[FW] XFW Christmas Reunion

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[FW] XFW Christmas Reunion

#1

Beitragvon Golphin1701 » Di 24. Dez 2019, 07:39

XFW Christmas Reunion


24.12.2019
(aufgezeichnet am 21.12.2019)



Eigentlich hatte „Xperimental Fantasy Wrestling“ vor gut drei Jahren sang- und klanglos seine Pforten geschlossen. Ein letztlich etwas unrühmliches Ende für die einst so glorreiche FW-Promotion mit ihren knalligen Houseshows und elektrisierenden PPVs, welche früher ein Garant für gute Unterhaltung waren …

… dies dachten sich dann vermutlich auch die ehemaligen XFW – Verantwortlichen. Und so blies man kurz vor dem Fest der Feste zum großen Klassentreffen, um sowohl der alten Zeiten zu huldigen als auch im gewissen Sinne einen festlichen Schlusspunkt zu setzen. Dementsprechend gut war sowohl die Messehalle zu Erfurt gefüllt wie auch die Stimmung in dieser, wo Liga, Großevents und X-Zones dereinst ihren Anfang genommen hatten.

Mehr als 10.000 begeisterte Fans wurden von einer bombastischen Laser- und Pyroshow empfangen – wie auch das mittlerweile berühmte Kommentatorenduo Lizzy Tannenberg und Martin Sachs, welche flankiert vom letzten XFW-COO Iwan Rebstein die Fans in der Halle und an den Bildschirm auf der weihnachtlich geschmückten Entrance Stage begrüßten … und nix vom früheren Schalk vermissen ließen. Insbesondere Lizzy und Martin lieferten sich den Abend über ihre schon legendären verbalen Kabbeleien. Zum Gaudi der Fans … als auch sich selbst.
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Los ging es … zumindest unterhaltsam. Denn auf dem Papier versprach die Begegnung Lee Won gegen The Mip nicht gerade ein Feuerwerk. Doch die beiden Kult-Edeljobber mühten sich redlich zu einem ganz ansehnlichen Match, bis sie sich nach gut siebeneinhalb Minuten gegenseitig übers Seil warfen und ausgezählt wurden. Gerade Mip sah angesichts seines noch immer vorherrschende Niederlagen-Fluchs nicht gerade glücklich aus – und so überredete er den Asiaten, sich im weiteren Verlauf des Abends nochmals miteinander messen zu wollen. Traditionsmäßig – in einem Mülltonnen-Rennen! Das zog dann auch den bislang lautesten Applaus der Begegnung.

Etwas actionreicher wurde es dann im zweiten Kampf, einem Fatal-4-Way – Elimination Match zwischen vier XFW-Teams. Konkret trafen SharkHam alias Demon Larkham & White Shark, die Los Socios (Fred & Carlos Sanchez), die Los Pollos Hermannos (Chico Bonito & Sin Zuna) sowie die aus den Creed-Zwillingen Ryan und Curtis bestehende Crevolution aufeinander. Überraschenderweise erzielten die letztgenannten Edeljobber den ersten Fall des Kampfes, als ihnen einen Blind Tag gelang und sie so Zuna, the thickest Luchador ever, zu einem 3-Count aufrollen konnten. Anschließend war dann aber Schluss mit lustig – und das maskierte Horror-Team um Larkham machte seine Ambitionen mehr als deutlich. Den entscheidenden Fall gegen die Creeds fuhr allerdings Fred für die Socios ein. Somit kam es final zur Neuauflage ihres Matches von „Spring Madness 2015“ … und dieses Mal hatten die Socios das Glück auf ihrer Seite. Wenngleich Sanchez beim Einroller mit einem Hosenbund-Griff kräftig nachhalf. Das Ganze endete schließlich in einem großen Brawl aus der Halle heraus.

Das dritte Match bewies, dass in der Kürze die Würze liegt. Genauer gesagt fighteten die Männer mit den abgekürzten Namen gegeneinander: also VGT alias Valentine George Thompson sowie der Filmfreak Three Dee. Der erst kurze Zeit vor der Schließung der Liga zurückgekehrte Veteran VGT zeigte eindrucksvoll den abgeschüttelten Ringrost und bot dem Cinematic Maniac ordentlich Paroli. Der aber machte ebenfalls klar, dass er noch über Beweglichkeit von damals verfügte. VGT setzte seinen Somersault Flip daneben, so dass 3-D nach dem Director’s Cut schließlich kein Problem mehr mit dem Cover hatte.

