[ON GIMMICK] Der Battle Royal - Skits Thread

Allgemeine Informationen und Diskussionen zu ATHENA

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Beitragvon Der Brügelrausschmeißer » Fr 8. Apr 2016, 22:38

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Auch wenn es diejenigen Wrestling-Fans, die ein bisschen tiefer in die Materie als das allwöchentlich stagnierende Sports Entertainment-Produkt im TV getaucht sind, schon wussten, weil sie dank des sogenannten Dirtsheet-Retortenjournalismus zu jeder Zeit über alles hinter den Kulissen informiert sind, ruft die düster-martialische Logo-Einblendung des Religion of Death-Stables bei den meisten von ihnen doch immer noch konsterniertes Stirnrunzeln hervor. Ashley Stanton – einstiges „High School Sweetheart“, ehemaliges Aushängeschild des Women’s Wrestlings in Nordamerika sowie erste Titelträgerin der ATHENA Championship nun dauerhaft beim ältesten, noch aktiven Major Player des Europäischen Wrestlings? Teil jenes irrsinnigen Hortes, der solche Schreckgestalten wie den „Schlächter“ Robert Barker, den erratischen Azrael Rage oder das undurchsichtige Anarchisten-Kollektiv Nicotine & Bacteria hervorgebracht hat? Es klingt auch jetzt noch, Monate nachdem die Tinte auf dem Papier der Vertragsmappe getrocknet ist, bizarr. Besonders für all jene Zyniker aus der IWC, die in der Phoenix Crossover Wrestling Association immer noch eine makabre Parodie auf das „Höher, schneller, weiter“-Prinzip sehen, das seit einigen Jahren im Pro Wrestling Einzug gehalten hat.

Von dieser Bizarrheit könnten die natürlich blassen und nach wie vor jugendlich wirkenden Züge der 27-jährigen Frau hunderte Geschichten erzählen. Ein gutes, halbes Jahr ist es nun her, dass die Brünette, die ihre schulterlange, kastanienbraune Mähne als elegante Hochsteckfrisur trägt, einen Exklusivvertrag bei der PCWA unterschrieb, der ihr mit dem Segen des Offices einen Auftritt bei AMA-ZONE #20 ermöglicht. Es ist aber nicht nur das anmutige Auftreten der jungen Frau aus Kansas City, Missouri, die für diese Videoaufnahmen ein fuchsien-farbenes Cocktailkleid, silberne, offene High Heels und einen ihr Dekolleté betonenden Silber-Anhänger trägt. Es ist vor allem ihr ernster, bisweilen unterkühlter Gestus in Kombination mit ihrer wie leergefegt wirkenden Umgebung des Fight Clubs, der Trainingsstätte der Religion, der den Unterschied zwischen der damaligen und der heutigen Ashley Stanton verdeutlicht. Ja, sechs Monate im Haifischbecken der PCWA und ein weiteres Halbes voller Rückschläge bei ATHENA haben die sonst so lebenslustige und aufgeweckte Wrestlerin verändert. Ein mancher möchte behaupten zum Schlechten…

Die hellrosa farbenen Lippen bilden ein schmales Lächeln ab, die himmelblauen Augen fokussieren die Kameralinse. Dann beginnt die erste Titelträgerin in der Geschichte ATHENAs zu sprechen. Zu jenen, die noch gewillt sind, ihr zuzuhören.

Ashley Stanton: „Es fühlt sich gut an, nach all der Zeit wieder nach Hause zurückzukehren. Und das, obwohl mein Gig bei AMA-ZONE #20 noch über zwei Wochen vom heutigen Tag in der Zukunft und fast 5000 Meilen von Berlin entfernt ist. Allein der Gedanke löst in mir jedoch ein wohliges Gefühl aus. Nicht nur weil die schönen Erinnerungen immer noch so frisch sind, sondern weil mit der zwanzigsten Ausgabe der ATHENA-Flagship Show auch das größte Wrestling-Match stattfinden wird, dass diese Promotion jemals gesehen hat – eine Battle Royal um den ATHENA Title.“

Nach wie vor lächelnd, malt die Brünette mit ihrer rechten Hand eine imaginäre Schlagzeile in der Luft und wirkt dabei fast ein wenig ehrfürchtig. Dann wendet sie sich wieder der Kamera zu.

Ashley Stanton: „29 Frauen kämpfen darum, der aktuellen Titelträgerin Ophelia das Titelgold streitig zu machen. 29 Frauen aus den verschiedensten Winkeln der Erde, die alle ihre eigene mitreißende Geschichte zu erzählen haben und Anspruch darauf erheben, sich in die Reihen von Frauen wie Dianna, Ophelia, Roxanne Chaykin oder mir einzureihen. Und weil jedes Mädchen als kleines Kind einmal davon träumt, ihre ganz persönliche Cinderella-Story zu erleben, betonen sie auch alle, wie sehr sie schon immer von dieser einzigartigen Chance geträumt haben und dass sie alles geben werden, um diesen großen Traum wahrzumachen. Genau wie ich. Genau wie ich es damals tat, als ich bei AMA-ZONE #7 kurz davor stand, den Titel zu erringen und ähnlich egoistisch argumentiert habe, wie ihr es nun tut. Ich habe meinen steinigen Pfad als Rechtfertigung dafür benutzt, dass ich für meine Willensstärke, mein Durchhaltevermögen und meine Treue zum Business mit einem Titelerfolg vom Schicksal hätte belohnt werden müssen. Fortuna meinte es an dem Abend scheinbar gut mit mir und tatsächlich hatte ich das Glück, die erste Frau zu sein, die diesen Titel halten durfte. All die Arbeit und Hingabe, die ich in unsere aller Leidenschaft gesteckt hatte, zahlte sich endlich aus – ich war sprichwörtlich „on top of the world“. Was ich damals bei AMA-ZONE #7, als ich diesen Moment absoluter Glückseligkeit mit aller Macht Realität werden lassen wollte, allerdings noch nicht begriff, war, wie vollkommen falsch und naiv dieses Denken von mir in Wirklichkeit gewesen ist. Die Wahrheit sah nämlich völlig anders aus, wie ich heute weiß. Die Wahrheit ist, dass mein Weg in diesem halsabschneiderischen Geschäft nie etwas Besonderes war.“

Für die Dauer eines Herzschlags zucken die Mundwinkel der jungen Frau aus KCMO noch einmal hoch, bilden ein sardonisches Lächeln ab, das so wirkt, als würde sie das Erklimmen ihrer steilen Karriereleiter aus einem unerfindlichen Grund bedauern. Oder vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass ihr Engagement bei der PCWA sie wieder ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen geholt hat.

Ashley Stanton: „Die gefühlten oder tatsächlichen hunderttausend Male, als ich in der Wrestlingschule den Staub der Ringmatte gefressen habe – diesen Geschmack kennt ihr auch. Mein Rücken, der nach so vielen Bumps, dass ich sie nicht mehr zählen konnte, wund und voller blauer Flecken war – dieses Gefühl kennt ihr auch. Als ihr bei euren ersten Auftritten vom schmierigen Locker Room Leader der lokalen Indie-Liga gefragt wurdet, ob ihr ihn für ein paar Minuten hinter die Turnhalle begleiten wollt, weil er dachte, ihr seid eine Ringrat – …nun, ich denke den meisten von euch kommt auch das irgendwie bekannt vor. Nichts von all dem, keine Anekdote über wacklige Ringe in windschiefen Scheunen, Fans, die ihre Grenzen nicht kennen oder zwielichtige, chauvinistische Promoter ist etwas Außergewöhnliches, weil euch diese Geschichten in dieser oder ähnlicher Form ebenso widerfahren sind wie mir. Wir sind alle gleich. Wir sind alle den gleichen Weg gegangen, um hierherzukommen und zur rechten Zeit am rechten Ort einen Shot auf Ophelias Titel einzulösen und uns einzureden, dass wir es vor allen anderen Frauen, die unter dem Banner von ATHENA antreten, am meisten verdient haben, das Gold siegreich emporzurecken. Auch darin unterscheide ich mich nicht von euch, meine lieben soon-to-be Locker Room-Kolleginnen… Allerdings gibt es eine entscheidende Sache, die mich von den meisten von euch differenziert…“

Kunstpause. Eine Sekunde des Schweigens, in der die Brünette, wie um diese noch extra hervorzuheben, ihren rechten Zeigefinger ausstreckt.

Ashley Stanton: „Ich bin mir der Verantwortung bewusst, die es braucht, um diesem Titel als Trägerin die nötige Ehre zu erweisen.“

Wieder vergeht ein retardierendes Moment. Die Angehörige der Religion of Death legt dabei neckisch ihren Kopf schief und schaut mit gespielter Verblüffung auf den im Kameralicht beinahe alabasterfarbenen Gesichtszügen in die Kameralinse.

Ashley Stanton: „Sag bloß! Es gibt ein Leben nach der Battle Royal?! Und der Titel ist nicht bloß ein überdimensionales Accessoire, mit dem man auf dem Coachella die Blicke aller Frat-Bros und Hipster-Girls auf sich zieht?! Guess what, bi*bleep*: Ein Titelgewinn bedeutet mehr, so viel mehr, als nur ein Eintrag in die Geschichtsbücher von ATHENA und die süchtig machende Aura von Anerkennung und Neid. Ihr könnt euch gar nicht ausmalen, was das bedeutet. Nicht mal Ophelia ist dazu imstande, und das, obwohl sie die amtierende Titelträgerin ist. Ich hingegen bin neben Dianna die einzige Frau in diesem Business – und ich meine in diesem ganzen, verdammten Business –, die weiß, was es bedeutet, diesen Titel und damit das gesamte ATHENA-Projekt angemessen zu repräsentieren. Und das für 343 Tage.“

Sie lässt diese Zahl für einen Augenblick unkommentiert im Raum stehen. Ob diese drei Stellen heute oder in ein paar Jahren von Bedeutung sein werden, sollen die selbsternannten Wrestling-Chronisten der Dirtsheets entscheiden.

Ashley Stanton: „An jedem einzelnen dieser Tage durfte ich den ATHENA Title halten und an jedem einzelnen dieser Tage war seine schwerwiegende Krone Ehre und Bürde zugleich. Weil dieser Titel mehr war als ein verziertes, funkelndes Stück Edelmetall. Weil er für uns Frauen mehr wert war, als jeder andere Titel auf der Welt. Weil seine symbolische Strahlkraft ein Leuchtfeuer für unsere Zunft und für unsere harte Arbeit war… war! Denn leider hat Ophelia dem mit ihrem Titelgewinn ein jähes Ende bereitet. Indem sie trotz Gothic Lolita-Makeover das macht, wofür man sie seit Jahren kennt. Lügen. Betrügen. Und einfach so wirkt ein Titel, für den ich dankbar bin, dass ich an seiner Prestigetracht teilhaben durfte wie jeder andere x-beliebige Belt einer x-beliebigen Women’s Division einer x-beliebigen Promotion. Durch den Schmutz gezogen, das Antlitz verunreinigt. Poof!“

Mit einer Handgeste, bei der sie ihre geschlossenen Finger unvermittelt auseinanderspreizt, deutet die PCWA-Wrestlerin eine Explosion an.

