Mega-Interview: Lara Lee über PCWA, GWS, XAW und vieles mehr

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Mega-Interview: Lara Lee über PCWA, GWS, XAW und vieles mehr

#1

Beitragvon Hellknight » So 13. Jan 2019, 13:06

Im kanadischen Late Night Show „Tanzo Night“ wurde Lara Lee vom Moderator Alex Tanzo eingeladen. Tanzo hat schon häufiger Menschen aus dem Wrestlinggeschäft interviewt, und so ist selbstverständlich, dass Lara auch irgendwann ein Gast sein wird, zumal Lara inzwischen keine unbekannte Größe ist. So hat die Amazone diese Gelegenheit auch gleich genutzt, um Gerüchte, Mutmaßungen und Fragen zu klären. Hier der folgenden Transkription:

(Lara Lee trägt Jeans, Laufschuhe und Sakko über ein weißes T-Shirt. Alex Tanzo wie immer im Anzug und Schnurrbart. Lara sitzt bequem im Sessel, Alex am Schreibtisch neben ihr.)
Alex: „Liebe Damen und Herren, willkommen zur ‚Tanzo Night‘! Wie angekündigt haben wir heute wieder mal ein besonderer Gast, diesmal eine Wrestlerin aus unserer schöne Heimat. Sie tritt im Moment für die deutsche Liga PCWA, war vorher fünf Jahre im US-amerikanischen GWS aktiv und konnte dort einige Erfolge feiern. Vorher war sie auch natürlich schon Wrestlerin, und zwar hier, im Canadian Wrestling League seit 2009. Ich darf Ihnen sie vorstellen: Die ‚Muscle Chick‘ Lara Lee!“
(Alex zeigt auf Lara, Applaus. Lara lächelt und hebt kurz die Hand zur Begrüßung.)
Alex: „Darf ich dich duzen, Miss Lee?“
Lara: „Na klar. Lara reicht vollkommen, Alex.“
Alex: „Super. Hast du schon mal ‚Tanzo Night‘ vorher gesehen?“
Lara: „Aber natürlich, super Sendung. Deshalb ist es eine tolle Ehre für mich, hier zu sein und mit dem berühmten Alex Tanzo zu unterhalten!“
Alex: „Du Schleimerin!“

(Gelächter.)
Alex: „Dann weißt du sicherlich, dass ich die Gäste immer zuerst eine vollkommen alltägliche Frage zur Person stelle, bevor das Ganze so richtig losgeht. Hier ist also meine Frage…was ist dein Lieblingsessen?“
Lara: „Au Backe. Ich habe nicht nur eins, sondern ganz viele. Ganz oben auf der Liste stehen auf jeden Fall Dönerteller mit Pommes, Asiatische Nudeln mit Entenfleisch, Pizza mit alle möglichen Belägen. Aber auch selbstgemachte Kost ist auch nicht zu verachten. Meine Eltern haben mir früher Krautrouladen gemacht, die haben wunderbar geschmeckt. Ich esse vieles.“
Alex: „Sieht man dir gar nicht an.“
Lara: „Das täuscht! Ich muss viel essen.“
Alex: „Das stimmt, Wenn ich so im Fernsehen richtig geguckt habe, hast du wahrscheinlich größere Bizeps als ich. Das ist irgendwie beängstigend…“

(Lara zieht den Sakko aus, legt ein Arm neben Tanzos Arm. Kamera zoomt heran. Keine Zweifel, Lara hat mehr Muskeln. Lara zieht den Sakko wieder an.)
Alex: „Wow. Ich glaube, ich muss über ein Abo für einen Fitnesstraining nachdenken…)
Lara: „Ich könnt‘ dich ja trainieren…“

