Ville de Québec, Canada mit Gast "David Collsen"

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Erstes Titelmatch
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Ville de Québec, Canada mit Gast "David Collsen"

#1

Beitragvon TheSharpshooter402 » Di 3. Jan 2017, 16:37

03.01.2017 – Ville de Québec, Canada. Wir befinden uns in einem größeren Raum, in dem mehrere Kameras positioniert sind. Vor den Kameras befinden sich zwei Stühle auf diesen beiden Stühlen befinden sich zum einen, eine schmale, junge und gutaussehende Dame, leicht gebräunt und trägt ein sehr feines Etuikleid. Das Erscheinungsbild der jungen Dame wirkt sehr elegant. Sie ist mit einigen großen Karteikarten bewaffnet und vor ihr sitzt ein großer, breitgebauter Mann in dunklen Jeans, einem grauen V-Shirt und einer braunen Lederjacke. Dazu passend trägt der vollbärtige Mann dunkelbraune Stiefel. Es handelt sich hierbei um den kanadischen Sportler David Collsen, der aktuell noch unter Vertrag steht bei European Wrestling Entertainment, kurz EWE.


Reporterin: „Guten Tag liebe Verfolger unseres „Le Journal de Québec“. Ich darf heute zu einem sehr exklusiven Interview diesen Mann zu meiner Rechten begrüßen. Es ist David Collsen, er ist mehrfacher World Champion bei European Wrestling Entertainment und aktueller World Champion, aus einer Event-Reihe, die sich „Adam Anderson Events“ nennt. Desweiteren auch einige weitere Erfolge. Zu aller erst – Wie geht es ihnen?“


David Collsen: „Zu allererst du kannst mich duzen. Mir geht es gut, ich befinde mich im wunderschönen Kanada. Dem schönsten Staat und aktuell kann ich nicht klagen.“


Reporterin: „Das freut uns zu hören. Heute sprechen wir ein wenig über deine Karriere. Du bist 31 Jahre alt und hast eine schon beachtliche Laufbahn hinter dich gebracht. Alles fing hier in Kanada an bei James Wilson, hast du noch Kontakt zu ihm?“


David Collsen: „James war ein harter Kerl. Doch er machte mich zu einem Kämpfer und das danke ich ihm. Leider habe ich kein Kontakt mehr zu ihm.“


Reporterin: „Du hast dich nicht lange im Training aufgehalten und konntest schon bald als Canadian Hero loslegen.“


David Collsen: „In Kanada als kanadisches Held kämpfen. Es war vielleicht nichts Besonderes für die meisten aber gerade der Anfang bleibt mir bis heute im Gedächtnis. Ich habe mich dort von unten nach oben gekämpft und das obwohl mir anfänglich nicht zu viel zugetraut wurde. Titel konnte ich gewinnen, Freunde konnte ich gewinnen, sogar das Publikum stand hinter mir. Es war schon eine verrückte Zeit in Kanada.“


Reporterin: „Wenn man zurückblickt auf diese Zeit kann man das so unterschreiben. Doch nach und nach fand der Wechsel dann in Richtung Europa statt. Wie kam das zu stande?“


David Collsen: „Das ist bis heute eine Frage, die ich noch nicht beantwortet habe.“


Reporterin: „Dann wäre nun wohl die beste Gelegenheit dazu oder findest du nicht?“


David Collsen: „Es liegt nicht daran, dass ich es noch nie beantwortet habe sondern, weil ich nicht danach gefragt wurde. Ich bin nach Europa gegangen, weil ich mich weiterentwickeln wollte. Ein bis heute guter Freund von mir war dort. Rick Matthews. Der Kerl und Ich haben uns als Tag Team dort bewiesen, in Deutschland. Die MWS gibt es heute nicht mehr aber The Best of Both Worlds könnten irgendwann mal wieder im Ring zusammenstehen. Ich habe mit Rick bis heute Kontakt und habe gehört, dass er sich vom aktiven Wrestling eher zurückzog um eine neue Generation zu trainieren.“


Reporterin: „Schön zu hören. Rick Matthews, du sprichst ihn an. Er war nach deinem Abgang mit mäßigem Erfolg ausgezeichnet. War das vielleicht ein Grund den Weg für neue, frische und ambitionierte Kämpfer frei zu machen?“


David Collsen: „Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass er immer schon sein Wissen weitergeben wolle. Er ist schon fast 40. Ich glaube bis 100 wollte er sowieso nicht kämpfen also wieso nicht das Wissen weitergeben? Manch junger Kämpfer erweist sich nicht als kompletter Versager. Bei meinen Anfängen hat sich jeder für den größten gehalten und war dann ein Griff ins Klo. Das hat sich bis heute aber kein bisschen verändert.“