Ashley Stanton: „Mir ist vollkommen bewusst, dass ihr alle mit wenigen Ausnahmen keinerlei Gedanken an so etwas verschwendet. Wie ich schon sagte: Ihr seht die Chance auf einen Titelgewinn und ergreift sie, weil ihr für euren teils jahrelangen Wochenend-Grind endlich die Früchte eurer Leidenschaft ernten wollt, obwohl Frauen wie ich seit Tag 1 dabei waren und dabei halfen, ATHENA zu der Instanz für das weltweite Women’s Wrestling zu machen, die sie heute ist. Das ist okay für mich und ich fordere dafür von euch keinen Respekt ein, weil meine Heimat nun ohnehin eine andere ist… aber erwartet von mir nicht, dass ich dabei zusehe, wie die Ratten auf dem Kahn das Steuer übernehmen und lachend und feiernd auf die Klippen zuhalten. Bevor Ophelia oder irgendeine andere von euch Gold Diggern den ATHENA Title bei der Battle Royal gewinnt, werde ich Himmel und Hölle in Gang setzen, um das zu verhindern. Und wenn es bedeutet, dass ich als nunmehr externe Wrestlerin den Titel weitere 343 Tage oder länger ‚blockieren‘ muss... Well, deal with it.“

Eine final klingende Ansage an die restlichen 29 Teilnehmerinnen der Battle Royal, die keinen Zweifel daran offenlässt, wie ernst es der Amerikanerin aus dem Mittleren Westen immer noch um dieses Projekt ist, obwohl sie technisch gesehen kein Teil mehr davon ist. Dann weicht ihre steinerne Miene plötzlich auf und ein Lächeln schleicht sich einmal mehr auf ihr Antlitz. Anders als zuvor ist dieses jedoch kalt, berechnend, fast schon niederträchtig und überhaupt nicht dem Bild entsprechend, das noch in der Erinnerung der meisten ATHENA-Fans abgespeichert ist.

Ashley Stanton: „Mir fällt gerade ein, dass ich doch noch etwas in persönlicher Sache loswerden möchte und das gilt einer ganz besonderen Frau: Kathy. Mein BFF, mein Bestie – Kathy Strong.“

Diejenigen, die das PCWA-Produkt verfolgen, wissen bereits, dass sich aus der ursprünglich sportlichen Rivalität zwischen Kathy Strong und Ashley Stanton seit sie sich in Berlin wieder über den Weg gelaufen sind, eine regelrechte Feindschaft entwickelt hat. Scheinbar ist nun der Moment gekommen, da diese Feindschaft sich auch auf ATHENA ausweitet. Ashley Stanton macht jedenfalls keinerlei Anstalten, das Ganze als riesengroß angelegten Prank aufzulösen. Ihr scheint es ernst zu sein.

Ashley Stanton: „Wie du ja selbst weißt, konnten wir nach dieser Sache beim Brawlin' Rumble XI nicht mehr miteinander reden. Vielleicht hat dir Chris McFly meine durchaus ernstgemeinten Grüße und meine Sorge um dich mitgeteilt, obwohl ich ehrlich gesprochen nicht daran glaube. Scheinbar war das aber auch gar nicht nötig, schließlich hast du im Rumble-Match selbst wieder einen äußerst vitalen und entschlossenen Eindruck gemacht und es sogar geschafft, mich – deine ewige Rivalin – über das oberste Seil nach Draußen zu befördern. Das freut mich. Sehr sogar. Weißt du nämlich, was für uns zwei Hübschen bedeutet? Ich kann die Samthandschuhe endlich wieder von den Fingern streifen und da weitermachen, wo ich zuvor aufgehört habe, indem ich mich für deine kleine Geste beim Rumble-Match bei dir revanchiere und es zu meiner persönlichen Aufgabe machen werde, dich aus der Battle Royal bei AMA-ZONE #20 zu eliminieren und deine rosa schimmernde Traumblase vom Gewinn der ATHENA Championship so ein weiteres Mal zum Platzen zu bringen.“

Ashley stockt. Greift daraufhin nonchalant in ihr Dekolleté und zieht von dort einen kleinen Zettel hervor, den sie auseinanderfaltet und in die Kamera hält. Auf ihm befindet sich lediglich eine Zahl.
#24

Ashley Stanton: „Das ist meine Startnummer – eine ziemlich Gute, wenn du mich fragst. Nun weiß ich natürlich nicht, ob dir das Glück der Lostrommel ebenso hold war wie mir, aber unseretwillen, hoffe ich, dass du mindestens so lange durchhältst, bis wir Zwei uns im Squared Circle wiedersehen werden. Und sollte dir das Schicksal am Ende sogar noch bessere Karten zugespielt haben, als mir...“

Eine abwinkende Geste.

Ashley Stanton: „Ach, ist ja eigentlich auch egal. Wir wissen beide, dass du mich nicht meiden können wirst, selbst wenn du die #30 gezogen haben solltest. Ich werde in diesem unwahrscheinlichen Fall definitiv sicherstellen, dass wir uns begegnen. Am Ende werde ich nämlich die eine Frau sein, die als letztes im Seilgeviert steht. Am Ende werde ich die eine Frau sein, die den ATHENA Title mit beiden Händen gen Hallendecke reißt. Am Ende werde ich die eine Frau sein, die ATHENA vor den mittelmäßigen Athletinnen anderer Indie-Ligen bewahrt, die ATHENA vor dem verdorbenen Unrat aus der GWS beschützt, die nicht zulässt, dass selbstverliebte Prinzessinnen den wichtigsten Titel des Women's Wrestlings als hübsches Accessoire spazieren führen, die alles dafür tun wird, dass dieser Titel nach Ophelias schändlicher Regentschaft denselben Glanz erreicht wie zuvor. Weil ATHENA etwas Besseres verdient hat als dich. Weil ATHENA etwas Besseres verdient hat, als all die anderen Flittchen. Und mit meinem Sieg werde ich dafür sorgen. Ich werde dafür sorgen, dass es ATHENA wieder besser gehen wird. Also...“

Sie hält inne, formt mir ihren feingliedrigen Händen ein Herz. Alte Gewohnheit. For old times‘ sake.
<3
Ashley Stanton: „Wir sehen uns in Vancouver.“
Zuletzt geändert von Der Brügelrausschmeißer am Sa 23. Apr 2016, 20:11, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon Baron Bourbon » Sa 9. Apr 2016, 03:00

[Maou]





1.000 Kirschblüten umwehen die einsame Gestalt am Waldesrand, kreisen im Wind wie die Gedanken und Träume der Menschen in diesem Land der aufgehenden Sonne.
Doch die Dunkelheit der Nacht verdeckt alle Farben, verbirgt sie hinter einem Schleier aus Grau und Schwarz bis sie komplett verschwunden sind. Sie verbannt sie aus dem Land und sie verbannt sie aus unserem Geist, bis auch unsere eigenen Werte und Moralvorstellungen hinter diesem Schleier verschwinden. Das, was die Dunkelheit dem Land antut, tun wir schließlich auch einander an. Jeden Tag. Immer und immer wieder.
"Was mir von Kindesbeinen an Kraft verliehen hat, war die Ungerechtigkeit und die Art, wie bestimmte Individuen, die es am wenigsten verdienten, immer zu gewinnen schienen. Mein Vater war selbst einer dieser Menschen. Er hat in der Macht der Dunkelheit geschwelgt.. unwissend, wer oder was darin auf ihn lauern würde. Es kümmerte ihn nicht. Unbeirrt ritt er auf hohem Ross durch die Nacht, der Vater mit seinem Kind. Zerrte mich mit sich mit in den finsteren Wald der Korruption. Die Schatten haben ihn verschlungen, doch mich.. mich hat in dieser Nacht der Erlkönig errettet."
Die Stimme klingt weiblich und stark, bricht jedoch im letzten Satz. Sehnsüchtig, als würde sie in Erinnerung schwelgen, senkt sie sich zunehmend herab zu einem Flüstern, kaum lauter als der Wind.


"'Maou'. Sein Name war 'Maou'."
Die Gestalt tritt aus den Schatten der Bäume. Unter dem dunklen Trenchcoat zeichnet sich eine athletische, wenn auch nicht sonderlich kräftige Gestalt ab. Lange, schwarze Haare wehen im Wind und umspielen das verträumte, jung wirkende Gesicht der zum Vorschein kommenden Japanerin, die verspielt eine der Haarsträhnen langsam um den Finger wickelt.
"Er formte meinen Körper und meinen Geist. Er nahm den Kern meiner Lügen und schmiedete daraus eine Waffe der Wahrheit. Ich sah die Feuer am Firmament, wie sie meine Vergangenheit und Zukunft verbrannten, um sie neu beschlagen zu können. Um mich zu härten lies er mich fallen.. hinein in den Abgrund meines eigenen Versagens. Unter mir marschierten meine Zweifel auf wie eine Armee aus Soldaten, doch fielen sie rasch in Legionen.. denn die Wucht meines Aufprall fegte sie von ihren Füßen. Ich trage noch heute die Narben in meiner Haut und meiner Seele von jenem Tag an dem ich das erste mal die Klinge spürte.. als ich zum ersten Mal das Schwert ergriff!"
Die Kamera zoomt noch näher heran und lassen in den asiatischen Gesichtszügen der Frau ein freudiges Lächeln erkennen.

"Sein Name war 'Maou'. Und auch mein Name wurde 'Maou'. Ich war sein Schüler und wurde zum Meister.. denn er schuf mich nach seinem Ebenbild."

Das Lächeln wird selbstsicherer und breiter, während sie zeitgleich die Arme ausbreitet.
Maou: "Und nun bin ich bereit! ATHENA! Göttin des Krieges, endlich erhöre ich deinen Ruf! Breite deine blutigen Arme aus und empfange deine Tochter, die sich dir zu Ehren willig in die Schlacht stürzt.. denn jedes Kind braucht nicht nur Vater.. es braucht auch eine Mutter!"
Mit einem Mal bricht ein helles, freudiges Kichern aus ihr heraus. Süß wie Honig, unheilvoll wie das Rascheln der Büsche in der Nacht.

Maou: "30 werden es sein, die dir ihre Aufwartung machen und ihre Opfer vor dich bringen, ATHENA. Und 29 werden scheitern! Die Meisten von ihnen gingen bisher mit dem Glauben durch das Leben, dass es immer jemand gibt, der ihnen zur Seite steht.. den sie anrufen oder an den sie sich wenden können, wenn alles den Bach runter geht. Eltern, Freunde, ein Lehrer, die Polizei.. Gott. Bis sie dieses Mal den Ring betreten werden. Bis sie diese Battle Royale betreten und zwischen ihren Seilen gefangen sind, nur sie.. und ich.. und das Unvermeidbare. Bisher wähnten sie sich sicher.. Safe and sound. Doch an diesem Abend wird das Eis unter ihren Füssen schließlich brechen.. und plötzlich stellen sie fest, dass darunter nie etwas anderes war als die Kälte und die Dunkelheit!"