(Gelächter.)
Alex: „Uh, darüber muss ich nachdenken. Du bist nunmehr zehn Jahre lang Wrestlerin. Was ist dein Fazit dazu?“
(Lara zuckt die Achseln.)
Lara: „Ich habe darüber gar nicht nachgedacht. Schon zehn Jahre?“
Alex: „Das ist dir gar nicht aufgefallen?“
Lara: „Nö, ich habe einfach immer weiter gemacht.“
Alex: „Ist Wrestling schon immer dein Traum gewesen? Kindheitstraum vielleicht sogar?“
Lara: „Nein, ganz und gar nicht! Als ich Jugendlicher war, fand ich Wrestling doof. Das einzige Positive, das ich vom Wrestling abgewinnen konnte, war, dass dort schöne, große, kräftige Männer mit freiem Oberkörper herumliefen. Das sah toll aus.“
Alex: „Heute nicht mehr?“
Lara: „Doch, doch, immer noch!“

(Gelächter.)
Lara: „Um genau zu sein, habe ich mit 16 doch schon angefangen, mich dafür zu interessieren. Wegen dieser Männer… aber irgendwann war die Materie drumherum und die Action im Ring auch faszinierend für mich. Eine Frau hatte im ganzen Karussell für mich ganz hervorgehoben: Melina Xilandrill. Sie war ein ausschlaggebender Grund, dass ich Wrestler geworden bin. Ich fand und finde toll, dass solche selbstbewusste Frauen auch in bisher männerdominierende Bereich sich so stark durchgesetzt haben. Und das wollte ich auch.“
Alex: „Du hattest sogar eine Zeitlang Melina als Gegnerin gehabt.“
Lara: „Das stimmt, aber zu dieser Zeit war ich doch ein bisschen…. sehr naiv. Melina war auf einmal im GWS, eine für mich damals unmögliche Liga, wo hässliche, sexistische und dumme Sachen passierten. Und ich konnte mir nicht vorstellen, warum sie sich sowas antat. Ich hatte meine Training hinter mir und so trat ich selber ins GWS, obwohl ich so etwas nicht nötig hatte.“
Alex: „Ja, in den Anfängen warst du eine ziemlich unbeliebte Person, wenn ich so etwas sagen darf.“
Lara: „Darfst du. Ich war eben extrem arrogant und überheblich und bildete mir relativ lange ein, etwas Besseres als diese Menschen im GWS zu sein. Schließlich kam die Zeit, wo ich Melina endlich direkt angreifen konnte und das schaukelte sich natürlich hoch bis zum finalen Kampf, wo einer von uns alles verlieren musste. Und zwar wirklich alles. Kleidung, Haare, Ruf, alles.“
Alex: „Aber dann ist es doch nicht ganz dazu gekommen.“
Lara: „Ja. Ich gewann den Kampf und war anschließend bereit, Melina alles wegzunehmen. Doch genau da kam meine relativ späte Erkenntnis, dass ganz andere Werte im Leben zählen als die, ich bisher immer mein Fokus darauf gelegt hatte. Und Melina hatte so eine Schändung wahrlich gar nicht verdient. Melina wollte im GWS sein, es war ihre freie Entscheidung, ihre Freiheit, ihr Willen.“
Alex: „Ich kann mir vorstellen, dass das damals nicht einfach war. Aber dann kam dein Aufstieg.“
Lara: „Ich weiß nicht, ob man das ein Aufstieg nennen kann. Es ist einfach nur so, dass ich ein paar wichtige Dinge jetzt erkannt habe und vor allem, worauf es ankommt. Und das hat mir eben mehr Erfolge beschert.“
Alex: „Unter anderem auch die allererste Frau, die ein Battlefield gewinnen konnte. Battlefield ist nicht irgendein Kampf von vielen. Sondern es ist DER Kampf, der jedes Jahr einmal stattfindet. Mehr als dreißig Teilnehmer kämpfen bis zum bitteren Ende um die eine Position, die am Ende übrig bleibt.“
Lara: „Darauf bin ich mächtig stolz. Es ist nicht nur eine Ehre und Ergebnis einer Leistung, sondern auch ein ganz wichtiges Signal, dass auch Frauen eine Chance darauf haben. GWS mag sexistisch und verdorben sein, ist aber auch absolut ehrlich. Dort gibt es keine Bevorzugungen, keine Nachteilausgleichungen oder so etwas. Entweder setzt du dich durch oder nicht. Ganz einfach. Und deshalb bin ich lange im GWS geblieben.“
Alex: „Schlussendlich kam es aber anders – du wurdest brutal angegriffen – so brutal – dass deine Wrestlingkarriere eigentlich beendet wäre. Aber dann kam Eric S. Lafayette und hat dich wieder hergestellt.“
Lara: „So ist es. Seitdem ist er mein Sponsor.“
Alex: „Warum bist du eigentlich nicht wieder zurück zu GWS gegangen, um die Menschen zu finden, die dir das angetan haben?“

