Ist Wrestling zu "offen" geworden?

Diskussion über TNAW, US Indies, Mexiko, Puroresu & EU Wrestling hier rein. Auch dürft ihr hier über Sports Entertainmentligen wie WWE reden, die zwar nicht mehr als Wrestling Liga gelten (wollen), aber das interessiert uns ja nicht. Ebenfalls darf hier fleißig über MMA und andere Sportarten diskutiert werden.

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Re: Ist Wrestling zu "offen" geworden?

#11

Beitragvon Sucramadus » Mo 27. Aug 2018, 16:24

Also gerade an dich gerichtet @Malibu Al ich habe weder gesagt noch sagen wollen das Wrestling Training nicht hart ist oder leicht. Ich habe Respekt vor jedem der es versucht und trainiert. Meine Fragestelung war auch nicht ob Wrestling zu leicht geworden ist sondern ob es vielleicht heutzutage einfach etwas an solchem ich nenne es mal "Respekt beibringen" fehlt wie es in der Doku zu sehen war. Ich meine das ging ja weit über ich werfe dich jetzt einfach mal hart auf den Boden hinnaus, es ging ja wirklich darum den jungen Anwärtern beizubringen wie man sich dem Gegner, den Trainern und den Fans gegenüber verhält und was es heißt sich wie ein Profi zu verhalten. Während heutzutage jeder der ein wenig zu viel Geld hat ob in Deutschland oder USA oder wo auch immer eine Wrestling Schule, Liga usw eröffnen kann.

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#12

Beitragvon IDK Ryu Bateson » So 9. Sep 2018, 02:31

Dass es heutzutage global betrachtet sehr viel einfacher sein dürfte, ein "Wrestler" zu werden, ist wohl relativ eindeutig, darüber muss man kaum groß sprechen. Und das ist ja erst einmal nicht per se ne schlechte Sache, eher im Gegenteil: je einfacher der Einstieg, desto geringer die Gefahr dass ein potentieller Topstar verschreckt wird. Ansonsten dürfte aber auch offensichtlich sein: je qualitativ hochwertiger die Ausbildung zum Wrestler, desto größer die Chance, es im Wrestling Business tatsächlich auch weit zu bringen. Und ich denke mal, dass jeder halbwegs ernstzunehmende Wrestlingtrainer schon auch irgendwo zusieht, dass seine Trainierten ne ordentliche Einstellung mitbringen, sonst fällt es ja irgendwo auf sie zurück.

Ein guter/erfolgreicher Wrestler zu werden ist zudem eh unverändert alles andere als einfach und wenn man da keine vernünftige Einstellung mitbringt oder negativ auffällt, nützt alles Talent oder gar Abstammung nix, dann bleibst du in deinen Karrierechancen limitiert. Zumal Wrestling halt auch von Natur aus genug auf die Knochen geht, dass es da nicht zwingend jemanden braucht, der dir erst mal die Knochen bricht, um zu überprüfen, ob jemand wirklich Wrestler werden will. Ich glaub es war Al Snow, der in nem Interview gesagt hat "sooner or later everyone pays his dues"... irgendwelche Ausnahmen gibt es sicher immer, aber gerade im Zeitalter des internets kann ein Ruf auch rasch im Eimer sein, wenn man irgendwo negativ auffällt.

Ich frage mich stattdessen eher konträr, ob das Wrestling nicht sogar noch etwas mehr Offenheit vertragen könnte. Nicht mal für Wrestlingfans, sondern eher für diejenigen, die glauben "dass die ja nur so tun als ob und sich nicht wehtun". Da könnte es sogar eine gute Sache sein, wäre es etwas allgemein bekannter wie hart das Dasein als Wrestler ist und wie genau das Dasein als solcher abläuft, um das allgemeine Ansehen etwas zu steigern. Okay, Japan und Mexiko haben dieses Problem nun eher weniger, aber in Deutschland z.B. könnte das schon gut helfen - wenn ich daran zurückdenke, was los war, als Tim Wiese für WWE im Gespräch war...

Edit: es wäre auch noch fraglich, ob die heutige Generation an Wrestlern nicht ohnehin im Durchschnitt "professioneller" ist als die alte Garde, die aus der Zeit von "Sex, Drugs & Alcohol" stammt...


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