Reporterin: „Danach ging aber die Fahrt erst richtig los, denn 2010 warst du dann dort wo du bis heute geblieben bist. European Wrestling Entertainment. Wie kam es dazu?“


David Collsen: „War es 2010? Puh eine lange Zeit. Nun, ich wurde von Agenten des Unternehmens angesprochen. Die sind heute nicht mehr dort, warum ist mir ein Rätsel. Die hatten eigentlich immer einen guten Riecher für gute, frische und neue Leute. Ich war aber im gleichen Jahr noch bei German Xtreme Wrestling und das ist wohl neben der EWE mein zweites Zuhause geworden.“


Reporterin: „Da hast du Recht. Bevor wir uns auf das große Thema EWE stürzen, wie war die Zeit in der GXW für dich?“


David Collsen: „Ich fasse es mal kurz. Die GXW hatte viele Aufs und Abs. Ich konnte dort einige Titel und Erfolge abstauben. Da spricht die Statistik für sich. Es war aber eine schöne Zeit dort. David Insane war dort und eine Menge weiterer guter Leute. Doch es gab dort keine Ruhe, zu viel positive Phasen, die aber dann wieder zu negativ Phasen wurden. Doch ich froh dort gewesen zu sein und mich dort weiterentwickeln zu können. Man soll niemals sein Sprungbrett vergessen und ich denke neben der EWE hat mir die GXW am Meisten weitergeholfen.“


Reporterin: „Das kann man so stehen lassen. Die GXW hast du in deinem Brand dominiert. Du konntest dir mehrfach Gold holen, mehrfache Siege abstauben. Hast du aus der GXW jemand mit dem du bis heute Kontakt hast?“


David Collsen: „Ich glaube aus dem Stehgreif fällt mir niemand ein. Es gab Zeiten, da waren viele Leute da und es kamen täglich weitere und da konnte man schon schnell den Überblick verlieren, desweiteren auch, wenn solche Leute wenige Zeit später wieder gingen. Doch aktuell fällt mir niemand ein.“


Reporterin: „In Ordnung, das ist etwas schade, wenn man bedenkt, wie du in der GXW rumgekommen bist. Bleiben wir noch für einen kurzen Moment bei Menschen, die du kennen gelernt hast, denn da kommen wir wieder auf Rick Matthews zu sprechen. Hast du in letzter Zeit mitbekommen, welche Talente unter ihm vorgingen?“

David Collsen: „Du sprichst wohl von Aiden Lindsey nicht wahr? Davon weiß ich und habe es unterstützt. Rick, das muss man wissen, ist ein ambitionierter und ehrgeiziger Mensch. Bei ihm muss alles 100% sein, deswegen sind wir so gute Freunde geworden, weil es bei mir genauso war. Ich möchte meine Arbeit bestmöglich absolvieren und nicht schlampig. Das ist so eine Einstellung, die ich bis heute nicht ablegen konnte, deswegen stand ich und stehe selbst heute noch bis tief in der Nacht im Trainingsraum. Er hat mir von seinem neuen Schützling damals erzählt und wie Aiden Lindseys Weg von da an weiterging wissen wohl einige. Dazu sag ich jetzt nichts.“


Reporterin: „Hattest du damals Kontakt zu Aiden Lindsey?“


David Collsen: „Ich hatte weder damals, noch heute Kontakt zu ihm. Ich habe Kontakt zu Rick Matthews, der sein ehemaliger Lehrer in Sachen Wrestling, Körperbeherrschung desweiteren war. Es bestand nur bei einer Veranstaltung die Möglichkeit zu einem Kampf gegen ihn aber ich hatte ihn abgelehnt, da ich bereits gebucht war für einen anderen Kampf.“


Reporterin: „Interessant. Wie sieht das bei dir aus mit Auftritten? Tretest du oft in eher unbekannten, sagen wir mal, Indypentent-Shows oder Events an? Oder muss es bei dir groß und bekannt sein?“


David Collsen: „Ich trete überall auf, überall wo ich gebraucht werde. Überall wo man nach mir fragt. Ich zwänge mich keinem auf, wenn jemand nicht daran interessiert ist, mich bei seinem Event zu haben, ist das deren Sache.“


Reporterin: „Gab es schon Events, die dich nehmen wollten aber dann wieder abgelehnt haben, weil du am Ende so darüber sprichst.“


David Collsen: „Bei mir ist es bis jetzt nicht passiert. Ich bin jetzt 31 und hab in den gut 15 Jahren Wrestling-Welt viel mitbekommen. Freunde und gute Kollegen ist sowas passiert aber ich kann sagen mir ist glücklicherweise noch nie sowas passiert. Entweder gab es eine Anfrage oder halt nicht.“