(Betretenes Schweigen.)
Lara: „Das ist etwas kompliziert. Unterm Strich lässt sich sagen, dass ich in Lafayettes Schuld stand und er wollte, dass ich im PCWA auftrete.“
Alex: „Phoenix Crossover Wrestling Association. Eine große, gut ausgestattete Liga in Deutschland. Eigentlich ein Traum von jedermann, der einen Namen machen will. Was hältst du von PCWA?“
Lara: „Soweit ganz okay.“
Alex: „Nur ganz okay?“
Lara: „Ich vermisse ein bisschen die Originalität, die ich von GWS kenne. Ich bin schon soweit daran gewöhnt, dass ich alles selber machen muss. Hinfahren, eine Übernachtungsmöglichkeit finden, mit den Offiziellen über die Reihenfolge der Kämpfe, Gegner aussuchen und so fort. Das alles wird mir im PCWA vorgesetzt, ohne dass ich großartig den Finger krümmen muss. Ich muss nur zur richtigen Zeitpunkt an der richtige Stelle sein.“
Alex: „Das ist eine sehr ehrliche und vor allem mutige Kritik an PCWA. Befürchtest du nicht die Konsequenzen?“
Lara: „Nein. Die Deutschen sind sehr auf die Meinungsfreiheit bedacht, was ich echt toll finde. PCWA kann in Gegensatz zu einigen Ligen recht gut die Kritik der Angestellten vertragen. Außerdem ist nicht alles schlecht an PCWA. PCWA hat auch paar Seiten, die ich schätze.“
Alex: „A propos Angestellten. Du bist seit einiger Zeit mit Barry Wilson als Team ‚Carnageddon‘ unterwegs. Arbeitest du gerne mit ihm?“
Lara: „Total gerne. Er ist echt super Kerl. Bisschen konservativ und zurückhaltend, aber wenn es darauf ankommt, ist er absolut ehrlich und aggressiv.“
Alex: „Es gibt Gerüchte, dass… ihr miteinander schlafen wollt aber nicht so recht zugeben wolltet.“

(Lara lacht herzlich auf.)
Lara: „Diese Gerüchte sind mir nicht unbekannt. Weil ich Frau und er Mann ist und wir beide zusammenarbeiten, denken viele von ihnen, dass wir irgendwann automatisch ins Bett landen. Ganz unrecht haben sie nicht, aber das ist eine Geschichte, die wir hinter uns haben. Ganz am Anfang, als ich noch ganz frisch im PCWA bin, habe ich Barry bei einem Bier kennen gelernt. Damals habe ich schon nachgedacht, mit ihm Sex zu haben, weil er ein großer, toller Kerl ist. Er hat vermutlich dasselbe über mich gedacht. Aber irgendwie sind wir einander näher gekommen, und zwar gar nicht auf sexueller Ebene, sondern auf freundschaftlicher. Zwischen uns ist eine ganz tolle Chemie der Freundschaft entstanden. Du kennst doch diese Art von Beziehung. Du weißt oft genau, was im Kopf der Anderen vor sich geht und vor allem, wieso er so denkt. So sind wir, ich und Barry – wir vertrauen uns gegenseitig blind. Außerdem bin ich ja bereits liiert.“
Alex: „Das klingt großartig. Weniger großartig ist allerdings die Situation von Carnageddon. Schon zum dritten oder vierten Mal eine Titelchance vergeben, was läuft da schief?“
Lara: „Ja, das ist keine schöne Sache. Zu dieser Situation werden ich und Barry deshalb in die nächste Vendetta Bezug nehmen und aufklären, was da los ist. Stand heute muss ich noch herausfinden, was wir ändern müssen.“
Alex: „Es passt gut, dass wir auf Veränderungen sprechen zu kommen. Du hast seit einigem Tage ein paar Bilder auf sozialen Netzwerken gepostet, die deine zukünftige Kampfkleidung zeigen sollen. Und was für eine Veränderung! Ich zeige als Vergleich jetzt mal das, was du bisher getragen hast…“