Das Lächeln gefriert. Maous Blick wird hart, als sie die Kamera fixiert.
Maou: "Ihr da draußen mögt glauben, dass die Massen uns mit tausend Stimmen taub machen, aber hört gut auf das Geschrei, denn mit jedem sich wiederholenden Ausbruch, so unterschiedlich er auch sein mag, so unzählig oft er auch stattfinden mag.. erwacht eine uralte Macht, die jeden Lärm anzieht, bis der Chor nur noch zwei Seiten bildet, die einander bekämpfen. Dieser verrückte Strudel hält uns alle in einem Griff, der nicht gebrochen werden kann. Und ihr mit euren arroganten Lächel und Kriegsmasken, ihr mit euren Wristbands, durchnässt von Tränen und Schweiß. Ihr mit dem sardonischen Grinsen, hinter dem Furcht und Selbsthass schreien.. selbst ihr, die ihr nur als stumme Zeugen unserer gegenseitiger Vernichtung abseits steht, zu betäubt um zu handeln - es ist alles eins. Ihr seid alle eins. Die blutigen Linien sind gezogen, werden im Abwenden von Gesichtern, im Verstopfen von Ohren und in kalter Leugnung verfochten und jedes Gespräch erweist sich schließlich als Nutzlos und Wertlos. Werdet ihr dennoch an dem Glauben festhalten, dass eine Veränderung möglich ist? Dass Wille und Vernunft den Wunsch der Leugnung überwinden kann? Dann sei bereit für mein Geschenk, ATHENA.."
Die rechte Hand der Japanerin gleitet in die Manteltasche und zückt daraus eine Kugel. Nachdenklich betrachtet sie sie im fahlen Licht des Mondes.

Maou: "Ihr badet im Blute eurer Taten und wandelt durch den Nebel des Vergessens, doch ich ... ich vergesse nie. Ich schreibe die Geschichte in Form der Liste meiner Sünden, doch wenn ich gehe lest ihr mein Vermächtnis in euren Namen, gemeißelt in harten Stein auf kalten Gräbern, die das beinhalten, was ich zu Lebzeiten nicht anders euch mehr geben kann: Die Wahrheit und den Frieden.


Ich komme in Frieden.
Ich bringe euch den Frieden.

Ihr reitet auf hohem Ross durch die Nacht und ich bin da um euch zu retten. Wie der Erlkönig einst mich errettete."

Die Kugel fällt aus ihren Händen. Langsam rollt sie den Hügel hinab, auf die Kamera zu, bis ihre Zahl - umgeben von Kirschblättern - direkt vor der Linse für alle sichtbar liegen bleibt:

Es ist die Startnummer 23.

Maou: "Such lovely games I'll play with you.."


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Zuletzt geändert von Baron Bourbon am Sa 9. Apr 2016, 12:48, insgesamt 4-mal geändert.

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#13

Beitragvon M.A.D. » Sa 9. Apr 2016, 16:30

Sie sagen, du bist klein, aber das hatte dich noch nie gestört.
Sie sagen, du wirst nie den großen Wurf landen, aber auch das hatte dich noch nie gestört.
Sie sagen, du wirst immer auf ganzer Linie versagen und du bist nur das kleinste Hindernis, auf dem Weg zur ATHENA Championship für die anderen.
Doch du wirst sie eines besseren belehren.
„Wer mich noch nicht kennt, mein Name ist Opalia! GWS' best female midget Wrestler und Teilnehmerin an fünf Battlefields. Außerdem nahm ich an mehreren Contests teil und wurde im Jahr 2013 Miss Wet T-Shirt.“

Sie sagen, du bist nicht mehr als ein Sexobjekt.
Sie sagen, deine Erfolge wären lachhaft.
Sie sagen, DU bist lachhaft.
Doch du wirst sie eines besseren belehren.


„Sind das keine großartigen Erfolge? Nein? Jede Erfolgsserie fängt klein an und nicht bei jedem, folgt Erfolg auf Erfolg. Die größten Wrestler haben klein angefangen und sich nach und nach ihre Erfolge gesichert und in diesem Jahr bin dran.“

Sie fragen sich, ob du das wirklich ernst meinst.
Sie fragen sich, ob du diese Promo unter Drogen aufgenommen hast.
Sie fragen sich, wie du diese Sätze mit ernstem Unterton aussprechen kannst.


„Es wird Zeit, dass sie alle erkennen, dass Größe nicht alles ist. Sie alle werden erkenne, dass die kleinste Teilnehmerin im Ring eine der Top Favoriten auf die ATHENA Championship ist. Sie werden mich alle unterschätzen und wenn ich am Ende den ATHENA Championshiptitel nach oben halte, dann werden sie erkennen, dass sie den größten Fehler ihres Lebens begangen haben."

Du weißt, dass du es schaffen kannst.
Du wusstest es schon immer.
Deine Zeit ist gekommen.


"Die Zeit für die erste ATHENA Championesse, die kleiner ist als der Durchschnitt, ist gekommen. Wir hatten das "High School Sweetheart" Ashley Stanton, sexy, unschuldig, tolle Wrestlerin. Wir hatten "Big Ugly" Roxanne Chaykin, groß, stark, seltsame Ring Attires. Wir hatten Dianna, kräftig, zielversiert und dann haben wir aktuell Ophelia, eingebildet, in einer Findungsphase ihrer selbst, unkontrolliert. Und wer will sonst noch an die Spitze von ATHENA? "Poison" Ivy Lethard? Bridget Bravo? Rochelle Dixon oder vielleicht Tag Teams wie Straight from Hell oder die Payback Bitches? Sie alle werden mir nicht im Weg stehen, ich gehe einfach durch sie hindurch und lasse sie hinter mir. Sie kriegen mich nicht zu fassen und wenn sie alle noch die Ziellinie hinter dem Horizont vermuten, bin ich schon dort."
Du bist mehr, als dein Name aussagt.
Du bist mehr, als nur eine kleine Kopie.
Du bist alles, was du je sein wolltest.


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"Opalia, from the Genesis Wrestling Society, your NEW ATHENA CHAMPION! DEAL WITH IT!"
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Midget Alliance of Domination
The Greatest Stable in the History of G-DUB-S

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#14

Beitragvon Der Hans » So 10. Apr 2016, 13:45

Vor wenigen Stunden wurde der ATHENA-Homepage ein Video zugesandt, welches wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten:

Die Person, von welchem das Video stammt, macht sich umgehend bemerkbar - Oceana Lopéz! Mit ihrem Handy dreht sie ein Video, in welchem nicht gerade viel zu sehen ist, denn bis auf die Silhouette Lopéz' ist es stockfinster. Nach genauerem Hinsehen erkennt man, dass Oceana sogar nackt zu sein scheint, jedoch endet der Blickwinkel der Kamera selbstverständlich genau vor den interessanteren Stellen. "Verdammt!", mag sich manch einer denken, doch lauschen wir lieber erstmal der guten Dame aus Puerto Rico.

Oceana: "Ich muss niemanden meine Heimat zeigen, um etwas von mir und meiner Kindheit erzählen zu können.

Ich muss niemandem eine herzergreifende Story aus meinem Leben erzählen, nur um Mitleid zu erregen und als starke Frau zu gelten.

Ich muss nicht behaupten, ich sei hässlich oder fett, nur um von anderen mit Komplimenten das Gegenteil bewiesen zu bekommen.

Ich muss niemandem das unschuldige Mädchen vorspielen, nur damit mich die Menschen lieben.

Ich muss nicht auf mögliche körperliche Defizite hinweisen, nur um am Ende als tapferer Wrestlerin zu gelten, die sich trotz des Defizits den anderen stellt.

Ich muss mich nicht beim Workout zeigen, nur um zu beweisen wie stark ich doch sei, wie hart ich doch arbeite oder wie motiviert ich doch sei. Die Ergebnisse sieht man an mir, sowie innerhalb des Ringes.

Ich muss auch niemanden zeigen wie hart oder gemein ich doch sei.

Ich muss nicht mit Muskeln prahlen oder breitbeinig die Straße entlang marschieren, nur um den Eindruck zu erwecken, ich hätte etwas zwischen den Beinen hängen und würde mir von niemandem etwas gefallen lassen.

Ich muss mich keiner Religion anschließen, nur um dann im Auftrag des besagten Gottes mein Handeln zu erklären und mir somit eine Daseinsberechtigung zu erteilen.

Ich muss niemandem zeigen wie sehr ich auf der Welt schon herumgekommen bin, wo ich schon im Ring stand und wem ich schon die Hand geschüttelt habe.

Ich muss niemandem unter die Nase reiben wie lange ich doch schon im Geschäft sei, wie viele Titel ich doch gewonnen habe oder gar besitze, und was ich prinzipiell schon alles erreicht habe.
"

Miss Lopéz hält kurz inne und blickt kurz an sich herunter, ehe sie ihren Blick wieder der Kamera zuwendet.

Oceana: "Dass ich hier im Dunklen stehe soll mich auch nicht gruseliger, mysteriöser oder tiefgründiger wirken lassen, es soll einfach nur zeigen, dass ich nichts dergleichen brauche."

Auf einmal verschwindet die Dunkelheit und ein komplett weißer, leerer Raum wird sichtbar, in welchem sich nur Oceana befindet.

Oceana: "Ich bin einfach nur Oceana Lopez. Um mich darzustellen braucht man einfach nur mich, keine Geschichte, keine Heuchelei, keine Heulerei. Mein Name spricht für mich, ich spreche für mich. AmaZone#20 rückt mit großen Schritten immer näher und somit auch das vielleicht größte Match des Frauen-Wrestlings. In dieser Battle Royal kristallisiert sich dann heraus, wer der neue ATHENA Champion sein wird. Während da draußen 29 Frauen viel zu sehr damit beschäftigt sind ihre Gimmicks zu spielen und die Leute so auf sich aufmerksam zu machen, wird sich die einzig echte Person bei AmaZone#20 zum neuen ATHENA Champion krönen: Oceana Lopéz! Und glaubt mir: ich bin eine größere Gefahr als all diese wandelnden Karikaturen!"

Plötzlich erlischt das Licht erneut und der kleine Raum versinkt wieder in der Dunkelheit, doch diesmal erkennt man an der Wand hinter der Silhouette Oceana Lopéz' in Leuchtschrift die Nummer 29...
Zuletzt geändert von Der Hans am So 17. Apr 2016, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Erstes Titelmatch
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#15

Beitragvon Haiduk » So 10. Apr 2016, 17:59

[Bridgett Bravo]

Schwarz glänzende Lackschuhe erscheinen in Großaufnahme auf dem Bildschirm. Eine langsame Kamerafahrt weiter nach oben offenbart den Rest ... eine schwarze Anzughose, ohne Bügelfalte. Hosenschlitz geschlossen. Schicker Gürtel mit Dollarschnalle. Weißes Hemd mit schwarzer Krawatte und ein schwarzes Jackett mit goldener Umrandung. Es fehlt eigentlich nur noch die Identität. Die Identität einer kräftig gebauten Frau ... die Kamera zoomt raus und es ist ... ein guter, alter Bekannter. CHRIS HAIDUK! Der Moment indem man die Arme hochreißen und jubeln darf oder wie immer - hasserfüllt buht. Letzteres trifft es wahrscheinlich eher auf den Punkt.
Chris Haiduk grinst zufrieden, blickt in die Kamera ...

"Für die handvoll Zuschauer, die mich von meinen Screwjobs noch nicht kennen. ICH BIN CHRIS HAIDUK - der reichste Mann im professionellen Wrestling ..."

Fast schon auf Bestellung flattern in genau diesen Moment Geldscheine durchs Bild, natürlich nur 100 Dollar Scheine.

