. Beide versuchten gar als Team zu harmonieren, was einige Zeit klappte … bis sie sich an einer Reverse STO / Buzzsaw Kick Kombi versuchten. Crane war den Moment wacher, schwang sich per Crucifix um Lindsey herum und kickte gleichzeitig Callen ins Gesicht, dass dieser durch die Seile hinausflog. Crane landete mit Lindsey im Ansatz zum Execution DDT, welchen er auch ansatzlos durchzog und nach einem Cover siegte.
Damit aber nicht genug „säuberte“ er den Ring, griff sich ein Mikrofon und ließ das Publikum wissen, was er von Anderson und der ganzen Aktion halte. Er werde als Topstar untergebuttert und … etc. pp … Crane palaverte noch weiter, bis ihm die Regie den Saft abdrehte und der Schwede wütend davonstapfte.

* Für das nächste Match kam nun einmal mehr Mr. „Made in the GDR“ Ronny Saxonic zum Ring und war guten Mutes bei diesem Wrestling Fest nicht nur ein weiteres Match bestreiten zu dürfen, sondern sein Können gegen den ehemaligen WFW Undisputed und Tag Team Champion Chrysaor unter Beweis zu stellen.
Das „ehemalig“ war dabei zweifellos das Problem bei der Sache, zeigte sich der bärtige Iberer doch in wenig festlicher Stimmung und sah seinen Kontrahenten mit der strohblonden Vokuhila-Frisur schief an, von wegen ob auch in dessen Kopf nur Stroh war, als dieser ihm zu Beginn des Kampfes fair die Hand entgegenstreckte.
Statt sportlichem Handschlag folgte ein Schlag in die Fresse, was Chrysaor zum Buhmann machte. Dies befeuerte nur dessen schlechte Laune weiter und während er weiter auf Ronny rumtrampelte legte er sich mit diversen Zuschauern an, dass sie gefälligst die Fressen halten sollten, weil Santa Chrys ihnen sonst die Nasen rot prügeln werde, dass sie danach wie Rentier Rudolph Cosplayer aussehen würden. Das wollte er dann an Saxonic demonstrieren, aber dieser vermochte es dem unverblümten Spanier nicht zuletzt ob dessen eklatanten Mangel an Konzentration ordentlich Kontra zu geben, sehr zum Jubel der Fans!
Von diesen gepusht errang er rasch ein, zwei Nearfalls, die knapper waren als Chrysaor es jemals zugeben würde und da die Stimmung immer besser wurde, wurde auch Ronny immer aufgedrehter – und damit übermütiger. Das resultierte letztendlich darin, dass er seinen fulminanten Running Leg Lariat passend zu dessen Eigennamen „Vorwärts Immer“ vorwärts danebensetzte und weil es trotzdem immer weiter voran ging sich selbst per Slingshot in die Ringseile krachen ließ.
Für den Mann von der Camus Company war dieser Fauxpas die Gelegenheit, die er brauchte, um das Match zu seinen Gunsten zu entscheiden: per Shining Wizard Ex donnerte er sein Knie an Ronnys Hinterkopf und nach diesem brutalen Treffer war der 3 Count naturgemäß nur noch Formsache. Nach diesem zeigte Chrys, dass er zumindest im Moment des Sieges so etwas Ähnliches wie Größe zeigen konnte und schüttelte in einer halbwegs versöhnlichen Szene jetzt doch noch Ronnys Hand.

Backstage waren sowohl Rapid Fire als auch die Hispanic Heroes versammelt. Letztere wirkten noch immer ein wenig verschnupft angesichts der Niederlage, aber man sprach sich gegenseitig Respekt und Anerkennung für die Leistung zu … wobei man darüber philosophierte, das Ganze vielleicht bald zu wiederholen. Noch jemand schien davon angetan: nämlich die Jungs von Northern Superior. Die waren nämlich auch der Meinung, dass beide Team ein tolles Match auf die Beine gestellt haben. Und sollte es einen weiteren NWD kommendes Jahr geben und sie wäre wieder mit an Bord, würden Viktor und Alexander sich freuen, wenn Fire und die Heroes auch wieder dabei wären. Superior gingen ab und die vier Jungs fingen scheinbar damit an, die Idee etwas auszuschmücken …