(Alex deutet auf den Bildschirm, wo ein Foto von Lara im aktuellen Zustand zu sehen ist.)
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Alex: „Und so wirst du demnächst aussehen…“
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(Ein Raunen geht durch das Publikum.)
Alex: „Dafür gab es einige Aufregung in soziale Medien. Daher muss ich dir eine Frage stellen: War das wirklich deine Entscheidung? Du wurdest nicht dazu aufgefordert oder gar dazu gezwungen?“
Lara: „Ja, es absolut meine alleinige Entscheidung. Ich verstehe sowieso nicht ganz, warum deswegen an die große Glocke gehängt wird.“
Alex: „Nun, findest du das nicht ziemlich gewagt?“
Lara: „Es mag für andere ziemlich gewagt aussehen, aber nicht für mich. Damals im GWS bekam ich regelmäßig sehr viel nackte Haut zu tun, und zwar von beiden Geschlechtern. Das fand ich damals irgendwie… ekelhaft, aber ich habe mich dran gewöhnt und ehrlich gesagt, ist eigentlich gar keine schlechte Sache. Wer im GWS auftreten will, der weiß auch was auf ihn zukommt und akzeptiert es so. Viele wollen auch tatsächlich gerne viel Haut zeigen. Alles eine Entscheidungsfrage.“
Alex: „PCWA ist aber ein ganz anderes Kaliber. Was meint Jona Vark dazu?“
Lara: „Als ich die Offiziellen gezeigt habe, was ich demnächst anziehen will, waren sie recht überrascht und hatten mich gefragt, ob ich auch wirklich so will. Danach musste ich in verschiedene Testläufe zeigen, dass die Kleidung auch wirklich hielt. Dieser Bikinioberteil ist extrem reißfest – ein Nachfolger von meinem Sport-BH, den ich damals im GWS getragen habe. Es besteht auch aus Kevlar, ein Material, das eigentlich für Schutzwesten und Armeehelme verwendet wird. Und dieser Oberteil ist ganz individuell auf mich zugeschnitten, sodass nichts verrutschen wird. Um ganz ehrlich zu sein, wollte ich ursprünglich gar nichts tragen und meine Nippeln sollten nur abgeklebt werden. Aber das waren die Offiziellen doch zu viel des Guten… und vielleicht habe ich damit auch übertrieben.“
Alex: „Ehrlich? Dann muss ich dich natürlich fragen, warum?“
Lara: „Ich finde ein bisschen unfair, dass Männer mit freien Oberkörper rumrennen dürfen. Warum auch nicht ich? Ich habe doch auch das Recht dazu. Und anderem soll das auch ein neuer Abschnitt mit mir und Carnageddon signalisieren. Wir wollen ab jetzt ein bisschen anders machen.“
Alex: „Wenn das so ist, würde ich die Schritte zur Gleichberechtigung in diesem Fall absolut unterstützten!“