Richtig feierlich wurde es anschließend, denn Iwan Rebstein ließ es sich nicht nehmen, verkleidet als Weihnachtsmann und begleitet von seiner Schwester, der früheren XFW-Chefin Madeleine Rebstein, ebenfalls im X-Mas-Look, Geschenke unter den Fans zu verteilen. Zumindest so lange, bis ein anderes Duo die Besinnlichkeit störte: die Arrogance Revolution, also der ehemalige Triple Crowner Trent Kobain und Cathy Jones. Kobain, der hier erstmal wieder ein wenig heelisch agierte, machte dann auch seinen Unmut deutlich, was er von der ganzen Sache hielt.
Alles mündete schließlich in einem Intergender Match der Vier, welches so flott wie hart geführt wurde. Und wie es sich für die „most wonderful time of the year“ gehörte, kam es zum versöhnlichen Ende. Iwan und Trent brawlten vor dem Ring miteinander, während Cathy Maddie zum Goodnight vorbereitete … und dabei von dieser per Inside Cradle überrascht wurde. Ein letztlich fairer Handshake folgte, wonach es im Programm weiterging.

Mit dem einstigen Ende der Promotion wurden auch die jeweiligen Championships in die Ruhephase geschickt … und erlebten an diesem Kampfabend eine einmalige Renaissance. Mit der der XFW European Championship begann man als erstes. Der letzte Titelträger Ribon schickte sich dabei an, seinen Gürtel gegen einen der selbstsichersten wie verhasstesten Fighter der Geschichte zu verteidigen: gegen E.G.O. Der egozentrische Superstar ließ es sich nicht nehmen, sein berühmtgewordenes „E.G.O will be...The Last...Man...Standing! Cut!“ einzuwerfen, um hiernach den selbsternannten Superhelden nochmals ordentlich verbal anzugreifen.
Gleiches versuchte er dann auch im Match, was zum Teil gelang. Aber Nearfalls brachten ihm den Titel nicht ein. Der verblieb letztlich beim Big Ribonsky, welcher das Jumping Knee E.G.O.s per Powerbomb nebst anschließendem Jackknife Hold konterte.

Die andere Championship – Rückkehr folgte gleich im Anschluss. Und es wurde ein wahres Dream Match. Einerseits, weil es diese Begegnung nie zuvor in der XFW-Geschichte gegeben hatte und zum anderen, weil das legendäre Dream Team beteiligt war, welches sich für diese Show ein letztes Mal vereinte. Die beiden ehemaligen Singles Champions, CM Styles und Justin Dreamer, ließen die jüngere Vergangenheit nebst ihrer Fehde links liegen und bildeten einen echten Gradmesser für die letzten Champions und jetziger PCWAler, die Partners in Crime. Der an diesem Abend wieder als „Nate Cardigan“ antretende Tempest und Matt Stone warfen allerdings alles in Waagschale, was sie hatten, und lieferten sich mit dem Traum-Duo einen über 20minütigen packenden Fight. Nearfalls und Konter wechselten sich ab und so richtig hätte die Fight eigentlich keinen wirklichen Verlierer verdient. Stone schaffte einen Inside Cradle an Dreamer, den der Kanadier zwar brach, Machinegun dabei aber so in diesen Ecke bugsierte, dass Cardigan per Blind Tag einschlagen und Justin via Slingshot Somersault siegreich aufrollen konnte. Anschließend gab es Handshakes, Umarmungen – sowie die ersten Standing Ovations des Abends.