Reporterin: „Das ist gut. 15 Jahre Wrestling-Karriere und nun kommen wir aber mal zur großen Station des David Collsens – European Wrestling Entertainment, kurz EWE.“


David Collsen: „Dann leg mal los, was willst du wissen? Nach gut 5-6 Jahren kommt da was zusammen.“


Reporterin: „Wie waren deine Anfänge dort?“


David Collsen: „Nun ich war bei L!ve. Damals noch mit Timmi Superstar und den ganzen Konsorten und habe meinen ersten Kampf gegene Masked Man gewonnen. Damals war ich auch noch in einer Gruppierung mit diesem Belgier, man nennt ihn heute Eden Hazard. The Tiger war damals auch schon dabei und nimm’s mir nicht übel aber ich weiß beim besten Willen nicht mehr wie diese Gruppierung hieß. Ich muss dazu sagen, dass sie für mich nicht lange hielt. Ich hatte nicht viel von dieser Gruppierung gehalten, da sie mich nicht weiterbrachte. Ich war jung, ich wollte Erfolge und Titel. Ich war hungrig danach. Es dauerte. Der Weg war steinig und jeder wollte bei der ersten Gelegenheit den anderen aus dem Verkehr nehmen. Für meinen Teil hat es lange gedauert, denn Extreme Rules 2011 war für mich der Aufwind. Hunter Venoms Führung machte es möglich.“


Reporterin:„Hunter Venom war für dich wohl ein großer Einfluss oder?“


David Collsen: „Er war für mich der größte Einfluss in der EWE. Er war geradlinig. Er war vieles aber er ist nun nicht mehr da. Das habe ich nach und nach akzeptieren müssen.“


Reporterin: „Bleiben wir im Jahr 2011, denn da passierte etwas bei dir.“


David Collsen: „Das stimmt, 2011 hab ich mich komplett neu gefunden. Ich habe alles bei mir überarbeitet. Neues Aussehen, neues Auftreten. Ich musste einen Schlusstrich bei meiner Vergangenheit ziehen. Es war der Albtraum geboren. Ein großes Lob an dieser Stelle an Avenged Sevenfold. Ich liebe Nightmare heute immer noch, wenn ich raus komm. Ein Grund, wieso ich auch meine Themes nicht oft ändere. Mit Audioslave – Cochise im Indypentent fing alles an. In Kanada hatte ich von Chad Kroeger und Josey Scott – Hero und als Team Canada in der GXW die Kanadische Nationalhymne und bei meiner EWE Karriere zu Beginn Shinedown – Devour. Seitdem ich diese Umwandlung gemacht habe, bin ich aber so geblieben. Der Nightmare bleibt halt ein alt eingesessener Mann. Bei diversen Auftritten hatte ich auch This Means War als Theme. Für mich sind Theme Songs bei Einzügen schon wichtig, es muss passen.“


Reporterin:
„Wie kam es zu dem „Albtraum/Nightmare? Wer hatte die Idee?“


David Collsen: „Bei einem netten Gespräch mit einem guten Kollegen Abends sind wir drauf gekommen. Es hat sich eigentlich eher als Spaß herausgestellt. Wir haben gealbert. Schlussendlich habe ich mir aber das Herz gefasst und es in die Tat umgesetzt. Der Black Knight of Shadow, der Destroyer of Darkness und David „Nightmare“ Collsen war geboren. Genauso wie Mr. Nightmare. Alles Namenszusätze, die damit gleich mitkamen. Ich wechselte vom lieben, guten David Collsen zu einem ernstzunehmenden, bösen Charakter. Das liegt mir denke ich auch viel besser, als den lieben Jungen von nebenan zu geben. Man könnte es mit einem Arschloch vergleichen aber mit einem schlauen Genie, denn ich war den Leuten ein Schritt immer voraus. Extreme Rules 2011. Eines der härtesten Ladder Matches in der EWE, die gibt es heute selten bis gar nicht mehr. Es war wirklich echt abartig, was dort abgegangen ist. Heutige Extreme Rules Matches haben damit wenig zu tun. Das hat mich an die Ultraviolent Death Matches aus den Indypentent Ligen erininert. Ich konnte mir den Koffer und gleichzeitig die Chance auf den Titel holen. Wer hätte das Gedacht? Ich glaube die wenigen. 2011 war echt ein wildes und bis heute großes Jahr für mich. Im Gleichen Jahr nämlich bei Born to Wrestle, das dürfte das erste gewesen sein konnte ich mir von The End den Titel holen. Ein Meisterstreich von mir. Wer würde vermuten, dass unter einem Referee-Outfit der Kofferträge steckt? Die wenigsten. Auch ein The End hat es nicht vermutet.“