(Gelächter)
Alex: „Allerdings wird oft darüber gesagt, dass man dich sexualisierst und abwertest.“
Lara: „Das ist einfach nur Bullshit. Niemand sexualisiert mich. Es ist meine freie Entscheidung, mein Willen, so auszusehen. Ich will das. Ich sehe toll aus und ich werde ganz sicher mich nicht verstecken, nur weil einigen Herren oder Damen meine Freizügigkeit stört. Und meine Güte, das ist doch alles wirklich harmlos.“
Alex: „Und was ist mit der Argument, dass dadurch die Männer abgelenkt werden?“
Lara: „Auch Bullshit. Das ist nicht mein Problem, sondern deren. Einige Männer tragen ja auch extrem knappe Unterwäsche und das ist auch manchmal für mich eine Ablenkung. Damit muss ich aber klarkommen. Und so müssen sie eben mit meine Titten klarkommen…“
Alex: „Dann ist das Thema ja für dich abgehakt. Für mich auch. Du siehst im Ring immer toll aus, egal was du anhast.“
Lara: „Na endlich: Du Schleimer!“

(Gelächter. Lara nimmt einen Schluck Wasser, während Alex Tanzo die Papiere ordnet.)
Alex: „Nur als Ergänzung zeigen wir zwei weitere Bilder von dir.“

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Alex: „Wobei dein zukünftiges Erscheinungsbild ein bisschen an das von GWS erinnert. Absicht?“
Lara: „Ja. Ich will ein bisschen Flair von GWS mit ins PCWA reinbringen.“
Alex: „Das letzte Bild zeigt dich aus dem Jahr 2011, als du damals für FSO antratst. FSO war Development-Liga von Firestar Pro.“
Lara: „Ja, da habe ich meine Haare noch nicht gefärbt.“
Alex: „Das dürfte nicht viele wissen: Du bist eigentlich blond. Warum eine andere Haarfarbe?“
Lara: „Ach, ich finde brünett einfach schöner. Passt besser zu mir.“
Alex: „Kein Zweifel. Du hast im Laufe der Zeit mit verschiedenen Gegner zu tun gehabt oder noch zu tun. Manche sogar erneut aus der Vergangenheit wie etwa Jimmy Maxxx. Im PCWA hat er letztens ganz schön randaliert und auf dich immer wieder eingehackt. Du hast das lange hingenommen bis du einen ziemlich heftigen Angriff außerhalb des Rings gestartet hast.“
Lara: „Jimmy Maxxx ist ein Arschloch. Ich hatte die Schnauze voll von seiner dummen Bermerkungen und habe ihm eben eins in die Fresse geschlagen. So bin ich nun mal.“
Alex: „Tatsächlich? Im Moment bist du aber eine nette Person.“
Lara: „Ja, du gibst ja auch keine bescheuerte Kommentare ab, deshalb bist du doch in Ordnung. Wenn aber einer mich anfickt, dann ficke ich eben zurück an.“
Alex: „Gut zu wissen. Allerdings möchte ich anmerken, dass du… gewisse provokante Züge trägst und eben anderen etwas leichter machst, dich von der Seite anzugehen. Ein gutes Beispiel ist zum Beispiel die Begegnung in Tokio zwischen dir und Kevin Sharpe. Du und Barry konnten die Sicherheitssperre problemlos passieren, aber Kevin nicht aufgrund deiner Bemerkungen. Er sagte auch, dass er das nicht vergessen würde. Erwarten wir da was in den nächsten Sendungen von PCWA?“
Lara: „Ich würde als beleidigend empfinden, wenn er das wirklich vergessen würde. Kevin Sharpe und ich sind in gleicher Liga, daher kann eine erneute Begegnung sehr leicht passieren. Möglich ist es. Aber im Moment bewegen wir uns in unterschiedliche Sphären. Ich habe mein Sorgenkind Carnageddon, er die Championship.“
Alex: „Als Carnageddon seid ihr schon häufiger mit Happy Hour, namentlich Brandon Cornwallace und Gordon Banes, zusammen zu sehen, ohne dass in einem Konflikt ausartet -außer im Ring natürlich. Versteht ihr euch gut, oder warum ist das so?“
Lara: „Brandon und Gordon sind tolle Menschen. Sie GLAUBEN an das Gute und das Richtige. Sie sind positive Personen und das finden wir eben gut. Im Gegensatz zu schmierigen Teams wie Ring Assassins oder nicht mehr existierende Armitage Company ist Happy Hour ein ehrliches Team, der Wrestling zeigen will. Und so sind wir auch – wir zeigen nur eine andere Art von Wrestling. Außerdem haben sie schon mehrmals dafür eingesetzt, dass wir auch an Cotatores Trophy Kämpfe teilnehmen dürfen. Und dafür sind wir dankbar.“
Alex: „Nach der Niederlage von Armitage Company muss die Armitage-Gesellschaft PCWA verlassen. Rob Collins hat schon einmal versucht, dich für die Gesellschaft anzuwerben.“
Lara: „Rob Collins ist ein undurchsichtiger Charakter. Er hegt auf keinen Fall gute Absichten, daher hatte ich keine Zweifel, dieses Angebot – so toll es auch klang – abzulehnen. Und Armitage ist eben nicht mehr, da muss er eben zusehen, wie er nun alleine klarkommen will. Tony Graves, sein Ex-Partner, ist eigentlich nicht der Typ dafür. Ich glaube er hat einfach nur Pech.“
Alex: „Und was denkst du über die Tatsache, dass Louis Rouswell weiter gekommen ist im Quest for the Best Turnier als du?“

