Die Entstehung von Kaito Tokugawa [Blogbeitrag vom 11.06.2015]

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Die Entstehung von Kaito Tokugawa [Blogbeitrag vom 11.06.2015]

#1

Beitragvon Tokugawa » Do 11. Jun 2015, 21:37

Im Zuge des Versuches ein BLOG auf den eigenen Mietserver zu installieren habe ich diesen kleinen Beitrag verfasst, weil mir mal danach war nochmal darüber zu reflektieren. Hier also der Beitrag:

Die Entstehung von Kaito Tokugawa: ein Gimmick wird geboren

Als ich im Jahr 2008 zum ersten Mal die Idee hatte einen japanischen Charakter zu spielen, hätte ich nicht gedacht, dass ein Charakter wie Tokugawa im Fantasiewrestling jemals Erfolg haben könnte.

Die damaligen Strukturen des Charakters waren einfach zu umfangreich und in meinen Augen auch zu unflexibel, als dass es ein spielbares Konzept hätte werden können. Ich hatte bei der Sammlung erster Ideen einfach zu viel Material aus der Zeit der Samurai verwendet, so dass der Charakter beim Versuch erste Segmente zu schreiben mehr wie eine Filmfigur wirkte. Es fiel mir schwer mich bei der Entwicklung auf die wesentlichen Punkte eines Charakters konzentrieren. Ich wollte einfach wieder viel zu viel in einem Charakter stecken, wie schon so oft bei unzähligen Charakteren zuvor.
Plötzlich kam mir die Idee die ersten Schritte mit einer unglaublichen Überheblichkeit zu prägen. Ich meldete den Charakter in zwei Ligen an und versuchte ihn einfach als überheblichen Bösewicht dastehen zu lassen, der schlicht und einfach keine Lust hatte seine Kampftechnik vor ausländischem Publikum zu präsentieren.

Vor jedem Match kündigte Tokugawa große Versprechen an, die er am Ende nicht einhält, da er regelmäßig sein Match nach etwa 5 Minuten Matchzeit verließ. Mit diesem ersten Konzept gelang es mir bei den Lesern eine gewisse Neugier auf den Charakter zu wecken, die mit der Zeit jedoch wieder nachließ.

Nachdem es mir jedoch nicht gelang den nächsten Schritt zu gehen bzw. zu finden ließ ich den Charakter wieder fallen, um mich anderen Gimmicks zuzuwenden.

Als ich im Spätsommer 2014 durch CJ die Nachricht erhielt, dass sich in der Genesis Wrestling Society ein Spieler wieder willkommen sei, suchte ich natürlich fieberhaft nach einem Modell, das sich umsetzen konnte. Es sollte ein Charakter sein, den ich nie zuvor gespielt hatte und den es in dieser Form noch nie zuvor in Genesis Wrestling Society gab.

So kam ich wieder auf Kaito Tokugawa. Doch diesmal sollte es anders werden. Ich versuchte mir einen Puroresu Wrestler vorzustellen, dessen komplette Ausrichtung sich mehr am sportlichen Weltgeist orientieren sollte, als ein Gimmick zu präsentieren. Da aber Genesis Wrestling Society eine Liger darstellt, die sehr viele rollenspieltechnische Möglichkeiten bot, entschloss ich mich dann doch den Charakter ein mittelalterlichen Touch zu geben: ich erklärte ihm schlicht zu einem modernen Krieger Japans.

In der japanischen Geschichte herrschte die Familie Tokugawa über mehrere Generationen als Shogun neben den Kaiser über das Land und war somit eine starke und präsente Macht. Ein Shogun wurde im alten Japan als eine Art Alleinherrscher gesehen, der einen gottähnlichen Status besaß und somit dem Kaiser von Japan die Stirn bot. In manchen Epochen der japanischen Geschichte war sogar der Shogun die Ware treibende Kraft. Es wurde behauptet, dass er der stärkste aller Krieger sei und aufgrund dessen sein Machtanspruch beruhe.

Also verlieh ich dem Wrestler Tokugawa eben diesen Machtanspruch und versuchte ihn als einen zukünftigen König darzustellen, der aus purer Rache nach der Wiedererrichtung der alten japanischen Shogunate strebt. Mit einem Ziel vor Augen konzentrierte ich mein Rollenspiel also auf das Genesis Wrestling Society Fallen Kingdoms Turnier.

Doch schon nach dem ersten Monat erschien mir das Konzept zu eintönig und so versuchte ich dem Japaner eine an Privatsphäre zu geben, die er ins geheime in der Kleinstadt Needles ausleben durfte.

Dieser (neue) Charakterzug ermöglicht es mir den Japaner emotionaler, abseits der Heimat auszuleben und als vielschichtige Persönlichkeit darzustellen. Zur Unterstützung dieser Charaktertiefe habe ich weitere Charaktere wie The Great Rayako, Shinzar und auch Sake hinzugefügt.
Die Einzigartigkeit des Side Charaktere liegt darin begründet, dass jeder von ihnen eine feste Rolle in Tokugawas Leben einnimmt und dabei zeitgleich auch ein festes Element in der Tradition des alten Japans darstellt. So wird in meinen Geschichten the Great Rayako stets als weiser Lehrmeister auftreten, der bemüht ist den Fürsten auf den richtigen Weg zu weisen.

Shinzar spiegelt das Doppelgesicht wieder, in dem er sich auf der einen Seite als Tokugawas Diener und engster Berater ausgibt, während er zeitgleich auf der anderen Seite für Tokugawas Eltern arbeitet. Shinzar ist ein Shinobi, ein Schattenkrieger auch als Ninja bekannt, der eine eigene Rolle in der Geschichte spielt und die Dinge erledigen wird, die getan werden müssen. Im alten Japan war‘s üblich, dass die mächtigen Fürsten sich mit den Clans den Ninja Verbündeten um ihre Ziele im verborgenen erreichen zu können, wenn dies notwendig war und dennoch die Existenz der Ninja verleumden. Dieser Geist Japans wird halt durch Shinzar verkörpert.

Sake als Tochter eines laufenden Ronins steht für die Sünde und den Fall in Ungnade. Als Tochter eines herrenlosen Samurai kann sie es sich erlauben ihr Leben so auszuleben, wie sie es selbst für richtig hält ohne dabei auf das hören zu müssen, was die alten Herrschaften in Japan über sie sagen. Somit hilft sie Kaito Tokugawa auf ihre ganz persönliche Art und Weise das freie Leben und die freie Liebe für sich zu entdecken und ein Leben zu führen, dass Tokugawa aufgrund seiner Abstammung auch im modernen Japan nicht möglich wäre.

Insgesamt macht diese einzigartige Mischung aus Tradition, Wrestling und modernen Charakter dass Tokugawa Gimmick aus und ist für mich persönlich auch der Grund, warum das Spielen dieser Rolle so viel Spaß macht.

Ich weiß, dass ich mit diesem Beitrag unseren heiligen Kayfabe gebrochen habe, hoffe aber dennoch meinen Lesern einen tiefen Einblick in die Charakterstruktur gegeben zu haben. Auf meinem Blog werde ich noch weitere, nie benötigte Segmente nach einer Überarbeitung der Rechtschreibung veröffentlichen.
Ein Mensch wird in hundert Jahren nicht vollkommen,
aber verdorben wird er in weniger als einem Tag.


Bild

NO GIMMICKS NEDED

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