Reporterin: „Ich muss zugeben, das hört sich sehr böse an aber auch gleichzeitig gerissen. Wie ging die Zeit als frischgebackener World Champion weiter?“


David Collsen: „Wie soll sie weitergegangen sein. Erfolgreich. Einige gute Titelverteidigungen und nebenbei formte ich mit Brodie, H@rdcore Dali und Calgary Kid – The Brood. Eine sehr dominante Gruppe mit einem World Champion als Anführer. Auch nach Rückschlägen haben wir zusammengehalten. Jeder draußen hat mich für das Böse in Person gehalten und ich muss zugeben, ich hätte mich dabei fast erwischt, wie ich selbst dabei lache. Nichts für ungut, viele verstehen diesen Sport nicht aber das macht nichts.“


Reporterin: „Dein Titelverlust war auch etwas dramatisch inszeniert, ich glaube so hast du ihn dir nicht vorgestellt oder?“


David Collsen: „In gewisser Weise nicht, nein. Ich wollte mit dem Shooting Star Spear den verstorbenen Kollegen und Freund Hunter-Venom ehren. Es sollte sein Sieg gegen Keanu werden aber es gelang nicht. Nachdem kommt die nächste große Geschichte. Für mich eigentlich schon fast größer als mein erster Title-Run.“


Reporterin: „Deine Fehde mit Eden Hazard?“


David Collsen: „Exakt. Eden Hazard und Mich verband die Vergangenheit und die Gegenwart. Er war damals ein passabler Kämpfer. Er war denke ich sogar bekannter als ich. Dennoch war es eine intensive und großartige Fehde mit ihm. Es gab Blut, Tränen, Schweiß und eine ordentliche Menge und menge Tritte in den Hintern für ihn. (lacht.) Es war echt ein tolles Jahr für mich, Auszeichnungenbei den Tosscars und diese Fehde. Doch im neuen Jahr, viel mehr bei Born to Wrestle II im März 2012 konnte ich unseren Belgier in einem langen und intensiven Last Man Standing Match besiegen.“


Reporterin: „Ein sehr großartiges Match, für viele Kanadier auch ein Kampf des Jahres gewesen.“


David Collsen: „Doch die größte Überraschung bot sich mit dem EWE-Superdraft. 5 Raw-Picks von Dragan Hasic und ich war darunter. Ein halbes Jahr ohne Titelmatch und dann bin ich bei Rated Allstars Wrestling und erkämpfe mir diesen Television Gürtel. Quest for the Best 2012. Der zweite große Titel für mich bei der EWE. Natürlich gibt es dort weitaus erfolgreichere Leute, ein Bryan Jatemare zum Beispiel. Dennoch die Television Heavyweight Championship war wieder in fähigen Händen. Nachdem der Television Gürtel wieder im neuen Jahr in anderen war, widmete sich mein guter Freund Evil Lord an mich. Ich hätte ihm den Knöchel gebrochen und ihm mehrfach übel zugerichtet. Nun…das schrie nach einem Kampf für Born to Wrestle III 2013. Es war Rom, Italien…ein Last Ride Match. Diese Art von Kampf hat der Lord selbst für sich ausgesucht. Welch Ironie, dass ich ihn in seiner eigenen Disziplin besiegen konnte. Ich ging als jemand mit 2 Siegen und 0 Niederlagen in das größte Event des Jahres der EWE rein und kam mit 3 Siegen, einem zerstörten Evil Lord, mit der Maske von Evil Lord und 0 Niederlagen heraus.“


Reporterin: „Ein denkwürdiger Kampf für dich im Jahr 2013. Ich denke, dies zählt auch zu deinen EWE-Momenten oder?“


David Collsen: „Sicherlich. Es war herzergreifend ihn zu besiegen und ihm die Maske vom Leib zu reißen.“


Reporterin: „Was kam danach? Was war dann für den Albtraum dran?“


David Collsen:
„Eigentlich wieder Jagd auf den Television Gürtel zu machen aber die Geschichte kennen wohl die meisten. Nun stehe ich bei Born to Wrestle 4 einem Mann gegenüber, der zweimal Ran muss. Young J hat wirklich für viel Wirbel gesorgt, er ist nicht umsonst Television Heavyweight und Nonstop Beatdown Champion. Was wohl so eine Gemeinschaft mit einem StahLHan$ ausmacht. Ich halte letzteren dennoch für den talentierten. Nicht nur, weil er mich bei L!ve-Zeiten schon mächtig gut auf Trab hielt. Dennoch wird Born to Wrestle IV ein wichtiger Abend für mich werden. Ein sehr wichtiger. David Collsen und Young J zum ersten Mal und zum ersten Mal in meiner EWE-Karriere trete ich um einen „kleinen Titel“ an. Normal ist die Entwicklung bei einem Kämpfer, dass er klein anfängt aber bei mir war das nicht so. Doch ich werde alles geben um mit einem 4. Sieg bei meiner 4. Born to Wrestle Teilnahme zu glänzen.“


Reporterin: „Wie sieht es eigentlich mit deinem Vertrag bei EWE aus?