(Lara verzieht das Gesicht.)
Lara: „Darüber gibt es nichts zu denken. James Godd hat glücklicherweise ihn rausgeschmissen. Ich bedauere nur, dass er nicht Sieger geworden ist, sondern eben dieser Kevin Sharpe. Immerhin haben wir noch Marc Poe, der nicht ganz unerfolgreich unterwegs ist. Sollte Louis aber noch einmal über meinem Weg laufen, so werde ich auch nicht zögern, ihn vom PCWA zu verbannen, so wie ich damals im GWS gemacht habe.“
Alex: „Damals warst du noch ein potentieller Titelanwärter gewesen – bevor du tatsächlich Titel errungen hast. Im PCWA haben wir viele potentielle Titelanwärter, so habe ich den Eindruck.“
Lara: „Das stimmt. Ich setze zum Beispiel Shadow ganz oben auf der Liste. Ich habe schon Matches mit ihm gehabt und er ist ein ganz starker Kerl.“
Alex: „Ihr seid schon einmal sogar außerhalb fast aneinandergeraten.“
Lara: „Das ist normal. Wir sind beide richtige Kämpfer und wir suchen Konflikte.“
Alex: „Also ist der Kapitel mit Shadow noch nicht abgeschlossen?“
Lara: „Definitiv nein. Aber das muss vorläufig noch warten.“
Alex: „Was hältst du eigentlich von der ganzen Situation um Mad Dog?“
Lara: „Gar nichts. Ich verstehe nicht, warum Vark sich so ziert, ihn in PCWA rein zulassen. Wir brauchen mehr verrückte Hunde. Er hätte im GWS sicherlich sauwohl gefühlt. Ich bin gespannt, wann ich mit ihm messen kann.“
Alex: „Und was ist mit Grizz Lee? Es wird immer wieder gesagt, ihr seid in irgendeiner Weise irgendwie verwandt.“
Lara: „Och, Mensch, hört das nie auf? Wir teilen nur den gleichen Namen und den gleichen Arbeitgeber. Sonst rein gar nichts. Wir sind uns bisher auch nicht mal begegnet.“
Alex: „Grizz Lee hat übrigens aufgedeckt, dass Marc Poe und Jona Vark eine Affäre haben.“
Lara: „Er versucht nur, Aufmerksamkeit und Vorteile für sich zu erkämpfen. Liebe kennt keine Grenzen, sollen Marc und Jona doch halt ein Bett teilen. Sie als Geschäftsführerin muss ja auch Fairness achten… mehr oder weniger und da ist so eine Affäre eher hinderlich. Das muss sie allerdings selbst wissen. Ich hatte allerdings auch problematischeren Vorgesetzten gehabt und daher mache ich mir keine große Gedanken darüber. Mich interessiert eher nur, was Grizz Lee damit macht. Geholfen hat ihm nämlich gar nichts – wie wir wissen hat Marc ja gegen ihn gewonnen.“
Alex: „Würdest du denn jemals mit einem Chef schlafen?“
Lara: „Na klar, wenn er super ist. Ich würde auch mit Jona Vark schlafen wollen, wenn ich sie super gefunden hätte.“
Alex: „Da muss ich doch nachhaken…das dürfte allen noch einmal sehr interessieren…“