"...und ich bin zurück in Vancouver, Kanada! Leider veranstaltet Athena nur hier in Kanada und ich musste mich dazu erniedrigen dieses dreckige Land voller Hinterwäldler zu besuchen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich ich sein werde, sobald ich wieder amerikanischen Boden betrete. Ich bin nicht hierher gekommen, um euch zu beleidigen oder euch zu unterhalten. Ich bin hier, um euch meinen Schützling und die kommende Siegerin der Battle Royal zu präsentieren! Und NEIN, ICH HABE NICHT IVY LETHARD MITGEBRACHT!"

Ein neues Gesicht in Athena oder doch seine Ehefrau Gwen, die man als Verfolger der FSP einige Male zu Gesicht bekam ... Chris pausiert, hält inne und starrt konzentriert in die Kamera ...

"Ivy Lethard war ein Missverständnis. Eine Dame mit hohen Ansprüchen, Leidenschaft und Einsatz, ABER OHNE TALENT! Eine Zeitverschwendung. Diese Zeit hätte ich lieber anderen Schützlingen widmen können und es wäre wohl möglich großes entstanden, wie einst bei Adam Jay Dunn!"
... kurzer Applaus von Mr. Haiduk, der seinen erfolgreichen Schützling an dieser Stelle noch einmal ein wenig Respekt zollt ...

"Ich weiß, dass auch Ivy an dieser Battle Royal teilnehmen wird..."

... Haiduks Blick verfinstert sich, immerhin konnte Ivy Lethard das Finale um den Athena Championship Belt nicht gewinnen. Für "Mr. Bigwig" eine Schmach. Ein Debakel.

"Ivy, eine kleine, kurze Botschaft an dich. Gib auf, erspare dir die Erniedrigung und Fahr nach Hause. Das One-Way Ticket nach Irland geht auf mich!"

Diabolisches grinsen - Haiduk harrt einige Sekunden in dieser Pose aus bis sein Gesicht wieder freundlichere Züge einnimmt.

"Darf ich euch den Grund meiner Anwesenheit vorstellen. Eine Dame, die nicht nur mich, sondern auch jeden anderen verzücken wird. Sie ist schnell, stark, talentiert und zäher als so mancher Kerl. Sie ist nicht nur meine persönliche Favoritin und das kommende Zugpferd von Athena. Ich präsentiere ein Mitglied der New Elite Wrestling School und die Siegerin der Battle Royal und nächste Championesse ... BRRIIIIDDDDDGGGGEEEETTTTTT BRRRRRRRRAAAAAAAAAAVVOOOOOOOOOOOO!"

Haiduks neue Schülerin rückt ins Bild. Der Mantel verhüllt leider den großteil ihres Körpers, weshalb man die Statur nur erahnen kann. Zornig und konzentriert blickt Bridgett Bravo in die Kamera, reißt beide Arme in die Luft und hüpft wie die kommende Siegerin auf der Stelle. Ein kleines Zeichen von ihrem Mentor und Trainer und sie nimmt eine Kämpferpose ein!

"Nicht sonderlich eindrucksvoll? Ist es nicht das was ihr erwartet habt? Kein 2 Meter großes Monster, dass den Ring in Sekunden leer fegt? Hegt ihr Zweifel an ihrem Potential? Wirkt Bridgett auf euch zu gewöhnlich?"

... Chris schüttelt den Kopf ...

"Eine große Kriegerin braucht keinen enormen Bizepsumfang oder eine gigantische Körpergröße! DAS hat Bridgett auch nicht nötig. Bridgett ist in der Bronx aufgewachsen. Hat früh gelernt sich durchzusetzen - auch gegen Männer. Lernte das Boxen. Zuerst auf der Straße, in den Gasen - ohne Ringrichter, ohne Schutzausrüstung, ohne Regeln. Purer Kampf. Nur mit den Fäusten. Es galt das gleiche Motto wie in der Wildnis, Fressen oder gefressen werden und Bridgett hatte Appetit. Eine wahre Kämpfernatur!"

... Chris klopft Bridgett Bravo anerkennend auf die Schulter ...

"Ein Boxtrainer erkannte ihr Potential. Sah ihre Power, diese unglaubliche Verbissenheit und wollte die Löwin bändigen, trainieren und Kasse machen. DOCH MAN MACHT AUS EINEM LÖWEN KEINEN VEGETARIER! EIN WILDES TIER BLEIBT EIN WILDES TIER!"

... Chris Haiduk redet sich in Form, während Bridgett ihre Boxtechnik im Schattenboxen präsentiert und ihr KÖNNEN zumindest andeutet ...

"Bridgett trainierte hart. Arbeitete an ihrer Technik, stieg in den Ring und boxte Gegnerin um Gegnerin nieder. Eine Niederlage stand NIE ZUR DEBATTE! Ihre Intensität, ihr Wille und die Verbissenheit waren ihre Verbündeten und vielleicht auch ihre großen Feinde während ihrer kurzen Boxkarriere! Niemand konnte Bridgett stoppen, nicht einmal die Glocke! Woher sollte Bridgett es auch kennen? In der Bronx gab es schließlich keine Regeln! Keine Pause! Bridgett wurde Disqualifiziert, ausgeschlossen! Ihre Karriere im Boxen war beendet bevor Sie überhaupt begann..."

Schnelle rechts, links Jab Kombination von Ms. Bravo! Ein enttäuschtes Gesicht sieht anders aus ...

"Wirft so etwas eine Kämpferin aus der Bahn? NEIN! Ihre sportliche Laufbahn war noch lange nicht am Ende. Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich woanders eine andere! Bridgett hat weiter trainiert. Fügte mehr und mehr Elemente ihrer Kampftechnik hinzu. Boxen war nicht mehr alles. Es kamen Kicks hinzu..."

"... Low Kick ..."

... Haiduk spricht es aus und schon setzt Ms. Bravo die Worte ihres Mentors in die Tat um und tritt gekonnt in die Luft...

"... High Kick ..."

*WUSCH*

"... Roundhouse Kick ..."

*ZACK*

"... Spinning Wheel Kick ..."

*BOING*

"Einige Griffe und Würfe. Neben dem Boxen und Kickboxen implementierte sie weitere Elemente aus den verschiedensten Kampfsportarten ihrem Repertoire hinzu. Techniken aus Jin Jitsu, Judo, Muay Thai. Ihr Ehrgeiz und ihr Wille waren grenzenlos."

Bridgett lässt ihren Mantel von den Schultern gleiten und gewährt endlich einen freien Blick auf ihren Körperbau. Vielleicht nicht imposant, aber durchtrainiert und ohne einen Gramm fett. Man sieht deutlich, dass Sie bereits jahrelang Sport treibt.

"Nicht die größten Oberarme, aber ich garantiere euch: In diesen Armen ..."

Bravo reißt ihren Arm leicht hoch, winkelt diesen an und spannt ihren Bizeps an. Eine Erhebung. Pure Muskelkraft.

"... steckt gebündelte, endlose Power ..."

Bridgett wechselt wieder in Boxerposse!

"... mit ausgereifter und perfekter Technik! Diese Power und Technik bekamen bereits einige Gegner in Käfigkämpfen zu spüren. MMA ist nämlich eine sehr beliebte Sportart in den Vereinigten Staaten von Amerika."

Chris salutiert bei diesen Worten für einen kurzen Augenblick. Die kanadischen Zuschauer vor den Bildschirmen dürften spätestens jetzt den Bildschirm bei der wohl nie endenden Rede des Mr. Bigwigs bespuckt haben.

"Eine kurze Verschnaufpause wollte Bridgett auch hier nicht einlegen. Der Glockenschlag zum Ende der ersten Runde wurde ignoriert. Bridgett kämpfte sich in Rage und musste von ihrer Gegnerin weggezerrt werden. Sie wurde nicht nur disqualifiziert, sondern auch für immer ausgeschlossen. Wohin also mit soviel Energie und Siegeswillen?"

...

"Ihr Glück war nun, dass ich ein Fan dieser Sportart bin und zufällig als Zuschauer vor Ort war. Ich erkannte ihr Talent. Ich wusste, dass Bridgett nur jemanden brauchte, der ihr den richtigen Pfad zeigt. Ein Pfad voller Ruhm!"

Chris nickt und grinst.

"Ich sendete Bridgett eine Einladung zum Probetraining zu. Es dauerte nicht lange und Sie folgte meiner Einladung. Die New Elite Wrestling School war um eine aufstrebende Schülerin reicher. Ich musste Bridgett nicht lange vom Wrestling überzeugen, immerhin signalisiert der Glockenschlag nicht das Ende einer Runde, sondern das Ende eines Kampfes. Keine Runden, keine Verschnaufpausen. Ein langer und unerbittlicher Kampf bis zum Ende, nur Sieg oder Niederlage! Nur die Stärksten gewinnen und zweifelsohne ist Bridgett Bravo stärker und besser als alle anderen!"

Die Kennlerngeschichte ist vorbei. Bridgett stellt sich nun leicht vor ihrem Mentor - jetzt scheint Sie an der Reihe zu sein. Sie grinst. Ihr Mundschutz kommt zum Vorschein, den sie einfach ausspuckt.

"An meinem Namen werdet ihr euch noch lange erinnern. Dies mag zwar mein Debüt für Athena sein, aber mit meinem ersten Auftritt werde ich für Furore sorgen. Ich werde Gegnerin für Gegnerin ausschalten. Ich werden Gegnerin für Gegnerin überleben. Ich werde am Ende die einzige Dame sein, die im Ring übrig bleibt. Man wird mir den Gürtel umschnallen und ihr alle dürft dabei zuschauen und mir zujubeln, denn ich bin Bridgett Bravo, das BESTE das Athena jemals zu Gesicht bekommen hat."

Bridgett reißt beide Arme empor und wirkt äußerst siegessicher. Chris Haiduk ergreift noch einmal das Wort ...

"Schaut euch Bridgett Bravo genau an. In ihr mag genauso wie auch in euch rotes Blut fließen, DOCH IN IHR SCHLÄGT DAS HERZ EINER LÖWIN UND WER SICH ZWISCHEN EINER LÖWIN UND IHRER BEUTE STELLT, DER WIRD GEFRESSEN!"

... passend dazu fletscht Bridgett ihre Zähne. Mit einem überzeugten Chris Haiduk und einer ernst blickenden Ms. Bravo endet der Videoeinspieler.
:km:

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#16

Beitragvon The Band is Back in Town » Mo 11. Apr 2016, 12:16

[Miranda Hawkings]

Wir befinden uns im US-Bundesstaat New York, genauer gesagt in Brooklyn in einem Schönheitssalon. Die Kamera zoomt in das innere des Ladens und wechselt dann auf eine Handkamera, welche von Patrick Reynolds welchen Fans der Adam Anderson Events bestens kennen sollten bedient wird. Allerdings werden auf der Kamera nur die Füßen des Mannes aus New Jersey gezeigt, denn er scheint nicht wirklich ahnung zu haben wie man die Kamera bedient. Kurz darauf reißt er jedoch die Kamera hoch und fängt die Szenerie vor sich ein. Dabei ist seine Freundin um ATHENA Star Miranda Hawkings zu sehen wie sie an einem der Tische im Salon sitzt und von einer asiatischen Frau die Nägel gemacht bekommt.