David Collsen: „Zu Vertragsmodalitäten sag ich mal gar nichts, weil es euch alle nichts angeht, was ich mit EWE spreche. Es ist nur so, dass einiges nicht so lief wie es sollte. Dennoch bin ich dankbar für alles. Man sollte hier auch mal anmerken, hier spricht nicht David Collsen sondern Dave C. Miller (ergo: bürgerlicher Name des Anwesenden).“


Reporterin: „Das merkt man bei deinen Aussagen. Das wirkt alles sehr selbstreflektierend.“


David Collsen: „Es geht hier auch um mich und nicht nur die Person „David Collsen“.


Reporterin: „Damit haben wir das große Thema EWE mal grob abgearbeitet.“


David Collsen:
„Das stimmt, mit was kann ich noch dienen? Deine Karteikärtchen sind ja noch nicht fertig, wie ich sehe.“


Reporterin: „Nun ja. Da schon fragst. Du warst nicht nur bei der EWE, GXW sondern auch bei der FCW und auch bei Adam Anderson Events, kurz AAE. Reden wir aber mal zu aller erst über die FCW.“


David Collsen: „Nun, ich stand lange mit der FCW in Kontakt. Viel mehr ihr Chef Jeff Deritton und Ich. Es war ein kurzes Intermezzo aber es war dort sehr interessant.“


Reporterin: „Das stimmt mit ihrem kurzen Intermezzo. Nun gut, kommen wir zur Adam Anderson Events-Reihe. Dort machten sie sich zum ersten Mal bei Stroke to Fate auf sich aufmerksam. Wie kam der Kontakt zustande und warst du zu dem Zeitpunkt nicht auch mit der EWE unterwegs? Wie machst du diese Reisen generell, der Terminplan lässt dir ja nicht viel offen.“


David Collsen: „Das stimmt, der Terminplan der EWE ist sehr groß aber das macht nichts. Es findet sich immer wieder ein Platz für andere Projekte, so auch für Adam Andersons Projekt. Der Anruf kam relativ früh, er fragte mich ob ich Lust hätte dort teilzunehmen. Ich sollte dort gegen einen ihrer kämpfen. Jake Buzo war sein Name, in ihm steckt sehr viel Potenzial drin. Da sollten die Leute mal überlegen, ihn zu nehmen. Er hatte zwar keine Chance gegen mich, da ich jeden meiner Kämpfe mit äußerster Sorgfalt beende.“


Reporterin: „Man kennt sie nur als psychopatischen Albtraum, der jeden aus dem Weg räumt. In gewisser Art ein richtiges Arschloch, ein Badass. Wie kommt diese kühle Art heute?“


David Collsen: „Wie schon erwähnt, ich bin hier nicht als David Collsen sondern als Person „Dave C. Miller“.“


Reporterin: „Du hast ihn besiegen können und der Kontakt blieb erhalten.“


David Collsen: „Adam Anderson ist ein sehr zielstrebiger und ehrgeiziger Mann. Er will seine Pläne durchziehen, das kann man loben aber es bringt auch viel Zeit und Mühe mit das so durchziehen, wie er es will. Der Kontakt blieb erhalten und so bekam ich ein Angebot für Next Dimension. Ich wollte eigentlich schon sagen, dass ich gerne einen gleichwertigen Gegner haben wollen würde. Doch er überraschte mich mit dem World Titlematch. Das Ergebnis aus diesem TLC Match wissen wir. Ich bin in solchen Stipulationen einer der gefährlichsten. Bei EWE gelang mir der erste große Gewinn in einer ähnlichen Art von Kampf, bloß tausendfach gefährlicher. Jeder der mich als Wrestler kennt, der weiß, zu was ich im Stande bin. Nicht umsonst bin ich in der EWE so erfolgreich gewesen, nicht umsonst bin ich so erfolgreich in anderen Unternehmen gewesen. Damit konnte ich mir den nächsten World Titel sichern. Danach kam bei AAE noch so einiges. Wer erinnert sich an Final Destination. Ein Elimination Chamber Match, für jeden fähigen Kämpfer eines DER Matches und ich habe dort gezeigt, dass ich den Titel zu Recht trage. Gegen eine Mehrzahl an bekannter und fähiger Namen. Doch trotzdem stand ich als letztes im Ring.“