(Gelächter, Lara grinst breit)
Alex: „… bist du bisexuell?“
Lara: „So richtig nicht. Ich wär‘ gegenüber Frauen nicht abgeneigt, aber bei langfristige Sachen kann ich nur mit Männer vorstellen.“
Alex: „Wie du schon gesagt hast, bist du bereits vergeben. Seit wann schon?“
Lara: „Seit Juni letzten Jahr.“
Alex: „Das ist schön. Lara, stell mal vor, du hättest freie Wahl. Würdest du jetzt zu GWS wieder zurückwollen?“

(Lara atmet tief ein und aus, überlegt kurz.)
Lara: „Zu GWS zurück will ich immer. Aber es ist nicht der richtige Zeitpunkt und auch nicht die richtige Ort. Ich habe damals mit PCWA-Vertrag mit GWS heftig verscherzt. Sie haben auch kein Interesse an mich. Und sie haben aktuell eh auch ganz andere Sorgen. Soweit ich weiß, ist GWS jetzt russisch und gar nicht mehr in Needles. Keine Ahnung was da auf einmal passiert ist. Angeblich finanzielle Unklarheiten oder gar Steuerhinterziehung. Wahrscheinlich bist du besser informiert als ich. Auf jeden Fall habe ich mich so stark in PCWA eingelebt, dass ich jetzt nicht einfach so aufhören kann. Ich habe mir da zu vieles aufgebaut wie etwa Carnageddon. Aber wenn GWS jemals mich braucht oder will… ich bin da.“
Alex: „Dein Idol Melina hat schon vorheriges Jahr aufgehört, im Ring unterwegs zu sein. Wie fühlst du dich da?“
Lara: „Es ist natürlich immer sehr schade, mit anzusehen, wenn ein Vorbild seine Wrestlingstiefeln an den Nagel hängt. Irgendwie habe ich gedacht, es geht immer so weiter. Ich wäre längst im Ruhestand, während Melina immer weiter munter kämpft. Das ist natürlich Quatsch. Man wird immer älter und irgendwann reicht es eben auch. Und deshalb bin ich auch ein bisschen stolz auf sie, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich mit guten Voraussetzungen zur Ruhe gesetzt hat. Denn es ist nicht einfach, in einem Business aufzuhören, wo du ein halbes Leben verbracht hast.“
Alex: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Es gibt natürlich immer noch dir bekannte Gesichter, die nach wie vor aktiv sind, nicht nur im GWS. XAW ist auch immer wieder eine Anlaufstelle. Schon mal darüber nachgedacht, dort zu arbeiten?“
Lara: „Auf jeden Fall habe ich darüber nachgedacht, zu verschiedenen Zeiten. XAW ist eigentlich eine tolle Liga mit enorm großen Freiheiten, eigentlich dazu prädestiniert für mich, sozusagen. Ich habe sogar schon paar Worte mit XAW-Chef gesprochen. Er wäre nicht abgeneigt, mein Gesicht auch im XAW zu sehen. Aber den entscheidenden Schritt habe ich nie getan. Es hat einfach nicht gepasst. Und im Moment auch nicht. Aber XAW würde ich immer im Hinterkopf behalten.“
Alex: „Du bist auch ab und zu bei ATHENA aufgetreten, diese Liga gibt es aber nicht mehr. Würdest du dort auch wieder auftreten, wenn diese Liga noch einmal existieren würde?“
Lara: „Absolut! ATHENA war eine richtig tolle Plattform für uns Frauen, denn wir haben RICHTIGES Wrestling gezeigt, stellenweise sogar besser als das, was die Männer abgeliefert haben. Das hat die Frauen Mut gemacht, auch in andere Ligen zu zeigen was sie können. Deshalb finde ich so tragisch, dass ATHENA nicht mehr gibt. Bedarf und Angebot sind nämlich immer noch vorhanden, da bin ich mir sicher. Es braucht noch seine Zeit, aber die Ära der Männerwrestling wird bald zu Ende sein. Mein Traum ist, dass Männer und Frauen Wrestling betreiben, ohne gegenseitig im Weg stehen zu müssen und Abstriche machen zu müssen und dass die Zuschauer das toll finden. Frauenkämpfe sind keine Pinkelpausen.“
Alex: „Wahre Worte. Wie stellst du dir nun den weiteren Verlauf von PCWA vor?“
Lara: „Ich kann nur sagen, was in der nähere Zukunft passieren kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass langfristige Pläne nie länger als ein Vierteljahr überlebt haben. Da passiert immer was dazwischen, was alles umwirft. Und ich muss zugeben, ich bin immer noch ein wenig sprunghaft. Ich versuche zwar, irgendwie eine Kontinuität aufzubauen, aber ich reagiere immer noch sehr empfindlich auf verschiedene Ereignisse. Aber eines steht auf jeden Fall fest: Carnageddon wird noch ein Weilchen fortbestehen. Und wir werden natürlich auch weiterhin versuchen, Cotatores zu holen. Aber Carnageddon ist nicht nur ein reines Team – Barry und ich sind durchaus unabhängig. So ist durchaus vorstellbar, dass ich relativ bald mit ganz Großen im PCWA messen will. Ob es gut funktioniert, ist natürlich eine ganz andere Frage. Erfahrung im Main Picture habe ich auf jeden Fall.“
Alex: „Dann würde aber auch die Möglichkeit bestehen, dass du gegen Stem antreten wirst.“