Miranda Hawkings:„Patrick.... Patrick.... PATRICK! Ist das ding bald fertig, oder wie lange muss ich noch warten ?“

Patrick Reynolds:„Ähm.... ja denke schon, zumindest leuchtet das lämpschen da schon ne halbe Stunde....“

Bevor der Timetraveler aber fortfahren kann wird er lauthals von seiner Freundin unterbrochen.

Mirand Hawkings:„Und wieso sagst du dann nichts.... WIESO. Ich will hier eine Message rüber bringen für die große Battle Royal von ATHENA.“

Der Mann aus Atlantic City zuckt nur mit den Schulter und sieht seine Freundin verdutzt an,, bevor er aber etwas sagen kann fährt die Beauty Queen fort.

Miranda Hawkings:„Sei still und lass mich anfangen...“

Miry richtet ihren Blick in die Kamera und fährt fort.

Miranda Hawkings
:„Liebe Zuschauer, liebe Fans von Frauen Wrestling, von ATHENA und mir: Eigentlich brauche ich mich nicht mehr vorzustellen, da mich ja jeder hier kennen sollte, aber damit auch niemand wie dieser Schwachkopf an der Kamera dies vergisst, stelle ich mich kurz vor: Ich bin die Beauty Queen Miranda Hawkings, Star von ATHENA und Pacific Championship Pro und natürlich überall wo ich hingehen, denn man kennt mich über.....“

Durch ein lautes schnarchen wird Dame unterbochen. Es ist Reynolds, der tatschlich mit der Cam in der Hand eingeschlafen ist bei dem gebrabel seiner Freundin. Das Gesich der Beauty Queen färbst sich augenblicklich knallrot, sieht springt auch und holt mit der Hand aus. Armer Patrick.

Miranda Hawkings:„PATRICK ist das dein ERNST?! Du pennst hier mitten während MEINER Promo ein die DU filmen sollst ? SAG MAL GEHTS NOCH?!“

Durch das geschreie seiner Freundin wird Pat aus dem Schlaf gerissen und reißt augenblicklich die Kamera wieder hoch.

Patrick Reynolds:„Miry was ist denn los, ich hab gerade....“

Miranda Hawkings:„GESCHLAFEN ? Ja allerdings, merkst du eigentlich wie wichtig das ist ? Es geht hier um meinen großen Sieg in Toronto für die ATHENA Championship.“

Patrick Reynolds:„ATHENA findet aber in Vancoucer statt, schau doch mal auf dein Flugticket.“

Miranda Hawkings:„UNTERBRICH MICH NICHT! Und jetzt sei bitte einmal in deinem Leben nützlich und halt nur die dämliche Kamera... und wehe du schläfst nochmal ein.“

Kommentarlos nickt Paddy zu und richtet die Kamera wieder auf seine Freundin, die mitlerweile wieder an dem Tische platzt genommen hat.

Miranda Hawkings:„So wo waren wir ? Achja richtig bei mir. Also wie gemacht ich mache mich in wenigen auf nach Toronto und werden dort gegen eine menge anderer Frauen antreten umdie ATHENA Championship zu gewinnen. Und wenn ich dieses Ziel erreicht haben, dann wird auch alles andere kommen. Internationale Auftrge von allen Firmen der Welt, Jobs bis zum geht nicht mehr und nen haufen besserer Typen als der hier.“

Sie zeigt auf ihren Freund, welcher sie daraufhin erneut unterbricht.

Patrick Reynolds:„Miry wie gesagt ATHENA findet nicht in Toronto, sondern in Vancoucer statt.“

Miranda Hawkings:„Was schwafelst du denn da Pat ?“

Patrick legt die Kamera neben sich auf einen freien Stuhl und holt aus seiner Jacken Tasche einen Papierzettel hevor. Es handelt sich dabei offenbar um die Einladung zur ATHENA Battle Royal.

Patrick Reynolds:„Guck hier da steht Vancouver, British Columbia, Kanada.“

Miranda Hawkings:„Und wieso steht dann auf meinem Flugticket Toronto, Kanada. Das war deine Aufgabe du IDIOT! Na egal, dann wirst du mir eben ein neues besorgen.“

Sofort springt PR auf, verstaut das Stück Papiper wieder in seiner Tasche, zieht seine Jacke an und will den Laden verlassen.

Miranda Hawkings:„DOCH NICHT JETZT DU IDIOT! Wir sind hier mitten in meiner Promo, danach kannst du das machen.“

Die Beauty Queen schlägt die Frauen Hand ins Gesicht und schüttelt nur den Kopf, was hab ich mir da nur für einen Freund geangelt denkt sie sich.

Mirand Hawkings
:„Okay wo waren wir ? Achja: Ich werde also nach VANCOUVER reisen und mir dort das unter den Nagel reißen was mir sowieso schon gehört – die Athena Championship! Und wenn dieser Moment endlich da ist, dann wird auch das Komitee von Pacific Championship Pro sehen was sie für ein Talent sie da eigentlich haben. Aber dann wird es zu spät sein, denn dann brauch ich sie nicht mehr. Ich habe ein verdammt gute Startnummer gezogen, welche mir den Sieg extrem vereinfachen dürfte, nicht das ich das benötige, aber es kann ja nicht schaden. Ein bisschen Mitleid habe ich ja schon mit meinen Gegnerinnen, immerhin müssen sie sich ja alle einen neuen Job suchen, wenn ich ihnen in der großen Battle Royal das Spotlight stehle.“

Die Queen begutachtet nun ihre fertigen Nägel, schickt die Dame die diese gemacht hat weg und prsentiert ihre glitzernden Fingernägel in die Kamera.

Miranda Hawkings:„Und am Ende des Abends, werde diese nicht das einzige sein was an mir blinkt. ATHENA #20 ATHENA Championship Battle Royal, Vancouver, Kanada – I'll be there!“

Mit einer Handbewegung gibt Hawkings Patrick das zeichen die Aufnahme zu beenden. Dieser legt die Kamera auf auf den Tisch und gibt seiner Freundin einen Kuss auf die Wange.

Patrick Reynolds:„Du warst toll Babe.“

Miranda Hawkings:„Ich weiß. So und jetzt raus hier aus dem Laden, du musst einen Flug umbuchen.“

Patrick Reynolds:„Ja sofort, ich bezahle noch kurz....“

Miranda Hawkings:„Ich sagte raus JETZT. Und vergiss nicht wieder zu bezahlen.“

Die ATHENA Wrestlerin geht schonmal zur Eingangstür und wartet dort auf ihren Freund, während dieser einen Geldschein aus seiner Tasche kramt und auf den Tisch legt. Dann geht er auch in richtung Ausgang, wird aber bevor er den Laden verlassen kann von Miranda gestoppt. Noch bevor er etwas sagen kann, deutet sie mit einem zucken zur Seite auf den Eingang des Ladens.

Patrick Reynolds:„Ohja, Tschuldigung.“

Er öffnet ihr die Tür, zieht dann seine Jacke aus und breitet diese vor ihr auf dem Boden aus. Die Beauty Queen verlässt daraufhin über diese den Laden. Patrick machts ihr gleich und luft ihr hinterher.

Miranda Hawkings:„PATRICK!“

Sofort kommt Patrick wieder in den Laden gestürmt und nimmt die Kamera vom Tische welche er dort liegen gelassen hat und rennt dann wieder nahc draußen zu seiner Freundin.

Miranda Hawkings:„IDIOT“

Mit diesen Bilder endet die Szenerie.

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#17

Beitragvon The Razor » Mo 11. Apr 2016, 20:26

[Natalie Natural]

Das Bild zeigt einen Flughafen. Um genau zu sein wohl die Haupthalle jenes Flughafens, allerdings ist hier noch nicht allzu viel los. Ein paar Männer im Anzug, die ein oder andere Familie oder sonstige einzelne eher unauffällige Personen schlendern hier mal von links nach rechts und umgekehrt, doch alles in allem ist hier noch nicht viel Betrieb. Noch ist mal recht unklar worum es hier geht bis die Kamera eine junge Frau fixiert. Diese marschiert einen Trolli hinter sich herziehend durch die Halle des Flughafens. Gekleidet ist die Dame, welche ihre langen dunkelbraunen Haare für die Reise praktisch zu einem Zopf zusammengebunden hat, in eine schwarze Nike-Leggins und weiße Turnschuhe während ihren Oberkörper ein bauchfreies weißes Top ziert. Die dunkle Sonnenbrille verdeckt ihre Augen, doch dennoch kann der ein oder andere Wrestling-Fan erkennen um wen es sich da handelt. Und manch anderer kann es am Logo erahnen, welches auf ihrem Top prangt - EWE. Schließlich stoppt die Frau an einer Bank im Flughafen, stellt den Trolli ab und schiebt die Sonnenbrille nach oben. Wir schauen in das hübsche Gesicht von Natalie Natural.

Natalie Natural: "Hey Leute, hier ist Natalie Natural. Manch einer mag mich kennen, manch anderer aber auch nicht. Die Wrestling-Welt kennt mich als die schöne Tochter von European Wrestling Entertainment, die bekannteste Bühne, auf der ich in meiner Karriere meine Fähigkeiten präsentieren durfte. Vor einigen Jahren kam ich zur EWE und begleitete den damaligen EWE Champion Bryan Jatemare alias The BJ Punk auf seinem Weg als Champion, doch ich wollte mich nicht damit begnügen als Eye-Candy gesehen zu werden..."

Mit einem wunderschönen Lächeln verzaubert Natalie die Zuschauer des Videos gleich mal, zumindest gedenkt sie dies wohl so zu tun.

Natalie Natural: "Leider war Womens Wrestling lange Zeit nichts, was in der EWE wirklich einen Platz finden konnte. Die Damen, die unter Vertrag standen, hatten wenn nebensächliche Funktionen am Mikrofon, waren dazu da Wrestler zu begleiten und diese durch ihre Optik aufzuwerten oder einfach zu managen, doch nicht nur ich, sondern wir alle wollten mehr. Wir bestanden darauf zeigen zu können was wir drauf haben und genau deswegen wurde 2013 der Brand "Ladies All Pro Wrestling" ins Programm der EWE aufgenommen, wo die Damen der Schöpfung von sich Reden machen konnten. Und wir waren fähige Frauen... ihr selbst habt sie schon im Ring von ATHENA gesehen. Oceana López. Angelina Mendoza. Beispiele für das was die EWE in ihren Reihen zu bieten hatte. Die Betonung liegt auf "hatte", denn Ende 2014 wurde jenes Programm eingestellt und so standen wir einmal mehr ohne eine Bühne da. Bis heute. Der Ring-Rost begann anzusetzen und wisst ihr was? Das hier wird helfen ihn loszuwerden..."

Sie greift in eine Seitentasche an ihrem Trolli und holt ein Bündel Papiere hervor. Eines davon hält sie in die Kamera - ein Flugticket nach Vancouver in Kanada.