Und es wurde nochmals voller im Squared Circle, sowohl was Personal als auch Konstruktion anging. Denn ein großer Käfig senkte sich herab – das Signal für das War Games-Match, das heuer nur mit einem Ring auskommen musste. Payback konnte man den Fight übertiteln, denn die langanhaltende Fehde zwischen der New Hydra bzw. deren altem Anführer Rob sowie dem wrestlenden DJ Pimperator kochte nochmals richtig hoch. Schließlich fehlte damals wie heute ein richtiger Schlusspunkt. Den sollte es heute gewissermaßen geben. Rob hatte seine Truppen, also Ghost, Psychodad und Lost Animus ebenso um sich geschart wie auch Pimpie sein „Beats and more“ tituliertes Rebellenteam. Dies bestand aus Kumpel und (wie er auch) Ex-Hydraler Jonathan „Bubblegum“ Jones, dem „White Wolf“ Lisa Bennett und dem Agenten-Verschnitt Tom Maverick. Wie zu erwarten wurde das Spektakel hart und brutal. Die beginnenden Ghost und Tom Maverick führten ihre kleine Fehde fort, wobei Maverick alles andere als wie ein Jobber auftrat und gegen den emotionslosen Hydra-Vollstrecker auf Augenhöhe blieb. Mehr und mehr kamen der Rest des Teilnehmerfeldes dazu, während die Unübersichtlichkeit zunahm. Parallel zum Bleeding Level. Aber letztlich kam es so wie erwartet: die übrigen Sechs hielten sich gegenseitig in Schach, während die Teamcaptains ihre Vendetta ausfochten. Und hierbei konnte Pimpie seinen verhassten Ex-Boss nach dem Turntable siegreich schultern und machte, zwar sichtlich gezeichnet, die Fehde rund.

Da es hiernach eigentlich schwer noch möglich war aufzutrumpfen, setzte man auf eine andere Form von Intermezzo. Zunächst auf ein hübsch wie athletisch anzusehendes Damen-Match. Und auch dieses war mit einem Ausrufezeichen versehen, nicht nur hinsichtlich der letztlich gezeigten Leistung. Denn eigentlich hatte die Begegnung Windy vs. Becca keinen wirklich XFW-Background: Windy als Cardigans Valet-Freundin war zwar mal als solche geplant, trat aber nie in der Liga auf. Anders der Firebug, bloß hatte man diese zuvor nie dort kämpfend gesehen.
Dem schaffte der Kampfabend Abhilfe: denn die Deutsche und die Kanadierin, beide jeweils in einer Art Gothic-Look, zelebrierten ein temporeiches Match mit etlichen Höhepunkten. Am Ende blieb aber Cardigans bessere Hälfte nach einem Backspin Kick sowie ihrem Acid Rain siegreich.