(Lara grinst.)
Lara: „Dann wird es einen Heidenspaß geben! Ich freue mich schon so lange auf einer Gelegenheit, mal gegen meinen eigenen Teampartner anzutreten. Und das bei ihm ganz sicher genauso. Freunde bleiben wir auf jeden Fall weiterhin. Gute Freunde haben ja auch in der Kindheit gerne miteinander getobt. Ich habe mit meiner Schwester unheimlich gerne gezankt. Dafür ist Wrestling auch bisschen da – um zu zanken.“
Alex: „Wir sind so langsam am Ende des Interviews gelangt. Eine letzte Frage bleibt mir noch… was möchstest du all die Frauen mitgeben, die das Gleiche versuchen wollen wie du?“
Lara: „Ich muss ihnen gar nichts mitgeben. Wir sind mutig und selbstbewusst – wir kriegen das hin. Sie brauchen keine Ratschläge von mir, die brauchen nur mich anzusehen, hier, draußen oder eben im PCWA. Ich kann nur die Menschen etwas mitgeben, die Zweifel und Skepsis haben: Gebt uns eine Chance – ihr werdet es nicht bereuen.“
Alex: „Großartig. Ich werde dir auf alle Fälle ganz viele Chancen geben! Ich wünsche dir viel Erfolg und Glück für den weiteren Verlauf. Es hat riesig Spaß gemacht, mit dir über das eine oder andere zu unterhalten.“
Lara: „Immer gern.“

(Lara und Alex schütteln die Hände, Applaus. Ab.)

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