Natalie Natural: "Die EWE mag mir derzeit keine Bühne bieten können, um aktiv Wrestling als Frau zu betreiben, doch das heißt nicht, dass ich diese 3 Buchstaben nicht in die Welt des Womens Wrestling hinaus tragen kann, oder? Nein, ich werde zeigen, dass es einen Platz für uns gibt. Ich werde zeigen, dass es Pro Wrestling unter Frauen gibt, das die Leute sehen wollen und das die entsprechende Qualität bietet, um danach zu verlangen. Und jetzt erklärt mir eins - wie könnte ich besser beweisen, dass sich Womens Wrestling lohnt als zum Vorstand der EWE zu gehen, die ATHENA Championship auf den Konferenztisch zu werfen und zu sagen "Hey! Das interessiert die Leute!"? Versteht mich nicht falsch, ich tue das nicht bloß, um meiner Company etwas zu beweisen. Vor allem tue ich das, um mir etwas zu beweisen. Ich will mich endlich wieder mit den Besten der Besten in dieser Sparte des Professional Wrestlings messen und genau deshalb trete ich auf Einladung die Reise nach Vancouver an. Das All-American Girl kommt nach Vancouver in die RSW-Arena, um sich einen Namen bei ATHENA zu machen und direkt ein Zeichen zu setzen. Natalie Natural mag die letzte Zeit in keinem Ring zu sehen gewesen sein, allerdings ändert das nichts daran, dass ich fit bin... und noch wichtiger, es ändert nichts daran, dass ich gewillt bin meinen Namen endlich in der Welt dieses Sports unverzichtbar zu verankern."

Die dunkelhaarige Schönheit aus Seattle sieht sehr motiviert aus und scheint davon überzeugt zu sein was sie sagt. Anscheinend sollte man sich hier auf ein echtes Bündel an Energie einstellen.

Natalie Natural: "Und meinen Gegnerinnen rate ich nicht mich zu unterschätzen, weil ich seit dem Ende von Ladies All Pro in der EWE nicht wirklich aktiv sein konnte. Ringrost ist eine Sache, doch mein Resumee eine andere. Ihr schaut gerade auf ein Girl, das einiges zu bieten hat, wenn es um Wettkampf geht. Schon in der High School war ich mehrfache Sportlerin des Jahres, denn ich habe alles an Sportarten trainiert was es gab. Ganz besonders in Acht nehmen solltet ihr euch aber vor meinem Dan in Karate. Der weiß-rote Gürtel signalisiert im Karate, dass man besser aufpassen sollte, wenn man sich nicht am Boden wiederfinden möchte und genau DAS passiert auch, wenn ihr denkt Natalie Natural wäre nur irgendein Mädel aus irgendeiner Liga, ohne Erfahrung. Ich weiß genau wie ich eine Gegnerin in Bedrängnis bekomme und das werde ich 29 Zweiflern bei AMA-Zone #20 beweisen. ATHENA, macht euch bereit für Stars 'n Stripes, denn das All-American Girl kommt nach Vancouver, um euch zu begeistern und sich das Gold um die Hüften zu legen."

Mit einem Zwinkern und einem weiteren Lächeln in die Kamera zeigt sie gleich nochmal ihre freudige Ausstrahlung.

Natalie Natural: "Wenn das das erste Mal ist, dass ihr von Natalie Natural hört, dann freut euch auf diesen Auftritt, denn wenn sich jemand reinhängt, dann steht dieser jemand gerade vor euch. Der erste Auftritt seit eineinhalb Jahren in einem Wrestling-Ring und direkt werde ich den wichtigsten Frauen-Titel in Nordamerika erringen und mein Eigentum nennen. Ich werde mich nun daran machen die Reise nach Kanada anzutreten und ihr bereitet euch schon mal drauf vor von euren Sitzen aufzuspringen. Wir sehen uns, ATHENA Fans!"

Freudig schnappt sich die junge Dame den Trolli und zieht diesen hinter sich her, um sich wohl in Richtung Flieger zu begeben. Also ATHENA - seid bereit für Natalie Natural und ein bisschen European Wrestling Entertainment vom All-American Girl.
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Repeat


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#18

Beitragvon Movado » Fr 15. Apr 2016, 15:41

[Alpha Cat]
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From San Juan to Vancouver

Die laute Musik der Insel Puerto Rico bestehend aus Reggaeton, Latino Hip Hop und Latin House gemischt mit einer Prise Salsa und anderen karibischen Klängen wird von Clubs der puertoricanischen Hauptstadt bis zum nahen Strand getragen. Es ist Samstagnacht 2 Uhr. Also eine wahrlich ungewöhnliche Uhrzeit für ein Interview. Aber ich muss zugeben, ich habe schon wesentlich schlechtere Bedingungen vorgefunden um ein Interview mit Wrestler zu führen. Und so treffe ich mich an einem kleinen Strandabschnitt nur einen Steinwurf vom Club Brava entfernt mit einer jungen Dame die man im quadratischen Ring meist gar nicht so sehr auf dem Schirm hat. Die Rede ist von Lisa Rodriguez-Jameson, selbst einigen Insidern nur flüchtig bekannt unter ihrem In Ring Namen Alpha Cat. Und ich darf mich wohl als einer der wenigen Männer bezeichnen der sie ohne ihre Katzenmaske antrifft. Ich musste ihre versprechen auf Fotos zu verzichten. Ich kann für mich sagen, dass es sich gelohnt hat. Ein Interview von Ken „Power“ Kawaguchi mit Alpha Cat über ATHENA, ihre Tag Team Partnerin Kathy Strong, über den Trainings Stall SCW und über das Wrestling im Allgemeinen.

K.K.: „Guten Abend Lisa, oder sollte ich sagen gute Nacht? Vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast mir für ein Fragen zur Verfügung zu stehen.“

A.C.: „Nicht doch, nicht doch. Es freut mich, dass du den Weg hierher nach San Juan gefunden hast. Es trauen sich nicht viele Journalisten hier her, so nahe an die Barrios.“

An dieser Stelle sei gleich eingeworfen; Barrio ist das puertoricanische Wort für Elendsviertel. Quasi die Gettos des inoffiziellen 51. Bundesstaates der USA.

K.K.: „Lass und ein wenig über dich reden und deinen Weg ins Wrestling. Soweit ich weiß gibt es über dich nur einen relativ lückenhaften Lebenslauf auf den klassischen Internetseiten und die Rosterseiten der Ligen wie zum Beispiel ATHENA sind, wie üblich, eher etwas allgemein gehalten. Wer steckt also hinter der blauen Katzenmaske? Wer ist die Frau die sich mir ohne diese Maske zeigt?“

A.C.: „Nun meinen Namen hast du ja schon genannt. Ich wurde hier in San Juan geboren und wuchs hier die ersten Jahre meines Lebens auf. Meine Eltern gaben sich von Anfang an sehr viel Mühe, dass ich möglichst zweisprachig aufwuchs. Das war ein echter Vorteil weil mein Vater irgendwann einen Job in Chicago bekommen hat und wir schließlich nach Illinois zogen um dort eine neue Existenz aufzubauen. Der Rest ist relativ simpel und schnell erzählt, ich war auf der Schule wie jedes andere Mädchen auch. Ich habe lange in einer mittelständischen Firma gearbeitet bevor ich Profi wurde und bin eigentlich das ganz normale Mädchen von nebenan.“

K.K.: „Das kommt sicherlich auf den Blickwinkel an. Schließlich bist du Pro Wrestlerin geworden oder Luchadora wie man wohl im spanischen so schön sagt. Wie kam es dazu und was sind deine Einflüsse? Ich könnte mir vorstellen, dass es da ein bisschen mehr zu erzählen gibt."

A.C.: „Hier auf Boricua, so nennen wir selbst die Insel, ist Pro Wrestling neben Baseball eine der populärsten Sportarten. Und wir haben eine ganz eigene Identität im Wrestling die beeinflusst ist vom dem mexikanischen Lucha Libre und dem Südstaaten Wrestling. Es gibt viele gute Junior Heavyweights und auch viele gute Brawler und Hardcore orientierte Wrestler. Aus diesem Schmelztiegel ergibt sich irgendwie die Seele unseres Wrestlings.“

K.K.: „Ungewöhnlich ist wohl das Du mit einer Maske antrittst. Ich dachte immer das es eine starke Rivalität zwischen Mexiko und Puerto Rico im Wrestling gibt und die jeweiligen Wrestler im jeweils anderen Land deshalb meist von vornherein zum scheitern verurteilt sind. Auch dein Stil scheint ja mehr dem High Flying und damit eher dem Lucha Libre zugewandt zu sein. Wie ist da deine Position?“

A.C.: „Tatsächlich bin zu einem guten Stück in Mexiko ausgebildet worden. Bevor ich mich der SCW Schule angeschlossen habe, war ich häufig für kleine Touren und einzelne Events in den mexikanischen Indies. Dort lernte ich meinen heutigen Freund kennen. Ich wusste bis dahin gar nicht das wir eine Schule in Chicago hatten, oder vielmehr, diese Schule gerade damals neu aufgemacht hatte. Sicherlich war der Name McFly immer irgendwie präsent, aber nicht so das ich wirklich jeden seiner Schritte verfolgt hatte. Meine Helden waren andere.“

K.K.: „Zum Beispiel?“

A.C.: „El Tiburon! Ich war da ein echtes Fan-Girl und habe zu Zeiten als er noch in der NWA antrat einige Shows besucht und ihm wirklich immer zugejubelt. Für mich war immer klar das ich lieber so wrestlen wollte wie er und nicht wie die großen puerto-ricanischen Wrestling-Helden. Es passt auch besser zu mir, einfach weil ich flinker und schneller bin als andere. Und so habe ich immer diesen Stil trainiert.“

K.K.: „Ich verstehe es also richtig, wenn ich sage das die Maske eher ein Produkt Deines Werdegangs ist und weniger einer, nennen wir es mal Überzeugung?“

A.C.: „Es wurde zur Überzeugung durch das Training. Wenn du überwiegend von mexikanischen Trainern unterwiesen wirst, nimmst du auch ihre Sicht des Business an. Und in diesem Business sind die Masken den Luchadoren heilig. Daher die Bitte kein Bidl zu schießen.“

K.K.: „Woran ich mich selbstverständlich halte. Nun lass' und ein wenig über ATHENA, deine Tag Team Partnerin Kathy Strong und die Battle Royal um Ophelias Titel sprechen.“

A.C.: „Gerne. ATHENA ist eine großartige Promotion und ich freue mich wirklich dabei sein zu dürfen. Es gibt nur wenige reine Frauen-Promotions und Irene Young setzt alles daran das ATHENA eine der wichtigsten Adressen im Frauen-Wrestling wird. Ich genieße jede Show, schon alleine weil sie immer eine gelungene Abwechselung zu den Touren durch Mexiko sind.“

K.K.: „Du bist über die SCW und Kathy Strong nach Vancouver gekommen. Ich nehme an das Du und Kathy auch außerhalb des Ringes befreundet seid?“

A.C.: „Richtig. Wobei wir außer Wrestling nicht viele Themen haben. Wer jetzt erwartet das wir uns ständig über Jungs unterhalten und wir irgendwelchen Collage-Girl-Kram im Kopf haben, der täuscht sich. Schon alleine weil wir beide jeweils mit Wrestlern liiert sind, dreht sich fast alles nur um das was sich im quadratischen Ring abspielt. Und selbst wenn es nicht so wäre, gibt es Dinge über die wir in der Öffentlichkeit nicht sprechen.“

K.K.: „Ich verstehe. Bleiben wir bei dem Tag Team das ihr schon einige Zeit bildet. Immer, wenn man dachte die Rivalität mit den Payback Bitches neige sich dem Ende zu, kam wieder irgendetwas dazwischen und hat diese Rivalität neu entfacht. Wie kommt das?“