Danach war dann der Zeitpunkt gekommen, das zuvor bereits angekündigte Mülltonnen-Rennen zu starten. Anlässlich dessen hatte man große Teile der Zufahrtstraße des auf Hügeln gelegenen Messe-Geländes hinunter zur Innenstadt, abgesperrt und sowohl Mip als auch Won, beide bereits in rollbaren Müllcontainern hockend, lauerten auf den Startschuss Madeleine Rebstein, die neben der Startlinie stand…
… als plötzlich Einhalt geboten wurde: es wäre halt nicht dasselbe wie damals bei der 24. „X-Zone“, wenn das Teilnehmerfeld nicht voll wäre. Und so rollten Mips damalige Gegner, Chico Bonito und „Los Socio“ Fred mit dazu. Und dabei sollte es nicht bleiben - denn Cathy Jones wollte dem XFW-Universe zeigen, dass sie mit den Kerlen mithalten kann. Doch alle wurden mit hysterischem Lachen eines Besseren belehrt - von niemand geringerem als The Joker. Der kichernde Psychopath vollendete das halbe Dutzend des Teilnehmerfeldes, welche sich nun rennbereit machte und nach Maddie Rebsteins Startschuss aus lossauste. Los … bis auf The Mip, dem sein übliches Pech anhaften blieb: denn der Startschuss hatte eine Schar Vögel aufgescheucht, welche derart um den Mipster herumhuschten, dass dieser fuchtelnd die Kontrolle verlor, gegen einen Laternenpfahl krachte und sich ausknockte.
Das Rennen der anderen war dagegen recht spannend aufgezogen worden: neben Lizzy und Martin hatte man noch einen kleinen Coup landen können und Formel 1 - Experte Florian König dazu geholt, welcher aus dem Off das bizarre Rennen entsprechend kommentierte. So verfolgten die Fans und Zuschauer zunächst den erbitterten Kampf Chicos gegen Fred … der dann nebst Remplern und Bump-Aktionen mit einer Fahrt ins Gleisbett der Straßenbahn endete, sodass für die beiden erst einmal Schluss war. Eine gelbe Safety-Tonne rollte zwar hinein - doch die vorbeidonnernden Jones, Joker und Won interessierte dies nicht, welche ebenfalls ineinander verkeilt waren. Cathy fightete sich dann jedoch frei und gab Won einen derartigen Punch, dass dieser zur Seite, gegen den Bordstein rollte und von dort im hohen Bogen aus seiner Tonne und gegen eine geschmückte Tanne am Straßenrand flog.
Somit lag die Entscheidung zwischen Cathy und dem Joker, welche derart miteinander im Clinch lagen, dass sie gegeneinander fuhren und sich so gegenseitig die Geschwindigkeit herausnahmen. Die Ziellinie war bereits in Sicht…
… als plötzlich eine weitere Tonne an ihnen mit hohem Speed vorbeiraste: es war das Gefährt von Mip, der noch immer ausgeknockt darin lag und scheinbar nicht mitbekommen hatte, dass sich seine Tonne selbstständig gemacht hatte. Jones und der Joker bemerkten dies auch, doch ihre Bemühungen, gemeinsam den Runaway Mipster aufzuhalten, schlugen fehl, da sie sich nur umso mehr gegenseitig behinderten. Und so rollte der Mann mit dem Pechfluch als erster über die Ziellinie - und wachte von den Jublern und Glückwünschen der Umstehenden geweckt dann auch endlich auf.

Und schließlich kam es zum großen Mainevent, dem Kampf um die XFW Universal Championship. Und auch diese Konstellation hatte es bereits auf der großen Bühne der Promotion gegeben, allerdings unter anderen Vorzeichen. Denn im Unterschied zu „Spring Madness 2012“ trug diesmal nicht Urgestein Lionheart das höchste Gold, sondern XFWs letzter Champ Vivid Burst. Komplettiert wurde das Kontrahentenfeld schließlich vom legendären Biking Champ Hellraiser, der wie früher auf seiner Harley zum Ring gebraust kam.
Im Ring ging es dann genauso heiß her wie anno dazumal - sogar noch eine Spur heißer, denn die Neuauflage fand als TLC - Match statt. Eine ideale Steilvorlage … von der das Trio ausgiebig Gebrauch machte. Und so wurden die Zuschauer eine gute halbe Stunde lang mit akrobatischer wie harter Action unterhalten. Es gab den Lion‘ Wrath mit Raiser durch einen Tisch (mit Burst darauf) wie auch den Harley Slam in eine Reihe aufgestellter Stühle. Guitar Hero Burst nahm sich kurzzeitig selbst aus dem Spiel, als er den Holy Shot - Move des Abends, einen Spiral Tap von einer hohen Leiter aus dem Ring heraus auf zwei Tische, zwar durchzog, das Löwenherz aber vorher ausweichen konnte. Der stand mehrfach vor dem neuerlichen Titelgewinn, wurde vom Biker aber immer wieder aufgehalten. Dem gelang schließlich der Cliffhanger von der Leiter …
… und durch einen Tisch hindurch, welchen der zurückgekehrte Burst schnell hineingeschoben hatte. Er schaffte es dann auch zu seinem Gold, hängte es ab und verteidigte es letztlich.

Somit blieben alle Titel bei den letzten Champions - und die Fans mit einem guten Gefühl zurück. Iwan und Madeleine Rebstein holten dann noch einmal den gesamten Kader in den Ring, worauf er den Fans für ihr Kommen dankte und ihnen auf diesem Weg ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest wünschte.
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… und dies - wünscht der Schreiber dieser Vintage-Zeilen ebenfalls!!!
„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“

"Es ist gut möglich, keine Fehler zu machen und doch zu verlieren. Das ist kein Zeichen von Schwäche - das ist das Leben."

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