* Ausgelassen auch die Stimmung im sechsten Match - wie nicht anders zu erwarten. Trafen doch mit den Allied Eagles und den Partners in Crime zwei befreundete Teams aufeinander. Und das nicht in einem herkömmlichen Fight: die Fans bekamen von den vier passend zum Fest ein Jingle Bell Ladder Match präsentiert, bei welchem diesmal kein Vertrag oder Koffer zum Sieg per Leiter geholt werden musste, sondern ein Glöckchen in luftigen Höhen zu läuten war. Und der Fight ging schon los, bevor er gestartet war: alle vier sowie die die Partners begleitende Windy kamen mit Weihnachtsmützen und entsprechenden Accessoires zum Ring. Der Ring-Rebell Matt Stone trieb es dabei mal wieder auf die Spitze, als er sich zusätzlich einen Santa-Mantel umgelegt hatte und derart chargierend wie Prince Thor Crane zum Ring lief. Selbiger ließ sich das natürlich nicht gefallen, kam erneut in die Halle und lieferte sich einen Verbalstreit mit den Partners. Stone warf ihm dann einfach den Mantel über und kickte ihn gegen einen Deko-Artikel, wonach Crane erst einmal wieder gefrustet nach backstage lief.
Der Fight selbst war hochwertig und lebte von den stuntähnlichen Akrobatik-Nummern in, an und auf der Leiter zur Glocke. Hardsequencer beispielsweise scheiterte am Glockenschlag, wurde dann von Trent Cardigan zu einem Superplex aufgeladen … und konnte nur durch einen Spagat im Flug verhindern, unfreiwillig die Glocke mit den Füßen anzuschlagen. Sehr sehenswert auch Hank Baxters Versuch, auf der Leiterspitze per Scorpion Dropkick das Glöckchen zu läuten, ehe Machinegun die Sprossen zum Wanken brachte. Während des Fights erschien auch Crane wieder, aber Windy schaffte es gekonnt, diesen lange genug an irgendwelchen Aktionen zu hindern … lange genug, dass es dem Tempest gelang, durch einen riskanten vertikalen Becker-Hecht die Glocke einen Moment schneller zu läuten als Hardsequencer und so den Fight für die Partners in Crime zu entscheiden.
Anschließend es sich alle fünf nicht nehmen, jeweils eine X-Mas-Mütze aufzusetzen und teilweise mithilfe von T-Shirt-Kanonen noch Merchandise und sonstige Fanartikel als Geschenke unter den Fans in der Halle zu verteilen. Und Crane bekam von Windy ein Ladung Glitzerstaub ins Gesicht.

* Ein auf den ersten Blick ungleiches Duell sahen die Fans im siebten Fight zwischen Shadow und Jason Jones. Doch das Tennessee Wolverine dachte gar nicht daran, eine Rolle als Sparringspartner auszufüllen und fightete den dunklen Krieger mit schneller Akrobatik ein ums andere Mal schwindelig. Jones gelang es gar, sich aus der Totale Eclipse herauszuwinden. Doch all das stand letztlich Erfahrung und den Skills des Schattens gegenüber. Der fing den Südstaatler nach der Double Helix einfach ab. Jones versuchte sich noch an einer Headscissors, aber Shadow drehte diese weiter und J-Double in die Circles of Hell, in denen Jones letztlich aufgeben musste. Trotzdem gab es anschließend den fairen Handshake.

* Im Co-Mainevent kam es zum Aufeinandertreffen von Northern Superior und den Princes of Commonwealth alias Caleb Storm und Chris Younger. Und wie es sich für zwei Duos mit jeweils einem kanadischen Landsmann gehörte war die Stimmung bei den Zuschauern grandios. Frenetisch wurden beide Teams angefeuert und zauberten im Endeffekt einen spannenden Kampf herbei. Ähnlich des vorhergehenden Matches zeigten die Prinzen gegen die hochfavorisierten Nordmänner ein Kampf auf Augenhöhe … bei dem dann aber auch ähnlich des Fights zuvor das notwendigen Quäntchen Erfahrung ausschlaggebend war. Dem Hail the Princes konnte Ragnarök gerade noch davontauchen, bekam von Storm aber umgehend einen Heelkick verpasst, der ihn zu Boden schickte. Glücklicherweise direkt in Tag-Reichweite zu Christiansson, der den Ring enterte und ordentlich aufräumte. Der Winter is coming sollte gegen Younger drohen, doch der setzte sich bei der Powerbomb auf und bearbeitete Ragnarök mit Schlägen. AC reagierte geistesgegenwärtig und kam mit einem Bulldog vom Toprope geflogen. Viktor rollte Younger auf, was dann den Sieg für Northern Superior bedeutete.