A.C.: „Oh... ich habe befürchtet das Du diese Frage stellen würdest. Und ich muss sagen das die Vergangenheit einige nicht so schöne Episoden über mich bereithält. Sagen wir es mal so, Eylin Sawyer und ich sind alte Bekannte. Und dann gab es da einen Manager der mir vorschwärmte wie sehr er sich doch in mich verliebt hatte. Tja, ich war jung, Single und tat das was nicht unbedingt selten on the road passiert. Wenn ich gewusst hätte das es Eylin's damaliger Freund gewesen ist, hätte ich den Fehler nicht gemacht. Die Streitereien zwischen Eylin und mir sind durchaus persönlich und Sie hasst mich seit diesen Tagen. Ich fürchte wir werden da nie ein Ende finden.“

K.K.: „Kommen wir zu Kathy, sie gilt als eine der Besten und nicht wenige behaupten, Du ständest in ihrem Schatten. Siehst du das selbst auch so?“

A.C.: „Ich? In Ihrem Schatten? Ich wrestle ein bisschen länger als sie und habe an Matches gerechnet mehr Erfahrung als sie. Ich habe sie schließlich ein Stück weit mittrainiert! Sie ist außergewöhnlich talentiert und hat alle Veranlagungen ein wirklich großer Star der Branche zu werden. Sie ist schließlich nicht umsonst auch in Deutschland aktiv. Aber stehe ich in ihrem Schatten? Ich sehe das nicht so. Sie und mich zu vergleichen ist wie eine Banane mit einer Ananas zu vergleichen. Beides ist eine Frucht, aber sie schmecken unterschiedlich und werden unterschiedlich geschält. Ich bin eine Luchadora, sie fühlt sich am wohlsten auf der Matte. Ich bin schnell. Sie hat mehr Kraft. Und unsere Techniken sind vollkommen gegensätzlich. Wir stehen in niemandes Schatten, wir strahlen uns gegenseitig an.“

K.K.: „Interessanter Standpunkt. Wie bewertest du also die jeweiligen Chancen bei der Battle Royal?“

A.C.: „Ganz im Ernst? Nicht gut. Ich habe die Startnummer 3 zugelost bekommen. Du kannst dir sicher denken was das heißt. Ich müsste um zu gewinnen fast das komplette Match überstehen. Und dafür sind die Chancen nicht so gut. Ich werde bestimmt nicht klein beigeben, aber sehe das realistisch. Ich habe einen langen und harten Weg vor mir.“

K.K.: „Gut. Wie geht es nach der Battle Royal weiter? ATHENA ist ja eine Promotion die keinen klassischen festen Stamm hat, sondern ist eher mit einzelnen Bookings vergleichbar. Wird man Alpha Cat danach noch häufig sehen oder eher etwas weniger?“

A.C.: „Ich möchte ATHENA erhalten bleiben. Vor allem auch als Tag Team eben mit Kathy. Vielleicht gibt es ja irgendwann einmal einen ATHENA Tag Team Titel. Und dann will ich ebenso in der ersten Reihe stehen und ein Wörtchen mitzureden haben.“

K.K.: „Auch wenn das heißt das dann die Payback Bitches wieder im Ring warten?“

A.C.: „Dann erst Recht!“

K.K.: „Ich badanke mich für dieses Interview. Viel Erfolg bei ATHENA #20.“

A.C.: „Danke. Bis bald.“


Ken „Power“ Kawaguchi
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Zuletzt geändert von Movado am So 17. Apr 2016, 15:17, insgesamt 3-mal geändert.

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#19

Beitragvon Movado » Fr 15. Apr 2016, 15:42

["Mystic Angel" Kathy Strong]
Bild
Berlin, Deutschland.
Irgendwann nach dem PCWA Brawlin’ Rumble XI


Langsam findet der Frühling zu sich selbst und damit auch wieder zu der Kraft die in der Natur für den Neubeginn steht. Der Kreislauf von sein und werden beginnt wieder einmal von vorne. Pflanzen aller Art wachsen und gedeihen aufs neue. Der Zyklus der einst von der Evolution angestoßen worden ist, erwacht damit zu einem neuen, einen weiteren Umlauf. Und so wie sich die Kräfte der Natur wieder dazu durchringen eben jenem Kreislauf einen neuen Startimpuls zu geben, so ringen sich die Gedanken einer jungen Frau an die Oberfläche ihres Geistes. DiePhasen von sein und werden eines Wrestlers, vom fokusieren auf die Aufgabe, auf das nächste Match setzt wieder ein. Gleichsam des Zyklus der Natur. Es ist, im übertragenen Sinne, der Zyklus dem sich jeder Wrestler, oder in diesem Fall, jede Wrestlerin ausgesetzt sieht. Und so beginnen langsam sich die Gedanken in Worten zu formen, die dem bevorstehenden Zyklus vorangehen. Sie finden ihren Weg aus dem Mund heraus zu dem Mikro einer Kamera die uns just in diesem Moment ein Bild vom Brandenburger Tor zeigt. Kathy Strong, das gar nicht mehr so neue Gesicht der chicagoer Wrestling Schule Second City Wrestling, schaut aus einiger Distanz auf das Bauwerk, welches ein Wahrzeichen der Stadt ist in welcher sie neben Vancouver in Kanada antritt. Eine Stadt die ihr nicht nur Freude bereitet hat bisher.

Kathy Strong: „Berlin, die PCWA, ein weiteres wichtiges Kapitel für mich und meinen weiteren Weg. Die Nornen haben mir keinen leichten Weg vorgegeben und wenn ich in wenigen Stunden wieder einmal in einen Flieger steigen werde, dann komme ich zurück nach Vancouver. Um die ATHENA Championship. Die Position der Nummer eins in dieser Promotion. Kurz und knapp, diesmal geht es um Alles oder nichts!“

Kurz schließt sie die Augen während der leichte Wind ihr die schulterlangen Haare einmal aufwirbelt. Als sie die Augen wieder öffnet, wirkt es als wenn ihr Blick nicht im Hier und Jetzt liegt, sondern weit in der Ferne. Oder vielleicht auch in einer anderen Zeit?

Kathy Strong: „Seit über 3 Jahren und dem Neustart von ATHENA bin ich fest ein Teil von Irene Youngs Traum. Ich gönnte mir zwar eine kleine Pause, aber ich bin seit dieser Zeit fest mit einem Ziel und NUR einem Ziel bei ATHENA. Und das ist die ATHENA Championship! Seit AmaZone Nummer 2, seit ich das erste Mal mit Ashley Stanton zusammen in diesem Ring in Vancouver gestanden habe, ist mein es mein Ziel die Nummer 1 der Promotion zu sein. Und ich weiß das es schwer sein wird. Ich weiß das ich mich selbst neu erfinden muss und selbst über Alles hinaus wachsen muss um endlich da zu stehen wo Ophelia jetzt steht. Ophelia, eine Ironie des Schicksals das sie den Titel in dieses Match tragen wird. Ist sie doch die Originale, die erste ATHENA Wrestlerin die schon irgendwann 2010 das erste, jemals von Irene Young promotete Match bestritten hat, auch in Vancouver, aber noch unter dem Banner der altehrwürdigen RSW! Ja, ich kenne die Geschichte der Liga. Wie keine Zweite und das ist mit einer der Gründe weshalb ich da oben, am Platz an der Sonne stehen muss! Denn seit ich in ATHENA wrestle habe ich ALLES getan um diese Liga genauso zu tragen wie Irene Young und Ophelia! Und damit habe ich es mir verdient!“

Ein kurzer Moment in dem Kathy Luftholen und das gesagte wirken lässt. Einzelne Regentropfen finden derweil den Weg vom Himmler über Berlin auf den Asphalt dieser geschichtsträchtigen Stadt.

Kathy Strong: „Es war und ist immer noch ein langer Weg. Von den ersten Schritten im Wrestling die ich in Chicago gegangen bin, über die ersten Matches in Vancouver bis hin zu meinem Engagement hier in Berlin um wieder zurück nach Vancouver zu fliegen. Ich habe keinen Weg gescheut. Ich habe mich im Brawlin' Rumble, dem größten Battle Royal Match des professionellen Wrestlings, bewiesen um mich auf genau dieses Match vorzubereiten. Ich bin an meine Grenzen gegangen und wurde wie ein Stück Vieh von Jüngern einer kranken Kriegsphilosophie behandelt.“

Niemand, der nur ATHENA verfolgt, kann wissen das Kathy in Berlin gefesselt und beinahe misshandelt wurde von Kriss Dalmi, einem Anhänger der Gruppe Nicotine & Bacteria. Eine gefährliche Gruppe an Menschen die im Wrestling für eine unfassbare Kriegsphilosophie stehen die weder Scham noch Grenzen kennt.

Kathy Strong: „Aber ich stehe noch! Ich bin nicht zerstört worden! Niemand hat mich aufhalten können! Keine Payback Bitches die immer wieder den Weg von mir und Alpha Cat kreuzen! So wie mich keine Saphire aufhalten konnte als ich im Halbfinale um den Titel stand! Ich bin vielleicht hingefallen, habe aufstehen müssen und meine schmerzhaften Lektionen lernen müssen, aber es wird mich diesmal niemand aufhalten!“

Kurz schließt sie die Augen und hebt den Kopf gen Himmel. Einzelne Tropfen fallen auf ihre Stirn. Sammeln sich in den wild aufgewirbelten Haaren.

Kathy Strong: „Alles lief auf genau dieses eine Match hinaus. Genau dieses eine Match mit 30 Frauen aus allen Teilen unseres schönen Sportes. Melina, Ivy Lethard, Eylin Sawyer... alles gestandene Athletinnen, zu denen ich zum Teil sogar schon aufgesehen habe als ich angefangen habe in den quadratischen Ring zu steigen. Frauen wie Lara Lee, Roxanne Chaykin oder Rochelle Dixon denen ich noch nie begegnet bin. Alles wird in diesem einen Match zusammenfinden. Die Fäden welche die Nornen für unser Schicksal gesponnen haben, sind in diesem einen Knoten, diesem einen Nexus zusammengeführt und nur eine von uns kann am Ende dieses Matches, dieser epischen Schlacht ganz oben stehen und die Trophäe in den Himmel recken! Und ich werde alles tun, was ich kann und was notwendig ist um endlich, nach meiner langen Reise ganz oben zu stehen!“

Der Blick in ihre braunen Augen lässt keinen Zweifel an ihrer Entschlossenheit aufkommen. Für sie gibt es nur diesen einen Ausgang. Fast möchte man als unbedarfter Zuschauer die Frage stellen, wie sie denn ihr Leben gedenkt weiter zu führen wenn dies denn nicht der Fall sein sollte?

Kathy Strong: „Dabei sind 2 Frauen die ich ganz besonders im Blickwinkel habe und bei denen es ganz besonders darum geht besser zu sein als sie es sind. Eylin Sawyer und Ashley Stanton!“

In der Gesamtheit der Dinge und mit Blick auf die Vergangenheit ist es kein Wunder das Kathy ausgerechnet diese beiden Frauen benennt.

