Movie of the Moment - Volume 4

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Re: Movie of the Moment - Volume 4

#121

Beitragvon Hellknight » Sa 19. Mai 2018, 09:24

Star Wars VIII - The Last Jedi
Leute, fallt nicht darauf ein - es ist KEIN Star Wars Film! Stattdessen habe ich gefühlmäßig eine gescheiterte Star-Wars-Parodie bekommen. Ich bin kein riesiger Star Wars Fan, ich mag nur die Filme, weil sie schön gemacht und unterhaltsam sind. Die bisherigen 6 Teilen habe ich gern geguckt. Der neue 7. Teil hat mir auch super gefallen. Und Rogue One ist wirklich super Film. Aber DAs, was sich 8. Teil nennt... nein. Einfach nur nein. Diese Episode versucht irgendwie alles zu sein, aber gebracht hat es überhaupt nicht. Klar, Star Wars ist ein episches Märchen, da kann man nicht von Logik und Sinnhaftigkeit erwarten. Aber The Last Jedi überbietet einfach an alles, was man NICHT tun soll. Es gibt in diesem Film ein paar gute Szenen... aber eben nur ein paar. Nach jeder 2. Szene frage ich immer wieder: "WARUM?". Ich will kein politisch korrektes, farbiges, humanes Film, sondern verdammt nochmal ein Star Wars Film. Im vorherigen Film haben die Charaktere - zumindest teilweise - mich emotional angesprochen. Hier nicht. Es war einfach nur da, fertig. Warum zur Hölle werden ständig neue Charaktäre eingeführt? Was ist mit Beziehungen zwischen denen, die wir schon haben?
Ich habe wirklich versucht, entspannt an diesem Film anzugehen und mich einfach in die Welt sacken zu lassen. Aber jedes Mal kommt immer irgendetwas, wo ich Kopf schütteln muss und mir darüber Gedanken mache, wie das so falsch sein kann.

Lass J. J. Abrams wieder auf den Regiestuhl, der konnte immerhin ein gutes 7. Teil drehen. Dieser Johnson kann nix.

3 von 10 frei fallende Bomben im Weltraum
Jesse "The Body" Ventura after being asked about his bleeding wound:
"I ain't got time to bleed!"

While Judge Dredd punching a perp in the face:
"GAZE INTO THE FIST OF JUSTICE!"

Duke Nukem:
"Time to kick ass and chew bubble gum, and I'm all outta gum!"

Ellen Ripley threatens the Alien Queen:
"Get away from her... you BITCH!"

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#122

Beitragvon Kevin Smash » Sa 19. Mai 2018, 21:01

Fallt nicht auf diese Review rein! Der Film IST ein echter Star Wars! Es gibt die ein oder andere Sinnfreie Szene ja (Leia's schwebender Ausflug im All), aber insgesamt bietet der Film halt eigentlich ALLES! Schöne Schlachten, die Charaktere (insbesondere Poe) werden weiter ausgebaut. Neue Charaktere werden gut eingefügt und erfüllen einen Zweck (Rose). Lass deine Bomben lieber Mal auf dich selbst fallen^^

Gibt von mir 8/10
Geschmack ist subjektiv, aber wer meinen nicht teilt, der hat keine Ahnung :D

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#123

Beitragvon Baron Bourbon » Sa 26. Mai 2018, 12:09

Typ mit Metallarm und leuchtendem roten Auge reist in der Zeit zurück um einen kleinen Jungen zu töten und dadurch die Zukunft zu verändern, doch der Held versucht ihn natürlich zu stoppen, was den Streifen zum besten Film der Terminator-Reihe macht seit Judgement Day. Hauptsächlich deshalb weil Deadpool mitspielt, der in der Basic Instinct Szene fast so Sexy wie Sharon Stone ist. Und weil der Juggernaut das wohl epischste Theme aller Zeiten bekommen hat.

8 von 10 X-Men würden Deadpool 2 als Azubilehrfilm benutzen.
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#124

Beitragvon Kevin Smash » So 3. Jun 2018, 09:23

Baron Bourbon hat geschrieben:
Sa 26. Mai 2018, 12:09
Typ mit Metallarm und leuchtendem roten Auge reist in der Zeit zurück um einen kleinen Jungen zu töten und dadurch die Zukunft zu verändern, doch der Held versucht ihn natürlich zu stoppen, was den Streifen zum besten Film der Terminator-Reihe macht seit Judgement Day. Hauptsächlich deshalb weil Deadpool mitspielt, der in der Basic Instinct Szene fast so Sexy wie Sharon Stone ist. Und weil der Juggernaut das wohl epischste Theme aller Zeiten bekommen hat.