Reporterin: „Der Kampf wurde auch ausgezeichnet zu einem Match of the Year. Das Elimination Chamber Match, war tatsächlich beachtlich und du konntest diesen Kampf gewinnen. Im letzten Jahr hast du neben der EWE einige Auftritte gehabt wie zum Beispiel bei X‘treme Association of Wrestling und warst auch beim letzten großen Event von Adam Anderson dabei, Schilder uns dein letztes Jahr aus deiner Perspektive.“


David Collsen: „Ich muss sagen, es war ein Jahr voller Auf und Abs. Es war interessant mal einige Männer und Frauen kennen zu lernen. Ob nun in der XAW oder woanders. Die XAW hat gute Leute hervorgebracht und gute Unterhaltung gezeigt. Ich bin deshalb schon froh dort gewesen zu sein. Ich bin immer daran interessiert solche Cross-Over Sachen zu machen. Wie alle für eine Sache.“


Reporterin:
„Du warst bei der XAW und warst dort aber leider mit mäßigem Erfolg gekrönt. Wie kommt das?“


David Collsen: „Das ist halt so. Manchmal läuft es und manchmal halt nicht. Ändern kann ich es nun auch nicht.“


Reporterin: „Trotz, dass sie und auch viele weitere EWE-Angestellte beim Clash of Titans nicht gewinnen konnten, setzte sich dennoch ein EWE-Angestellter durch.“


David Collsen: „Sachen gibt’s. Wobei ich vom Sieger schon überrascht war.“


Reporterin: „Das waren so einige. Würden sie wieder zur XAW gehen?“


David Collsen: „Wenn man es mir vorschlägt, wieso nicht. Es gibt auf der Welt viele interessante Sachen und sie nicht auszuprobieren, warum auch immer, wäre falsch.“


Reporterin: „Es gäbe da zu einem Full Impact Wrestling, Genesis Wrestling Society, Showdown Wrestling Entertainment, Phoenix Crossover Wrestling Association, German Fantasy Wrestling Championship Wrestling und viele weitere Unternehmen, die sich über Neuzugänge immer erfreuen würden.“


David Collsen: „Sie sind auch interessante Unternehmen. Etwas neues wirkt immer im ersten Moment gut und aufregend und interessant aber ob es auch darüber hinaus anhält, dass weiß man halt nicht. Jedes dieser Unternehmen hat ihr für und wider und jedes dieser Unternehmen ist interessant. Dennoch bin ich immer noch bei European Wrestling Entertainment unter Vertrag und das ändert sich denke ich auch in Zukunft nicht.“


Reporterin: „So wie es aussieht läuft aber ihr Vertrag zu Born to Wrestle IV aus. Bislang gab es keine Stellungsnahme dazu.“


David Collsen: „Es wird auch von meiner Seite aus keine Stellungsnahme geben, wie gesagt, ich halte da Stillschweigen. Ich werde auch nichts dazu sagen außer, dass man trotzallem immer ein Weg fand in der EWE und es auch finden wird. Sollte der Weg sich irgendwann trennen, dann ist das so.“


Reporterin:
„In Ordnung. Kommen wir auf aber zurück zum Thema, wir schweifen heute schon mehrfach vom eigentlichen Thema ab aber so soll es auch sein. Man soll darüber ruhig sprechen dürfen. Wie ging es weiter neben der XAW und EWE im neuen Jahr für dich?“


David Collsen: „Das war dann wohl The Pride of Creation von Adam Anderson. Ein riesiger Knall für das Jahr 2016. Passender wäre wohl Silvester gewesen aber Mitte des Jahres ist auch gut. Ein Last Man Standing Match und auch das ist eine Match-Art, wie gemacht für mich. Wer erinnert sich noch an Born to Wrestle gegen Eden Hazard, eben dies war auch ein Last Man Standing Match. Dieses Mal war mein Gegner aber der australische Shane Notorious, ehemaliger World Champion. Dieses Mal war ich wieder Sieger, ein Albtraum für eine riesige Masse.“


Reporterin:„Das stimmt tatsächlich. Ein weiterer großer Kampf in deiner Karriere. Nun, du trägst den Titel immer noch. Wie ist dies geregelt mit dem Titel? Es wird kein weiterer Adam Anderson Event geben. Mit The Pride of Creation hat er das ganze Stilvoll beendet.“