Kathy Strong: „Eylin ist das was man wohl eine verdiente Veteranin nennen kann und darf. Über 25 Jahre in dem Geschäft und zu Recht eine der am höchsten dekorierten Frauen im Wrestling. Ich streite gar nicht ab das sie eine Wegbereiterin ist für uns jüngere Athletinnen. Ihre Bedeutung ist mindestens so hoch wie die der Xilandrell Schwestern. Aber sie hängt auch an diesem Status wie eine verbitterte alte Witwe die nicht loslassen kann. Sie kann sich nicht eingestehen das ihre Zeit sich nicht mehr ewig in die Zukunft erstrecken kann. Sie muss zu unfairen Mitteln greifen um ihr geliebtes CWWA Gold zu verteidigen und fast hat man das Gefühl das man es nur aus ihren Händen reißen kann, wenn man ihre alten toten Finger abbricht! Aber dieses mal kann sie sich nicht in irgendwelche Regellücken flüchten. Es gibt keine Disqualifikation in diesem Match und ich werde mit Vergnügen ihr alles heimzahlen was sie mir und Alpha Cat in den vergangenen Monaten angetan hat.“

Harte und ungewohnt deutliche Worte von der sonst eher zurückhaltenden, ja, schon fast manchmal schüchtern wirkenden Kathy. Keine Spur davon das sie sonst immer fürchtet mit ihrem großen Mentor Chris McFly Jr. verglichen zu werden. Ein Schatten aus dem bisher nur wenige wirklich herauszutreten vermochten.

Kathy Strong: „Und dann ist da Ashley...“

Der Klang ihrer Stimme als den Namen ausspricht, liegt in einem Spekturm, das einem Psychologen erfordern würde um die Gemütslage von Kathy wirklich beurteilen zu können.

Kathy Strong: „Seit Rick Kernens Tribute to the Troops Show in Afghanistan ist viel Zeit vergangen. Aber irgendwie, wirkt es auf mich als wenn unsere Karrieren in einer abnormen Art und Weise, erschreckend parallel verlaufen. Wir waren beide bei ATHENA AmaZone #2 im Ring, gegeneinander. Wir sind beide bis ins Finale um den Titel gekommen und ich glaube das ich nicht unter- oder übertreibe wenn ich sage das Ashley's Titelregentschaft als erste Championese überragend war. Mir fällt niemand ein der den Start dieses Titels mehr zu geben hatte als Sie. Ich kann ohne Neid und Missgunst sagen, dass ich die alte Ashley Stanton mehr als nur respektiert habe. Wir sind Schwestern im quadratischen Ring. Wir waren getrieben von der gleichen Leidenschaft für diesen Sport... wir waren einander...“

Sie stockt. Schaut auf den Boden.

Kathy Strong: „Aber das ist vorbei.“

Sie schaut wieder auf. Von unten heraus, fast einem Hundeblick gleich aber nicht an ihrer Entschlossenheit mangelnd, schaut sie wieder in die Kamera.

Kathy Strong: „Es ist vorbei. Diese Ashley Stanton scheint nicht mehr zu existieren. Ich habe nicht vergessen das du Chris aufgesucht hast Ash...“

Sie spricht nun die Langzeitrivalin direkt an.
Ohne Umschweife.
Keine verallgemeinerte Ansprache mehr.

Kathy Strong: „Aber ich habe erst recht nicht vergessen in was du dich verwandelt hast. Du bist nicht mehr die Ashley die ich kennengelernt habe. Ich sehe ein, dass Menschen sich verändern, das Menschen sich weiterentwickeln und dass die ein Prozess ist den man nicht aufhalten kann. Aber als Du Dich der Religion of Death angeschlossen hast, hast du dich selbst belogen und aufgegeben. Du bist nicht mehr diejenige die es verdient hat ganz oben zu stehen und deshalb...“

Wieder hält sie einen Moment inne.
Sammelt sich ein weiteres mal.

Kathy Strong: „Und deshalb wird es mir ein Vergnügen sein dich höchstpersönlich aus dieser Battle Royal zu eliminieren! Ich werde sicherstellen das du keine zweite Regentschaft erreichen kannst und dann, wenn ich dich auf deinen Platz verwiesen haben werde, dann werde ich mir das endlich nehmen was schon bei ATHENA AmaZone #7 in meinen Händen hätte sein sollen!“

Dann schließt sie wieder ihre Augen und senkt ihren Kopf.

Die Kamera schwenkt in diesem Moment nach oben und wir sehen in einer für uns nicht erfassbaren Höhe ein Flugzeug entlang fliegen. Ein Sinnbild das für Kathy's Weg steht. Geboren in der Nähe von Frankfurt am Main. Aufgewachsen und ausgebildet in Chicago, Illinois. Geschliffen und geprägt von Vancouver und Berlin. Der Weg war lang, weit und steinig. Aber ihre Worte zeigen das sie bereit ist alles zu geben was sie hat. Bereit ist ein altes Kapitel, das ihrer Zeit als Rookie endlich abzulegen. Bereit ist endlich aus dem Windschatten ihres großen Mentors hervorzutreten. Endlich sich selbst einen Namen machen. Endlich alle Zweifel, die eigenen wie auch die der Kritiker verstummen zu lassen. ATHENA AmaZone Nummer 20. Es wird eine Wiedergeburt sein und ein neuer Zyklus in der Evolution von Kathy Strong.
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Zuletzt geändert von Movado am So 17. Apr 2016, 21:35, insgesamt 2-mal geändert.

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#20

Beitragvon Melina » So 17. Apr 2016, 17:16

Die Kamera ist eingeschaltet. Noch ein letztes Mal kontrolliert sie, ob die Kamera auch den gewünschten Bereich einfängt, dann stellt sich Melina vor die Kamera und grüßt die Zuschauer mit zwei Zeigefingern an der Schläfe.
Melina: „Der Name ist Melina. 36 ½ Jahre alt, gebürtige Norwegerin, derzeit wohnhaft in Kingman, Arizona, USA. Im Wrestling aktiv seit 1998, begonnen beim Xtreme Championship Wrestling. Die Jahre über führte mich mein Weg unter anderem in die Ultimate Champion Wrestling Federeation, National Wrestling Association, Ultraviolent Wrestling Promotion und Phoenix Crossover Wrestling Association, ehe ich 2010 in meiner Heimat, der Genesis Wrestling Society ankam, wenn wir mal von meinem unfreiwilligen Run beim Showdown Wrestling Entertainment letztes Jahr absehen. Was bleibt noch zu sagen? Ich bin ATHENA Wrestlerin der ersten Stunde und ich bestritt den ersten Main Event von Ama-Zone #1 gegen Ivy Lethard. Noch irgendetwas unklar?“

Eine kleine Pause, wo man sich unter anderem das weiße Tanktop richten kann und es über den schwarzen Ledergürtel zieht, der die verwaschene Blue Jeans oben hält.


Melina: „Ama-Zone #1 war der Start in eine neue Ära des Women Wrestling. Irene Young hatte zur damaligen Zeit den richtigen Riecher um zum perfekten Zeitpunkt eine reine Women Wrestling Liga zu gründen. Zu gerne trat ich bei ATHENA an und obwohl ich über die Jahre schon einige Main Events bestritten hatte, so war es eine besondere Ehre, Teil des allerersten ATHENA Main Events zu sein. Wir alle haben an diesem Abend Geschichte geschrieben. Egal ob meine Wenigkeit, Ivy Lethard, Kia Morgan, Gina van Lunde, Ophelia, Dianna oder Hellkitty und Hell Bitch von Straight from Hell.“

Drei Matches bei Ama-Zone #1. Sie waren die Vorreriterinnen und sorgten dafür, dass ATHENA in der Szene ankam. Ein tolles Gefühl, da kann niemand etwas anderes behaupten.


Melina: „Das nächste Hightlight war dann das ATHENA Championship Tournament, wo ich leider nicht teilnehmen konnte, aber mit Ashley Stanton hatten wir eine tolle erste Championess bekommen, die sehr lange den Titel halten konnte und erst gegen Roxanne Chaykin verlor. Und jetzt haben wir bei Ama-Zone #20 ein weiteres Highlight zu feiern. Die bisher größte Battle Royal im Women Wrestling. Alte Häschen, wie meine Wenigkeit, treffen auf neue Amazonen. Das wird ein großartiges Match werden, so viel ist klar. Und hier geht es um die ATHENA Championship von Ophelia. Kein langes hochkämpfen, kein Turnier durch das man muss. Ein Abend, ein Match, ein Champion. Es ist meine zweite Chance auf die ATHENA Championship. Vor über einem Jahr hatte ich bereits die Chance auf ein Titelmatch, als ich in der GWS gegen Ophelia angetreten bin.“

Da kommen die Erinnerungen wieder hoch. Melina vs. Ophelia, GWS Xantas Xtreme X-Mas 2014. Ein Unpacking Gifts Ladder Match. Man durfte den Vertrag für das ATHENA Championship Match nur abhängen, wenn man jeweils ein Kleidungsstück weniger am Leib trug wie die Gegnerin. Typische GWS Regeln halt und Ophelia gewann das Titelmatch am Ende nur noch im Höschen bekleidet. Nicht auszudenken für Melina, wenn sie da noch hätte gewinnen wollen. Auch wenn sie in der GWS aktiv ist, gibt es auch für sie Grenzen und die will sie dort auch weiterhin einhalten.


Melina: „Ophelia hatte den Kampf gewonnen und das auch verdient. Wer die „alte“ Ophelia noch kennt, der wird wissen wie selbstbezogen sie war und das sie am Ende halb nackt noch auf der Leiter stand, das verdiente einfach Respekt. Doch jetzt ist alles anders und die Karten werden neu gemischt. Gerade in einer Battle Royal kann alles passieren. Kann Ophelia ihren Titel verteidigen? Chakyin ihn wieder gewinnen? Vielleicht überrascht auch eine eher unbekannte Zoé Ivarsson alle und steht als letztes im Ring? Mein Anliegen in dieser Battle Royal ist klar. Ich nehme nicht teil um irgendjemanden etwas zu beweisen. Nacht fast 20 Jahren im Wrestling habe ich das nicht mehr nötig. Ich nehme Teil um die ATHENA Championship zu gewinnen. Wenn es nur ums Women Wrestling geht, dann ist dies der höchste Titel, den wir alle gewinnen können. Den Titel um die Hüften zu tragen, ist eine große Ehre und Bürde. Ich bin bereit diese Bürde zu tragen und dem Titel gerecht zu werden. Ich stelle mich nicht über andere, wir alle haben unsere Stärken und Schwächen und unsere Gründe, diesen Titel zu gewinnen. Ich könnte jetzt auch etwas sagen, von wegen das mir die Zeit davon laufen würde, aber in meinem Alter fühle ich mich besser den je. ATHENA Ama-Zone #20, Battle Royal, ATHENA Championship. Ich bin bereit gegen euch alle anzutreten. Das alte Eisen glüht immer noch und ist bereit vollendet zu werden.“

Eine Kameraaufnahme aus der Nähe zum Abschluss und schon ist die Aufnahme fertig. Ob die Aufnahme effektiv genug war? Sie weiß es nicht. Melina lässt aber lieber die Taten im Ring sprechen, denn genau darauf kommt es an. Du kannst die tollsten Promos halten, wenn du dann im Ring scheiterst, dann bringt dir das alles nichts. Jetzt heißt es abwarten und in den Ring steigen. Am Ende wird eine Wrestling übrig bleiben. Vielleicht ist es Melina, vielleicht jemand anderes. Vielleicht eine neue Championess, vielleicht verteidigt auch die alte Championess. Wer kann das jetzt schon sagen?/CENTER]
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