8 von 10 X-Men würden Deadpool 2 als Azubilehrfilm benutzen.
Ich brauche viel eigentlich nicht mehr schreiben, weil es reicht, wenn ich sage: Unterschreibe ich so :)

Ebenfalls gesehen habe ich noch:

Solo - A Star Wars Story:

Ich war ein klein wenig überrascht am Ende, dass Aldenreich so gut als Han Solo gepasst hat, aber irgendwie war es so. Ansonsten war das ein ganz cooler Film über die Anfänge von Han Solo. Einige gute Gags, einige nette Anspielungen auf die Original Trilogie und einen coolen Woody Harrelson. Was dem Film aber irgendwie gefehlt hat ist eine packende Story. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass das alles so ein bisschen vor sich hinplätschert und richtige Spannung nicht aufkommt. Ich fand ihn ganz nett, aber doch mit einigen Defiziten.

Wertung: 7/10
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#125

Beitragvon Hirnklops » Do 7. Jun 2018, 21:01

Avengers - Infinity War

Das Motiv: Bösewicht will die Allmacht, um damit das Universum zu vernichten, weil es nicht genügend Ressourcen gibt, wobei er mit der Allmacht ja auch genügend Ressourcen erschaffen könnte.

Der Bösewicht: Thanos

Die Helden: Die Avengers und die Guardians of the Galaxy, sowie Spiderman, Dr. Strange und der Black Panther.

Taktiken: Keine. Einfach mal draufhauen, wird schon hinhauen. Und wenn mal was klappt, kommt im letzten Moment Einer und verbockt es dann doch. Aber macht ja auch voll Sinn, nachdem einzelne Gruppen es mit gottgleichen KIs und ganzen lebenden gottgleichen Planeten aufgenommen haben, bekommen Sie von Thanos den Arsch voll. Der eigentlich nix kann, außer wie Josh Brolin auszusehen.

Fazit: Kaum ist Hawkeye nicht dabei, bauen die Typen nur Scheiße.

Was mir gefallen hat: Spiderman. Und die Guardians.

Was mir nicht gefallen hat:
- Iron Man (Der Anzug nervt!!! Was kommt als Nächstes, ein Avenger hat Zahnschmerzen und Stark spawnt eine Zahnarztpraxis aus dem Ding raus???)
- Dr. Strange (Er sieht 14,5 Millionen Zukünfte und in EINER davon gewinnen die Guten - Er entscheidet sich trotzdem für die Falsche? Und warum trennt er Thanos nicht einfach den Arm ab, das hat ungefähr 15 Minuten vorher mit Thanos' Vollstrecker auch geklappt???)
- Thor (Der Charakter ist wieder genau da, wo er bei Thor 1 war. Danke dafür. Und außerdem: WENN ihr uns schon einen ganzen Film lang mit einem Showdown Thor vs Thanos teased, dann BRINGT DIESEN SHOWDOWN AUCH GEFÄLLIGST!!!)
- Black Panther und dieses komische afrikanische Land unter dem Schutzschild (Fick dich einfach, Marvel)
- Die Aliens mit ihren riesigen Schaufelradpanzern (Warum verschwendet man erst ca. 18 Milliarden Aliens, wenn man diese Dinger dabei hat???)
- Black Widow (Trug zu viel Kleidung)
- Der Darsteller des Hulk (Marc Irgendwie): Sorry, in dem Film war er irgendwie Scheiße
- Red Skull: Überflüssigste Cameo nach Wonder Woman in "Dawn of Justice".
- Das Ende (weil es nix bedeutet)
- Die After-Credits: Ich mag Captain Marvel einfach nicht :(

Insgesanmt eine komplette Enttäuschung - Nach Solo und Deadpool 2 (Beide gut bis sehr gut, DP2 kommt nicht an den Vorgänger ran, war aber phasenweise auch wieder extreeeeem geil) der dritte Kinobesuch innerhalb von zwei Wochen echter Reinfall.
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#126

Beitragvon Malibu Al » Do 4. Okt 2018, 01:36

Venom

Vorneweg:
Dieser ganze Hickhack um den Film war so nervig wie z.B. ob Ben Affleck jetzt Batman bleibt oder nicht. Ebenso das man erst R-Rating verspricht, dann davon nix mehr wissen will und sagt „war doch immer PG-13 in Planung“, nur um dann wieder zu sagen das man doch R-Rating Material hat für nen längeren Cut. Ist das förderlich vor Release eines Films? Nöö, das ist sackdumm, aber nicht intelligent. Sei es drum jetzt ist der Film PG-13 und hier FSK 12. Ist das jetzt scheiße?