David Collsen: „Der World Titel ist bei mir. Sieht man aktuell in diesem Moment nicht aber er ist bei mir. Nach dem Event habe ich Gespräche geführt mit Adam und er hat mir auch gesagt, ich soll das an die Welt da draußen bei der nächstbesten Möglichkeit weitergeben, der Titel soll weiterhin überall wo es möglich wäre ausgekämpft werden. Ich habe ihn immer noch bei mir und habe laut aktuellem Stand den Rekord von Shane Notorious eingestellt. Der Titel ist nun bei mir seit fast 500 Tagen.“


Reporterin: „Das ist eine beachtliche Regentschaft. Du hast gesagt, dass er immer noch ausgekämpft werden kann, wie soll das stattfinden?“


David Collsen: „Wenn man fragt, dann findet etwas statt ganz einfach. Sollte ich für ein Event gebucht werden, dann könnte es durchaus möglich sein, dass ich den Titel dort mitnehme und verteidigen werde.“


Reporterin: „Gegen bestimmte Gegner oder darf jeder teilnehmen?“


David Collsen: „Ich sage zwar, dass ich jede Herausforderung annehme aber sollte es um den Titel gehen dann muss es jemand sein, der auch was ist und etwas darstellt. Es ist immer noch ein World Titel und nicht nur irgendetwas Schmuck. Der Titel soll schon gute Kämpfe kriegen und was würde es mir bringen gegen jemand zu kämpfen, der noch nichts erreicht hat und den ich eigentlich im Prinzip sehr einfach besiegen könnte? Das macht an sich kein Sinn für einen Champion, auch, wenn es für eine bestimmte Dauer entspannt ist, kurz bevor es langweilig wird. Ich nehme gerne Herausforderungen an, so ist das nicht aber beim Titel muss es schon passen.“


Reporterin:
„Wir hatten zum Beispiel bei Final Destination Bryan Jatemare gegen Aiden Lindsey. Das war auch eher ein Kampf, indem ein sehr bekannter Kämpfer gegen einen eher unbekannten, allmählich bekannteren Kämpfer gekämpft hatte. Also so etwas könntest du dir nicht vorstellen?“


David Collsen: „Wie gesagt, für den Titel muss es schon jemand sein, der auch kämpfen kann. Du sprichst Bryan Jatemare an. Er ist um die Welt gekommen und hat auch Erfolge verzeichnen können.“


Reporterin: „Hättest du für einen kommenden Kampf, einen Wunschgegner?“


David Collsen:
„Es gibt viele Namen, viele Gesichter und viele Kämpfer gegen die ich noch gerne kämpfen würde aber es ist kein Wunsch oder Verlangen, es wäre nur interessant es auszuprobieren.“


Reporterin: „Kann man dir keinen Namen entlocken?“


David Collsen: „Es gibt genug Leute, die da draußen im Ring stehen und kämpfen. Da brauche ich jetzt keine Namen zu nennen, wenn sich etwas ergibt, dann bin ich gerne bereit mir das auch anzuhören. Ich werde aber nicht zum nächstbesten rennen und ihn um einen Kampf fragen. Das bin nicht ich.“


Reporterin: „In Ordnung. Bevor es zum Ende geht, haben wir über unsere Facebook-Seite noch 5 Kommentare ausgefiltert, die wir dir nun stellen wollen. Die erste kommt von – Canadian Girl: Wirst du irgendwann in Kanada auftreten? Oder gar Indypentent-Shows hier besuchen?“


David Collsen: „Interessante Frage, die Heimat ist immer was Schönes. Ich liebe die Landschaft in Kanada. Es tut gut weg von dem ganzen Alltäglichen Trubel zu sein und einfach auf einen Se zu gucken eingekuschelt in seiner warmen Decke im Haus und einen angenehmen Tee. Ich liebe es draußen und ich werde schon noch einmal bei einer Show in Kanada auftreten. Wie gesagt, muss sich das für mich auch ergeben. Ich bin kein Mensch, der sich irgendwo aufzwängt, nur um dabei sein zu können.“


Reporterin: „Klare Aussage und wir würden und auch freuen, dich zu sehen. Die nächste Frage kommt von Dean Campbell: „Was war der schönste Wrestling-Moment für dich?“


David Collsen: „Es gab viele Momente im Wrestling für mich. Es ist schwierig sich da einen bestimmten auszusuchen. Tut mir leid aber so recht kann ich die Frage nicht beantworten.“


Reporterin: „Man kann bestimmt die Titel ansprechen, ein Titelgewinn ist immer ein schönes Gefühl. Unsere nächste Frage kommt von Mrs. Gauthier: „Erzähl uns deine witzigste Story aus dem Backstage-Bereich.“