Backstage zeigten die Kameras Shane Notorious, welcher sich das gerade stattgefundene Match ansah, als Landsmann Paul Hunting dazu trat. Beide blickten erst sich an, dann zu den Szenen am Bildschirm und wandten sich wieder einander zu. Wortlos musterte jeder den jeweils anderen, bis alle beide unmerklich zu nicken begannen und Notorious ein „Warum nicht…“ murmelte …

* Dann aber war es Zeit für den Mainevent, das entscheidende Match um die vakante AAE – Championship zwischen David Collsen und Kevin Sharpe. Und man merkte es dem Kanadier an, dass er ob nun „dahoam“ oder nicht gewillt war sich den Gürtel zurückzuerobern. DC ging sehr forsch und energisch zu Werke, so dass der frühere PCWA Superstar arge Mühe hatte hineinzufinden und fightete sich erst im weiteren Verlauf frei. Das war dann das Zeichen für Collsen, die Gangart auch ein wenig härter und teils unfairer zu gestalten, was ihm doch einige Buhrufe einbrachte.
Mit fortlaufender Dauer wurde es immer turbulenter. Der erwartbare Ref Bump trat ein, als Collsen Sharpe gerade zum Nightmare Shadow aufgeladen hatte, dieser dabei den Ringrichter unabsichtlich mit den Füßen traf und sich dabei so an diesem abstützte, dass Collsen zum Toprope taumelte, Kev herunterfiel und unschön aufkam. Der Kanadier verließ den Ring, griff sich die AAE Championship und wollte zuschlagen – aber da hielt ihn Shadow, der unter dem Ring hervorkam, auf. Zwischen beiden entstand ein Gerangel, bei dem Collsen sich zwar den Gürtel ergattern konnte, Sharpe sich aber wieder erholt in den Ring gerollt hatte. Der Schatten blieb weiter wachsam ringside und verfolgte nun eine Offensive Sharpes, dem sich gar die Chance zum Maximum Violence bot … doch da erschien mit Prince Thor Crane der nächste Zaungast, um weiter über die eigene Ungerechtigkeit zu lamentieren. Es wurde erneut laut und die Partners in Crime kamen durchs Publikum zum Ring gelaufen. Auch sie hielten den Hinzukömmling in Schach und letztlich setzte es sogar mit der T-Shirt-Kanone einen Schuss Richtung „royaler Kronjuwelen“. Einen Cheap Shot verpasst Collsen auch Sharpe, lud ihm zum G.T.N. auf und warf … ihn nicht wirklich aus, da der Altstar im Rücken Collsens und auf den Füßen landete. Es setzte einen Double Knee Backbreaker, DC knallte gegen den Ringpfosten und wurde von Sharpe per Victory Roll gepinnt … 2-Count, Collsen rollte den Move weiter …. 1 … 2 …. Sharpe rollte zurück und ging noch in eine Art Brücke …. 1 ………… 2 …………… 3!!!
Neuer AAE Champion damit Kevin Sharpe, der von den Fans frenetisch gefeiert wurde und sein Glück kaum fassen konnte … sich dafür aber an den geschundenen alten Rücken fasste. Im Gegenzug war Collsen völlig verdattert, es vergeigt zu haben. Er überlegte, ob er angreifen sollte, suchte dann aber das Weite, als Shadow und die Partners in Crime zum neuen Champion hineinkletterten.

Im Finale wurde dann Kanada-Rocker Bryan Adams auf einer fahrbaren Stage hineingefahren, der zusammen mit dem Großteil der Akteure und Adam Anderson seinen Klassiker „Christmas Time“ zelebrierte. Es flogen noch ein paar Merch-Geschenke ins Publikum, bevor Anderson das Schlusswort gebührte: er wünsche allen Fans ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, ein erfolgreiches neues Jahr und hoffe, dass man auch 2023 wieder zukommen möge.

Damit ging der Event off air …
„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“

"Es ist gut möglich, keine Fehler zu machen und doch zu verlieren. Das ist kein Zeichen von Schwäche - das ist das Leben."

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Backstagewischmopp
Backstagewischmopp
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Beiträge: 131

#2

Beitragvon Ronin » Di 27. Dez 2022, 00:32

Good job!
Mal wieder nett zu lesen. Ich hab die Tage mal dran gedacht, im nächsten Jahr gerne wieder mit einigen meiner Reservisten.

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#3

Beitragvon Golphin1701 » Di 27. Dez 2022, 11:06

Gern!
„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“

"Es ist gut möglich, keine Fehler zu machen und doch zu verlieren. Das ist kein Zeichen von Schwäche - das ist das Leben."

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#4

Beitragvon Kevin Sharpe » Di 27. Dez 2022, 18:40

Schönes Ding. Der im Discord angeteaste Forenskit kommt natürlich noch ;)
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#5

Beitragvon IDK Ryu Bateson » So 8. Jan 2023, 09:11

Feine Show(s) mit einem gut aufgebauten Main Event.

War ne nette Lektüre.

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#6

Beitragvon Golphin1701 » Mo 9. Jan 2023, 07:53

IDK Ryu Bateson hat geschrieben:
So 8. Jan 2023, 09:11
Feine Show(s) mit einem gut aufgebauten Main Event.

War ne nette Lektüre.
Danke schön.
„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“

"Es ist gut möglich, keine Fehler zu machen und doch zu verlieren. Das ist kein Zeichen von Schwäche - das ist das Leben."

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