Zum Film:

NEIN! Tatsächlich nicht und das überrascht mich sehr. Der Streifen ist düster gehalten und ist so wie die Trailer versprochen haben. Der Härtegrad ist da, kein Witz, denn unser Protagonist mit dem schönen und sympathischen Grinsen holzt sich echt durch den Film UND BEISST KÖPFE AB! Soviel muss ich leider spoilern um hier gleich den Leuten den Wind aus den Segeln zu nehmen die glauben das das bei FSK 12 nicht geht. Bei Herr der Ringe und Hobbit wurden auch Schädel abgehauen und alles, also „In Yo Face, Muddafucking HATER!“

Tom Hardy macht seine Sache gut, sogar recht gut und NEIN er gibt nicht den unzerstörbaren Helden wie man meist denkt, sondern hat eine sehr emotionale und sensible Seite (über die sich sein Symbiont sogar lustig macht). Die Gags sind vernünftig platziert, zünden auch aus meiner Sicht und lassen den Film aber nicht zur Gagparade verkommen, da ist Hardy auch echt gut bei der Sache.

Riz Ahmed (Rouge One, Four Lions) als Antagonist passt auch und auch als Riot macht er eine gute Figur, auch wenn man hier doch etwas den Carnage Trick fährt mit den ganzen Waffen die der Symbiotenanführer so „bastelt“. War auch mit einer der Punkte wo ich etwas mit den Zähnen knirschte, aber gut, als Schurke passte das irgendwie. Muss man ja auch ernst nehmen den Bösen im Film und ihn nicht zu einer Witzfigur ala Dr Doom werden lassen. Und schreit nicht „Bääääh Spoiler“, weil im Trailer sah man schon das Riot so was kann.

Michelle Williams ist auch schön gecastet worden und wirkt nicht deplaziert, störend oder gar nervend. Hat mir gut gefallen hier.

In mein Herz hab ich aber Jenny Slate als Dr. Dora Skirth geschlossen, denn die fand ich echt total süß und bezaubernd. Hab von der Frau bisher nix gesehen, aber hier hat die mich doch gleich gecatcht. Schön das es so was noch gibt.

Im Großen und Ganzen stimmt FAST alles in dem Film, denn perfekt ist der nicht und soll er auch nicht sein. Er hat eine angemessene Härte für die Freigabe (im R-Rated Cut wären sicherlich dann noch Knochenbrüche oder so dabei, aber KEIN Splattefest [passt auch nich]), wirkt nicht langweilig, muss aber ein Abstriche machen wenn es etwas zu hin und her geht. Im Endkampf geht alles an einigen Stellen SO schnell mit dem Gekloppe das man das Gefühl hat man müsste den Zeitlupenknopf suchen. Echt ein bisschen zu schnell geschnitten (leichte Kopfschmerzen dabei), ebenso das Riot eben mehr wie Carnage wirkt. Der Film hat auch eine kurze Leerfahrt, nimmt dann aber wieder Anlauf wie ne Achterbahn. Das kann gefallen oder eben nicht, das muss jeder selber entscheiden.

Mir als Fan der Figur hat er das Herz gewärmt, auch wenn mir noch so ein paar Sachen fehlten, aber dafür überraschte mich dann für FSK 12 doch die Härte und die Düsternis. Wer einen fröhlichen Marvelfilm erwartet, der ist hier falsch. Wer einen düsteren Anti – Helden sehen möchte, der sich selber finden muss, dann kann man auf das Pferd gern aufsteigen.

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Beitragvon Kevin Smash » So 7. Okt 2018, 09:07

Jurassic World - Das gefallene Königreich

Um es direkt zu sagen, der Film hat mich mit einem sehr seltsamen Gefühl zurückgelassen. Aber von Anfang an. Ein Vulkan droht auf der Dinoinsel auszubrechen und deswegen stellt sich den Menschen nun die Frage "Leben oder sterben lassen?" ... so wie Bond damals. Der gute Malcolm diskuttiert auch mit, während sich der ehemalige Partner von Hammond dazu entschließt eine Expedition zu finanzieren um die Dinos zu retten, weil ähnlich wie Hammond in die vergessene Welt, hat auch er sich natürlich zum Naturschützer gewandelt. Also geht es für unsere Protagonisten aus dem ersten Teil zurück auf die Insel, wo sie direkt Mal feststellen, dass der Geschäftsführer des Partners von Hammond was ganz anderes vorhat, als die Dinos nur zu retten. Um es kurz zu machen, ein großer Teil der Story ist schlicht bei die "Vergessene Welt" abgekupfert. Die Story bietet einem hier wirklich nur ganz wenig neues.