David Collsen:
„Die witzigste. Das ist so wie mit der „was ist der schönste Moment“. Es gab viele lustige, schöne Momente im Wrestling für mich. Eigentlich hätte ich das alles aufnehmen müssen aber es tut immer gut, dass ich mich ab und zu daran erinnern kann und schmunzeln muss, wie schön das alles doch war.“


Reporterin: „Da stimme ich zu. Die vierte Frage kommt von Roy Gagnon: „Wer war dein Vorbild und könntest du dir Vorstellen jemanden zu trainieren? Wenn ja, gäbe es Tipps für Anfänger?“


David Collsen: „Gleich auf einmal so viele Fragen. Fangen wir chronologisch an. Mein Vorbild…mh…wahrscheinlich mein Vater. Ihm hab ich viel zu verdanken, vieles was ich heute bin und auch, wenn es heißt ein Arschloch zu sein wobei das von selbst kam und eher nicht von der Familie. Trainer sein? Sein oder nicht sein, das ist doch die Frage. Ich könnte es mir vorstellen aber erst, wenn ich gar keine Lust mehr auf Kämpfen habe und noch ist die Zeit nicht gekommen. Ich bin zwar schon gesättigt aber der Durst ist noch lange nicht gestillt. Tipps für Anfänger? Wenn ihr denkt, dass es in eurem Trainings schon schwer ist. Hört auf, vergisst diesen Sport, wenn ihr aber denkt es ist schwer und bleibt trotzdem mit Ehrgeiz und dem Willen dran, dann macht es. Ganz einfach. Nicht jeder von uns kann Wrestler werden. Deswegen sind auch jedes Jahr dutzende Kämpfer traurig, dass sie den Sprung nicht schaffen.“


Reporterin: „Das stimmt, der Sport und das Business ist hart. Wie wir auch in unserer Kolumne bereits völlig thematisiert haben. Dies könnt ihr auf unserer Website nachlesen. Die letzte Frage kommt von Mr. & Mrs. Scherbatski: „Hast du Serien, die du gerne guckst? Oder andere Mediale Dinge?“


David Collsen: „Wenn ich dazu Zeit finde guck ich gerne mal Serien oder genehmige mir einen Zockerabend mit Freunden. Doch sowas kommt eher selten vor.“


Reporterin: „In Ordnung, vorerst bedanke ich mich, dass du dir bis hierher schon einmal die Zeit genommen hast und die Fragen ausführlich beantwortet hast. Pünktlich zum neuen Jahr kann man sagen, welche Ziele und Wünsche hast du für das neue Jahr?“


David Collsen:
„Ich habe keine Ziele, jedenfalls keine beruflichen. Ich wünsche mir aber für alle ein gutes Jahr 2017. Ein ruhiges, entspanntes Jahr, das haben wir denke ich alle verdient. Ich wünsche meiner Familie, meiner Frau nur das Beste ob gesundheitlich oder auch berufsmäßig. Auch meiner Kollegen und Freunde. Wobei…jeder wird mich bei Born to Wrestle schon noch sehen, dort werde ich um jeden Preis gewinnen wollen, also, wer noch kein Ticket für diesen Abend geholt hat. Tut es jetzt!“


Reporterin: „Eine Frau? Das überrascht mich und wohl auch viele weitere, da man sonst nichts über dein Privat Leben mitbekommen hat. Erzähl uns bitte mehr davon.“


David Collsen:
„Da hab ich mich jetzt aber verplappert. Jedoch muss ich aber sagen, dass ich nicht mehr sage. Es ist Privatsache und ich hoffe, dass man das auch so seitens der Medien lässt. Ich weiß, wie die Medien Welt von heute funktioniert und deshalb verrate ich eigentlich kein bisschen von meinem Privatleben, weil es halt den Leuten nichts angeht. Das muss zwar jeder für sich selbst entscheiden aber so sehe ich das halt.“


Reporterin: „In Ordnung, schade aber verständlich. Dann bedanke ich mich rechtherzlich bei dir, dass du dir die Zeit genommen hast für diese lange Befragung und wünsche dir viel Erfolg für die kommende Zeit.“


David Collsen: „Ich bedanke mich, dass ich bei euch sein durfte. Es hat mich sehr erfreut, diesen Termin wahrnehmen zu können.“



Damit verabschiedet sich der Kanadier von den Leuten, es gab noch ein Selfie-Foto mit den Leuten der Redaktion, welches auf die Facebook-Seite gepostet wurde und eine kleine Autogrammkarten-Aktion.
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„The dreamers of the day are dangerous men for they may act their dream with open eyes to make it possible. This I did.“.- T.E. Lawrence, Lawrence of Arabia

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