Kommen wir also zu den Figuren. Die sind inzwischen noch austauschbarer als im ersten Teil, was besonders Claire betrifft. Keine herausragende Leistung auf dem Gebiet, sondern eher Dienst nach Plan. Dafür gibt es Action. Richtig viel Action. Man wartet diesmal auch gar nicht lange um dem Zuschauer die ersten größeren Dinos zu zeigen, sondern legt gleich los. Ich würde behaupten in keinem anderen Teil, gab es die Tiere in dieser Frequenz. Doch genau da liegt eben auch der Hund bzw. der T-Rex begraben. Der Film konzentriert sich zu sehr darauf dem Zuschauer möglichst viele Actionszenen mit möglichst vielen Dinos zu präsentieren. Hierbei bleiben leider die menschlichen Darsteller und die Story klar auf der Strecke.

Sind denn die Dinos wenigstens gelungen? Mal mehr, Mal weniger. Das trifft leider sowohl auf die Dinos zu, als auch auf die restlichen CGI Effekte, die oft so schlecht aussehen, als kämen sie geradewegs aus der Asylum Schmiede! Besonders die Vulkanlava muss hier genannt werden, die richtig billig wirkt! Endgültig den Kopf schütteln musste ich dann aber, als es zu einer T-Rex/Velociraptor Bluttransfusion kam ... ernsthaft? Und das ist nur eins von vielen wirren Beispielen in diesem Film. Und doch ... auf seltsame Art und Weise fühlte ich mich trotz all dieser Kritikpunkte gut unterhalten, was halt hauptsächlich daran liegt, dass dafür gesorgt wurde, dass Langeweile gar nicht aufkommt, weil immer was los ist. Zum anderen liegt es aber auch am völlig übertriebenen Humor, der zum Teil schon schwer in Richtung Trash schielt.

Fazit: Wer einen klassischen Jurassic Park Film erwartet, der sollte seine Erwartungen lieber weit herabsenken und sich darauf einstellen einige Male schwer mit dem Kopf schütteln zu müssen. Wer allerdings einen kurzweiligen Film für zwischendurch sucht, bei dem man einfach mal das Hirn abschalten kann, der wird mit dem Film sicher nicht viel verkehrt machen.

Wertung: 6/10
Geschmack ist subjektiv, aber wer meinen nicht teilt, der hat keine Ahnung :D

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#128

Beitragvon Malibu Al » So 14. Apr 2019, 01:49

Hellboy: Call of Darkness

Das ist er also, der neue Hellboy mit seinem R-Rating, wo alles düsterer und härter sein soll.
Die Frage ist nun: Hat es funktioniert?
Antwort: NEIN!



Um es vorweg zu nehmen, ich bin an diesen Film unvoreingenommen heran gegangen ohne „Perlman war aber besser“ (woher soll ich das wissen wenn ich nicht den ganzen Film gesehen hab), „Ich will aber den dritten Teil!“ (dann beschwere dich bei Mike Mignola, der ist so gesehen Schuld) und so weiter und so weiter.



Doch warum nun Nein?

Tja, das Problem liegt hier in vielen Sachen, allen voran das der Film gefühlt einfach nur durch hetzt, sich kaum Ruhepausen gönnt und so einen zu Atem kommen lässt. Hellboy rennt von einer Klopperei zur nächsten Klopperei mit Viehzeugs oder bösen Buben. Seine beiden Gefährten bleiben eher blass, können sich aber wenigstens etwas vorstellen. Highlight des Films ist dann auch die Nebengeschichte der weiblichen Begleitung Alice Monaghan (gespielt von Sasha Lane) wie sie und Hellboy sich kennen gelernt haben.

Für das R-Rating wurde dann wohl mehr darauf gesetzt das so gesehen fast nur geflucht wird oder eben Schimpfworte irgendwo in einem Satz unter gebracht werden, u.a. so Sätze wie „Deine Augen (Hellboys) sind so pissegelb. Meine Lieblingsfarbe.“ Man könnte schon ein Trinkspiel draus machen. Weniger wäre echt mehr gewesen irgendwie.

Die Gewalt ist dann ja auch noch da. Sollte ja böser werden als in den del Toro Filmen. Böser heißt aber nicht gleich das man die Splatterkeule schwingen muss, die dann auch so Hellboy untypisch ist und nicht passen mag. Selbst wenn man die Vorlage als Comic nicht kennt wirkt es einfach so nach dem Motto „Komm wir zeigen mal Gewalt, har har har“ Dezenter Horror und Grusel passt da einfach besser und da punktet der Film mit dem Treffen mit Baba Yaga (ihre Hütte war im Trailer zu sehen, also KEIN SPOILER). Das ist creepy, das ist gruselig, das passt wirklich mehr zu Hellboy. Übrigens, das meiste an Gewalt sieht man schon im Trailer. Applaus dafür.



Die Jokes in dem Film sind platt, zünden so gut wie gar nicht. Humor gibt es dennoch und der kommt auch eher von selber, als das man einem Charakter irgendeinen dummen Witz reißen oder machen lässt, wo man sich nur denkt „Was soll´n das???“ In der Hinsicht fand da del Toro in seinen Filmen den perfekten Grad.



Ian McShane als Hellboys Ziehvater ist voll an dem Charakter des Professor Broom vorbei, es scheint als wolle er hier noch mal Deadwood spielen. Wo Broom in der Vorlage und auch in den beiden anderen Filmen eine Person ist die sich um seinen Ziehsohn auch sorgt, ist der Charakter von McShane hier mehr ein Arschloch. Sorry, er kommt wirklich so rüber und behandelt seinen Sohn hier mehr wie ein Stück Scheiße, wo mal im Ansatz durchscheint das er eine tiefere Bindung zu seinem „Sohn“ hegt. Da reicht auch ein billiges „Ich liebe dich, Sohn“ gen Ende des Film nicht mehr, wenn er dafür echt nur ein Arschloch war. Schade, dabei ist Broom echt ein toller Charakter und besonders John Hurt hauchte ihm soviel liebevolles ein.



David Harbour gibt als Hellboy auch echt sein Bestes, schafft es auch den Charakter schon ganz gut zu treffen, aber im direkten Vergleich muss er sich dann doch Perlman beugen. Aber selbst Perlman hätte hier in dem Film auch nicht mehr den Karren aus dem Styx ziehen können. Schade, aber es ist leider wirklich Tatsache. Milla Jovovich zeigte mal wieder das sie irgendwie, naja, nur da sein kann, mehr nicht. Die böse Hexe nimmt man ihr irgendwie nicht ab.

Den Soundtrack empfand ich persönlich als streckenweise peinlich und gewollt „cool“. Hellboys Klopperei mit den Riesen (ist auch im Trailer zu sehen) ist mit komischer Rockmusik unterlegt, so das die ganze Szene echt eher wie eine Sequenz aus einem Videospiel daher kommt. Ein Classic Score hätte das wohl ganz anders wirken lassen und vielleicht sogar dramatischer. Musik kann viel ausmachen und was z.B. in so was wie „Guardians of the Galaxy“ funktioniert hat mit der Musik muss nicht gleich heißen das das in anderen Filmen auch funktioniert. Besonders hier nicht.



Hätte Neill Marshall vielleicht etwas von seinen Werken wie „Dog Soldiers“ oder „Doomsday“ hier mit einfließen lassen, denn wäre das ganze vielleicht auch spaßiger geworden. Das Mike Mignola, der Schöpfer Hellboys, an dem Drehbuch mitgeschrieben haben soll merkt man wohl irgendwie nur in der Sequenz von Hellboys Erweckung (wir erinnern uns an die Nazis und Rasputin) , dem Aufeinandertreffen mit Baba Yaga sowie das Kennenlernen von Alice Monaghan, ansonsten nix zu sehen von seiner Handschrift. Würde mich nicht wundern wenn er da auch wieder mault wie über die del Toro Filme, das diese nicht der Vorlage so entsprächen. Dabei hat er auch dort mit an den Drehbüchern gewirkt und das merkt man deutlich stärker als in diesem Streifen.



Am Ende bleibt einfach so gut wie nix was hängen bleibt. Schade, wirklich, denn eigentlich sollte man sich freuen das „Red“ wieder einen Film spendiert bekommen hat. Hier sehe ich aber für einen zweiten Teil schwarz, wobei man hier gleich ZWEI Cliffhanger einbaute.



3/10
Ruhe in Frieden meine geliebte Tante (17.11.1954 - 04.09.2017)


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